Stuttgart - Polizei dreht durch

Morgen Nazis in Stuttgart 27.01.2006 22:39 Themen: Repression
Repression in Stuttgart steigt in unermeßliche Gefilde
Festnahmen und Untersuchungshaft nach Spontandemonstration
- weiterer Höhepunkt staatlicher Repression gegen AntifaschistInnen in Stuttgart


Am Donnerstag, den 26. Januar 2006 führten ca. 40 AntifaschistInnen eine Spontan-Demonstration in Stuttgart-Zuffenhausen durch. Die Demonstration führte zur Wohnung der Anmelderin des für Samstag, den 28.01. in Stuttgart geplanten Nazi-Aufmarsches. Die AntifaschistInnen verliehen damit ihrem Protest gegen die Genehmigung des Aufmarsches durch das Verwaltungsgericht an diesem Tag Ausdruck.

Als sich die Demonstration bereits wieder von der Wohnung der Nazi-Funktionärin weg bewegte, wurden deren Provokationen mit zwei Steinwürfen auf ein Fenster, das dadurch zu Bruch ging, beantwortet. Die Polizei startete einen Großeinsatz und nahm mindestens 14 Personen fest, welche sich nach der Spontan-Demo auf dem Heimweg befanden.
Nachdem diese darauf bereits eine Nacht auf der Polizeiwache verbringen mussten, bei Kälte teilweise ohne Decken, wurden alle am Freitag der Haftrichterin vorgeführt. Diese entschied, dass 4 Personen wegen angeblichem ?Landfriedensbruch? in Untersuchungshaft nach Stammheim gebracht werden. Weitere 9 der Festgenommenen kommen bis Samstag Abend in ?Unterbindungsgewahrsam?. Lediglich eine Person wurde freigelassen.

Es wird versucht aus einer spontanen Antifaschistischen Demonstration, die sich gegen einen Nazi-Aufmarsch, auch noch in zeitlicher Nähe zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, richtete eine schwerwiegende Straftat zu konstruieren. Eine zerbrochene Fensterscheibe wird mit dem rufen von antifaschistischen Parolen und dem Verteilen von Flugblättern gegen den Nazi-Aufmarsch zu einem ?Landfriedensbruch? hochstilisiert. Dieser reicht den Justiz-Behörden dann aus, um 4 AntifaschistInnen in Untersuchungshaft zu stecken und 9 weitere über mehrere Tage Gefangenen zu halten und alle mit Verfahren zu überziehen.

Diese Kriminalisierung stellt einen weiteren Höhepunkt der Repression gegen AntifaschistInnen in der Region Stuttgart dar. In den letzten Wochen und Monaten wurden bereits u.a. zahlreiche Verfahren wegen der Verteilung antifaschistischer Broschüren und Flugblätter im Zusammenhang mit den ?Antifaschistischen Kehrwochen? eingeleitet (siehe www.antifa-kehrwochen.de.am).

Es gilt dieses Vorgehen gegen AntifaschistInnen nicht stillschweigend hinzunehmen! Die skandalöse Repression muss aufgedeckt und thematisiert werden. Lassen wir nicht zu, dass nahezu jegliches Antifaschistische Engagement staatlicher Verfolgung ausgesetzt und somit immer mehr eingeschränkt wird.

Solidarität mit den kriminalisierten AntifaschistInnen!
Heraus mit den Gefangenen!


Stuttgart, 27.01.2006


Bunte Hilfe Stuttgart
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Ergänzungen

Solidarität

mit den Inhaftierten 30.01.2006 - 21:20
Ich fand die Aktion gut... OK die Steine hätte man sich sparen können aber das war wohl ne Kurzschlussreaktion. (Hab auch schon gehört dass es nur Schneebälle waren, damit kann man nun wirklich niemand ernsthaft verletzen oder?) Erstmal bin froh dass die meissten wieder draussen sind. Ich hoffe die letzten zwei Leute die noch in U-Haft sitzen kommen auch schnellstmöglich wieder auf freien Fuß. Find die Reaktion der Bullen echt übertrieben!

Polizeistaatliche Willkür

Stephan Bauer 31.01.2006 - 21:59
Hiermit möchte ich auf einen Erfahrungsbericht aufmerksam machen,
den ich auf folgender Seite im Internet veröffentlicht habe:
"" http://mitglied.lycos.de/stb38259x/anz.g.m.p.w.verl.d.vert.d.w.v.5.12.05.html"".
Das hat jetzt zwar nicht soviel mit dem oben stehendem Beitrag zu tun,
vällt aber doch in den Bereich "Willkür"!
Wer ein paar Minuten Zeitv hat,
ich würde mich über ein Besuch auf der Seite freuen.
Danke.
Stephan Bauer

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Zahn um Zahm — Roland "Goldzähnchen"Bialke

der mob — der einzelne