Soeldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Ein Blick auf das Spinnennetz von Privatarmeen, Waffenhaendlern, Finanzakrobaten und Politikern.
Mitwirkende unter anderem: Adnan Khashoggi, Tim Spicer, Rakesh Saxena, Tony Buckingham, Simon Mann, Viktor Bout(Butt), Sanjivan Ruprah, Amador Pastrana und viele andere , sowie die Firmen Aegis, Sandline, Executive Outcomes, Deutsche Bank.
Mitwirkende unter anderem: Adnan Khashoggi, Tim Spicer, Rakesh Saxena, Tony Buckingham, Simon Mann, Viktor Bout(Butt), Sanjivan Ruprah, Amador Pastrana und viele andere , sowie die Firmen Aegis, Sandline, Executive Outcomes, Deutsche Bank.
Die Firma Aegis, dank eines 293 Millionen Dollar Vertrages mit dem Pentagon im Irak taetig und gefuehrt von dem erfahrernen Berufssoeldner Tim Spicer, ist wieder in die Schlagzeilen geraten, diesmal mit einem Video, das die Toetung von Zivilisten, angeblich durch seine Soldateska, zeigt, untermalt mit Songs von Elvis Presley.
Grund genug, einen scharfen Blick auf das Spinnennetz zu werfen, zum dem er gehoert.
Als erster waere da zu nennen Adnan Khashoggi, der Veteran des illegalen Waffenhandels und auch den Betrugs.
Khashoggi, der Onkel von Dodi Fayed (der letzte Partner der verstorbenen Diana, Prinzessin von Wales, geschiedene Windsor), und damit der Schwager des Inhabers von Harrods, eines Supermarktes in London, und ein langjaehriger Freund der bin Laden Grossfamilie.
Sein Ursprungsland ist Saudi-Arabien, sein bevorzugter Aufenthaltsort ist Marbella an Spaniens Costa del Sol, und sein bevorzugtes Taetigkeitsfeld der illegale Waffenhandel und die Boerse von Vancouver in Kanada.
Zur Zeit bevorzugt er allerdings mehr die Straende der Vereinigten arabischen Emirate, weil er dort sicher glaubt zu sein vor Strafverfolgung und Auslieferungsbegehren anderer Laender.
Khashoggi war einer der Hauptakteure in der Iran-Contra Affaere, die knapp 20 Jahre zurueckliegt. Das Pentagon verkaufte seinerzeit Waffen ueber Israel an den Iran und die Profite wurden benutzt, um eine rechtsradikale Terrorgruppe in Nicaragua, die Contras, ueber den CIA zu finanzieren. Alles illegal natuerlich, aber ein Mann des Militaers namens Oliver North packte alle Dokumente rechtzeitig in den Reisswolf, als die Affaere ruchbar wurde.
Es ist gut, solch vertrauenswuerdigen Leute im Hause zu haben.
Khashoggi war auch tief bei der BCCI Bank (Bank of international Credit and Commerce) involviert, eine Waschmaschine for schmutzige Dollars aus dem Drogen- und Waffengeschaeft, das Medellin Kartell aus Kolumbien war dort gern gesehener Kunde.
Die Bank wurde 1992 geschlossen.
Khashoggi war aber darauf nicht angewiesen, er hatte viele Freunde in der Welt, begeben wir uns also nach Thailand zur Bangkok Bank of Commerce.
Dort fuehrte in den neunziger Jahren der Direktor Krikkiat Jalichanda Regie.
Auf einem Golfplatz wurde ihm ein "Promising Potential" namens Rakesh Saxena vorgestellt.
Saxena wurde in Indien steckbrieflich wegen Totschlags an einem Keksfabikanten gesucht, wen kuemmerts, er war frueher auch einmal Kommunist gewesen, waehrend des Studiums, und getreu dem Motto, wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz und wer mit 40 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand, und den glaubte er zu haben, so vergass er ganz schnell Marx und Engels und konzentrierte sich auf den ganz grossen Betrug und die Korruption.
Er und sein Mentor Jalichandra wurden ein "Duo Infernale" sozusagen.
Geld wurde in ein Labyrinth von Firmen gesteckt und schoene Geldgeschenke wurden Politikern und anderen Personen von Einfluss gemacht.
Auch Khashoggi, ein Freund von Saxena, wurde mit einem 140 Millionen US Dollar nicht rueckzahlbarem Kredit bedacht. Peanuts in der Sprache der Deutschen Bank.
Geld wurde in ein Netz von verschachtelten Briefkastenfirmen gepumpt, bei dem jeder erfahrene Steuerberater die Uebersicht verloren haette.
Aber solch ein Riesenbetrug kann nur eine gewisse Zeit gutgehen. Irgendwann platzt die Blase und das war im Jahre 1996 der Fall und dies loeste die "Asiatische Bankenkrise" aus, die viele Firmen in den Bankrott und viele Finanziers und Firmeninhaber in den Selbstmord trieb.
