Weißrussland: Oppositionscamp geräumt
Das Zeltcamp der Opposition auf dem Oktoberplatz in Minsk wurde heute Nacht von der Polizei geräumt. Viele der Menschen die dort zum Teil seit 5 Tagen protestieren wurden angeblich festgenommen.
Heute gegen 3:30 Uhr stürmten hunderte Polizisten und Sicherheitskräfte das Zeltcamp auf dem Oktoberplatz in Minsk. Gegen 3 Uhr fuhren 10 Polizeibusse und Gefangenentransporter auf und umstellten den Platz. Polizisten riegelten den kompletten Platz ab und alle Journalisten und Reporter wurden hinter die Absperrungen verwiesen. Dann wurden mehrere hundert Menschen die in dieser Nacht im Camp ausharrten verhaftet. Man verfrachtete sie in die bereitgestellten Busse und LKWs und brachte sie an eine bisher nicht näher bekannte Adresse.
Jetzt sind nur noch zerstörte Zelte auf dem Platz zu sehen. Die Reste des Camps, Fahnen, Plakate, Kleidung, Geschirr ect. wurden von Reinigungskräften auf Trucks verladen. Laut Angaben von Festgenommen kam es in einem Gefangenentransporter zum Einsatz eines Gases. Näheres ist aber nicht bekannt und kann auch nicht bestätigt werden.
Nach Angaben der BBC waren zum Zeitpunkt des Zugriffs etwa 150 Menschen auf dem Platz. Alle Frauen wurden demnach freigelassen bzw. garnicht erst verhaftet. Die Räumung hat rund 20min gedauert.
Mehr unter:
http://www.charter97.org/eng/news
Jetzt sind nur noch zerstörte Zelte auf dem Platz zu sehen. Die Reste des Camps, Fahnen, Plakate, Kleidung, Geschirr ect. wurden von Reinigungskräften auf Trucks verladen. Laut Angaben von Festgenommen kam es in einem Gefangenentransporter zum Einsatz eines Gases. Näheres ist aber nicht bekannt und kann auch nicht bestätigt werden.
Nach Angaben der BBC waren zum Zeitpunkt des Zugriffs etwa 150 Menschen auf dem Platz. Alle Frauen wurden demnach freigelassen bzw. garnicht erst verhaftet. Die Räumung hat rund 20min gedauert.
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http://www.charter97.org/eng/news
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Belarus II: Camp geräumt
Das Russische kann etwa mit
Vorortquellen, per SMS an Bekannte in D berichtet sind zur Stunde verschollen; zufällig Anwesende Beobachter der polnischen Botschaft auf dem Oktoberplatz beobachteten Prügelszenen auf friedliche Camper.
Bilder, die Stalinisten nicht sehen wollen
Re: Bernd Kudanek alias bjk
(1) Die Opposition in Belarus besteht nicht nur aus Nationalisten. Neben Liberalen, Sozialdemokraten, Gewerkschaften besteht das Bündnis auch aus Kommunisten (die offizielle Nachfolgepartei der KP aus der Sowjet-Zeit - nicht zu verwechsel mit der Lukaschenko unterstützendn Abspaltung).
(2) Da der Lukaschismus der belarussischen Nation praktisch den Krieg erklärt hat (Verbot nationaler Symbole zugunsten von Symbolen aus der Sowjet-Zeit, Unterdrückung der belarussischen Sprache, Vereinigung mit Russland, etc.), halte ich es für legitim auch auf die von dir sog. nationale Tränendrüse zu drücken, um mehr Leute anzusprechen und ein Bündnis mit den Nationalisten zu ermöglichen.
Die belarussische Opposition allgemein in irgendein rechtes Lager zu rücken ist völliger Quatsch. Es ist ein BÜNDNIS ALLER DENKBAREN POLITISCHEN KRÄFTE, DIE VON LUKASCHENKO DIE SCHNAUZE VOLL HABEN.
Die belarussische Opposition....
People, Parties, Organizations...
Members of the Coalition:
-The Green Party of Belarus
-Belarusian Popular Front Party (BPF)
-United Civil Party of Belarus (UCPB)
-Belarusian Social-Democratic Party "Narodnaja Hramada"
-Belarusian Party of Communists (PKB)
-Belarusian Labour Party (BLP)
-Belarusian Women's Party "Nadzieja"
-Youth Civil Organization "Young Front"
-Right Allianca
-Young BPF
-Union for Democracy Support in Belarus
@ verlogene Symbolik
(1) Bei der Marien-Abbildung über dem Kopf des Mädchens handelt es sich um das Wappen der Hauptstadt Minsk.
(2) Die skizzierten weissen Vögel (wohl weisse Friedenstauben) auf blauen Hintergrund sind das Symbol der Koalition um den Oppositionskandidaten Milinkiewitsch.
(3) Die Strahlen, die vom Minsker Wappen ausgehen, sollen wohl eine Andeutung auf die (inoffizielle) Hymne von Belarus ("Mahutny Bozha" - "Allmächtiger Gott") sein, in der Gott gebeten wird, seine Strahlen über Belarus auszusähen.
(4) Auf dem Stirnband des Mädchens ist fragmentarisch der Text "Belarus' w Evropu" - "Belarus in Europa" zu erkennen
(5) Das Mädchen friert weil es in Minsk jetzt so schrecklich kalt ist, wie vor einem Monat in Deutschland.
(6) Oben steht auf belarussisch: "Kommt! Täglich , 18:30, Kastrychnitskaya Ploshcha (Oktober-Platz)"
(7) Das Gebäude im Hintergrund ist der Palast der Republik auf dem Oktober-Platz (Kastrychnitskaya Ploshcha)
----> Was soll da verlogen sein? Meiner Meinung nach bietet sich die Verbindung des Wappens von Minsk (wo die Proteste stattfanden)mit irgendwelchen Strahlen und den weissen Tauben (Symbol des Friedens) an, um auf die Hymne (deren Inhalt im Gegensatz zu so manch anderer pazifistischer Natur ist) und den Kandidaten (der damit wohl zum friedlichen Protest aufruft) hinzuweisen.
@NATO
You are wrong...
This morning Belarussian anarchists distributed information, that last night 3:30 AM OMON moved to destroy tent camp that has been put up in the city center to protest fraud elections in Belarus. 30-40 tents were trashed, around 500 people arrested. Among destroyed tents there was a tent of Belarussian indymedia (belarus. indymedia.org), and among arrested there many known anarchists, such as members of
anarcho-punk band Deviation (singer Stas Pochyobut) and editors of banned satirical anarchist paper Navinki. Anarchists were constantly present in the tent camp with few dozen people. Arrested people were heavily brutalized. As all the police stations in the city are full of people arrested during last 10 days (opposition estimates number of people arrested all around Belarus as 5000), people arrested
in square were taken to unknown destinations off the city limits. Their place, condition and charges pressed against them are currently unknown.
Belarussian anarchist also ask for any kind of solidarity actions in
Belarussian embassies around the world!
Follow belarus.indymedia.org for updates and video footage coming up.
Wieso wurde eigentlich protestiert?
Support political activist locked up in Belarus
commoner | 22.03.2006 14:22 | Repression | Social Struggles | World
Enira, a girl who is about 25, has been held in custody in the KGB detention facility of Minsk since February 21th, 2006. Her crime? She simply wanted to have independent elections in Belarus. Yes, this is a crime in Belarus.
LEGAL CHARGES She was charged for being a member of an unregistered (illegal) association ("Partnership"). This is considered a crime in Belarus since December 2005, since the criminal code was amended to restrict freedom of speech and of association. She might stay in jail for years...
The state refused to register this association, since the association aims at monitoring free and fair elections in Belarus. Against the interest of Lukashenko.
