Straßenumzug, Bln-XBerg gegen Privatisierung
Über 200 Leute nahmen am Samstag (11.Februar) an einem Straßenumzug gegen die Vertreibung und Kriminalisierung von linken Strukturen und die häßliche Stadtumstrukturierung, die überall in Deutschland um sich greift, teil.
Über 200 Menschen nahmen gestern abend an einem Straßenumzug in Berlin-Kreuzberg teil. Zusammen mit der Demomusikcombo "Banda degli Ottoni" aus Italien zeigten sie einmal mehr Stadt und Staatsgewalt, dass sich die lange gewachsenen, linken, selbstorganisierten Strukturen nicht so einfach wegprivatisieren lassen -weder in Berlin, noch anderswo.
So wurden z.B. die Aktionstage der Ex-Steffi in Karlsruhe auch hier in Berlin unterstützt.
"Banda degli Ottoni" war zu Besuch in Berlin, weil sie am Film "Bye Bye Berlusconi", der gestern auf der Berlinale gezeigt wurde, mitgewirkt haben. Doch sie wollten nicht nur dem Berlinale-Publikum ihre Kritik an der Regierung Berlusconis vorstellen, sondern auch ihre Solidarität mit bedrohten Projekten zeigen, die gegen Räumung, Privatisierung und Verdrängung aktiven Widerstand leisten.
Die Stimmung der Teilnehmenden war super, die Polizei hat sich zurückgehalten klang mit Konzert und VoKü im NewYorck59 aus.
Der Abend war schön, aber ....
- Die Ex-Steffi in Karlsruhe hat Alarmstufe Rot!
- Der Schwarzen Kanal in Berlin klagt gegen die angekündigte Räumung!
- Die NewYorck59 (Berlin) ist weiterhin bevorzugtes Angriffsziel der Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer (linkspartei.PDS)!
- Die Brunnen183 (Berlin) und der Umsonstladen Berlin-Mitte wurden an einen Privatinverstor verkauft, nachdem die Bank das Selbstkaufangebot des Projektes ignorierte!
- Der A6-Laden (Berlin) ist bedroht!
- Der Drugstore (Berlin) wurde baupolizeilich gesperrt!
- Die Rigaer94 (Berlin) hat wieder Stress mit Beulker!
- Der Waldekiez (Berlin) ist immernoch privatisierungsbedroht!
...diese traurige Liste ist eigentlich noch viel viel länger...
Auszug aus dem Flugi:
>>> Nicht nur Berlin erfährt eine ständige "Aufwertung"- auch "Umstrukturierung" genannt, die wir alle in unserem Alltag zu spüren bekommen: An sozialen und kulturellen Einrichtungen wird gespart, Spiel- und Lebensräume für Menschen mit weniger Geld und verwertungsunwillige Leute verschwinden. Wohnraum, Lebensunterhalt, Spiel und Spaß werden teurer. Wer nicht zahlen kann, muss gehen, bleibt zu Hause oder wird zwangsumgezogen. Privatisierung, Kommerzialisierung und Überwachung von öffentlichen Räumen nehmen weiter zu. Nichtkommerzielle, erkämpfte und liebgewonnene Strukturen gehen oder werden illegalisiert. Wagenburgen, besetzte Häuser, selbstorganisierte Räume werden schikaniert und sollen verschwinden.
Die Investitionen müssen sich lohnen. Dabei geht es natürlich nicht darum, ob die Investitionen für möglichst viele nützlich sind, sondern wieviel Gewinn sie der Stadt bringen. Erstaunliche Geldbeträge werden ständig in schickere Straßen, Geldpaläste und ganze Viertel gesteckt -auf der Strecke bleiben die, die lieber anders leben wollen...
So wurden z.B. die Aktionstage der Ex-Steffi in Karlsruhe auch hier in Berlin unterstützt.
"Banda degli Ottoni" war zu Besuch in Berlin, weil sie am Film "Bye Bye Berlusconi", der gestern auf der Berlinale gezeigt wurde, mitgewirkt haben. Doch sie wollten nicht nur dem Berlinale-Publikum ihre Kritik an der Regierung Berlusconis vorstellen, sondern auch ihre Solidarität mit bedrohten Projekten zeigen, die gegen Räumung, Privatisierung und Verdrängung aktiven Widerstand leisten.
Die Stimmung der Teilnehmenden war super, die Polizei hat sich zurückgehalten klang mit Konzert und VoKü im NewYorck59 aus.
Der Abend war schön, aber ....
- Die Ex-Steffi in Karlsruhe hat Alarmstufe Rot!
- Der Schwarzen Kanal in Berlin klagt gegen die angekündigte Räumung!
- Die NewYorck59 (Berlin) ist weiterhin bevorzugtes Angriffsziel der Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer (linkspartei.PDS)!
- Die Brunnen183 (Berlin) und der Umsonstladen Berlin-Mitte wurden an einen Privatinverstor verkauft, nachdem die Bank das Selbstkaufangebot des Projektes ignorierte!
- Der A6-Laden (Berlin) ist bedroht!
- Der Drugstore (Berlin) wurde baupolizeilich gesperrt!