Saxena ahnte, was da kommen wuerde und setzte sich mit dem Pass eines toten Kroaten nach Kanada ab. Auch eine Altersversorgung nahm er gleich mit in Hoehe von 88 Millionen US Dollar, Kleingeld gemessen an dem Schaden, den er und Jalichandra angerichtet hatten, der belief sich naemlich auf 2,2 Milliarden US Dollar.
Jalichandra war nicht so lucky, er wurde vor einem Jahr zu 30 Jahren Gefaengnis verurteilt und ausserdem zu einer saftigen Geldstrafe.
Thailand verlangte von Kanada die Auslieferung Saxenas, aber das wollte Saxena nicht, und so heuerte er erst einmal die besten Advokaten Kanadas an und die sorgten dafuer, dass sich das Auslieferungsverfahren nun schon 10 Jahre lang hinzieht. Die Regierung Kanadas wollte ihn urspruenglich ins Auslieferungsgefaengnis stecken, aber dort haette er nicht arbeiten koennen im Betrugssektor, so ueberzeugte er die Behoerde, ein Banker ist ein Banker, dass es Vater Staat billiger kommen wuerde, wenn er unter Hausarrest stehen wuerde, fuer den er selbst aufkommen wuerde. So ist er immer noch in Kanada, aber keineswegs im Ruhestand.
Der erste, der an seine Tuer klopfte war Tim Spicer, ehemaliger Oberst der britischen Armee und ganz frueher einmal Hippie.
Er war gerade mit Tony Buckingham, einem Direktor der Oelfirma
Heritage Oil, dabei, in Sierra Leone militaerisch taetig zu werden.
Dazu brauchte er Geld, um die suedafrikanischen Soeldner der Firma Executive Outcomes zu bewaffnen und entlohnen zu koennen.
Diese Soeldner waren vorher bei den Apartheidtruppen Suedafrikas, dem sogenannten 32. Buffalo Battalion taetig, das fuer die komplette Zerstoerung des Suedens von Angola und die Toetung unzaehliger Befreiungskaempfer der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO verantwortlich zeichnet.
Gegen Schuerfrechte von Diamanten und Bauxit wollten Buckingham und Spicer den in Sierra Leone gestuerzten Praesidenten Kabbah wieder an die Macht bringen.
Saxena hatte genug Geld und eigene Schuerfinteressen in Sierra Leone und mit Saxena's Geld ging Spicer nun auf Einkaufstour in Bulgarien und anderswo und kaufte tonnenweise Waffen.
Er hatte dabei die heimliche Zustimmung der Blair Regierung, trotz eines UN Waffenembargos. Als die Sache aufflog, wurde es zur "Arms to Africa Affair" und brachte Tony Blair und seine Mannschaft in groesste Absturzgefahr.
Mit dabei waren Simon Mann und Nick du Toit, beide jetzt im Gefaengnis nach dem fehlgeschlagenen Putsch im oelreichen Equatorial Guinea im Maerz 2004.
Schon vor dem Sierra Leone Abenteuer hatten Simon Mann, Buckingham und Tim Spicer Globalisierung ernst genommen, dieses Malauf der anderen Seite des Erdballs in Papua Neu Guinea, einem der aermsten Laender der Welt. Die dortige Regierung fuehrte Krieg gegen eine Rebellengruppe auf der Insel Bougainville, die gegen die Umweltzerstoerung einer grossen Kupfer- und Goldmine im Besitz der britischen Firma Rio Tinto kaempfte.
Das Trio offerierte eigennuetzige Soeldnerdienste fuer 34 Millionen US Dollar und zwar wieder mit dem Apartheid-Dreck von Executive Outcomes.
Mit dabei Lafras Luitingh, ehemaliges Mitglied einer suedafrikanischen Todesschwadron, er persoenlich war verantwortlich fuer die Ermordung des Wissenschaftlers Dr. David Webster am 1. Mai 1989 in Johannesburg und des Rechtsanwalts Adam Lubowski in Windhoek am 12 Oktober 1989, kurz vor der Unabhaengigkeit Namibias.
Dieses Mal ging allerding die Sache schief, die Armee unter General Singorok rebellierte, Spicer wurde verhaftet und kam nur mit Hilfe diplomatischen Drucks der Blair Regierung wieder frei. Finanziell gelohnt hatte es sich allemal, weil teilweise auf Vorkassenbasis gesoeldnert worden war.
Tony Buckingham war in Afrika weitraeumig taetig, in Angola, Namibia, DR-Kongo, Kongo-Brazzaville, Kenia, Uganda um nur ein paar Staaten zu nennen.
Er war besonders in Namibia willkommen, dort wurde er Direktor in der halbstaatlichen Offshore Development Company, ODC, und nutzte diese Position, um Ranger Oil aus Kanada bei der Regierung einzufuehren.
Ranger Oil bekam grosse claims zum Schuerfen.
Als Dank machte er Regierungsmitglieder zu Aktionaeren in seiner Firma Oceanica Fisheries und die Regierung wiederum gab seiner Firma Indigo Sky Gem Schuerfrechte in einer Tourmalin Mine in Karibib. und erlaubte ihm, 1000 Small Miners, die dort buddelten, auf die Strasse zu werfen.
