Anti-G8-Kundgebung am Heinrichsplatz

schwarzrot 28.02.2006 19:03 Themen: G8
Freitag, 24. Februar, abend kamen trotz eisiger Temperatur zwischen 60-80 Menschen zum Heinrichplatz, Berlin, um dort gegen den kommenden G8 Gipfel zu protestieren.
Freitag, 24. Februar, abend kamen trotz eisiger Temperatur zwischen 60-80 Menschen zum Heinrichplatz, Berlin, um dort gegen den kommenden G8 Gipfel zu protestieren.
Die Kälte konnte der Stimmung aber keinen Abruch tun. Es spielte eine Samba-Band und eine Strassenmusik-Gruppe, eine Theatergruppe spielte ein kurzes Stück über Kapitalismus, Kampf, Konkurrenz, K..., bei Vokü und Glühwein konnte mensch sich wärmen, bei einer Infowand und Infotischen(Plataforma& new yorck) sich informieren, und an einer Holzpyramide seine Gedanken ausdrücken.
Im Anschluss wurde ein Film gezeigt ("Von Mauern und Favelas-Polizeigewalt in Rio de Janeiro"), doch da die Leinwand etwas verblasen wurde, war es schwer, dem Film zu folgen. Deswegen verliesen die meisten zu diesem Zeitpunkt die Kundgebung. Ein harter Rest wärmte sich noch an Feuertonnen, spuckte Feuer und hörte Musik.
Die Polizei hielt sich trotz verschlampter Anmeldung (ihrerseits) zurück, es waren auch nur 2 Busse und ein paar Zivis vor Ort.
Die Pyramide, die unser Gesellschaftssystem symbolisierte, blieb noch 1 1/2 Tage stehen, bevor sie von Unbekannten entfernt wurde.
Insegesammt sehen die meisten von uns den Abend als Erfolg an. Kritikpunkte waren ein schwerverständlicher Redebeitrag, der verwehte Film und dass es zuwenig Auseinadersetzungen mit PassantInnen gab.
Leider gingen uns an diesem Abend 2 Fotoapparate ein, weswegen wir keine Bilder haben. sollte jemand welche gemacht haben, wird er/sie/es gebeten, sie zu ergänzen.
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Demo in Hellersdorf am 2.3. um 17Uhr

[ABM] Antifa Bündnis Marzahn/Hellersdorf 01.03.2006 - 03:14
DEN RECHTEN KONSENS DURCHBRECHEN
Organisiert den antifaschistischen Selbstschutz

Antifa-Demo / Do / 2.3.06 / 17Uhr / Cecilienplatz

Am 24.2. fanden zwei rechtsextremistisch motivierte Übergriffe auf Punks, die auf dem Weg zu einem Konzert im Jugendclub U5 waren, in Marzahn-Hellersdorf statt. Am Cottbusser Platz und in der U5 zwischen den Bahnhöfen Cottbusser Platz und Hellersdorf erlitt das eine Opfer eine Platzwunde über dem Auge, dem Anderen wurde ein Ohrring abgerissen. Die TäterInnen-Gruppe, bestehend aus 6 Neonazis, ist den Abend über zwischen und um die beiden genannten Bahnhöfe umhergezogen und hat gezielt auf vermeintlich alternative und linke Jugendliche gelauert.
Am nächsten Morgen kam es gegen 4.20 Uhr zu einem Übergriff in der Straßenbahnlinie N93 von 5-6 Personen auf 3 HipHopper mit mediterranen Aussehen. Dabei fielen von den Angreifern Sprüche, wie "Jetzt zeig ich Dir was nen richtiger Deutscher kann!" und "Scheiss Kanacke!"
Bereits in der Nacht vom 11.2. auf den 12. 2. kam es auf dem U5-Bhf. Grottkauer Strasse zu einem Übergriff aus der U-Bahn heraus, bei dem 7 Personen auf 2 Passanten einschlugen und traten. Einer der Angreifer zeigte den Hitler-Gruß und brüllte ?Sieg Heil?. Zum wiederholten Mal traf die daraufhin alarmierte Polizei zu spät ein, um die TäterInnen festzunehmen, wodurch solche Vorfälle nicht öffentlich gemacht werden.
Neben unorganisierten Neonazis sind auch organisierte Neonazistrukturen, wie die Kameradschaft Phönix und die Kameradschaft Nord-Ost, welche aus dem ehemaligen Spektrum der verbotenen Kameradschaft Tor besteht, in Marzahn-Hellersdorf aktiv. Im Rahmen des Gedenken an den SA-Führer Horst Wessel, welcher von Neonazis zum NS-Märtyrer hochstilisiert wird, wurden verschiedene Parolen, wie ?Rache für Wessel? oder ?Horst Wessel unvergessen? am U5-Bahnhof Kaulsdorf-Nord gesprüht. In den darauf folgenden Tagen wurden in Marzahn am Blumberger Damm, der Mehrower Allee und der Marzahner Promenade Horst-Wessel-Gedenkplakate verklebt. Am Cecilienplatz wurden verschiedene Aufkleber gefunden auf dem ein Schlagring abgebildet und ?Let?s get it end ? ALKALIJ offensiv entgegentreten? geschrieben steht. ALKALIJ ist ein Bündnis verschiedener antifaschistischer Organisationen aus Lichtenberg. Dass solchen Gewaltaufrufen immer wieder Taten folgen, zeigen nicht nur die Übergriffe der letzten Wochen, sondern auch jener am 11.9.05 auf einen 49-jährigen dunkelhäutigen Mitbürger aus Hellersdorf am U-Bahnhof Kaulsdorf Nord. Auch die immer wieder stattfindenden Angriffe auf das alternative unabhängige Jugendzentrum ?La Casa? bestätigen dies.
Wir rufen dazu auf sich für ein Marzahn-Hellersdorf ohne Rassismus, Sexismus und Antisemitismus zu organisieren und am 02.03.2006 um 17 Uhr zum Cecilienplatz (am U5-Bhf. Kaulsdorf Nord) zu kommen und sich an der Demonstration zu beteiligen. Marzahn-Hellersdorf darf kein Rückzugsort für Neonazis werden. Deswegen müssen wir zeigen, dass weder hier noch irgendwo anders rassistische, antisemitische oder sexistische Ressentiments akzeptiert werden. Durchbrechen wir den rechten Konsens!

FASCHISMUS IST KEINE MEINUNG, SONDERN EIN VERBRECHEN
ANTIFA HEISST ANGRIFF