Dresden: 13 Februar Countdown - Warm up
de.indymedia.org/2005/03/109780.shtml
Am 19. März 2005 lief ein kleines Häufchen Elend (150 Nasen) durch die Dresdener Neustadt. Obwohl es massiven Protest gab, konnte der Aufmarsch nicht verhindert werden. Etwa 1500 GegendemonstrantInnen waren nicht in der Lage sich gegen eine etwa gleichstarke Polizeitruppe durchzusetzen. Und dies trotz punktueller deutlicher Überzahl.
[Talking is on]
Mit Blick auf den 11. Februar 06 schien es geboten aus denEreignissen des letzten Jahres Konsequenzen zu ziehen. Natürlich sollten auch Erfahrungen des letztjährigen Aufmarsches eine Rolle spielen, damals marschierten 6500(!) Nazis durch Dresden de.indymedia.org/2005/02/106940.shtml, de.indymedia.org/2005/02/106918.shtml
Zwei Vorbereitungstreffen waren anberaumt worden, welche sich genau mit der Thematik in etwas öffentlicherem Rahmen beschäftigen sollten.Konsens war, dass man die eigenen Kräfte bisher nicht ausreichend nutzte und es der Polizei oft viel zu leicht machte. Aus diesem Grund gab es ein Demotraining. Etwa 40 AntifaschistInnen darunter auch zahlreiche "junge Leute" nahmen daran teil.
Im ersten Teil der Veranstaltung wurde noch mal kurz die vergangenen Jahre thematisiert. Es entwickelte sich eine erfrischende Diskussion, wie man den Nazis am besten beikommen könnte. Als Fazit lässt sich festhalten, dass die Notwendigkeit von Bezugsgruppen noch einmal unterstrichen wurde.
Bezugsgruppen:
- 7 - 12 Leute
- jeder kennt jeden, kennt seine/ihre Schwächen und Stärken und weiß wie weiter/sie gehen würde
- man macht alles gemeinsam oder gar nicht
- Kommunikation mit anderen BG, eventueller Zusammenschluss um punktuelleÜberlegenheit auch zu nutzen
Bereits bei dieser Veranstaltung zeigte sich, dass beivielen (auch erfahrenden AntifaschistInnen) Unsicherheit über die rechtlichen Aspekte antifaschistischen Protestes. So war es gut, dass eine Rechtshilfeveranstaltung zeitnah stattfand.
Zwar blieb die Beteiligung etwas unter den Erwartungen, dies schmälerte jedoch nicht den Erfolg. Einigen eher unerfahrenen AntifaschistInnen konnte essentielle Tipps und Tricks im Umgang mit den staatlichen Organen vermittelt werden. Als besonders gelungen kann hier der praktische Teil „Das Verhör“ betrachtet werden. In einem (wenn auch simulierten) „Worst Case Scenario“ konnten konkret entstandene Fehler benannt werden. Abzuwarten wird sein, inwieweit im (hoffentlich nicht) eintretenden Ernstfall am 11./13. Februar das Wissen auch abgerufen werden kann. Eine gute Grundlage wurde dafür aber auf jeden Fall gelegt.
[Mobi et Orbi]
Am 2. Februar 06 fand schließlich eineMobilisierungsveranstaltung in Dresden statt. Etwa 50 AntifaschistInnen aus unterschiedlichsten Spektren und Zusammenhängen hatten sich eingefunden um einer etwa 60 minütigen multimedialen Präsentation zu folgen. Untermalt von „Schautafeln“ und eingerahmt von einigen Videos der vergangenen Jahre gab es einen Vortrag.Dieser beschäftigte sich im wesentlichem mit einer kleinen Einführung in den historischen Kontext der Bombardierung, einen Rückblick über das „Gedenken“ in der SBZ und in der DDR, außerdem wurde die Entwicklung zum größten Naziaufmarsch Deutschlandes nachgezeichnet.
Auch wenn ich persönlich bestimmte Punkte etwas differenzierter sehe http://de.indymedia.org//2006/01/137450.shtml,insgesamt eine gelungene Veranstaltung. Nicht fehlen durften natürlich aktuelle Informationen und Hinweise.
Weitere Berichte auf indy…
http://de.indymedia.org//2006/01/137606.shtml
http://de.indymedia.org//2006/01/137528.shtml
http://de.indymedia.org//2006/01/137517.shtml
http://de.indymedia.org//2006/01/137224.shtml
http://de.indymedia.org//2006/02/137860.shtml
P.S. Bleibt am 11. Februar 06 zusammen, insbesondere nachEnde des Naziaufmarsches kam es in den vergangen Jahren immer wieder zuÜbergriffen durch Faschisten. Ein guter Anlaufpunkt nach der Demo wärereformierte evangelische Gemeinde am / im Bärenzwinger (http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4renzwinger),welche sich in unmittelbarer Nähe der Synagoge (http://www.dresden.de/index.html?node=6814&PHPSESSID=cb0eff8ba58494f1ee1afd23a6d469ec)befindet.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Die Hintergründe sehr ausführlich
«Report Mainz»: Neonazi-Artikel bei eBay
Das berichtete der SWR am Montag vorab. Der eBay-Verantwortliche für die Bekämpfung illegaler Angebote, Wolfgang Weber, räumte ein, dass es Schwierigkeiten gebe, den Handel mit solchen Artikeln einzudämmen, da ein großer Teil über die ausländischen «Marktplätze» von ebay nach Deutschland gelange.
Nach Recherchen des «Report Mainz» wurden aber auch über den deutschen Marktplatz Artikel der Neonazi-Szene vertrieben. Scharfe Kritik kam vom Zentralrat der Juden in Deutschland. Der Zentralrat habe in den vergangenen Jahren drei Mal in dieser Frage an eBay geschrieben, sagte Vizepräsident Salomon Korn dem Magazin, «und es stellte sich jedes Mal heraus, dass eBay zwar schöne Worte findet, aber das Problem nicht in den Griff bekommt.» Der Beitrag sollte am Montagabend (21.45 Uhr) in der ARD ausgestrahlt werden.
Wer das Weinen verlernt hat...
...der lernt es wieder beim Untergang Dresdens (Gerhard Hauptmann).
Auch in diesem Jahr unterstützt die NPD den Trauermarsch der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen zum Gedenken an die Opfer des alliierten Bombenterrors.
Mit diesem Werbeslogan macht die NPD dieses Jahr Werbung für die Demonstration
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@ mods
Keine inhaltliche Ergänzung