Demonstration gegen Abschiebeknast in Grünau
Nach dem Aufstand im Abschiebeknast in Berlin-Grünau am 13. Februar beteiligten sich am Samstag den 18. Februar etwa 250 Menschen an einer Solidaritäts-Demonstration für die sich im Hungerstreik befindenden Insassen.
Ein Insasse hatte versucht sich das Leben zu nehmen, da er die überzogenen Gebühren für die Haft nicht bezahlen konnte. Seit Jahren häuft sich Kritik gegen die Einrichtung der Abschiebehaft und Innensenator Körting verspricht seit Jahren Verbesserung, ohne dass dies praktische Konsequenzen hat.
Trotz der zahlreichen Kritik aus der Berliner Parteienlandschaft, von Vereinen und zivilgesellschaftlichen Institutionen an den Haftbedingungen im Abschiebegewahrsam, war es für die unabhängige Linke Berlins nicht möglich die Kritik ungehindert kundzutun und den 107 Insassen mitzuteilen, dass es durchaus noch Menschen gibt, die ihrer Situation nicht gleichgültig gegenüber stehen.
Schon beim Auftakt der Demonstration am S-Bhf. Spindlersfeld setzte die Polizei strenge Auflagen gegen die friedliche Menge durch. Transparente durften nicht gezeigt werden und mehrere junge PunkerInnen wurden daran gehindert an der Demonstration teilzunehmen, da sie sich nach Meinung der Polizei mit ihren Winterschuhen passiv bewaffnet hatten.
Bei der Zwischenkundgebung direkt vor dem Abschiebegewahrsam wurden Solidaritätserklärungen an die Insassen durch einen Lautsprecherwagen untersagt, wodurch die Demonstration ihren Zweck nicht erfüllen konnte. Der weiträumige Platz vor dem Gefängnis wurde von Polizeihunden ohne Maulkorb „geschützt“ und die DemonstrantInnen in eine Defensive gezwungen, die dem Thema unangemessen war.
Trotz der zahlreichen Kritik aus der Berliner Parteienlandschaft, von Vereinen und zivilgesellschaftlichen Institutionen an den Haftbedingungen im Abschiebegewahrsam, war es für die unabhängige Linke Berlins nicht möglich die Kritik ungehindert kundzutun und den 107 Insassen mitzuteilen, dass es durchaus noch Menschen gibt, die ihrer Situation nicht gleichgültig gegenüber stehen.
Schon beim Auftakt der Demonstration am S-Bhf. Spindlersfeld setzte die Polizei strenge Auflagen gegen die friedliche Menge durch. Transparente durften nicht gezeigt werden und mehrere junge PunkerInnen wurden daran gehindert an der Demonstration teilzunehmen, da sie sich nach Meinung der Polizei mit ihren Winterschuhen passiv bewaffnet hatten.
Bei der Zwischenkundgebung direkt vor dem Abschiebegewahrsam wurden Solidaritätserklärungen an die Insassen durch einen Lautsprecherwagen untersagt, wodurch die Demonstration ihren Zweck nicht erfüllen konnte. Der weiträumige Platz vor dem Gefängnis wurde von Polizeihunden ohne Maulkorb „geschützt“ und die DemonstrantInnen in eine Defensive gezwungen, die dem Thema unangemessen war.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Insgesamt recht friedlich
Etwas unangemessen fand ich persönlich den Spruch "Wir kriegen euch alle", als Wachpersonal aus dem Abschiebeknast heraustrat um sich in den Feierabend zu verabschieden. Das Problem ist das System, nicht der kleine Wärter Max Mustermann.
Auf halber Strecke zum Abschiebeknast wurde die Demo dann aus dem Fenster im Erdgeschoss von einem "netten" Onkel mit NPD-Pullover aus einem Fenster begrüßt. Ich war zuerst etwas irritiert, weil ich dachte er befindet sich in den Räumlichkeiten des angrenzenden SPD-Bezirksverbandsbüro, was sich aber als falsch herausstellte. Im Anhang noch ein Foto der Person.
Mindestens eine Anzeige
Wegen der Problematik Stahlkappen muss uns dringend was einfallen. Es ist nicht akzeptabel, dass deshalb bereits so viele Leute Anzeigen bekommen haben. Vor allem ist es schlimm, wenn die Polizei Leute, die sich bereits auf dem Auftaktort befinden, aus der wartenden Menge heraus bittet, um ihnen dann eine Strafanzeige zu geben. Da müssen wir irgendwie kollektiv reagieren, damit nicht die Leute wegbleiben von Demos, nur weil sie Angst vor Anzeigen haben... Es sind ja nicht nur die Stahlkappen, sondern es finden sich ja mehr als genug andere vorgeschobene Gründe für die Bullerei (Sonnenbrille und Kapuze...).
@...
Diese Art von Argumentation kann wirklich jede praktische Form von Protest abbügeln. Nach dieser Logik wären auch Bullen und Nazis Opfer dieses Systems. Und weil Kapitalismus ach so abstrakte Herrschaft ist, ist es natürlich total verkürzt wenn Arbeiter und Arbeiterinnen streiken, denn dies betrifft üblicher Weise meist einen bestimmten greifbaren Sektor, oder auch "nur" ein Unternehmen.
Auch in abstrakten Herrschaftsverhältnissen gibt es Menschen die helfen diese Herrschaftsverhältnisse aufrecht zu erhalten und Menschen die versuchen sie zu beseitigen. Manche mehr, manche weniger. Insofern können auch Menschen für konforme, oder nichtkonforme Handlungen verantwortlich gemacht werden.
Komisch, dass gerade die, die so bürgerliche Argumentationen verfechten von sich selbst glauben sie wären die Elite der linksradikalen Denker.
Bilder zur Demo
Bilder zur Demo
Bilder der Demo
Bilder der Demo
Bilder der Demo
Nachfrage
@Demogaenger
juristische Grundlage
Geiles Transpi
"Rassisten Stoppen"? Coole Itze!
Auch Mitspieler sind Spieler
Und damit sind wir in einer klassischen deutschen Ausrede: früher nannten die das Befehlsnotstand. Ich denke hingegen, daß solche sich-herausrede-Muster nicht akzeptiert werden sollten. Es ist nun einmal jeder für das was er tut verantwortlich. Und wer eben als Wachpersonal im Strafvollzug arbeitet braucht dann nicht zu kommen und rumzuningeln, daß er das ganze "ja eigentlich doch selber gar nicht so gut findet". Dann hätte er sich eben einen anderen Beruf suchen sollen. Das selbe gilt zum Beispiel auch für Mitarbeiter der Arbeitsagentur, der Ausländerämter etc. Ein Mediziner muß sich ja auch überlegen, ob er einen Schwangerschaftsabbruch mit seinem Gewissen vereinbaren kann oder nicht. Und wenn er es nicht kann, dann wird er bestimmte Jobs eben nicht annehmen können...
So sind die "verbal angegriffenen" doch Spieler - oder eben Mitspieler.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@fight the players,fight the game — aöouewhf