Wer gut schmiert, der gut faehrt.
In Kenia machte er Sanjivan Ruprah zum Direktor seiner Firma Branch Energy.
Sanjivan Ruprah war ein enger Vertrauter von Praesident Charles Taylor in Liberia und besorgte fuer ihn die Ausruestung der Kindersoldaten der RUF in Sierra Leone, die unfassbare Verbrechen begingen, neben Massentoetungen und Vergewaltigungen als besondere Spezialitatet das Abhacken von Gliedmassen von Zivilisten.
Ruprah wurde auch ein enger Vertrauter von Viktor Bout, der in Afrika den Namen "Merchant of Death" hat, weil er durch seine Waffentransporte ueber 15 Jahre die Konflikte in Sierra Leone, DR Kongo und Angola anheizte bzw. erst ermoeglichte.
Viktor Bout (Butt) ist ein Russe, der eine Flotte von 50 Flugzeugen mit staendig wechselnden Kennummern kommandiert.
Er flog Waffen fuer die Taleban und Al Quaeda nach Afghanistan und organisierte einen Charterbetrieb dorthin, sicherlich nicht fuer Touristen.
Nach dem Beginn des Irakkrieges wurde er von amerikanischen Firmen kontraktiert - ein Flugzeug ist ein Flugzeug - und er fliegt weiter nach Afghanistan.
Ruprah kennt Khashoggi, da sie eine gemeinsame Bueroadresse in London hatten, Khashoggi ist ein Freund Saxenas, Saxena ist ein Freund Spicers usw.
Und Khashoggi und Saxena begnuegten sich nicht damit, zu sehen, was sich in Afrika tut, sie hatten eigene wichtige Geschaefte zu erledigen, der eine in Kanada der andere in den USA.
Im Jahre 2001 trieb Khashoggi durch betruegerische Manoever den Kurs der Aktien von Genesis Intermedia hoch, die zu 70% seiner auf den Bahamas
angesiedelten Firma Ultimate Holdings gehoerte.
Wesentliches Geschaeft von Genesis Intermedia waren Internetkioske und die Vermarktung von Rechten des Buchs von John Gray "Maenner kommen vom Mars und Frauen von der Venus", er vergass hinzuzusetzen, dass Waffenhaendler und Soeldner aus der Hoelle kommen. Mit bei dem Betrug dabei war die Deutsche Bank, Filiale Toronto und eine Gruppe krimineller Aktienhaendler, einer davon vorbestraft.
Nachdem der Kurs in Folge der Anschlaege des 9. September 2001 kollabierte, zog Khashoggi mit 130 Millionen Dollar davon, zwei Brokerhaeuser mussten Konkurs anmelden und in Minneapolis verloren 200 Angestellte ihren Job.
Die Geschaedigten zogen vor Gericht und am 18 Januar 2006 war fuer die Deutsche Bank, nach vierjaehrigem Leugnen, Zahltag, freiwillig, wie man in Frankfurt betont, wurden 250 Millionen US Dollar gezahlt- 2 1/2 Packungen Peanuts in deren Sprache.
Saxena derweil sorgte dafuer, dass der fuehrende Oppositionspolitiker im kanadischen Parlament, John Reynolds, einen anstaendigen Nebenerwerb in einer seiner Firmen, Wave Tech, bekam. Ein anderes Wort dafuer ist wohl Bestechung, waehrend gleichzeitig sein Auslieferungsverfahren lief.
Auch in England ueber die Firma Westshore Ventures, Suedafrika und Botswana ueber die Firma Platinum Asset Management war Saxena mit Aktienbetrug aktiv.
Aber geteilte Freude ist doppelte Freude, so machte sich Khashoggi im Jahre 2001 auf den Weg nach Wien, um mit Saxena, ueber Handy verbunden, die Wiener Privatbank General Commerce Bank zu kaufen.
Mit dabei der Koenig der Aktienbetrugs, Amador Pastrana und die wegen Betrugs in Amerika vorbestraften Herren Raoul Berthamieu, Sherman Mazur und Regis Possino.
Sie machten die Bank zu einem Zentrum des internationalen Aktienbetrugs, der Schaden, nach Presseberichten, 1 Milliarde Dollar. Im Jahre 2001 wurde die Bank geschlossen. 1 Milliarde in einem Jahr.
Aber auch Tim Spicer war vor Aktivitaet nicht zu bremsen.
Nachdem er Tony Buckinghams Soeldnervermittlungsfirma Sandline im Jahre 2000 verlassen hatte, gruendete er die Firma Aegis und bekam wegen seiner besonderen Erfahrungen nach dem Einmarsch im Irak gleich einen Vertrag vom Pentagon im Volumen von 293 Millionen US Dollar.
Er ist jetzt der Oberchef aller Soeldner deren Zahl im Irak auf mehr als 20.000 geschaetzt wird, auch mit dabei der Apartheid-Dreck aus Suedafrika.
