Universelles Leben gegen Tierrechtler

Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus 26.02.2006 11:18 Themen: Antirassismus Biopolitik Medien Repression Soziale Kämpfe Ökologie
Wieder einmal versucht Rechtanwalt Christian Sailer, Tierrechtler von der Arbeit abzuhalten: er teilte Achim Stößer von der Tierrechtsinitiative Maqi, die seit Jahren auch über das "Universelle Leben" aufklärt, mit, er solle die "Wohnanschrift" seiner "Mandantin", "Frau Gabriele Wittek" - Gründerin und "Prophetin" des UL - "unverzüglich, spätestens bis [15. d.M], 12 Uhr [von der Website www.maqi.de] löschen", andernfalls sähe er sich "veranlasst, gerichtlich vorzugehen".
Dabei hatte er zumindest mit seinem letzten "gerichtlichen Vorgehen" wenig Erfolg: Der Antrag der "Glaubensgemeinschaft" Universelles Leben, vertreten durch Sailer, gegen Stößer auf Erlaß eines Ordnungsgelds wegen angeblicher Nutzung des Domainnamens universelles-leben.tk war vom Landgericht Hamburg abgewiesen worden: Achim Stößer habe "nicht gegen die einstweilige Verfügung der Kammer vom 5. Januar 2005 verstoßen." Es sei "nicht ersichtlich, dass [Stößer] den Domain-Namen benutzt hat. Die Angaben des Gläubigers hierzu beruhen auf Spekulation. [...] Ein Hinweis auf die Inhaberschaft [...] ergibt sich auch nicht aus dem Umstand, dass diese Art der Benutzung nach Stellen des Ordnungsgeldantrags aufgehört hat. Der Schuldner wird nicht der einzige sein, des sich kritisch mit dem Gläubiger befasst. Es kann daher genauso gut sein, dass ein Dritter, der von dem Ordungsgeldantrag, sei es durch den Schuldner oder sonst wie, Kenntnis erlangt hat, von sich aus die Inhalte verändert hat."

Inzwischen ist die "Adresse" entfernt (sie stand übrigens keineswegs auf der Maqi-Seite, sondern nur auf einer Seite, auf die maqi.de/ul verweist). "Diese Adresse ist ohnehin überflüssig", erläutert Stößer. "Post an Witteks Kollegen Ratzinger kommt schließlich auch an, wenn sie an 'Papst, Rom' adressiert ist, warum sollte das bei 'Prophetin, Marktheidenfeld' anders sein? Ungläubige Besucher oder Mitglieder von Konkurrenzsekten werden vermutlich ohnehin von ihrem Schweizergarden-Pendant, den 'Gewappneten', die im Jeep um Gut Greußenheim patrouillieren, abgehalten." Mit Bezug auf die "Stimmen", die Wittek nach eigenen Angaben offenbar hört, ergänzt er: "Und wenn das nicht hilft, wird sicher einer ihrer Vertrauten - Gott oder der früher von ihr häufiger konsultierte Ufo-Kommandant Mairadi - die Eindringlinge mit einem Blitzstrahl respektive Photonentorpedo erledigen ..."

Aber: "Es könnte sein, daß Herr Sailer sich ins eigene Fleisch geschnitten hat," so Stößer weiter. Denn wie aktuelle Recherchen von Maqi ergaben, finden sich auf der Internetseite zu dem Buch "Der Steinadler und sein Schwefelgeruch", das die "Verfolgung" der Urchristen um Wittek beklagt - verantwortlich laut Impressum der Verein "Universelles Leben e.V." - eine Liste von Namen und Adressen von Personen, die an einer "Diskriminierungskampagne" beteiligt seien. Also genau das, was laut Sailer ein Verstoß "gegen das Datenschutzgesetz" sein soll. Neben Funktionären der christlichen Konkurrenz - z.B. Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und Pfarrer Michael Fragner - sollen vor allem die Medien "Hetze" betreiben, genannt sind u.a. WDR-Intendant Fritz Pleitgen, Tilman Töpfer von der Main-Post sowie dessen "Arbeitgeber" und "Chef[...] des riesigen Pressekonzerns" Dr. Stefan von Holtzbrinck, allesamt mit vollständiger Anschrift. Ob der eine oder andere, wenn sie hiermit davon erfahren, entsprechend vorgehen wird, bleibt abzuwarten.