In some information about her case, she is said to have been accused of arousing violent public unrest in order to defeat the president Lukashenko at the presidential elections. Close to terrorism. Ridiculous. Falsehood to hide an arrest under criminal law motivated by sheer political reasons.
POLITICAL SITUATION IN BELARUS Lukashenko hastened the presidential elections because of the growing popularity of Milinkevich, the most popular opposition leader. The election will be held next Sunday. Lukashenko also had a law passed allowing him to order the police to shoot at demonstrators.
HOW TO HELP We can try do something: signing up for the internet petition. It is easy, you just have to ask Pavel,
You can find the text of the petition (English version at the bottom) at:
WHAT HAS BEEN DONE SO FAR We have been contacting Amnesty International in different countries and are waiting for an official public appeal with the Amnesty stamp and the recognition by Amnesty that she is a political prisoner. We are considering public gatherings in front of the Belarusian embassy on Sunday (in different places, to be confirmed), after having tried to make an appointment with the ambassador.
Please sign the petition, even though you don't know this person. The same tragic story could have happened to us, had we not been born in a more democratic country.
You can check this information at:www.charter97.org,
commoner
Lukaschenko vs. anarchistische Satire
Morgen ist Tag der Solidarität
- Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) bittet alle Zeitungsredaktionen am morgigen Samstag im Kopf der ersten Seite oder als Schlagzeile den 25. März 2006 zum “Tag der Solidarität mit Weißrußland zu erklären.
Die IGFM bekräftigt ihre Forderung nach einer politischen Isolation des weissrussischen Regimes. Sollte die Kundgebung der Opposition am 25. März von der Polizei verhindert bzw. gewaltsam aufgelöst werden, sollen die Botschafter aus Weißrussland wenigstens symbolhaft abgezogen werden, um ein deutliches Zeichen der tatsächlichen Solidarität mit den Menschen in Weißrussland zu bekunden.
Oppositionelle erklärten, dass sie trotz der momentanen Bedrohung an der Großkundgebung am 25.März festhielten, sie aber zu einer Festveranstaltung umwandeln wollten. Den Worten des Oppositionsführers Alexander Milinkewitsch “Die beste Waffe gegen die Diktatur ist Lachen. Und sie ist lächerlich.³, sei nichts hinzuzufügen, so die IGFM.
Weitere Informationen unter
Aus der Sicht von ZUBR
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SPECIAL FORCES CRACK DOWN ON TENT CAMP. HUNDREDS OF ARRESTED
24/03/2006, 04:53
Seven armed vehicles and buses with riot-police arrived to Kastrychnitskaya square in Minsk. They took the tent camp in circle, pushed journalists out of it and started to arrest people in the square.
Within several minutes hundreds were arrested. Defenders of camp the camp sat down on the ground to avoid violence but they all were taken to the trucks by one and by groups, and taken to unknown location. Now officers break tents and remove all the stuff in trucks of municipal services.
An unknown white gas was used against the protesters in the trucks. Probably it was tear gas or pepper gas.
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PART OF THE ARRESTED ARE IN TEMPORARY ISOLATOR
24/03/2006, 05:11
We got sms from one of the detained people. He informs that one part of the arrested was taken to temporary isolator in Valadarski street. The other said over the phone that he saw street Tsimiriazeva and than Arlouskaya through the window of the truck. Most likely that they will be taken to isolator in Navinki village near Minsk.
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MANY ARRESTED BEATEN UP
24/03/2006, 06:32
Many of those who had been arrested in Kastrychnitskaya square were beaten. Officers of special forces were brutally beating people in trucks as they wanted to avoid attention of journalists.
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CRACKDOWN ON TENT CAMP IN MINSK (pictures)
24/03/2006, 07:15
Up to 400 protesters were arrested while crackdown on tent camp. We offer to your attention pictures of this event. Journalists were removed from the square by special forces. That is why quality of pictures is low.
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Belarus: Solidarität mit IMC-AktivistInnen
Belarus: Solidarität mit AnarchististInnen / Indymedia-AktivistInnen
Heute morgen [Freitag, 24. März 2006) veröffentlichten AnarchistInnen in Belarus (Weissrussland) die Information, dass letzte Nacht um 03:30 Uhr [die Spezialpolizei] OMON anrückte, um das Zeltlager zu zerstören, das im Zentrum der Stadt [Minsk] aus Protest gegen Wahlmanipulation in Belarus aufgebaut war. 30-40 Zelte wurden zerstört und etwa 500 Leute verhaftet. Unter den zerstörten Zelten befand sich auch das Zelt von Indymedia Belarus (
Die anarchistischen Indymedia-AktivistInnen in Belarus bitten daher um Solidaritätsaktionen vor belarussischen Botschaften auf der ganzen Welt!
Informiert euch auf
(Automatische Übersetzung Russisch->Englisch auf
Weitere Infos findet ihr auch auf folgenden Webseiten:
Ein aktueller Bericht auf Indymedia Deutschland:
"Weissrussland: Oppositionscamp geräumt"
Infos über die Repression in Belarus vor der Wahl:
Kontakt zur Anarchistischen Föderation Belarus (FAB)
- Mitglied der Internationale der Anarchistischen Föderationen (IFA):
Sozialforum Belarus (vom November 2004):
(Automatische Übersetzung Russisch->Englisch auf
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Anmerkung:
In den Berichterstattung der bürgerlichen Medien über die brutale Polizeirepression gegen Oppositionelle sind deutlich auch die schwarz-roten Fahnen der AnarchistInnen zu erkennen (
IGfM und die MenschenRECHTE
Auf das Verwirrspiel mit diesen MenschenRECHTEN sind schon einige hereingefallen, nicht zuletzt die Junge Welt:
Hintergrundinfos zur IGfM:
amnesty international zu den Protesten
PRESS RELEASE
AI Index: EUR 49/003/2006 (Public)
News Service No: 072
22 March 2006
Belarus: Detentions and beatings continue after elections
Large numbers of peaceful demonstrators are being detained and beaten by riot police and anti-terrorist forces in Belarus in what appears to be an attempt to intimidate demonstrators, according to information obtained by Amnesty International.
108 people were detained on the night of 19 – 20 March and a further 20 were detained on 20 – 21 March, according to the Belarus human rights organization Vyasna. The detentions are continuing and no complete figures are available, but Vyasna estimates that in all 400 arrests may have taken place throughout the country.
“The Belarusian authorities have yet again demonstrated a total disregard for freedom of expression. All those that have been detained for the legitimate and peaceful expression of their views must be released immediately," said Heather McGill, Amnesty International’s researcher on Belarus.
Many of those detained are being held in police holding cells in Minsk where they face appalling conditions and are not allowed to receive parcels from relatives.
Many detentions are reportedly accompanied by beatings. Of particular concern are minors, who are not detained by police, but, after their age has been checked, are reportedly pushed from the buses in which other detainees are being held before being transported. Some allege that they suffer injuries as a result of being pushed from the buses. Alexander Kasko (17 years old) was reportedly beaten by police and then suffered a broken nose as he was pushed from a bus. He is currently being treated in hospital. His older brother Sergei Kasko has reportedly been given an unusually long sentence of 30 days, and human rights activists are concerned that this may have been done to avoid his injuries being seen. Many of the demonstrators are students who could face expulsion from their universities as a result of their participation.
Most of those detained are charged for administrative offences such as participation in unsanctioned meetings or hooliganism, which carry sentences of 10 to 15 days’ detention. According to Vyasna, on 21 March 65 people were sentenced in Minsk to three to 15 days for administrative offences.
There have also been a number of arrests of foreign observers. On 20 March, three Georgian citizens, Malkhaz Songulashvili, a baptist bishop, and two orthodox priests, Basil Kobakhidze, and Vladimir Gogiashvili were arrested at demonstrations in Minsk. They were reportedly deported late Tuesday night. A Polish parliamentarian, Yaroslav Yageilo, was detained by the KGB in Minsk and deported on 22 March. Two unofficial Estonian election observers, Erik Mora and Tarmo Lecht, were also arrested.