Und Tony Buckingham ist natuerlich zur Stelle wo es nach Schuerfrechten riecht.
Im Jahre 1995 reiste er auf Einladung der Saddam Hussein Regierung in den Irak, um moegliche Explorationen zu eroerten. Nach dem Einmarsch ist er wieder da, go with the flow, und hat gerade eine Schuerflizenz in Kurdistan bekommen.
Simon Mann sitzt mittlerweile als Gast von Robert Mugabe im Hochsicherheitsgefaengnis von Harare/Zimbabwe, Sandline wurde kurz nach dem Putschversuich in Aequatorial Guinea geschlossen, ein Schelm, wer dabei irgendwelche Zusammenhaenge vermutet.
Und die Soeldner schiessen weiter-fuer den Frieden-, wie sie behaupten.
Grund genug, einen scharfen Blick auf das Spinnennetz zu werfen, zum dem er gehoert.
Als erster waere da zu nennen Adnan Khashoggi, der Veteran des illegalen Waffenhandels und auch den Betrugs.
Khashoggi, der Onkel von Dodi Fayed (der letzte Partner der verstorbenen Diana, Prinzessin von Wales, geschiedene Windsor), und damit der Schwager des Inhabers von Harrods, eines Supermarktes in London, und ein langjaehriger Freund der bin Laden Grossfamilie.
Sein Ursprungsland ist Saudi-Arabien, sein bevorzugter Aufenthaltsort ist Marbella an Spaniens Costa del Sol, und sein bevorzugtes Taetigkeitsfeld der illegale Waffenhandel und die Boerse von Vancouver in Kanada.
Zur Zeit bevorzugt er allerdings mehr die Straende der Vereinigten arabischen Emirate, weil er dort sicher glaubt zu sein vor Strafverfolgung und Auslieferungsbegehren anderer Laender.
Khashoggi war einer der Hauptakteure in der Iran-Contra Affaere, die knapp 20 Jahre zurueckliegt. Das Pentagon verkaufte seinerzeit Waffen ueber Israel an den Iran und die Profite wurden benutzt, um eine rechtsradikale Terrorgruppe in Nicaragua, die Contras, ueber den CIA zu finanzieren. Alles illegal natuerlich, aber ein Mann des Militaers namens Oliver North packte alle Dokumente rechtzeitig in den Reisswolf, als die Affaere ruchbar wurde.
Es ist gut, solch vertrauenswuerdigen Leute im Hause zu haben.
Khashoggi war auch tief bei der BCCI Bank (Bank of international Credit and Commerce) involviert, eine Waschmaschine for schmutzige Dollars aus dem Drogen- und Waffengeschaeft, das Medellin Kartell aus Kolumbien war dort gern gesehener Kunde.
Die Bank wurde 1992 geschlossen.
Khashoggi war aber darauf nicht angewiesen, er hatte viele Freunde in der Welt, begeben wir uns also nach Thailand zur Bangkok Bank of Commerce.
Dort fuehrte in den neunziger Jahren der Direktor Krikkiat Jalichanda Regie.
Auf einem Golfplatz wurde ihm ein "Promising Potential" namens Rakesh Saxena vorgestellt.
Saxena wurde in Indien steckbrieflich wegen Totschlags an einem Keksfabikanten gesucht, wen kuemmerts, er war frueher auch einmal Kommunist gewesen, waehrend des Studiums, und getreu dem Motto, wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz und wer mit 40 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand, und den glaubte er zu haben, so vergass er ganz schnell Marx und Engels und konzentrierte sich auf den ganz grossen Betrug und die Korruption.
Er und sein Mentor Jalichandra wurden ein "Duo Infernale" sozusagen.
Geld wurde in ein Labyrinth von Firmen gesteckt und schoene Geldgeschenke wurden Politikern und anderen Personen von Einfluss gemacht.
Auch Khashoggi, ein Freund von Saxena, wurde mit einem 140 Millionen US Dollar nicht rueckzahlbarem Kredit bedacht. Peanuts in der Sprache der Deutschen Bank.
Geld wurde in ein Netz von verschachtelten Briefkastenfirmen gepumpt, bei dem jeder erfahrene Steuerberater die Uebersicht verloren haette.
Aber solch ein Riesenbetrug kann nur eine gewisse Zeit gutgehen. Irgendwann platzt die Blase und das war im Jahre 1996 der Fall und dies loeste die "Asiatische Bankenkrise" aus, die viele Firmen in den Bankrott und viele Finanziers und Firmeninhaber in den Selbstmord trieb.
Saxena ahnte, was da kommen wuerde und setzte sich mit dem Pass eines toten Kroaten nach Kanada ab. Auch eine Altersversorgung nahm er gleich mit in Hoehe von 88 Millionen US Dollar, Kleingeld gemessen an dem Schaden, den er und Jalichandra angerichtet hatten, der belief sich naemlich auf 2,2 Milliarden US Dollar.