Besonders mit der 2002 erschienenen Broschüre "Universelles Leben - eine Gefahr für die Tierrechtsbewegung" ( http://maqi.de/txt/ul.html) geriet Maqi ins Visier der Sekte. In dieser wird u.a. belegt, daß dem angeblich doch so "tierfreundlichen" UL zuzurechnende sogenannte "Christusbetriebe" Tierausbeutungsprodukte verkaufen, es werden massive Einflußnahmen auf Tierschutzgruppierungen aufgedeckt, Aussagen, die unschwer als antisemitisch zu deuten sind, zitiert 1. Neben juristischen Schritten folgten auch diverse verbale Attacken: Eine sektennahe Zeitschrift bezeichnete Stößer als "profilierungssüchtige[n] Alleingänger der Tierrechtsszene, [der] Jägern einen Gefallen tun" wolle (mit der Aufklärung über die Sekten-Hintergründe eines Symposiums), in einem Flugblatt hieß es: "In den letzten Tagen geht die Main-Post dazu über, Internetadressen einer Organisation mit verbrecherischer Vergangenheit [gemeint wohl Tierbefreiungen] und eines faschistoiden Wirrkopfs bekanntzugeben. Labile kriminelle Elemente und fundamentalistische Fanatiker finden dort neben schmutzigen Lügen und Hetzparolen auch detaillierte Angaben, wo sie Personen und Gebäude von Anhängern des Universellen Lebens als Ziele für ihre kriminellen Anschläge ausmachen können." In einem dieser Gebäude, einer sekteneigenen Schule, hatten Kinder gezündelt. Im Flugblatt liest sich das so: "Eines dieser Gebäude wurde bereits durch einen Brandanschlag heimgesucht."

Aus den Informationen, die bei den Recherchen gewonnen wurden, entstand eine Materialsammlung über Umfeld der Sekte (Personen, Betriebe, Publikationen, Verlage usw.), zugänglich unter maqi.de/ul, antispe.de/ul, veganismus.de/ul und zeitweise auch unter universelles-leben.tk (was die Androhung eines Ordnungsgelds von bis zu 250000 Euro einbrachte). Aktuell ist dort u.a. eine Dokumentation über eine Demonstration - angeblich "gegen Fleisch" - zu finden, samt Abbildung des dort verteilten "Informationsmaterials" (das manche eher als Sektenpropaganda bezeichnen würden, siehe Fotos).

Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein. Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Brauhausgasse 2, D-63628 Bad Soden-Salmünster, Tel. 06056/9177888,  mail@maqi.de,  http://maqi.de.

Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.

Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Brauhausgasse 2, D-63628 Bad Soden-Salmünster, Tel. 06056/9177888,  mail@maqi.de,  http://maqi.de.

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1) so schreibt etwa Wittek in ihrem Hauptwerk ("Das ist Mein Wort"): "Seit nahezu 2000 Jahren ernten die Juden von einer Fleischwerdung zur anderen, was sie damals und auch in ihren weiteren Einverleibungen gesät haben - bis sie ihren Erlöser an- und aufnehmen und das bereuen, was sie verursacht haben."
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Ergänzungen

schade

don domillo 26.02.2006 - 11:42
schade nur, dass große teile der tierrechtsszene sich weigern von ihrer UL solidarität abzukommen. wenn man sich mal diverse vegan foren anschaut, hat die UL mehr sympathisanten als man glauben mag. da wird geleugnet, denunziert und isch offen über prozesse der UL gefreut, ein blanker hohn für alle die die in dem netz der sekte stecken.

Bisherige Pressemitteilungen zum Thema "Unive

Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus 26.02.2006 - 14:41
* 15. Januar 2004: Universelles Leben: einstweilige Verfügung gegen Tierrechtler ( http://maqi.de/presse/einstweiligeverfuegung.html)
* 14. Dezember 2003: "Universelles Leben" ./. Tierrechtsinitiative Maqi – Sekte will Aufklärung durch die Domain universelles-leben.tk verhindern ( http://maqi.de/presse/sailer-universelles-leben-tk.html)
* 2. September 2002: Universelles Leben – Eine Gefahr für die Tierrechtsbewegung ( http://maqi.de/presse/ulgefahr.html)
* 30. Juli 2002: Universelles Leben – Sekte unterwandert die Tierrechtsbewegung ( http://maqi.de/presse/ulunterwanderung.html)

Mehr zum Widerstand gegen UL

yetzt 26.02.2006 - 18:15

Mehr zu dieser Affäre

Achim Stößer 27.02.2006 - 06:16

Eine weitere...