Amnesty International calls on the Belarusian authorities to release all those who have been detained for the legitimate and peaceful expression of their views. The organization also calls on the Belarusian authorities to ensure that international human rights standards are fully observed during policing operations, and that demonstrators are not subjected to beating or other forms of ill-treatment.
Background
According to official results President Alyaksandr Lukashenka was elected for a further five years with a majority of over 82 per cent on 19 March. The opposition claims that the elections were rigged and has called on the population to demonstrate calling for a re-run of the elections. The OSCE election observation mission has stated that the elections did not meet OSCE commitments and international electoral standards and that the “arbitrary abuse of state power, obviously designed to protect the incumbent President, went far beyond acceptable practice”.
Demonstrators have set up tents in October Square in Minsk and according to some estimates 10,000 people demonstrated on the night of the elections. Similar demonstrations are being held in other cities. Despite threats by the KGB chief that those participating in demonstrations after the elections on 19 March would be considered terrorists and could face the death penalty, the police have avoided open confrontation with the demonstrators on October Square in Minsk and are detaining people as they arrive and leave the square and charging them with administrative offences.
Public Document
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For more information please call Amnesty International's press office in London, UK, on +44 20 7413 5566
Amnesty International, 1 Easton St., London WC1X 0DW. web:
For latest human rights news view
amnesty international-berlin zu belarus
(...)
Ab 1992 wurden immer wieder Neuwahlen zum - noch aus sowjetischen Zeiten stammenden - Parlament gefordert. 1994 nahm das bisherige Parlament zunächst eine neue Verfassung an, in der ein Präsidentenamt geschaffen wurde. Die am 10. Juli stattfindenden Wahlen gewann mit über 80% der fast unbekannte Alexander Lukaschenko, ein ehemaliger Direktor einer Kolchose, der den Wählern versprach, die Korruption zu bekämpfen, die er als Hauptursache der wirtschaftlichen Probleme darstellte. Seine Herrschaft nahm ziemlich schnell autokratische Züge an, die lokalen Verwaltungen wurden dem Präsidenten direkt unterstellt, kritische Zeitungen durften nicht mehr in den staatlichen Druckereien gedruckt werden.
Am 14. Mai 1995 fanden Parlamentswahlen, sowie eine Reihe von Referenden statt. Die große Mehrheit der Bevölkerung sprach sich für die Einführung des Russischen als zweiter Staatssprache und die Wiedereinführung der - leicht veränderten - Symbole der BSSR aus. Die Parlamentswahlen misslangen, weil nur in 119 der 260 Wahlkreise die Mindestwahlbeteiligung von 50% erreicht wurde. Das Parlament konnte erst nach der vierten Nachwahl im November zusammentreten, in der Zwischenzeit regierte der Präsident mit Hilfe von Dekreten. 1996 wurde bei einem weiteren Referendum eine neue Verfassung angenommen, die dem Präsidenten weit reichende Vollmachten gibt. Das bisherige Parlament wurde aufgelöst, die regimetreuen Abgeordneten bildeten nun das Unterhaus des neuen Parlaments, das Oberhaus bestand aus von Lukaschenko und Leitern der lokalen Verwaltungen ernannten Senatoren. Die oppositionellen Abgeordneten versuchten, die Arbeit des alten Parlaments aufrechtzuerhalten.
Zugleich betrieb Lukaschenko ein Politik der Re-Sowjetisierung Weißrusslands, was sich äußerlich unter anderem in der Betonung der Rolle der russischen Sprache und der Einführung der sowjetischen Staatsymbole zeigte. Vor allem wurde aber ein sowjetisches Wirtschaftsmodell vertreten und eine Politik der Annäherung an Russland betrieben. Eine neue Russisch-Weißrussische Union, deren Gründung mit dem russischen Präsidenten Jelzin vereinbart wurde, sollte eine Art neue Sowjetunion werden. Diese Politik stieß in der Mehrheit der Bevölkerung, der es zu Sowjetzeiten wirtschaftlich besser ging und der oft das Interesse für eine weißrussische Identität fehlt, nicht immer auf Ablehnung.
Im April 1998 geriet Weißrussland in die Schlagzeilen der Weltpresse - die Botschafter von 22 Staaten - darunter die Bundesrepublik Deutschland - werden gezwungen, "aus technischen Gründen" ihre Residenzen zu verlassen, ein klarer Verstoß gegen das Wiener Wiener Übereinkommen
über diplomatische und konsularische Beziehungen. Die meisten betroffenen Staaten zogen ihre Botschafter ab, Weißrussland geriet zunehmend in internationale Isolation. Im Dezember des gleichen Jahres beschloss das Parlament, dass niemand, der zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, an den für das folgende Jahr geplanten Regionalwahlen würde teilnehmen dürfen. Das schloss die meisten Angehörigen der Opposition aus, die oft im Zusammenhang mit der Teilnahme an Demonstrationen zu Geldbußen verurteilt werden.
Da Lukaschenko 1994 für eine fünfjährige Amtszeit gewählt worden war, hätten die nächsten Präsidentschaftswahlen 1999 stattfinden müssen. Der Präsident beschließt aber, seine Amtszeit ab der Einführung der neuen Verfassung zu zählen und legt damit die Neuwahlen auf 2001 fest. Der Versuch des abgesetzten Parlaments, 1999 selber Präsidentschaftswahlen zu organisieren, scheitert.
In den am 9. September 2001 stattfindenden Präsidentschaftswahlen setzte sich Lukaschenko klar gegen die oppositionellen Kandidaten durch. Nach den Anschlägen von New York am 11. September 2001 versiegt das Interesse der Weltöffentlichkeit für die mit der Präsidentschaftswahl verknüpften Vorwürfe der Wahlfälschung.
Im Juni 2002 überraschte der russische Präsident Putin die Öffentlichkeit, als er sein Interesse an einer Eingliederung Weißrusslands in Russland ausdrückt. Die von Lukaschenko geforderte gleichberechtigte Union zweier Staaten lehnte Putin ab.
AnarchistInnen und andere Linke in Belarus
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Merkwürdiges in Minsk
FelS Belarus-Besuchskomitee in Arranca!-Ausgabe 23
(...)
Wo geht's nach links? Am Herrschaftsmodell Lukaschenkos scheiden sich die Geister. Linke halten es für rechts, Rechte halten es für links. Manche Linke halten es aber auch für links. Lukaschenko selbst sagt: ''Ich bin weder links noch rechts, ich bin mit dem Volk gegen jene, die es betrügen und berauben.'' In Belarus wird deutlich, dass im Osten Europas seit 1989 ''links'' und ''rechts'' nicht mehr eindeutig definiert sind, wenn sie es denn je waren. Versuchen wir also eine Annäherung und fragen einige BelarussInnen, die sich selbst als ''links'' bezeichnen. ''Lukaschenko ist ein Despot. Er muss gestürzt werden'', meint eine Anarchistin aus Grodno, einer Stadt an der Grenze zu Polen. Auch von den Ex-KommunistInnen hält sie nichts. ''Alle aus der KPdSU hervorgegangenen Nachfolgeparteien mischen Nationalismus und Antisemitismus mit Traditionspflege''. In den KommunistInnen sieht sie eher einen Teil der Rechten.
(...)