Jalichandra war nicht so lucky, er wurde vor einem Jahr zu 30 Jahren Gefaengnis verurteilt und ausserdem zu einer saftigen Geldstrafe.
Thailand verlangte von Kanada die Auslieferung Saxenas, aber das wollte Saxena nicht, und so heuerte er erst einmal die besten Advokaten Kanadas an und die sorgten dafuer, dass sich das Auslieferungsverfahren nun schon 10 Jahre lang hinzieht. Die Regierung Kanadas wollte ihn urspruenglich ins Auslieferungsgefaengnis stecken, aber dort haette er nicht arbeiten koennen im Betrugssektor, so ueberzeugte er die Behoerde, ein Banker ist ein Banker, dass es Vater Staat billiger kommen wuerde, wenn er unter Hausarrest stehen wuerde, fuer den er selbst aufkommen wuerde. So ist er immer noch in Kanada, aber keineswegs im Ruhestand.
Der erste, der an seine Tuer klopfte war Tim Spicer, ehemaliger Oberst der britischen Armee und ganz frueher einmal Hippie.
Er war gerade mit Tony Buckingham, einem Direktor der Oelfirma
Heritage Oil, dabei, in Sierra Leone militaerisch taetig zu werden.
Dazu brauchte er Geld, um die suedafrikanischen Soeldner der Firma Executive Outcomes zu bewaffnen und entlohnen zu koennen.
Diese Soeldner waren vorher bei den Apartheidtruppen Suedafrikas, dem sogenannten 32. Buffalo Battalion taetig, das fuer die komplette Zerstoerung des Suedens von Angola und die Toetung unzaehliger Befreiungskaempfer der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO verantwortlich zeichnet.
Gegen Schuerfrechte von Diamanten und Bauxit wollten Buckingham und Spicer den in Sierra Leone gestuerzten Praesidenten Kabbah wieder an die Macht bringen.
Saxena hatte genug Geld und eigene Schuerfinteressen in Sierra Leone und mit Saxena's Geld ging Spicer nun auf Einkaufstour in Bulgarien und anderswo und kaufte tonnenweise Waffen.
Er hatte dabei die heimliche Zustimmung der Blair Regierung, trotz eines UN Waffenembargos. Als die Sache aufflog, wurde es zur "Arms to Africa Affair" und brachte Tony Blair und seine Mannschaft in groesste Absturzgefahr.
Mit dabei waren Simon Mann und Nick du Toit, beide jetzt im Gefaengnis nach dem fehlgeschlagenen Putsch im oelreichen Equatorial Guinea im Maerz 2004.
Schon vor dem Sierra Leone Abenteuer hatten Simon Mann, Buckingham und Tim Spicer Globalisierung ernst genommen, dieses Malauf der anderen Seite des Erdballs in Papua Neu Guinea, einem der aermsten Laender der Welt. Die dortige Regierung fuehrte Krieg gegen eine Rebellengruppe auf der Insel Bougainville, die gegen die Umweltzerstoerung einer grossen Kupfer- und Goldmine im Besitz der britischen Firma Rio Tinto kaempfte.
Das Trio offerierte eigennuetzige Soeldnerdienste fuer 34 Millionen US Dollar und zwar wieder mit dem Apartheid-Dreck von Executive Outcomes.
Mit dabei Lafras Luitingh, ehemaliges Mitglied einer suedafrikanischen Todesschwadron, er persoenlich war verantwortlich fuer die Ermordung des Wissenschaftlers Dr. David Webster am 1. Mai 1989 in Johannesburg und des Rechtsanwalts Adam Lubowski in Windhoek am 12 Oktober 1989, kurz vor der Unabhaengigkeit Namibias.
Dieses Mal ging allerding die Sache schief, die Armee unter General Singorok rebellierte, Spicer wurde verhaftet und kam nur mit Hilfe diplomatischen Drucks der Blair Regierung wieder frei. Finanziell gelohnt hatte es sich allemal, weil teilweise auf Vorkassenbasis gesoeldnert worden war.
Tony Buckingham war in Afrika weitraeumig taetig, in Angola, Namibia, DR-Kongo, Kongo-Brazzaville, Kenia, Uganda um nur ein paar Staaten zu nennen.
Er war besonders in Namibia willkommen, dort wurde er Direktor in der halbstaatlichen Offshore Development Company, ODC, und nutzte diese Position, um Ranger Oil aus Kanada bei der Regierung einzufuehren.
Ranger Oil bekam grosse claims zum Schuerfen.
Als Dank machte er Regierungsmitglieder zu Aktionaeren in seiner Firma Oceanica Fisheries und die Regierung wiederum gab seiner Firma Indigo Sky Gem Schuerfrechte in einer Tourmalin Mine in Karibib. und erlaubte ihm, 1000 Small Miners, die dort buddelten, auf die Strasse zu werfen.
Wer gut schmiert, der gut faehrt.
In Kenia machte er Sanjivan Ruprah zum Direktor seiner Firma Branch Energy.
