Hamburg: "Den EPR-Atomreaktor in Frankreich stoppen!"
Deutsch-französische Protestaktion bei Siemens in Hamburg
AktivistInnen von Robin Wood und dem französischen "Netzwerk Atomausstieg" ("Réseau Sortir du Nucléaire") haben am Freitag gegen den Bau eines neuen Atommeilers in Frankreich protestiert. In Flamanville (Normandie) soll ein Reaktor vom Typ EPR (European Pressurised Reactor) gebaut werden. Der EPR ist ein deutsch-französisches Projekt vom Konsortium AREVA NP, an dem das deutsche Unternehmen SIEMENS zu einem Drittel beteiligt ist.
SIEMENS bestreitet jedoch seine Beteiligung am Bau von neuen AKWs!
AktivistInnen von Robin Wood und dem französischen "Netzwerk Atomausstieg" ("Réseau Sortir du Nucléaire") haben am Freitag gegen den Bau eines neuen Atommeilers in Frankreich protestiert. In Flamanville (Normandie) soll ein Reaktor vom Typ EPR (European Pressurised Reactor) gebaut werden. Der EPR ist ein deutsch-französisches Projekt vom Konsortium AREVA NP, an dem das deutsche Unternehmen SIEMENS zu einem Drittel beteiligt ist.
SIEMENS bestreitet jedoch seine Beteiligung am Bau von neuen AKWs!
Trotz stürmischen kalten Schneewetter, kletterten Zwei AktivistInnen auf das Vordach der SIEMENS-Niederlassung in Hamburg und entrollten ein Transparent mit dem Aufschrift "STOPP EPR - SIEMENSBOYCOTT". Vor dem Haupteingang wurden gelbe Fässer mit radioaktivem Symbolgestapelt. Mit diesen Fässern wurde auch auf die Verantwortung der AtomFirma SIEMENS
für die Produktion von Atommüll hingewiesen.
Währenddessen erkletterten zwei AktivistInnen zwei 15 meter hohe Lichtmasten des Lindenplatzes, um ein riesiges Transparent mit der Aufschrift " Für unser Recht auf Leben! Abschalten statt Atome spalten!" über die Hauptverkehrsstraße zu spannen. Wegen unerwarteten heftigen, stürmischen Windböen, die den AktivistInnen auf dem Vordach mehrfach deren viel kleineres Transparent mehrfach aus den Händen rissen, Entschlossen sich die Aktivistinnen das Ausspannen des großen Transparents aus Sicherheitsgründen abzubrechen.
Die DemonstrantInnen bemühten sich, die ansonsten durchaus gelassen und angemessen reagierende Polizei über das Demonstrationsrecht aufzuklären, weil sie die Begriffe unangemeldete Versammlung und illegale Versammlung verwechselte. Eine Demonstration -auch eine Unangemeldete- bleibt legal solange sie nicht Aufgelöst wurde. Die Personalien der Beteiligten wurden anschließend festgestellt.
Die AktivistInnen bewerten die Aktion als Erfolg. SIEMENS versuchte seine Beteiligung an Atomgeschäfte zu dementieren. SIEMENS-Sprecher Lars Kläschen sagte: "Schon seit Jahren sind wir nicht mehr DIREKT am Kernkraftgeschäft beteiligt." Ein Beweis dafür, dass das Unternehmen sich gerne am Atomgeschäft beteiligt, um Profite zu erzeugen. Es soll aber tot geschwiegen werden, damit dies an die Öffentlichkeit nicht gelangt. Es geht um das Image. Eine kleine Recherche im Internet auf der Homepage von AREVA zeigt uns, dass SIEMENS zu 34% an AREVA NP (FRAMATOME ANP heißt AREAVA NP seit dem 1. März) beteiligt ist. Siehe
http://www.framatome-anp.com/servlet/ContentServer?pagename=Framatome-ANP%2Fview&c=rubrique&cid=1016885938159&id=1015078089579&rubid=1015078089579
ROBIN WOOD und das „Netzwerk Atomausstieg“ streiten für den sofortigen Atomausstieg und lehnen den Neubau von Atomkraftwerken strikt ab. Auch der Betrieb dieser „neuen AKW-Generation“ birgt unkalkulierbare Gefahren und produziert radioaktiven Abfall, für den es weltweit kein sicheres Endlager gibt.
Wie beim Bau neuer Atommeiler gepfuscht wird, lässt sich derzeit im finnischen Olkiluoto beobachten. Dort errichtet das Konsortium AREVA-SIEMENS – als erstes AKW einen EPR-Reaktor. Doch für das Fundament des Vorzeige-Projektes wurde eine fehlerhafte Betonmischung verwendet, die den Beton zu porös werden lässt. Die finnische Strahlenschutzbehörde entdeckte zudem Mängel an weiteren Komponenten, veröffentlichte bislang aber keine Einzelheiten darüber.
„20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat Siemens noch immer nichts dazu gelernt. Wir brauchen keine neuen Atomkraftwerke in Europa, sondern sichere erneuerbare Energien“, sagte ROBIN WOOD-Aktivistin Hanna Poddig.
„Wenn die Atomlobby Geschäfte über Grenzen hinaus macht, muss auch unser Widerstand Grenzen überwinden“, fügte Cécile Lecomte vom „Netzwerk Atomausstieg“ hinzu. „In Europa darf es keine Renaissance der Atomenergie geben.“
Ils Ne passeront pas! Sie kommen nicht durch!