Mit wem kann das Dutzend AnarchistInnen in Grodno denn zusammenarbeiten und was machen sie überhaupt, wollen wir wissen. ''Unser Schwerpunkt liegt beim Aufbau einer subkulturellen Szene und der antifaschistischen Arbeit'', erklären sie. Das Grenzcamp an der polnisch-weißrussischen Grenze im Sommer haben sie mit organisiert. Anarcho-Kreise in Minsk haben kürzlich die erste Gay-Parade organisiert. ''Insgesamt'', meint einer der Anarchisten irgendwann mitten in der Nacht nach jeder Menge Bier und Vodka, ''ist es aber eher beschissen hier als Linker.'' Ganz so erfolglos ist die Arbeit der AnarchistInnen aber nicht. In Minsk erscheint seit 1998 alle 14 Tage die Satirezeitschrift Navinki (Anmerkung vom Poster: Mittlerweile ist diese Zeitschrift ein Opfer Lukaschenkos geworden, siehe
(...)
Nationale Konstruktionen
(...)
Die Leute von Navinki dagegen, deren Zeitung auf belarussisch erscheint, können ihren Bezug auf den Nationalismus anders begründen: ''Das nation-building in Belarus ist nicht abgeschlossen. Im Kampf um die Bestimmung dieser Gesellschaft versuchen wir, mit einer linken Position zu intervenieren'', erklärt ein Redaktionsmitglied. Auch die AnarchistInnen in Grodno fragen wir: ''Wie steht Ihr zum weißrussischen Nationalismus?'' Sie lächeln und meinen, nur sehr wenige könnten ihren Nationalismus verstehen, die Deutschen schon gar nicht. ''Wie im Baskenland müsst ihr euch das vorstellen'', meinen sie, ''das sind für uns Beispiele, bei denen ein linkes Projekt mit einer nationalen und kulturellen Identität verknüpft ist.'' Auf dem Boden liegt eine aufgeblätterte belarussische anarchistische Zeitung, in der ein Artikel über ETA steht. Wieder bleiben nach der Diskussion mehr Fragen als Antworten.
(...)
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Den ganzen Text gibt´s unter
Videobeleg für Wahlbetrug in Belarus?
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Solidarität mit den belarussischen Demokraten
gekaufte nationalistische Opposition?
Kann mensch nur unterstreichen! Denn auf Demos hier sind DemonstrantInnen immer die Bösen und die Bullerei stets die Guten. Bei gekauften und vom Westen mit Millionen unterstützten Demos seinerzeit in der Ukraine und jetzt in Belarus sind - Nachtigall, ick hör Dir trapsen - auf einmal die (in Belarus wenigen!) DemonstrantInnen die Guten? Und vertreten das gesamte Volk? Da lachen ja nicht einmal die vogelvergrippten Hühner!
Selbst n-tv-online konnte nur berichten:
"Vor dem Räumeinsatz am frühen Morgen hatte die Polizei die Demonstranten ultimativ aufgefordert, den zentralen Platz in Minsk zu verlassen. Die Kundgebung sei von den Behörden nicht genehmigt worden. Da es sich um eine "Störung der öffentlichen Ordnung" handele, werde die Polizei eingreifen, hieß es. Nachdem die Menschen sich geweigert hatten, griffen die Sicherheitskräfte ein. Die Demonstranten saßen auf dem Boden und hielten sich an den Händen, berichteten Augenzeugen. Die Ordnungskräfte nahmen die Regimgegner einzeln fest und brachten sie in die bereitstehenden Polizeifahrzeuge. Beide Seiten vermieden gewalttätige Auseinandersetzungen. Die Polizei setzte keine Schlagstöcke ein."
Tja, und nicht nur hier in Berlin und der BRD gibt's kaum eine friedliche Demo, bei der die Polizei nicht brutal Schlagstöcke und/oder Pfefferspray einsetzt. Übrigens nur mal am Rande, am vergangenen Montag wurden in Washington vor dem Pentagon Dutzende von AntikriegsdemonstrantInnen brutal festgenommen, weil sie gegen Polizeiauflagen verstoßen haben sollen.
Ist es nicht bezeichnend, daß die Belarus-Opposition nationalistisch-klerikale (sihe Foto) Töne anschlägt und auf die patriotische Tränendrüse drückt, indem sie z.B. die Machtübernahme der einstmals von Deutschen eingesetzten weißrussischen Marionettenregierung wieder in einem National-Feiertag gedenken will?
Im übrigen frage ich mich, warum der Artikel von "information warfare" erneut ins Newswire gelangt ist, wo doch vor ein paar Tagen ein ähnlich tendenziöser Beitrag ebenfalls von "information warfare" erst ins Newswire eingestellt und mittlerweise vollständig gelöscht ist.
Fazit: Demos sind nicht gleich Demos! Hier bei indy würde ja auch niemand verstehen, wenn eine der vielen Neonazidemos ins Newswire gelangten - wobei ich die Belarus-Oppositionellen nicht mit Neonazis vergleichen möchte. Aber ein wie gesagt nationalistisch-klerikales G'schmäckle hat's schon ... ... ...
bjk
Forum:
lesenswerte Links:
Ihr habt veraltete Infos!!!!
16.04.2004 - [ ria-nowosti ] - Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko behauptet, dass die weißrussische Opposition aus Russland finanziert werde. „In letzter Zeit hörte der Westen auf, die weißrussische Opposition zu finanzieren. Jetzt wird sie durch gewisse Kreise in Russland finanziert, sagte Lukaschenko in seiner Ansprache im Landesparlament am Mittwoch.
Seiner Meinung nach seien diese Kreise über die tatsächliche Lage in Weißrussland sogar schlechter als der Westen informiert.
„Weißrussische Oppositionsführer haben sich umorientiert und nahmen eine quasi prorussische Position ein. Sobald die jetzige Macht in Weißrussland gestürzt ist, wird niemand mehr von einer prorussischen Politik sprechen, sagte Lukaschenko.
Seiner Meinung nach betreibe die jetzige Staatsführung in Minsk eine derart intensive prorussische Politik, dass es nur noch geblieben sei, die Souveränität und die Unabhängigkeit aufzugeben.
Aber das werden wir nie tun, sagte Lukaschenko.
„Diejenigen in Moskau wie im Westen, die glauben, dass sie entscheiden können, wer Präsident Weißrusslands wird, irren sich. Das weißrussische Volk wird selbständig seine Wahl treffen, unterstrich der Präsident. Ihrerseits werde die weißrussische Führung alles Notwendige tun, damit die Weißrussen ihre Wahl bewusst treffen, versicherte er. (RIA-Nowosti-Korrespondentin Olessja Lutschaninowa)
----> Lustig, die Verschwörungstheorien des Kolchosen-Direktors. Nieder mit dem Lukaschismus!!!!!
Quo vadis - indymedia?
Na toll, jetzt warte ich darauf, daß BRD-großkoalitionäre Lobhudeleien, z. B. zu Einbürgerungsabschreckungs-Fragebögen und Kommunisten-Berufsverboten, es demnächst auch mal auf die Startseite schaffen!
Damit ich nicht mißverstanden werde, Meinungsfreiheit gerade bei indy muß absolut garantiert werden und den höchsten Schutz genießen. Open Posting bietet deshalb selbst mißliebigen bzw. umstrittenen Themen die geeignete Plattform. Aber Newswire und erst recht die Startseite sind das Gesicht von indymedia! Und nach meinem bisherigen Verständnis ist indymedia eine alternative Plattform vor allem für linke Themen, die vom neoliberalen Medienkartell verschwiegen und/oder umgelogen werden.
Und jetzt besorgt indymedia in Sachen Weißrußland und Ukraine das Geschäft eben dieses neoliberalen Machtkartells?
Merke: wenn deine Feinde dich loben, hast du was falsch gemacht. Gilt auch, wer mit ihnen mitheult.
bjk
Forum:
Kommunisten in der Opposition
Homepage:
Umsturzprogramm
Den Auftrag für die Organisation des Programms, das die Wahlen in Belarus "begleiten" soll, ging an die PR-Agentur Media Consulta. Das Gesamtbudget liegt bei 2 Millionen Euro. Das internationale Agenturnetzwerk mit Hauptsitz in Berlin leitet und koordiniert dabei ein Medienkonsortium bestehend aus dem unabhängigen, russischsprachigen, internationalen Satelliten-TV-Sender RTVI (Uplink in Köln) sowie dem Radiosender „European Radio for Belarus“ mit Sitz in Polen.
