DD: 13. 02 Countdown - Ins Städtele hinaus

ra0105 08.02.2006 23:15
Am 11. Februar wollen mehrere tausend Nazis durch Dresden marschieren. Anlass: Der Bombenangriff auf Dresden. Was wird uns erwarten? Ein kleiner Überblick...

Antifa - Aktionen

Im Gegensatz zu den letzten Jahren, wird es diesmal kein dezentrales Konzept geben. Treffpunkt für alle AntifaschistInnen ist die Altmarkt Galerie, Dr.-Külz-Ring Ecke Seestraße um 10:00 Uhr.
Motto: Gegen Naziaufmarsch und Dresdner Opfermythos
Während der erste Teil selbstverständlich ist, bedarf der zweite doch einiger Erläuterung: In Dresden sind weder die meisten Bomben gefallen noch die größten Schäden angerichtet worden. Anders als in anderen Städten, die ins Visier des allierten Bombkrieges kam, steht Dresden jedoch als Sinnbild für Zerstörung im zweiten Weltkrieg. Nach jahrelangem Missbrauch im "Kalten Krieg", wo Dresdensymbolisch für die Aggressivität der "anglo-amerikanischen Imperialisten" stand, gelang Dresden nach der Wendezunehmend ins Blickfeld der Alt und Neonazis. Der von der rechtsextremen "Junge Landsmannschaft Ostpreussen"angemeldete Aufmarsch entwickelte sich stetig zu einem der bedeutendsten Treffen von Nazis in ganz Deutschland.Im letzten Jahr (damals im Wahn einer Volksfront "rechts" von der NPD angemeldet) erreichte er mit rund 6000 Teilnehmern einen denkwürdigen Höhepunkt.
Das Verhalten der BürgerInnen war wenig erfreulich. Ohne Frage wehren sich seit Jahren bürgerliche Organisationengegen den Naziaufmarsch. Das Problem ist nur, es wird sich vor Allem gegen die Vereinnahmung durch die Rechten gewehrt. Die Trauerveranstaltung die seit jeher versucht einen Mythos von Dresden zu bemühen, wird nicht hinterfragt.
Diese Problematik will die Demonstration aufgreifen.
Demoauflagen:

  • Alkoholverbot
  • Waffenverbot
  • Transpis dürfen nicht breiter als die Fahrbahn sein und Großtranspis (was immer das sein soll A.d.A.) dürfen nicht seitlich getragen werden
  • Verbot von Hunden


BürgerInnenprotest

Der Politischer Jugendring Dresden e.V will ein Fotoquiz veranstalten, dort man anhand von Fotosden Entstehungsort selbiger erkennen soll. Der DGB ist natürlich auch dabei, außerdem Kirchen, Friedensinitiativen, diverse Parteien und die bürgerlichen "Anti Nazi Bewegungen". So will etwa Bürger.Courage eine satirische Kunstaktion durchführen um den, "[...] Passanten den Terror der Separationspraktiken der Nazis erlebbar [...] (zu machen. A.d.A.) [...] Slogans und Ausdrucksweise der Unterdrücker werden so weitübersteigert, daß der Kern der Separation in seiner ganzen Absurdität sichtbar wird. Gleichzeitig soll auf die Folgen und Opfer von willkürlicher Ausgrenzung aufmerksam gemacht werden."
Motto: Blonde sind schuld an der Globalisierung!
Dies (und freilich mehr) soll auf der so genannten Demokratiemeile stattfinden, welche sich in unmittelbarer Nähe Sammelpunktes der Nazisbefinden wird. Gleichzeitig soll im angemessenem Rahmen der Bombardierung gedacht werden.

Nicht nur für DresdenerInnen...

