Verhandlungen gegen Rechtsextreme in Stade

AntifaGuerilla 11.01.2006 00:47 Themen: Antifa
Am Dienstag dem 10.01.2006 fanden im Amtsgericht Stade zwei Verhandlungen gegen drei Rechtsextreme aus dem Landkreis Stade statt. Eine Verhandlung gegen Adolf Dammann aus Buxtehude sowie Martin Zaha aus Himmelpforten wegen Beleidigung und Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole die zweite gegen Zaha und Sascha Fuchs ebenfalls aus Himmelpforten wegen gefährlicher Körperverletzung.
Am Dienstag dem 10.01.2006 fanden im Amtsgericht Stade zwei Verhandlungen gegen drei Rechtsextreme aus dem Landkreis Stade statt. Eine Verhandlung gegen Adolf Dammann aus Buxtehude sowie Martin Zaha aus Himmelpforten wegen Beleidigung und Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole die zweite gegen Zaha und Sascha Fuchs ebenfalls aus Himmelpforten wegen gefährlicher Körperverletzung.

Dammann ist der stellvertretenden Landesvorsitzenden der NPD Niedersachsen. Er hatte am 8. Dezember 2004 einen Text veröffentlicht, in dem er über den Stader Bürgermeister und eine SPD-Bundestagsabgeordnete aus Horneburg herzog, die daraufhin Anzeige erstatteten. Dammann bezeichnete den Bürgermeister als „Witzfigur“ und die SPD Abgeordnete als "trainierte System-Marionette" sowie die SPD als „Sozioten“. Des Weiteren bezeichnete er die BRD als „scheinsouverän“.
Er hatte diesen Text von Martin Zaha veröffentlichen lassen, da dieser zu dem Zeitpunkt der Webmaster der Homepage der NPD-Stade war.

Der Zweite Teil der Verhandlung war die Verfolgungsjagd und Körperverletzung an einem Menschen nach einem Discobesuch für die Zaha und Fuchs belangt wurden.
Sie sind damals hinter einem Jugendlichem mit dem sie schon länger Streit hatten hinterhergefahren Zaha hatte ihn zu Boden gerissen, Fuchs dann mehrmals zugeschlagen. Das Opfer hatte damals einige Blessuren davongetragen und von zwei Zähnen sind Stücke abgebrochen.
Bei dieser Tat waren damals noch drei weitere Personen dabei, die aber nicht aktiv an der Körperverletzung beteiligt waren. Von diesen drei ist nur einer eindeutig der rechten Szene zuzuordnen – dieser ist jetzt bei der Bundeswehr.

Die damals stattgefundene Körperverletzung hatte keinerlei politischen Hintergrund sondern sah eher so aus als wäre es eine Schlägerei unter Jugendlichen, da das Opfer eine Persönliche Beziehung zu den Tätern hatte aus der sich der Streit entwickelte und es keinen politischen Hintergrund gab.

Der Richter hatte dann dem Vorschlag der Jugendgerichtshilfe nämlich Fuchs und Zaha aufgrund der Umstände dass die beiden noch zu Hause wohnen mit dem Jugendstrafrecht zu behandeln zugestimmt. Auch setzte er den Vorschlag des Staatsanwaltes in die Tat um, was die Bestrafung der drei Angeklagten betraf. Für Dammann 1200 Euro in 40 Tagessätzen für die Worte „Sozioten, scheinsouverän“ und „Witzfigur“, Zaha 1000 Euro in Raten a 100 Euro aufgrund der Körperverletzung die dann einer sozialen Einrichtung gespendet werden.
Da Fuchs arbeitslos ist wurden ihm 90 Stunden Arbeitsdienst bei der Samtgemeinde Himmelpforten aufgebrummt wo er jetzt schon als „1Euro-Jobber“ zugange ist.
An diesem Tag waren knapp ein dutzend rechtsextreme aus der Region vor Ort.
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Persönliche Anmerkung:
Jeden Cent den Rechtsextreme aufgrund ihrer Rassistischen und Nationalistischen Taten vor Gericht bezahlen müssen, den können sie weniger für ihre widerwärtige Propaganda nutzen und somit wird die sicher Niemand mit einem Antifaschistischen Selbstverständnis bemitleiden.
Aber wir sollten uns trotzdem überlegen wie das denn genau ist mit der Meinungsfreiheit wenn diese Worte für die Dammann verurteilt wurde 1200 Euro kosten.
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Ergänzungen

Anmerkung zu den Fotos

AntifaGuerilla 11.01.2006 - 01:25
die Fotos sind bei NPD-Ständen in Stade sowie der NPD Demo in Göttingen entstanden

Falscher Name

Antifa 11.01.2006 - 09:49
Auf dem dritten Foto ist Manfred Börm aus Lüneburg NICHT abgebildet. Rechts von Damann und Worch steht Ulrich Eigenfeld (Noch-Vorsitzender der NPD Nds.).
Bitte mehr sorgfalt, wenn Du hier schon geklaute Texte mit Fotos reinsetzt.

Stimmt das ist Börm

AntifaGuerilla 11.01.2006 - 11:17
LInks mit dem hellem Hemd ist Börm
@Antifa der Text wurde von mir geschrieben und die Fotos von mir gemacht was willst du eigentlich???

Zu "Stimmt das ist Börm"

rechercheB51 12.01.2006 - 01:00
Der smarte Weißhaarige ganz rechts auf den Bild ist Gustav Arnold Eggerking aus bad Essen. Eggerking ist im Sommer der NPD beigetreten und hat für für die NPD im Wahlkreis Diepholz/NienburgI für die Bundestagswahl kandidiert. Seit Anfang Dezember 2005 ist er Pächter des unter seiner Schwester insolvent gegangenen Parkhotels in Bad Essen (LK Osnabrück): Dort haben innerhalb von 5 Wochen bereits 4 Veranstaltungen mit rechtsextremistisch/faschistischem Hintergrund stattgefunden. Unter anderem versuchte er ein Nazikonzert als Einweihungsfeier mit zwei einschlägig vorbestraften Bands stattfinden zu lassen, dass allerdings von der Polizei verboten wurde. Des weiteren hat im Parkhotel eine Nationale Sylvesterfeier stattgefunden mit über 50 nazis. Dort sollte der ebenfalls vorbestrafte Nazibarde Frank Rennicke auftreten. Auch das wurde gerichtlich untersagt. Gefeiert hat man trotzdem, mit einem Feuerwerk, "wie es Bad Essen selten gesehen hatte". Seit Mitte Dezember ist Eggerking im UB Osnabrück aktiv. Und er spuckt überaus große Töne. In einem Interview äußerte er sich in etwa so. "Bad Essen ist der erste Ort in Deutschland und von ihm wird ein politischer Tsunami ausgehen, wie ihn das Land noch nicht gesehen hat und er könne noch garnicht absehen was daraus entstünde." Dabei musste er allerdings immer wieder vom Blatt ablesen. Fakt ist: das Parkhotel ist bis ins Jahr 2010 gepachtet und Eggerking wird nichts unversucht lassen sich bei "seiner Partei" einzuschleimen. Ein neuer dak star am NPD Himmel?
PS@ antifaGuerilia danke für den text, gut recherchiert

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