Sanjivan Ruprah war ein enger Vertrauter von Praesident Charles Taylor in Liberia und besorgte fuer ihn die Ausruestung der Kindersoldaten der RUF in Sierra Leone, die unfassbare Verbrechen begingen, neben Massentoetungen und Vergewaltigungen als besondere Spezialitatet das Abhacken von Gliedmassen von Zivilisten.
Ruprah wurde auch ein enger Vertrauter von Viktor Bout, der in Afrika den Namen "Merchant of Death" hat, weil er durch seine Waffentransporte ueber 15 Jahre die Konflikte in Sierra Leone, DR Kongo und Angola anheizte bzw. erst ermoeglichte.
Viktor Bout (Butt) ist ein Russe, der eine Flotte von 50 Flugzeugen mit staendig wechselnden Kennummern kommandiert.
Er flog Waffen fuer die Taleban und Al Quaeda nach Afghanistan und organisierte einen Charterbetrieb dorthin, sicherlich nicht fuer Touristen.
Nach dem Beginn des Irakkrieges wurde er von amerikanischen Firmen kontraktiert - ein Flugzeug ist ein Flugzeug - und er fliegt weiter nach Afghanistan.
Ruprah kennt Khashoggi, da sie eine gemeinsame Bueroadresse in London hatten, Khashoggi ist ein Freund Saxenas, Saxena ist ein Freund Spicers usw.
Und Khashoggi und Saxena begnuegten sich nicht damit, zu sehen, was sich in Afrika tut, sie hatten eigene wichtige Geschaefte zu erledigen, der eine in Kanada der andere in den USA.
Im Jahre 2001 trieb Khashoggi durch betruegerische Manoever den Kurs der Aktien von Genesis Intermedia hoch, die zu 70% seiner auf den Bahamas
angesiedelten Firma Ultimate Holdings gehoerte.
Wesentliches Geschaeft von Genesis Intermedia waren Internetkioske und die Vermarktung von Rechten des Buchs von John Gray "Maenner kommen vom Mars und Frauen von der Venus", er vergass hinzuzusetzen, dass Waffenhaendler und Soeldner aus der Hoelle kommen. Mit bei dem Betrug dabei war die Deutsche Bank, Filiale Toronto und eine Gruppe krimineller Aktienhaendler, einer davon vorbestraft.
Nachdem der Kurs in Folge der Anschlaege des 9. September 2001 kollabierte, zog Khashoggi mit 130 Millionen Dollar davon, zwei Brokerhaeuser mussten Konkurs anmelden und in Minneapolis verloren 200 Angestellte ihren Job.
Die Geschaedigten zogen vor Gericht und am 18 Januar 2006 war fuer die Deutsche Bank, nach vierjaehrigem Leugnen, Zahltag, freiwillig, wie man in Frankfurt betont, wurden 250 Millionen US Dollar gezahlt- 2 1/2 Packungen Peanuts in deren Sprache.
Saxena derweil sorgte dafuer, dass der fuehrende Oppositionspolitiker im kanadischen Parlament, John Reynolds, einen anstaendigen Nebenerwerb in einer seiner Firmen, Wave Tech, bekam. Ein anderes Wort dafuer ist wohl Bestechung, waehrend gleichzeitig sein Auslieferungsverfahren lief.
Auch in England ueber die Firma Westshore Ventures, Suedafrika und Botswana ueber die Firma Platinum Asset Management war Saxena mit Aktienbetrug aktiv.
Aber geteilte Freude ist doppelte Freude, so machte sich Khashoggi im Jahre 2001 auf den Weg nach Wien, um mit Saxena, ueber Handy verbunden, die Wiener Privatbank General Commerce Bank zu kaufen.
Mit dabei der Koenig der Aktienbetrugs, Amador Pastrana und die wegen Betrugs in Amerika vorbestraften Herren Raoul Berthamieu, Sherman Mazur und Regis Possino.
Sie machten die Bank zu einem Zentrum des internationalen Aktienbetrugs, der Schaden, nach Presseberichten, 1 Milliarde Dollar. Im Jahre 2001 wurde die Bank geschlossen. 1 Milliarde in einem Jahr.
Aber auch Tim Spicer war vor Aktivitaet nicht zu bremsen.
Nachdem er Tony Buckinghams Soeldnervermittlungsfirma Sandline im Jahre 2000 verlassen hatte, gruendete er die Firma Aegis und bekam wegen seiner besonderen Erfahrungen nach dem Einmarsch im Irak gleich einen Vertrag vom Pentagon im Volumen von 293 Millionen US Dollar.
Er ist jetzt der Oberchef aller Soeldner deren Zahl im Irak auf mehr als 20.000 geschaetzt wird, auch mit dabei der Apartheid-Dreck aus Suedafrika.
Und Tony Buckingham ist natuerlich zur Stelle wo es nach Schuerfrechten riecht.
Im Jahre 1995 reiste er auf Einladung der Saddam Hussein Regierung in den Irak, um moegliche Explorationen zu eroerten. Nach dem Einmarsch ist er wieder da, go with the flow, und hat gerade eine Schuerflizenz in Kurdistan bekommen.