Knecht Rupprecht 28.02.2006 - 18:18
..Seite die sich kritisch mit UL und dem Rest dieser Tierrechtskinderei aussetzt wäre  http://www.antivegan.de

Universelles Leben: Sailers Eigentor

Maqi 09.04.2006 - 19:38
"Was der Mensch sät, wird er ernten", verkündet Gabriele Wittek. UL-Anwalt
Sailer will die Adresse seiner "Prophetin" Wittek geheimhalten und forderte daher Maqi auf, diese von den unter  http://antispe.de/ul verlinkten Seiten zu entfernen. Dabei hatte er übersehen, daß auf Internetseiten aus dem UL-Umfeld zahlreiche Adressen von "Gegnern" veröffentlicht waren (vgl.  http://veganismus.ch/foren/read.php?f=1&i=5202&t=5164).

Diese sind nun verschwunden - und zudem gab es wieder einmal Anlaß für einen kritischen Bericht über das UL (in dem auch auf die Aufklärungsarbeit der Tierrechtsinitiative Maqi hingewiesen wurde). Die Saat ging auf, um es im UL-Jargon zu formulieren.

Ob Herr Anwalt sich das so vorgestellt hatte? "Sailer", so heißt es
jedenfalls im Pressebericht, "reagierte schroff" auf die diesbezügliche
Anfrage der Zeitung.

"Die Adresse der Prophetin" und weitere Pressemeldungen unter
 http://antispe.de/foren/pressespiegel .

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 9 Kommentare

uv

antifa 26.02.2006 - 11:27
das universelle leben is ein scheiß verein! antisemitisch! is gegen die mal ne demo oder so?

Freiheit und Tierrechte

Bucharin 26.02.2006 - 16:38
Schon Rosa Luxemburg wusste: "Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt."
Dem widerspricht die Etablierung einer veganen Gesellschaft. Damit würde die Freiheit das zu esssen was man mag womöglich sogar stafrechtlich beschnitten.

Des weiteren ist eine Analogie zur Antidiskriminierung unpassend und juristisch unzulässig. Zum einen wär sie auch auf Pflanzen anwendbar (die nämlich auch z.B. auf Musik regieren), was dann aber für Menschen unpraktisch wär und zu ihrem Aussterben führen würde. Zum anderen fehlt es an der für eine analoge Anwendung der Antidiskriminierungsgrundsätze notwendigen Regelunglücke. Tiere haben an sich ja schon Rechte, die alleidings nur auf ein Minimum - das Existenzrecht der Species an sich - beschränkt sind. Echte Tierschützer setzten sich delhalb auch für vom Aussterben bedrohte Arten ein, so z.B. Greenpeace und die Wale, ect.

Außedem widerspricht der Dawinismus dem Gedanken der Ausweitung von Grunderechten auf Tiere. So ist es z.B. unmöglich in einem Ökologischen System Beutetiere vor Raubtieren zu beschützen. Wenn man dem Menschen nun verbietet Tiere zu töten um sie zu essen übersieht man in fataler weise das der Mensch auch eine Species und somit ein Tier ist. Indem man den Menschen ihre seit Jahrtausenden normale Nahrungsquelle entzieht und ihn dadurch über alle anderen Specien stellt verwirklicht und zementiert man Speziesismus. Man negiert so das tierähnliche im Menschen und stellt ihn durch die Verwendung von Moral über alle anderen Wesen, die ja einfach das essen was sie essen wollen und können.

antwort zu Bucharin

schnickestergulf 26.02.2006 - 17:26
Dein Artikel soll offensichtlich den vegaetarischen lebensgrundsatz entkräften. Es wird von der strafrechtlichen verfolgung des Fleischessens in einer veganen Gesellschaft gesprochen. Das ergibt in sofern keinen sinn als dass die mitglieder dieser "Gesellschaft" sich bewusst und freiwillig dazu entscheiden würden und auch nicht in einem staatlichen system lebten in dem es dann Strafverfolgung gäbe.
"Tiere haben an sich ja schon Rechte" sagst Du in Deinem Kommentar. Damit sind wohl die Rechte gemeint, die ihnen vom Gesetzgeber gezwungenermaßen zugestanden wurden. Das sind doch aber keine allgemein zu sehenden rechte von denen Tierschützer reden, sondern nur solche, die der Wirtschaft möglichst wenig schaden.
"Indem man den Menschen ihre seit Jahrtausenden normale Nahrungsquelle entzieht und ihn dadurch über alle anderen Specien stellt verwirklicht und zementiert man Speziesismus" . Speziesisismus zu beenden heißt ja nicht sich den tieren anzugleichen indem man dinge, wie den freien willen und die freiheit sich grenzen zu setzen (die nur dem meschen eigen ist und von Immanuel Kant als die definition der freiheit bezeichnet wird)
übersieht und entkräftet nur um jeglichen unterschied zwischen dem mensch und anderen species aufzuheben. Ganz davon abgesehen ist fleisch kein notwendiges nahrungsmittel da es seit jahrtasuenden normal war dass fleisch etwas ungewöhnliches in der normalen bevölkerung war und den reichen vorbehalten blieb.