"Im Zuge der Wahlen im März werden Live-Sondersendungen in TV und Radio ausgestrahlt, in denen Wahlbeobachter, Journalisten, Kandidaten sowie bedeutende Vertreter aus dem Bereich Kultur und Unterhaltung über Bedingungen und Ausgang der Wahl berichten und diskutieren", heisst es von Media Consulta.
Kunden der Agentur, die von einem ehemaligen PR-Berater der CDU-Verteidigungsminister Manfred Wörner und Rupert Scholz geleitet wird, sind neben der Europäischen Kommission auch die NATO, die Bundeswehr, die Bundesregierung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, EADS, Siemens, DaimlerCrysler Aerospace, RWE und führende deutsche Medienunternehmen.
Freiheit
ein sozialistisches Gesundheits und Bildungswesen gewissen Grundrechten
vorzieht, so ist das für mich in Ordnung. Aber Menschen die mit diesen Zuständen nicht länger leben wollen, von Deutschland aus, als "gekaufte Opposition" oder "Nationalisten" zu Diffamiren ist wiederlich.
Nazis stehen auf Lukaschenko!!!
Auszüge aus dem Artikel:
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Ein Diktator, den Neonazis mögen
Weißrusslands diktatorischer Präsident Lukaschenko hat nicht nur von Hitler geschwärmt. Ihn verehren auch deutsche Neonazis.
(...) der deutsche Kampfbund Nationaler Sozialisten dürfte zufrieden sein - er schwärmt für den Diktator von Minsk.
(...)Mit seinem Konterfei wirbt der KDS für sein Organ "Der Gegenangriff" und unten drunter steht der Banner der "Deutschen Volksfront" - ein braunes Bündnis mehrerer Gruppen und Einzelpersonen im Dunstkreis von NPD, freien Kameradschaften und DVU.
(...)
Der für den geworben wird, passt da gut ins Bild. Weißrusslands diktatorischer Herrscher Alexander Lukaschenko hat in seinem Interview 1995 Adolf Hitler als ein Vorbild benannt, denn die deutsche Ordnung in der Zeit der Herrschaft Hitlers entspreche seinem Verständnis von einer präsidialen Republik. Die Tonbandaufnahme des Interviews hat der weißrussische Filmemacher Juri Chachtchewazki 1996 in seinem ARTE-Dokumentarfilm "Ein gewöhnlicher Präsident" öffentlich gemacht.
(....)Der Film steht in Belarus auf dem Index.
(....)
Dass einige derer, die hier mit im Boot sitzen, nun für den 1. April 2006 "alle Kräfte des nationalen Widerstands" mit zur Teilnahme an einer Demonstration "nationaler Kräfte aus der Region Mittelthüringen" in Arnstadt aufrufen, verwundert nicht. Das Motto dort lautet "Freie Menschen statt freie Märkte!" Ziel ist, eine deutschlandweite Kampagne gegen Kapitalismus und die Auswüchse der Globalisierung zu starten und "unsere Alternativen eines Sozialismus in den Farben der Völker herausstellen".
Ein nationaler Sozialismus, den man sich ahnen kann. Frei nach Vorbild von Adolf Hitler und Alexander Lukaschenko...
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WAS SOLL MAN ALS ANTIFASCHIST DAVON HALTEN???
das ist doch alles spinnerei
1) wenn der westkapitalismus oder whoever eine revolte anzetteln wollen würde, wären da nicht gestern nach 150 peoples abgegriffen worden. wenn es externes sponsoring gab, war das an den protesten jedenfalls nicht zu erkennen.
2) irgendwie ist hier auf einmal jeder weißrußlandexperte. leute wie "13:05" können ja doch mit gutem detailwissen prunken, aber ansonsten sieht das eher lau aus.
ich weiß nicht, aber bevor mensch sich ne meinung über lukis regime erlaubt, sollten doch mehr informationsquellen berücksichtigt werden als irgendwelche parteiblätter, die eh der eigenen ideologischen linie entsprechen. oder einfach mal nach minsk (naja, "einfach" ist das nicht...)
ein land, in dem innerhalb der regierung über standrechtliche hinrichtung für das schwerverbrechen des (gasp!) demonstrierens diskutiert wird, ist jedenfalls keins, wo ich wohnen wollen würde. aber fakten sind ja zweitrangig, solange die normenkontrolle im eigenen kopf nicht arbeitslos wird...
Otpor
Währenddessen wird in der Ukraine bei den Wahlen übrigens wohl wieder Wiktor Janukowytsch gewinnen, weil die ehemaligen "orangenen Revolutionäre" Timoschenko und Juschtschenko inzwischen zerstritten sind und getrennt antreten.
schlimme Diktatur...
Macht doch mal am Wahltag in der BRD eine Demo, da wird auch blitzfix eine Hundertschaft da sein. Was für eine "autoritäre Diktatur"...
Wenn selbst die etablierten Medien der BRD feststellen, daß Lukaschenko den größten Teil der Wähler hinter sich versammeln kann, wo ist dann bitte die "Diktatur"?
Wieviel Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung der BRD haben Merkel als Kanzlerin gewollt und gewählt? Wenns hochkommt, vielleicht ein Fünftel. Da steht Lukaschenko doch bedeutend besser da. Das Einzige was hier festzustellen ist, daß hier wieder mal ein unliebsames System an die Wand gestellt wird, das bewiesen hat, daß man auch nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus noch auf soziale Gerechtigkeit und Solidarität setzen kann, daß man nicht das halbe Land an Spekulanten und Blutsauger verkaufen muß und auch gut leben kann, ohne sich den wirtschaftlichen Interessen des westlichen Imperialismus zu beugen. Da allerdings die USA neben faschistischen Regimes in der Dritten Welt auch die Gegner der weißrussischen Regierung fleißig finanziert, werden wir wohl bald eine neue "orangene Revolution" haben, mit den selben Folgen, die wir heute in der Ukraine sehen können.
Ich weiß, daß indymedia, vor allem de.indymedia, eine Plattform der kleinbürgerlichen Linken ist, die gern von "Emanzipation" redet, dauernd "Repression!", "Sexismus!" und anderer Modewörter brüllt, dennoch schockt es mich ein wenig, daß man hier mittlerweile jeden Müll der gleichgeschalteten Presse glaubt, ein Grundkonsens der Linken sollte soziale Gerechtigkeit, das Recht auf ein Dach über dem Kopf und auf ausreichende Ernährung sein. Belarus ist das einzige Land Osteuropas, in dem diese Rechte noch gewährt sind. Also, Hände weg von Belarus, von Kuba, Venezuela, Bolivien usw.
Kommies....
Nimmm es einfach hin, dass die Repression in Weißrussland sich auch gegen AnarchistInnen und IndymediaktivistInnen gerichtet haben. Auch diese Gruppen haben sich am Camp beteiligt. . (Ein geräumtes Zelt war von Indymedia Belnarus).Wundere dich nicht, wenn die Nachrichten aus Weißrussland deshalb auf der Startseite landen. Ist doch erfreulich, wenn es Solidarität unter Indymedia - AktivistInnen gibt. .
Paneuropäische Medienpropaganda gegen Belarus
MC-Network
Media Consulta ist die einzige deutsche PR- und Werbeagentur, die in ganz Europa vertreten ist, mit eigenen MC Network-Agenturen in allen 25 EU-Mitgliedstaaten sowie in Sofia, Bukarest, Moskau und New York. Keine weitere deutsche Agentur führt entsprechend so viele pan-europäische Kampagnen durch, mit hohen Synergien bei Werbewirkung und Kosten.