Simon Mann sitzt mittlerweile als Gast von Robert Mugabe im Hochsicherheitsgefaengnis von Harare/Zimbabwe, Sandline wurde kurz nach dem Putschversuich in Aequatorial Guinea geschlossen, ein Schelm, wer dabei irgendwelche Zusammenhaenge vermutet.
Und die Soeldner schiessen weiter-fuer den Frieden-, wie sie behaupten.
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Ergänzungen
Nicht so einfach
der Autor hat mit vielem sicherlich nicht unrecht, allerdings möchte ich gerne einige Punkte aus meiner Sicht ergänzen bzw. anders darstellen:
Der Konflikt in Sierra Leone ist sicherlich alles andere als einfach zu lösen, aber es war leider so, dass es die Untätigkeit der Welt war, die es dem Oberarschloch der Region Charles Taylor ermöglichte seine Gammelarmee von der Côte D'Ivoire in Marsch zu setzen.
Wer schickte denn damls Truppen nach Liberia (und später nach Sierra Leone) um den Konflikt im Anfang zu ersticken? Es war doch nur die CEDEAO, die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft mit Nigeria an der Spitze die Soldaten schickte, und die in den folgenden Jahren Hunderte wenn nicht Tausende Soldaten verlor.
Die westlichen Hüter von Demokratie und Menschenrechten konnten doch 10 Jahre lang gar nicht genug schielen um den Konflikt, welcher erst Liberia und in Folge auch Sierra Leone, später auch Guinea und die Côte D'Ivoire erfasste, ja nicht wahrzunehmen. Was war denn auch zu holen in der Region? Das Eisenerz aus Bongmine wurde aufgrund sinkender Nachfrage eh nicht mehr so gerne genommen und als die Nachfrage wieder stieg konnten andere Länder wie Brasilen gut die Löcher stopfen. Diamanten? Ach ja, da war doch was in Sierra Leone, aber keine Angst, wenn etwas gut gut zu schmuggeln und zu transportieren ist dann sind das Diamanten.
Als dann nach Jahren des Bürgerkriegs die Bevölkerung in Liberia für Taylor, den Obermörder, als Präsidenten stimmte war das Erstaunen groß. Wie konnten Menschen für jemanden stimmen, der sie vorher aus ihren Dörfern vertrieben hatte und für die Ermordung von Angehörigen verantwortlich war etc.? Warum? Weil er der stärkste Warlord war und klar gesagt hatte, dass er entweder Präsident wird oder der Krieg ewig weitergehen wird. Lieber einen schrecklichen Frieden als die Schrecken des Krieges.
Als Präsident nutze Taylor die Chance die RUF-Rebellen im Nachbarland Sierra Leone zu unterstützen, mit denen er schon seit längerem verbündet war. Lohnte sich ja auch, immerhin kamen Diamanten aus Sierra Leone nach Lieberia wo sie von Taylor an Waffenhändler (z.B.Alexander Minin) im Tausch gegen den Rüstungsschrott der GUS-Länder abgegeben wurden. Natürlich blieb ein schöner Teil bei Taylor wie auch bei seinen "Freunden" Ghadafi und Compaoré (Burkina Faso) über deren Länder die Transporte gingen. In Libyen wurden auch Rebellen ausgebildet, die saßen dann teilweise längere Zeit ohne Geld für die Rückreise in Mali und anderen Länder und betätigten sich mangels Krieg als Drogenhändler oder Banditen.
Trotz der Unterstützung durch Taylor und Co kamen die RUF Rebellen aber nicht so richtig voran mit ihrem Krieg. Der Grund? Es fehlte ihnen der Zugang zu den wirklich lukrativen Diamantenminen, auf denen saßen nämlich die Executive Outcomes. Die waren zwar alles andere als nett und freundlich, aber sie haben die Bevölkerung in Ruhe gelassen. Als dann auf Druck der "Weltgemeinschaft" die ach so schmutzigen Söldner abziehen mußten (die mit knapp 500 Leuten immerhin fast 30% des Landes kontrollierten), war niemand da um die RUF davon abzuhalten sich als erstes die Dimantengebiete unter den Nagel zu reißen. In der Folge hatte die RUF dann auch genug Mittel um sich neu zu positionieren und zusammen mit Putschisten bzw. der AFRC im Januar 1999 die Hauptstadt Freetown einzunehmen.
Wer sich einmal die Invasion anschauen will (ich habe die damals vor ort erlebt), der/ die kann sich ja mal das Video von dem Journalisten Sorious Samura "Cry Freetown" anschauen (Bitte vorher nichts essen).