Die Anti-AKW-Bewegung mobilisiert zur Zeit europaweit mit einem internationalen Aufruf gegen den EPR in Frankreich. Über Ostern (15.04.) wird es im französischen Cherbourg eine große Demonstration geben – gegen den EPR und als Erinnerung an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 20 Jahren
Auf nach Cherbourg!
AktivistInnen aus Deutschland beteiligen sich am Widerstand und fahren über die Osterfeiertage nach Cherbourg.
Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg organisiert zum Beispiel einen Bus dahin.
Mehrere Informationsveranstaltungen zum EPR haben statt gefunden und die nächste findet am 24.03 in Münster statt.
Weitere Infos:
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg:
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/
Dreisprachige Homepage:
http://www.stop-epr.org/
Terminseite bei aaa:
http://www.anti-atom-aktuell.de/
für die Produktion von Atommüll hingewiesen.
Währenddessen erkletterten zwei AktivistInnen zwei 15 meter hohe Lichtmasten des Lindenplatzes, um ein riesiges Transparent mit der Aufschrift " Für unser Recht auf Leben! Abschalten statt Atome spalten!" über die Hauptverkehrsstraße zu spannen. Wegen unerwarteten heftigen, stürmischen Windböen, die den AktivistInnen auf dem Vordach mehrfach deren viel kleineres Transparent mehrfach aus den Händen rissen, Entschlossen sich die Aktivistinnen das Ausspannen des großen Transparents aus Sicherheitsgründen abzubrechen.
Die DemonstrantInnen bemühten sich, die ansonsten durchaus gelassen und angemessen reagierende Polizei über das Demonstrationsrecht aufzuklären, weil sie die Begriffe unangemeldete Versammlung und illegale Versammlung verwechselte. Eine Demonstration -auch eine Unangemeldete- bleibt legal solange sie nicht Aufgelöst wurde. Die Personalien der Beteiligten wurden anschließend festgestellt.
Die AktivistInnen bewerten die Aktion als Erfolg. SIEMENS versuchte seine Beteiligung an Atomgeschäfte zu dementieren. SIEMENS-Sprecher Lars Kläschen sagte: "Schon seit Jahren sind wir nicht mehr DIREKT am Kernkraftgeschäft beteiligt." Ein Beweis dafür, dass das Unternehmen sich gerne am Atomgeschäft beteiligt, um Profite zu erzeugen. Es soll aber tot geschwiegen werden, damit dies an die Öffentlichkeit nicht gelangt. Es geht um das Image. Eine kleine Recherche im Internet auf der Homepage von AREVA zeigt uns, dass SIEMENS zu 34% an AREVA NP (FRAMATOME ANP heißt AREAVA NP seit dem 1. März) beteiligt ist. Siehe
http://www.framatome-anp.com/servlet/ContentServer?pagename=Framatome-ANP%2Fview&c=rubrique&cid=1016885938159&id=1015078089579&rubid=1015078089579 ROBIN WOOD und das „Netzwerk Atomausstieg“ streiten für den sofortigen Atomausstieg und lehnen den Neubau von Atomkraftwerken strikt ab. Auch der Betrieb dieser „neuen AKW-Generation“ birgt unkalkulierbare Gefahren und produziert radioaktiven Abfall, für den es weltweit kein sicheres Endlager gibt.
Wie beim Bau neuer Atommeiler gepfuscht wird, lässt sich derzeit im finnischen Olkiluoto beobachten. Dort errichtet das Konsortium AREVA-SIEMENS – als erstes AKW einen EPR-Reaktor. Doch für das Fundament des Vorzeige-Projektes wurde eine fehlerhafte Betonmischung verwendet, die den Beton zu porös werden lässt. Die finnische Strahlenschutzbehörde entdeckte zudem Mängel an weiteren Komponenten, veröffentlichte bislang aber keine Einzelheiten darüber.
„20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat Siemens noch immer nichts dazu gelernt. Wir brauchen keine neuen Atomkraftwerke in Europa, sondern sichere erneuerbare Energien“, sagte ROBIN WOOD-Aktivistin Hanna Poddig.
„Wenn die Atomlobby Geschäfte über Grenzen hinaus macht, muss auch unser Widerstand Grenzen überwinden“, fügte Cécile Lecomte vom „Netzwerk Atomausstieg“ hinzu. „In Europa darf es keine Renaissance der Atomenergie geben.“
Ils Ne passeront pas! Sie kommen nicht durch!
Die Anti-AKW-Bewegung mobilisiert zur Zeit europaweit mit einem internationalen Aufruf gegen den EPR in Frankreich. Über Ostern (15.04.) wird es im französischen Cherbourg eine große Demonstration geben – gegen den EPR und als Erinnerung an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 20 Jahren
Auf nach Cherbourg!
AktivistInnen aus Deutschland beteiligen sich am Widerstand und fahren über die Osterfeiertage nach Cherbourg.
Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg organisiert zum Beispiel einen Bus dahin.
Mehrere Informationsveranstaltungen zum EPR haben statt gefunden und die nächste findet am 24.03 in Münster statt.
Weitere Infos:
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http://www.bi-luechow-dannenberg.de/ Dreisprachige Homepage:
http://www.stop-epr.org/ Terminseite bei aaa:
http://www.anti-atom-aktuell.de/
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Ergänzungen