Hauptsitz des internationalen Werbe- und PR-Networks MEDIA CONSULTA ist Berlin. Weitere Niederlassungen und MC-Network-Agenturen gibt es in allen 25 EU-Mitgliedstaaten (Brüssel, Athen, Den Haag, Dublin, Helsinki, Kopenhagen, Lissabon, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, Paris, Stockholm, Wien, Valletta, Riga, Tallinn, Budapest, Nikosia, Warschau, Wilna, Prag, Bratislava und Ljubljana) sowie in Sofia, Bukarest, Moskau und New York.
Zusätzlich verfügt Media Consulta über eigene MC-Korrespondenten in allen 25 EU-Hauptstädten sowie über drei pan-europäische Kompetenzzentren in London/Großbritannien (für die pan-europäische Kreation, TV-Werbespots, Musikmarketing), Valletta/Malta (für die Bereiche Online-Kommunikation, Interactive sowie Corporate Publishing) und in Berlin/Deutschland (für die Bereiche paneuropäische Kampagnenführung und Controlling).
Unser internationales MC-Network ermöglicht die Konzeption und Umsetzung von internationalen Informations- und Werbekampagnen, darunter für große, internationale Markenartikelunternehmen, aber auch für politische Institutionen wie die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank oder die Vereinten Nationen.
Schöne Freunde hat die "Opposition".
indymedia natounterwandert?
es ist schon erschreckend, wie rabiat und erkenntnisresistent die mods seit tagen jede demokritische haltung zur minsker demo abwürgen und bestrafen aber selbst die dämlichsten jubelberichte aufwerten. und das nur, weil angeblich russische indymedianer an der demo teilnehmen.
hurra, wir üben alle jetzt schon mal den schulterschluss mit natogesteuerten eu-eingreiftruppen, welche die festgenommen oppositionellen raushauen werden und den belorussen zeigen, was demokratie im zeichen des neoliberalismus ist. indy-mods sei dank!
und wir haben geglaubt, indy ist ne plattform für linke themen? ha ha ha - das ist kein fröhliches lachen!
Keine Solidarität mit Rechtsnationalen!
So viel zu den Hintergründen des Minsker Oppositionsspektakels. Mit Freiheit im Sinne eines demokratischen Sozialismus haben die vom Westen hochgejubelten und BEZAHLTEN Demos nach der desaströsen Wahlniederlage der Oppositionsparteien nicht viel zu tun. Die treibenden Kräfte sind Nationalisten und Klerikale, deshalb engagiert sich auch die rechts-katholische Regierung Polens so intensiv für ihre GesinnungsgenossInnen im rechtsnationalen Geiste. Die paar sozialistischen MitläuferInnen, also auch die belarussischen IndymedianerInnen, sind nur ein Feigenblatt - und sie merken es nicht einmal. Dabei bräuchten sie nur den Blick auf die Orange-Revolution in der Ukraine zu werfen und was jetzt schon nach einem Jahr daraus geworden ist. Die Millionäre und Milliardäre haben gewechselt - die Armut ist geblieben.
Mir ist absolut unverständlich, warum hier unsere indy-Mods total blind zu sein scheinen und alles abwürgen, was unsere belarussischen FreundInnen in die neoliberale Realität zurückholen könnte. Was hätten denn sie und die belarussische Bevölkerung gewonnen, würden die EU- und damit NATOgesteuerten National-Oppositionellen es tatsächlich schaffen, Belarus an die neoliberale West-Demokratur zu verschachern? Fragt mal die Ex-DDR-BürgerInnen, fragt mal weite Teile der durch den EU-Anschluß in Existenznot gestürzten polnischen Bevölkerung, schaut in die Ukraine - und und und.
Und indy-Mods hier in Deutschland besorgen auch noch das Geschäft des globalisierten Raubtierkapitalismus mit, jubeln nationales Gedankengut hoch, weil ein paar Hanseln dort doch irgendwie sozialistisch zu sein scheinen. Abschließend sei noch gesagt:
... natürlich werden in Lukaschenka-Land politische Gefangene gemacht und abgeurteilt, das werden sie in der EU auch
... natürlich wird dort in Knästen wohl gefoltert, das geschieht in einigen EU-Ländern auch
... natürlich wird dort noch die Todesstrafe verhängt, dagegen muß solange protestiert und internationaler Druck ausgeübt werden, bis sie auch in Belarus abgeschafft wird
... schon gut möglich, daß Wahlen dort medial manipuliert werden, das werden sie in unseren neoliberalen Demokraturen auch
... natürlich träumen viele vom westlichen Schlaraffenland - doch indy-Mods sollten da gegensteuern und solche Volksverdummungen nicht noch unterstützen!
Eine eher rethorische Schlußfrage: WARUM WOHL UNTERSTÜTZT DER WESTLICHE IMPERIALISMUS SO VEHEMENT ALLE OPPOSITIONELLEN IN DEN EHEMALIGEN OSTBLOCKLÄNDERN?
a) damit dort die Bevölkerung sorgenfrei und menschenwürdig leben kann
b) damit die Reichen dieser Welt noch reicher und die Armen endlich auch dort noch ärmer werden
- einmal darfste raten :(
bjk
Forum:
@ Bernd Kudanek
Wer ist die Opposition und wie regiert L.???
Präsident
Die im November 1996 unter Missbrauch von Demokratiestandards durchgeführte Volksabstimmung erwirkte Verfassungsänderungen, die dem Präsidenten große Prärogative einräumten. Alle staatlichen Institutionen unterliegen dem Präsidenten und sind ihm gegenüber verantwortlich. Sie werden entweder direkt vom Präsidenten oder von der Präsidialverwaltung
geleitet. Das Staatsoberhaupt nominiert die wichtigsten Staatsbeamten der zentralen und regionalen Ebene, u.a. den Premierminister, die Minister und deren Stellvertreter, die Leiter der Staatschutzbehörde und deren Stellvertreter, den Chef und die Vorstandsmitglieder der Nationalbank, den Vorsitzenden und die Hälfte der Mitglieder der Zentralen Wahlkommission,
die wichtigsten Beamten des Justizapparates sowie die Leitung aller regionalen Verwaltungen. In seinem Kompetenzbereich liegen außerdem Entscheidungen über die Struktur der Regierung und anderer staatlichen Institutionen mit Schlüsselbedeutung, sowie das Festlegen der Richtlinien für ihre Tätigkeit. Der weißrussische Präsident ist außerdem berechtigt, Dekrete mit Gesetzeskraft zu erlassen, sowie dem Parlament Gesetzesentwürfe vorzulegen. Alaksandr Lukaschenko kontrolliert auch die belarussische Wirtschaft. Er bestätigt formell und tatsächlich nominiert Direktoren von fast 200 der größten staatlichen Wirtschaftsbetriebe. Eine finanzielle Unabhängigkeit garantieren dem belarussischen Staatsoberhaupt
die sog. Präsidialfonds, die von dem Amt für Präsidenten- Angelegenheiten verwaltet werden. Unter der Obhut dieses Amtes befinden sich viele Gewinn bringende Unternehmen von strategischer Bedeutung. Die Tätigkeit dieser Fonds ist von der Budgetkontrolle ausgeschlossen und die Verfügbarkeit über seine Gewinne gehört ausschließlich dem Präsidenten.