In dem Video kommen auch die Westafrikanischen Friedenstruppen nicht gut weg, sie haben auch gemordet und geplündert, wie sie es auch schon in Liberia gemacht hatten. Aber Sorious Samura sagt etwas über sie, was auch auf die Executive Outcomes in Sierra Leone zutrifft: "They have killed innocent people, but actually only they are between us and the horror"
Solange sich die reichsten Länder der Welt an UN-Einsätzen in Afrika nicht konsequent beteiligen und die Verantwortung auf schlecht ausgebildete, schlecht ausgerüstete und allein gelassene Truppen aus den ärmsten Ländern der Welt ruht, wird sich auch an solchen Problemen nichts ändern.
Deutsche Soldaten in den Kongo? Niemals, sie könnten ja gezwungen sein auf Kindersoldaten zu schießen! Aber wer soll den die anderen Kinder, Frauen und Männer vor eben diese Kindersoldaten und ihren Chefs schützen? Die Welt zieht sich immer dann aus der Affäre, wenn es dreckig wird, sie hat sich aber verdammt nochmal ihrer Verantwortung zu stellen, ansonsten stellen sich dieser Verantwortung nämlich Söldnergruppen.
Und das wollen wir alle nicht!
Wertvolle Ergaenzungen
Allerdings hege ich Zweifel, was die Schonung der Zivilbevoelkerung seitens Executive Outcomes angeht.
Martha Carey, Aerztin bei Aerzte ohne Grenzen in Freetown berichtete:
"Executive Outcomes pilots were racist killers with no interest in the
country"
Wann immer sie die Helikopter von EO ueber ihr Haus fliegen sah, wusste sie, dass es Zeit war, ins Krankenhaus zu eilen, um sich auf einen Ansturm von Verletzten vorzubereiten.
Als zwei bei Executive Outcomes beschaeftigte suedafrikanische Piloten meldeten, dass sie Schwierigkeiten hatten, zwischen Zivilisten und feindlichen Soldaten zu unterscheiden, wurden sie aufgefordert, alle zu toeten, was die dann auch taten. zitiert nach P Chatterjee, Mercenary Armies and Mineral Wealth, 1997.
An dieser Stelle noch die Korrektur von zwei Fehlern, die sich eingeschlichen hatten, die Terrorangriffe in New York waren natuerlich am 11. September 2001 und Khashoggi kaufte die General Commerce Bank im Jahre 2000, nicht 2001.
Dr. Alexander von Paleske
Arzt fuer Innere Medizin, Haematologie
Head, Department of Oncology
Princess Marina Hospital
Gabarone/Botswana
Ex-Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)
Executive Outcomes
es stimmt, dass bei Gefechten die Typen von EO oft wohl ziemlich wahllos draufgehalten haben, auch haben sie keine Gefangenen gemacht, was in diesem Konflikt aber leider eh nicht üblich war, weder die Rebellen noch die Regierungsarmee waren da besser, eher im Gegenteil.
In den von EO kontrollierten Gebieten gab es aber keine oder kaum Ausschreitungen gegen die Zivilbevölkerung (d.h. Plünderungen, Massenexecutionen, Vergewaltigungen,...).
Ich erninnere mich an ein Gespräch mit einer US-Diplomatin in einem Nachbarland, deren Hauptkritik an den EO Söldnern war:
1. Die machen keine Gefangenen
2. Die unterstehen nicht der Kontrolle der USA!
Ob dieselbe Frau wohl die spätere Tätigkeit der PAE in Sierra Leone störte?
Ach ne, die wurden dann ja von den USA eingesetzt, unter anderem um die Logistik für die UN Blauhelme zu machen.
3. Das schlimmste für die Diplomatin war jedoch: "Dass die immer Prostituierte dabei haben..."
Im Gegensatz zu den Vergewaltigungen durch Rebellen und Regierungsarmee
hat mich das ehrlichgesagt am wenigsten gestört.
Ich hatte damals (und auch später in anderen Ländern) die zweifelhafte "Ehre" einige der EO, PAE und auch Sandline Leute kennenzulernen, da war keiner dabei, mit dem ich wirklich länger zu tun haben wollte, aber im Gegensatz zu den PAE-Leuten hatten die EO zumindest Ahnung von Afrika und konnten sich zum Teil sogar in lokalen Sprachen mit den Einheimischen unterhalten. Ausserdem waren die in militärischer Hinsicht nunmal extrem "effizient".
Ich denk, was in Konflikten wie in Sierra Leone, Rwanda, Dem. Rep. Kongo etc. nötig ist, ist ein frühzeitiges Intervenieren mit einer gut ausgebildeten und ausgerüsteten Truppe unter UN-Kommando. Klar muss dabei auch sein, dass Beobachtermissionen wie 1994 in Rwanda nichts bringen, die werden doch von lokalen Warlords nur als Lachnummer gesehen. Wenn es etwas bringen soll, dass muss schnell und auch mit der nötigen Härte interveniert werden, und zwar nicht erst nachdem Hunderttausende ermordet und geflohen sind.
Dabei sollten die Industrieländer wenn schon nicht das nötige Personal, so doch zumindest Material bereitstellen, immerhin flogen die UN Blauhelme damals in Sierra Leone mit alten russischen Helis durch die Gegend und richtige z.B. gepanzerte Fahrzeuge gab es auch kaum.