- Die Rigaer94 (Berlin) hat wieder Stress mit Beulker!
- Der Waldekiez (Berlin) ist immernoch privatisierungsbedroht!
...diese traurige Liste ist eigentlich noch viel viel länger...
Auszug aus dem Flugi:
>>> Nicht nur Berlin erfährt eine ständige "Aufwertung"- auch "Umstrukturierung" genannt, die wir alle in unserem Alltag zu spüren bekommen: An sozialen und kulturellen Einrichtungen wird gespart, Spiel- und Lebensräume für Menschen mit weniger Geld und verwertungsunwillige Leute verschwinden. Wohnraum, Lebensunterhalt, Spiel und Spaß werden teurer. Wer nicht zahlen kann, muss gehen, bleibt zu Hause oder wird zwangsumgezogen. Privatisierung, Kommerzialisierung und Überwachung von öffentlichen Räumen nehmen weiter zu. Nichtkommerzielle, erkämpfte und liebgewonnene Strukturen gehen oder werden illegalisiert. Wagenburgen, besetzte Häuser, selbstorganisierte Räume werden schikaniert und sollen verschwinden.
Die Investitionen müssen sich lohnen. Dabei geht es natürlich nicht darum, ob die Investitionen für möglichst viele nützlich sind, sondern wieviel Gewinn sie der Stadt bringen. Erstaunliche Geldbeträge werden ständig in schickere Straßen, Geldpaläste und ganze Viertel gesteckt -auf der Strecke bleiben die, die lieber anders leben wollen...
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Alternative ?
"Erstaunliche Geldbeträge werden ständig in schickere Straßen, Geldpaläste und ganze Viertel gesteckt -auf der Strecke bleiben die, die lieber anders leben wollen... "
Das ist ja alles eigentlich ganz richtig, aber was soll denn die Alternative dazu sein ?
Das alle Menschen in Bauwägen oder Höhlen wohnen und in Dixie - Klos kacken müßen ?
Ich glaube kaum das ihr mit eurem Konzept eine nennenswerte Zahl von Menschen begeistern könnt. Oft lesen sich Selbstdarstellungen und Flyer von euch eher wie die von technikfeindlichen Sekten, die mit der modernen Welt nicht klar kommen und lieber wieder auf den Bäumen leben wollen...
Ich finde schicke Strassen, Einkaufscenter, etc. toll, aber was mich ankotzt, ist die Tatsache, daß der größte Teil der Menschheit sich diesen Lebenstil nicht leisten kann...
@ bfragender FDP-Linker
@ich
aha und wo sucht man denn sein glück wenn man in wunderhübschen großstädten aufgewachsen ist ?
kommt jetzt wieder das ding mit der wahren liebe und den inneren werten oder habt ihr mal was neues auf lager ?
ich interessiere mich wirklich für euer anliegen, aber irgendwie habe ich das gefühl, daß euch ausser der angst um die existenz eurer projekte nichts, aber auch wirklich gar nichts am kapitalismus stört...
die meisten menschen, für die ihr immer sprechen wollt, haben sicher kein interesse an eurer art zu leben...
nicht das ihr mich stören würdet, aber ein bisschen mehr ehrlichkeit könnte sicher nicht schaden...
@ FDPler
und wen meinst du mit "ihr"? ich bin eine einzelperson, habe mit den berlinern nichts zu tun.
mich hat lediglich gelernt, daß daß bei jedem artikel irgendwelche dorfdeppen immer alles abdissen müssen, weil sie nicht in der lage sind, andere ansätze zu aktzeptieren. niemand macht dich grundlos an, daß du die jetzigen verhältnisse toll findest und daß dein einziges lebensziel das konsumieren ist. du machst aber leute dafür an, daß es bei ihnen anders aussieht, daß sie mehr vom leben wollen. und genau das ist so typisch für die deutsche provinz. diese unfähigkeit zur toleranz, dieses eingeengte und eindimensionale blickfeld.
@
nunja, es ist immer wieder interessant und lehrreich zu erfahren wie andere jemanden einschätzen nur weil sie drei sätze von einem selbst gelesen haben.
in einem punkt gebe ich dir aber recht: ich bin auf dem dorf aufgewachsen, mehr aber nicht.
meinen kommentar habe ich nicht geschrieben weil ich jemanden dissen will, sondern weil ich meine erfahrungen mit dieser szene gemacht habe und einfach enttäuscht worden bin.
die unterstellung, daß ich ausser konsum nichts im sinn habe, ist schon ziemlich frech, aber typisch für die linksradikale szene.
sobald man sich in einem punkt von der szene - norm unterscheidet wird man sofort dumm angemacht und in eine ecke gestellt. hätte ich was gegen drogen gesagt, wäre ich sofort der kpd - opa gewesen, wenn ich was gegen bush gesagt hätte, dann eben der antiimp,
und wenn man materiellem wohlstand etwas positives abgewinnen kann, ist man gleich von der fdp...
pfffff das ödet mich so an.
niemals habe ich behauptet, daß ich die jetzigen verhältnisse toll finde. ich finde nur das die kritik in eine andere richtung gehen sollte. ich dachte eigentlich, daß die linken für alle menschen ein annehmliches leben anstreben.