Staatsverwaltung
Eine Besonderheit des belarussischen Polit-Systems ist es, dass Präsident Lukaschenko seine Macht nicht auf einer Partei oder irgendeiner politischen Gruppierung stützt, sondern auf Beamten der exekutiven Verwaltung (sog. Vertikal – Macht-Sektion). Im Endeffekt ist Alaksandr
Lukaschenko der einzige Politiker des belarussischen Machtlagers, denn alle anderen Akteure der politischen Szene sind Staatsbeamte, die dem Präsidenten oder der präsidialen Verwaltung unterstellt sind. Die Macht-Sektion ist auf eine streng zentralisierte und hierarchisierte
Art organisiert und untersteht dem Amt für Präsidiale Verwaltung, welches gegenwärtig von Wiktar Schejman geleitet wird.
Parlament, Regierung und örtliche Verwaltung
Das belarussische Parlament verfügt über äußerst begrenzte Befugnisse und nimmt in der Praxis keinen prägenden Einfluss auf das politische Leben. Es besteht aus zwei Kammern – dem in direkten Wahlen gewählten Unterhaus und dem Oberhaus, das auf Bestellung des Vertreters von örtlichen Woblast-Verwaltungen und des Präsidenten besetzt wird. Nach den letzten Parlamentswahlen (Oktober 2004) fanden ausschließlich präsidentenfreundliche Abgeordnete den Eingang in das belarussische Parlament. Die Repräsentantenkammer (Unterhaus), dem Uladsimir Kanapliou vorsteht, zählt 110 Abgeordnete. Das Oberhaus – den Rat der Republik – bilden 64 Abgeordnete mit dem Vorsteher Hienads Nawitski.
Der Ministerrat unter der Leitung von Siarhiej Sidorski, verfügt über begrenzte Kompetenzen bezüglich des Kreierens der Politik und des Entscheidens in Fragen von strategischer Bedeutung. Seine Rolle beschränkt sich auf das Vollstrecken der Politik und der Entscheidungen des belarussischen Präsidenten und seiner Verwaltung.
In Belarus gibt es keine Selbstverwaltung. Die örtlichen Behörden (Vollziehungskommissionen)sind in die Macht-Sektion eingegliedert und unterstehen der Präsidialen Verwaltung.
Staatssicherheitsbehörden
Das stark ausgebaute System von Staatssicherheitsorganen ist eine der Säulen der Macht von Präsident Lukaschenko. Die belarussischen Sicherheitsstrukturen genießen breite Kompetenzen, sowie relativ große technische und finanzielle Möglichkeiten. Sie werden nicht
von anderen staatlichen Institutionen, wie dem Parlament oder dem Ministerrat kontrolliert. Ihre Tätigkeit wird ausschließlich vom Präsidenten und den von ihm bestimmten Institutionen des Systems der inneren Sicherheit bewacht. Dieses System zeichnet sich durch gegenseitige
Kontrolle und das Überschneiden von Kompetenzen der einzelnen Institutionen aus.
Zu den wichtigsten Organen zählen: das Komitee der Staatssicherheit (KGB, geleitet von Stiapan Sucharenko), der Präsidentensicherheitsdienst (mit Jurij Schadobin als Chef), das Komitee der Staatskontrolle (Vorsitzende Anatol Tosik), Strukturen des Innenministeriums, darunter Miliz und Heeres-Inlandseinheiten (Minister Uladsimir Naumau), sowie das Sekretariat
des Sicherheitsrates (geleitet von Hienads Niewyhlas).
Opposition
Die Opposition in Belarus spielt eine geringe Rolle und ist nicht im Stande, die Lage im Staate zu beeinflussen. Sie setzt sich aus mehreren Gruppierungen verschiedener Art zusammen, die angesichts des autoritären Regimes nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten haben. Das kennzeichnende Merkmal der belarussischen Opposition ist, dass sie außer aus politischen Parteien zum Großteil aus gemeinschaftlichen und nichtstaatlichen (unabhängige Gewerkschaften spielen dabei keine wesentliche eine Rolle) Organisationen besteht. Die oppositionellen Gruppierungen bilden die Koalition „10 plus“, die u.a. aus politischen Parteien, wie dem Belarussischen Nationalfront, der Vereinigten Bürgerpartei, der Kommunistenpartei Weißrusslands, der Belarussischen Frauenpartei „Hoffnung“ und der Partei der Grünen, sowie aus einer Reine nichtstaatlicher Organisationen, Jugendbewegungen und unabhängigen
Gewerkschaften besteht. Außer den präsidentenfeindlichen Gruppierungen, vereinigt in der Koalition „10 plus“, gehört zu dem Oppositionskreisen auch die sog. Postnomenklatura-Opposition, d.h. ehemalige Mitglieder des Lukaschenko-Lagers. Diese haben jedoch keine starken Organisations- strukturen gebildet.
Die wichtigsten Gruppierungen der Opposition
Belarussische Nationalfront – (BNF) –
Obmann – Wintsuk Wiatschorka, die Obmann-Stellvertreter: Alaksiej Michalewitsch und Alaksiej Janukiewitsch. Das BNF, eine der wichtigsten Oppositionsparteien, hat eine Tradition, die auf die mit der belarussischen Intellektuellen verbundenen Dissidentenbewegung der 80. zurückgeht. Die Partei erklärt sich für vollständige Unabhängigkeit Weißrusslands, sowie eine Wiederbelebung der belarussischen Sprache und Kultur. Sie ist außenpolitisch pro-westlich orientiert(u.a. erklärt sich für die Integration Weißrusslands mit der Europäischen Union; außerdem
unterstützte sie die US-Intervention in Irak) und spricht sich für die enge Zusammenarbeit mit der EU und mit den USA aus. Außer den oben genannten Partei-Anführern zählen zu ihren wichtigsten Politikern Lawon
Barschtscheuski, Jury Chadyka, Ales Bialacki und Wiktar Iwaschkiewitsch.
Vereinigte Bürgerpartei – (AHP) –
Obmann – Anatol Labietska, Obmann-Stellvertreter: Siarhiej Alfer, Alaksandr Dabrawolski, Jaroslau Ramantschuk. Ehrenobmann – Stanislau Bahdankiewitsch. Liberale Oppositionspartei mit einer stark intellektuell gefärbten Basis, die Befürworter von Marktreformen anzieht.
Kommunistenpartei Weißrusslands – (PKB) –
Obmann: Siarhiej Kaliakin
In ihrem Programm befürwortet diese Partei die Ideologie des Marxismus und erklärt sich gleichzeitig für die Souveränität und Demokratisierung Weißrusslands. Zu ihren wichtigsten Politiker gehören, außer Siarhiej Kaliakin, Wasili Nowikau, Waleri Schtschukin und Alena Skryhan. Die Partei zählt neben BNF und AHP zu den wichtigsten Gruppierungen des Rates der Demokratischen Kräfte. In den Lokalwahlen vom 2. März 2003 gewann PKB landesweit 78 Mandate – am meisten im Vergleich zu anderen Gruppierungen der Opposition.
Belarussische Sozialdemokratische Partei "Hramada" (BSDP) –
Obmann – Alaksandr Kasulin, erster Obmann-Stellvertreter – Uladsimir Nisciuk. Diese Partei, die sich von den übrigen Gruppierungen der Opposition distanziert, wurde in April 2005 infolge der Vereinigung von zwei sozialdemokratischen Oppositionsparteien – der Belarussischen Sozialdemokratischen Hramada (BSDH) und der Belarussischen Sozialdemokratischen Partei-Narodnaja Hromada (BSDP-NH) gegründet.
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Quelle: "Belarus - der unbekannte Nachbar der Europäischen Union" - Eine Studie des "Centre for Eastern Studies" in Warschau, Jahr 2005,
Link:
Meinungsfreiheit für alle!
die Verwendung des Begriffs Konzentrationslager ist eine krasse Verharmlosung und eine Realtivierung des NS-Faschismus.