Einschätzungen der Polizei zur Folge werden mehrere Hundert "Auswärtige" AntifaschistInnen aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet, so dass insgesamt mit rund 1000 GegendemonstrantInnen zu rechnen sei.Bereits vor dem 11. Februar mussten sie, wenn auch aus diesem Grund, ausrücken. Unbekannte hattenam 6.02. Mülltonnen auf einer Hauptverkehrsstraße zusammen geschoben und in Brand gesetzt, sowie antifaschistischeParolen, die zur Verhinderung des Naziaufmarsches aufrufen, an Häuserwände gesprüht. (Indy Bericht: Antifas üben Demoverhinderung)

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Ergänzungen

aktuelle Pressemitteilung

team_p. 09.02.2006 - 09:37
Demonstrationen "Gegen jeden Geschichtsrevisionismus" am 11. Februar und 13. Februar 2006

Anlässlich der Gedenkaktivitäten zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13. Februar und des in seiner Dimension bundesweit einmaligen Nazigrossaufmarschs am 11. Februar veranstaltet das "Bündnis 13. Februar 2006" zwei Demonstrationen, um Kritik an diesem Umgang mit der deutschen Geschichte zu äussern.

Für den 11. Februar ruft das Bündnis zu einer Demonstration durch die Dresdner Innenstadt auf, um gegen die Leugnung und Verharmlosung nationalsozialistischer Verbrechen zu protestieren. Vor dem Hintergrund aktueller antisemitischer und rassistischer Gewalt fordern die antifaschistischen Gruppen, der Relativierung solcher Gewalt in den unglaublichen Ausmassen des Nationalsozialismus offensiv zu begegnen. Die PressesprecherIn Ellen Mertens dazu: "Wenn wiederholt 6500 Alt- und Neonazis selbst aus Italien und Schweden anreisen, um unter der volksverhetzenden Phrase 'Bombenholocaust' ungestört ihren nazistischen Schulterschluss zu feiern, muss man dem entgegentreten. Ansonsten bleibt Dresden als letzter Nazigrossaufmarsch in der BRD bestehen, nachdem das Engagement der BügerInnen von Wunsiedel und Halbe diese Aufmärsche verhindern konnte."

Die Kritik des Bündnisses gilt jedoch auch dem offiziellen städtischen Gedenken zum 13. Februar. Erst durch den Dresdner Mythos von unschuldiger Stadt und militärisch sinnloser Bombardierung gewannen die Gedenkveranstaltungen Anziehungskraft für die Nazi-Szene.
“Wir halten deshalb das Konzept der Demokratiemeile für ein Versteckspiel. So wie sich in Dresden kaum jemand mit der Anschlussfähigkeit des Gedenkens auseinandersetzt, ignorieren die VeranstalterInnen den Naziaufmarsch. Den Dresdner BürgerInnen wird ein unbekümmertes Nebeneinander mit den Nazis versprochen. Das antifaschistische Bündnis möchte im Gegensatz zu einigen der VeranstalterInnen der Demokratiemeile nicht den guten Ruf Dresdens retten. Protest gegen Nazis darf nicht nur symbolisch sein, sondern ein Naziaufmarsch dieser Bedeutung muss verhindert werden.", so PressesprecherIn Ellen Mertens.

Mitfahrzentrale...

ra0105 09.02.2006 - 13:00
Am besten wäre es das Infotelefon anzurufen: 0163 43 73 840

Achtung! Bei Anfahrten nach DD bitte drauf achten, dass ihr realativ früh annkommt, um nicht mit den Nazis zu kollidieren.
Bei der Abfahrt auch drauf achten, dass es tendenziell sehr spät werden kann
(aus dem gleichen Grund).

Grundsätzlich gilt es nach dem (hoffentlich frühzeitigem) Ende des Naziaufmarsches Vorsicht walten zu lassen. In den letzten Jahren gab es immer wieder Übergriffe seitens der Nazis.

Reisen

Hopper 09.02.2006 - 21:33

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Mitfahrzentrale — egal

was in dresden los ist? — mein name steht in meinem führerschein