dazu gehört eben auch materieller luxus und auch ökonomische absicherung (das heißt jetzt nicht das ich darüber verfüge).
alles das sind aber dinge, die ihr als "spießig" und lächerlich bezeichnet.
in meiner ersten ergänzung habe ich erklärt, in welche richtung die kritik gehen sollte. anstatt "konsum ist doof und überflüssig" wäre "konsum für alle" sicher vernünftiger. aber wenn ihr das nicht wollt - bitte, es ist eure entscheidung. nur tut dann aber bitte nicht immer so als ob ihr die armen ausgegrenzten seit, die sich kein anderes leben leisten können...
es liegt ja dann doch eher am willen.
im gegensatz zu vielen anderen, die täglich in städten wie berlin aus ihren wohnungen geworfen werden, wegen schulden, arbeitslosigkeit, etc...
von denen hätten sicher die meisten gerne ne schicke wohnung und nen guten job, aber aufgrund ihrer sozialisation können sie das nicht schaffen...
irgendwie passt das alles nicht zusammen...
@ fdpler
merke: andere wissen über dich nur das, was du von dir ihnen preis gibst.
"meinen kommentar habe ich nicht geschrieben weil ich jemanden dissen will, sondern weil ich meine erfahrungen mit dieser szene gemacht habe und einfach enttäuscht worden bin."
ich mag diese szene auch nicht sonderlich. lustigerweise aber deswegen, weil ich von erscheinungen wie deinen destruktiven kommentaren irgendwann genug hatte. immer war alles schlecht und alle anderen menschen waren immer böse. dieses ausschliesslichkeitsdnnken produziert elfenbeintürme.
"die unterstellung, daß ich ausser konsum nichts im sinn habe, ist schon ziemlich frech, aber typisch für die linksradikale szene. "
das war es, was du geschrieben hast. kann ich nichts dafür.
"eigentlich, daß die linken für alle menschen ein annehmliches leben anstreben.
dazu gehört eben auch materieller luxus und auch ökonomische absicherung (das heißt jetzt nicht das ich darüber verfüge). "
das schafft man aber nicht mit schicken einkaufszentren. ein blick auf die realität zeigt, daß die ressourcen dieses planeten begrenzt sind.
"im gegensatz zu vielen anderen, die täglich in städten wie berlin aus ihren wohnungen geworfen werden, wegen schulden, arbeitslosigkeit, etc...
von denen hätten sicher die meisten gerne ne schicke wohnung und nen guten job, aber aufgrund ihrer sozialisation können sie das nicht schaffen..."
genau. und da ist aber manchmal eine suppenküche oder ein besetztes haus (wenns nicht von diesen "richkids auf abenteuerurlaub" bewohnt wird) eine erste hilfe.
zu der diskussion
@ich
"merke: andere wissen über dich nur das, was du von dir ihnen preis gibst."
richtig. ich weiß nicht wo ich das alles geschrieben habe was du anscheinen von mir zu wissen glaubst...
"ich mag diese szene auch nicht sonderlich. lustigerweise aber deswegen, weil ich von erscheinungen wie deinen destruktiven kommentaren irgendwann genug hatte. immer war alles schlecht und alle anderen menschen waren immer böse. dieses ausschliesslichkeitsdnnken produziert elfenbeintürme."
ich glaube nicht das ich destruktiv bin. natürlich versuche ich zu provozieren, aber gerdade dafür müßte die szene eigentlich verständniss haben, denn das ist genau die sprache, in der sie selbst spricht.
"das war es, was du geschrieben hast. kann ich nichts dafür." (hier ging es um den konsum)
das war nicht das was ich geschrieben habe, sondern das was du in mein geschriebenes reininterpretiert hast.
"das schafft man aber nicht mit schicken einkaufszentren. ein blick auf die realität zeigt, daß die ressourcen dieses planeten begrenzt sind."
das ist ein umstrittenes thema und man müßte sicher viel konkreter werden, um darüber ernsthaft diskutieren zu wollen. sieht man sich die "szene", über die wir hier schreiben mal an, fällt es auf, das sie vor allem von älteren und gebrauchten produkten lebt. diese sind oft viel umwelt - und gesundheitsschädlicher als neue und teurere produkte. mit dem anspruch eines politisch korrekten leben ist das doch eigentlich auch nicht vereinbar.
davon mal abgesehen, kommen diese produkte auch aus kapitalistischer produktion und können von ihren eigentümern oft nur deshalb zur verfügung gestellt werden, weil diese einen anderen lebenstil führen und in der lage sind sich etwas neues zu kaufen...
"genau. und da ist aber manchmal eine suppenküche oder ein besetztes haus (wenns nicht von diesen "richkids auf abenteuerurlaub" bewohnt wird) eine erste hilfe."
genau. ob man die leute nun als richkids bezeichnen kann ist die eine frage, aber das es um abenteuer und um geldersparniss (ist doch eigentlich voll spießig...) geht, ist sicher eine tatsache.
so, für weitere diskussionen kann meine email benutzt werden.