In (Weiß-)Rußland stehen tatsächlich Konzentrationslager, nur sind die seit über 60 Jahren nicht mehr in Betrieb! Auch die Behauptung, Nazis stehen auf Lukaschenko ist ein plumpes Mittel der Propaganda. Die angesprochene Nazis sind der KDS, also DIE Organisation innerhalb der Nazi-Szene die eine Querfront-Strategie btreibt, mit dem Ziel politisch nicht gefestigte Leute zu verwirren und vom linken Weg abzubringen. Wie man sieht, hat das hier bei einigen Erfolg. Gegen die Repression in Belarus zu sein ist eine Sache, aber Vergleiche mit den Nazis verbieten sich! Verpisst euch damit! Revisionismus hat hier nichts verloren -- zumindest dachte ich das immer.
Es wurden hier schon genug Beispiele gebracht: Die Repression in Belarus ist keineswegs diktatorischer als in irgendeiner westlichen Demokratie. Genua schon vergessen? Guantanamo? Ermordete politische Gefangene in Spanien? etc.ect. Natürlich rechtfertigt das nicht die Repression in Belarus, aber es verklärt sie auch nicht zu einem Terror-Staat oder ähnlichen. Und wieso verdammt noch mal wird es von den "Demokratie-Kämpfern", ob Anarchisten oder Nationalisten, nicht mal zur Kenntnis genommen: die übergroße Mehrheit hat Lukaschenko gewählt. Und wenn diese Wahl ein Betrug gewesen sein soll, dann zeigt doch mal EINEN Beweis dafür. Ständiges Wiederholen dieser Behauptung ist kein Beweis. Bewiesen ist aber das die "Exit Polls" politisch motivierte Fälschungen sind. Tatsache ist doch daß ihr Neuwahlen fordert weil nicht der gewählt worden ist, den ihr gerne hättet. Soviel zu eurem "Demokratie"-Verständnis. Warum fordert ihr eigentlich keine Neuwahlen für Deutschland? Oder findet ihr schwarz-rot so toll? Ach ich vergaß, das sind ja eure Farben. Eigentlich habe ich mit diesen Farben immer Klassenkampf, Kampf gegen das System, etc verstanden und nicht Lügen und Manipulation im Interesse der EU/NATO.
Die IGFM ruft auf zum Tag der Solidarität. Ich hoffe hier gibts noch Antifas die nicht vergessen haben wobei es sich hier handelt? Kurze Gedächtnisstütze aus Wikipedia:
Die IGFM ist im Vergleich zu anderen Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international oder FIAN eine umstrittene Organisationen, deren Neutralität und Verpflichtung gegenüber dem Menschenrechtsgedanken vielfach angezweifelt worden ist.
Dies begründet sich zum einen aus der Entstehungsgeschichte der Organisation, deren Gründer dem der Nazi-Kollaboration verdächtigen "Bundes Russischer Solidaristen" entstammten. Ihre Motivation wird als primär antikommunistisch beurteilt. Ihre Kritik treffe fast ausschließlich kommunistische Staaten und ignoriere Menschenrechtsverletzungen in anderen Teilen der Welt weitgehend. Damit vernachlässige die Organisation den Grundsatz der Universalität und Unteilbarkeit, der dem Gedanken der Menschenrechte zugrundeliegt.
Zum anderen hat der Journalist Günter Platzdasch in seinen Veröffentlichungen zahlreiche Äußerungen der Organisation sowie prominenter Führungsmitglieder dokumentiert, in denen Kritiker eklatante Widersprüche zum Menschenrechtsgedanken sehen.
Zu den dokumentierten Vorwürfen gehören etwa die Befürwortungen der Todesstrafe durch das prominente IGFM-Mitglied Otto von Habsburg und Ehrenpräsident Dr. Ludwig Martin, der im Übrigen den chilenischen Diktatur Augusto Pinochet 1987 während einer Visite als "um sein Land besorgte[en] Pater familias" bezeichnete.
Rechtsextreme antikommunistische Vorkämpfer faschistischer Diktaturen also, daß sind jetzt unsere Verbündeten im Kampf um Emanzipation, na dann gute Nacht. Ich kann ja verstehen das es Anrchisten gibt die sich darüber freuen das sie eine solch mediale Aufmerksamkeit bekommen und auch mal ne schwarz-rote Fahne im Fernsehen zu sehen ist. Aber ihr werdet wieder die ersten sein, die von den Bullen auf die Fresse bekommen, wenn "eure" "Revolution" geglückt ist.
@ RMZ
bitte lies mal richtig was ich geschrieben hab, auch wenn die Mods es schon rausgekickt haben. Zwischen Spionen und nützlichen Idioten gibt es durchaus einen Unterschied, also unterstell mir nicht Sachen die ich nicht gesagt hab.
@ Nato
@...
Und ich insistiere weiterhin auf der die Proteste ausgelösten Behauptung, es handele sich hier um Wahlfälschung. Dann will ich ENDLICH die Beweise sehen. Punkt. Solange ist und bleibt das ganze nur ein abgekartetes Spiel, ganz bestimmt nicht zum Nutzen der Bevölkerung Weißrußlands. Und ich kann die Heuchelei nur schwer ertragen, wenn etwa Vertreter der US-Regierung von Wahlbetrug reden ohne irgendwelche Beweise. Denn für den Wahlbetrug von George W. Bush gibt es eine ganze Reihe von Beweisen, kann mich aber nicht entsinnen daß das hier auf Indy zu solchen Diskussionen geführt hat und auf die Startseite kam. Aber mit zweierlei Maß messen ist ja normal geworden für Anghörige der westlichen Zivilisation.
Belarus II: Camp geräumt - Freiheit oder Wahl
Also, sofern es Euch interessiert, ich kenne Belarus, jedenfalls in den größeren Städten aus beruflichen Gründen seit Jahren ganz gut.
Wie geht es den Leuten da?
Die Babuschkas vom Lande haben genug zu essen, denen ist die Regierung egal.
Aber, die sagenwirmal interlektuelle Klasse, die Avantgarde gar, die dürstet nach Freiheit. Freiheit als Chance zum Geldverdienen. Freiheit im Kontext der Grundrechte, das Ding mit dem für-oder-gegen-alles-Reden-können, das Ding mit der Demokratie, das möchten die auch schon gern haben, aber das Geldverdienen-Interesse überwiegt
Jetzt nervt diese Menschen vor Ort dieser Lukaschenko mit dem Hitlerbart, über den werden auch viele Witze gemacht, aber es gibt auch eine Inspriration der jungen unverbrauchten Kräfte oder Menschen, die sagen: Der und seine Kasste muß natürlich weg, damit wir neu für unsere Zukunft schaffen können.
Das mit der Wegmacherei vom Lukaschenko ist mit Risiken bezogen, jedenfalls, es könnte nach dem Blut vom Platz des Volkes in Peking seinerzeit riechen, aber dessen Gegner sagen grundsätzlich: No risk, no fun, ein bißchen was is' immer, sie wollen halt Geld verdienen im Kontext eines demokratischen Geläufes.
Lukaschenko scheffelt halt immer für seinen Clan und für seine Tasche.
Ich persönlich glaube, daß sich daran der entsprechende Volksaufstand entzünden dürfte, der Aufstand der Leute bedeutet auch, die Freiheit zu haben Geld zu verdienen, während Lukaschenko nur seine Nomenklatura mit dem Ziel der Bestandswahrung bedient.
Die geostrategischen Aspekte der Diskussion, also etwa daß Putin keinen Ärger in der Ecke haben, will, mal ausgenommen.
Ich denke, man kann man sich auch die linken Sentimentalitäten in der Sache abschminken, die Leute wollen reich werden, deswegen spielt Freiheit für die eine Rolle, Entfaltung der Pesönlichkeit ist für die auch Freiheit des Gewerberbes, Lukaschenko und seine Kaste sind gewissermassen über eine andere Freiheitsanengung reich geworden: Korrupte Sau, der der ist.