@antifa: Bitte bitte bitte...

erkundige dich 26.02.2006 - 21:21
erkundige dich doch BEVOR du so einen spiessbürlerichen, speziesistischen verdrängungs-müll hier postest.
danke.

es gibt wichtigeres

meliboia 26.02.2006 - 22:39
Ihr Lieben,

die Sekte Universelles Leben halte ich nicht für besonders gefährlich, militant sind die auch nicht. Ich sehe das ihr eure Kräfte sehr verzettelt wenn ihr gegen dessen Äußerungen einem nicht passen eure Kräfte verscherbelt, dann werdet ihr die wirklich große Gefahr die jetzt am kommen ist wenig Kraft entgegenzusetzten haben. Tja die Konzerne und Regierungen haben sich zusammengetan um in einer großen konzertierten Aktion versuchen die fundamentalen Menschenrechte für die Jahrhunderte lang gekämpft worden ist zu untergraben und scheibchenweise abzuschaffen, eine richtige Salamitaktik und einigge Salamischeiben sind uns schon serviert worden. Also bitte bündelt eure Kräfte liebe und geht gegen den wahren Feind vor und verzettelt euch nicht in den Kampf gegen obskuren an sich harmloser Sekten also bitte. Tja Leute ich sehe massive schlechte Zeiten kommen und da ist Solidarität und ein kalrer Kopf notwendig, vielleicht werden einige Leute nicht mehr viel von den üblichen Früchten der sogenannten Wohlstandsgesellschaft (Konsumgesellschaft) bekommen. Aber ich sehe hier schreiben auch nur Leute die wahre Armut noch nie erlebt haben und auch nur eben von dieser Wohlstandsgesellschaft profitierten. Also Leute bitte achtet mehr auf das was ihr postet. Ich glaube ich habe das Gefühl hier schreiben auch nur Wohlstandskinder die den Blick für das wesentliche verloren haben.

@ meliboia

Michael 26.02.2006 - 23:53
Du scheinst nicht alles über die UL zu wissen. Die UL ist eine extrem antisemitische Sekte. Militant ist sie sicher nicht, aber sie schafft es, Menschen in psychische Abhängigkeit zu bringen und auszubeuten. Die UL ist nicht wirklich gegen Tierversuche, die UL versucht Mitglieder zu bekommen und treibt sich deswegen in dieser Szene herum.

freiwillig im recht

tier-aneigner 27.02.2006 - 12:45
einem tierrechtler ist offenbar kein widerspruch zu klein... also wie geht jetzt das mit ohne staat aber tierrechten? wer wacht denn über das recht der tierchen? die freiwillig-emanzipierte tierrechtskontrolldienststelle der anarchistischen tierfreund-liga? ihr würdet euch gescheiter darüber aufklären, was das recht (namentlich das privateigentum) euren lieblingen antut, wenns euch schon bei euch selbst nicht stört, als blosse ressource für die bereicherung eins anderen vorzukommen.

@tier-aneigner

Achim Stößer 28.02.2006 - 15:19
"Tierrechte" sind analog zu "Menschenrechten", "Frauenrechten", "Kinderrechten" abstrakt zu sehen; das hat nichts mit "Tierrecht" analog zu "Strafrecht", "Mietrecht", "Verkehrsrech"t zu tun. Also, Dummschwätzer, komm wieder, wenn Du halbwegs weißt, worum es geht (und höre derweil auf, ein Blutbad anzurichten).

liebster achim!

dummschwätzer 01.03.2006 - 10:29
sag mal klipp und klar: wovon abstahierst du denn bei deinen tier-rechten? oder anders gefragt: was ist ein abstraktes recht?