Du bist Deutschland geht gegen Kritiker vor

Ronny 09.01.2006 13:05 Themen: Medien Repression
Die Werbeagentur Jung von Matt/Alster geht gegen KritikerInnen der "Du bist Deutschland"-Kampagne vor. Betreiber der Seite einer Gegenkampage (www.wieder-deutschland.de) bekamen eine Abmahnung wegen angeblicher Verletzung der Interessen der Werbeagentur.
"... .Erschwerend" kam "hinzu, dass durch die bildliche Einfügung einer Hundezeichnung der Eindruck erweckt wird, dass der dargestellte Hund entweder auf das Bildmotiv seine Notdurft verrichtet oder aber das Bildmotiv selbst ein von dem Hund selbst hergestellten Hundehaufen darstellen soll"

Das ist ein Zitat aus der Abmahnung von Jung von Matt/Alster über deren Anwalt bei der Kanzlei Unverzagt von Have in Hamburg.

Wie man auf der Seite www.wieder-deutschland.de lesen kann, waren die Initiatoren der Gegenkampagne einigermaßen überrascht, als ihnen kurz vor Weihnachten eine Abmahnung ins Haus flatterte.

Angeblich sei der Webauftritt der Gegenkampagne mit "Du bist Deutschland" zu verwechseln.

Eine Frage bleibt aber eben ungelöst: Ist der schwarz-rot-goldene Haufen Scheisse oder wird nur auf ihn geschissen.

Mehr unter www.wieder-deutschland.de

Tom
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Ergänzungen

anklickbar

ich soll das http:// nicht vergessen 09.01.2006 - 13:49

muss

ausgefüllt 09.01.2006 - 13:59
die seite ist leider nicht erreichbar...

aber hier dürfte doch wohl das GRundrecht auf Kunst, unter das auch Satire fällt, stärker wiegen als die Interessen der Werbeagentur. Schließlich handelt es sich um eine politische Kampagne der Bundesregierung

Solidarität!

Ostpole 09.01.2006 - 16:11
Indymedia-Feature: Du bist Deutschland und Gegenkampagnen
 http://germany.indymedia.org/2005/12/134640.shtml

weitere Homepages mit gegenkampagnen:
 http://www.deutschland-raus-aus-den-koepfen.de


Betrachtungen zu einer Kampagne und ihren Vorbildern (Arbeiterfotografie):
 http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/2005-11-25-du-
bist-deutschland.html

Ich bin nicht Deutschland (Punker)
 http://ich-bin-nicht-deutschland.dl.am/

['solid]36 - die sozialistische Jugend-Kreuzberg (PDS-Jugend linksradikal)
 http://www.solid36.net

[`solid] - die sozialistische jugend (PDS - Jugend Mehrheitströmung)
 http://www.solid-web.de

der tolle Flickr-Pool:
 http://www.flickr.com/photos/tags/dubistdeutschland/

Bin ich Deutschland?
 http://www.binichdeutschland.de/

du-bist-deutschland.be
 http://www.du-bist-deutschland.be

PS: die Du-bist-Deutschland-Kampagne die eigentlich ende Januar auslaufen sollte, wird höchstwarscheinlich fortgesetzt. Also noch genug Zeit und Möglichkeiten Deutschland an den Karren zu pissen...

@ausgefuellt

kleiner Spalter 09.01.2006 - 20:01
Nein *du bist Deutschland* ist keine Kampange der Bundesregierung, sondern ist eine Kampange diverser Deutscher Medienunternehmen unter der Koordinierung von Bertelsmann. Was man vielleicht mal erwaehnen koennte, die Musik zu den Spots stammte bisher aus dem Film Forrest Gump - kleiner Anfall von Selbstironie oder hat da ein Medienwerkarbeiter quer geschossen ;)

Ein Rechtstreit wäre interessant

Undeutsch 09.01.2006 - 22:46
Denn diese Reaktion entlarvt anschaulich den wahrén Hintergrund dieser Kampagne.

Auch von der rechtlichen Seite sehe da einiges an Spielraum.

Zwar gehört diese ganze Kampagne Bertelsmann etc. und tatsächlich handelt es sich um ein eingetragenes Warenzeichen. Allerdings handelt es sich in diesem Fall um eine Kampagne, die ausdrücklich zum Mitmachen auffordert. Denn wie es in der Abmahnung selbst heißt: "Die Kampagne fordert die Bürger auf,(...) sich an der politischen Debatte zu beteiligen". Dieses "Du-bist.." könnte man auch so verstehen, dass in diesem Befall bewusst einseitige Schutzinteresse nachgeordnet werden. Warum sollte sich dieses "Du bist" als politische Debatte nicht auch grafisch kontrovers ausdrücken dürfen.

Sicher ist solches Unterfangen juristisch (d.h. finanziell) riskant, ob die Macher allerdings durch die Frage "Wer ist in Wahrheit Deutschland" ihre millionenschwere Kampagne durch öffentliche Debatte gefährden wollen, halte ich für unwahrscheinlich. Es kommt also auf möglichst große Öffentlichkeit an.

heimatisdawomeinbettchensteht

carlos 10.01.2006 - 14:20
da ich die zustände in deutschland ertragen muß, hasse ich diese auch am meisten. im umkehrschluß heißt das natürlich nicht, daß es überall anders super läuft. andersherum mag ich ein linksradikaler sein und die klischees eines solchen bedienen, mit deiner geh-doch-weg-logig bedienst du aber die eines nazis. aktuelle parole der nazis dazu ist:" wer deutschland nicht liebt, soll deutschland verlassen."
eine demokratische grundhaltung sollte doch auch sein verhältnisse zu kritisieren und menschen zu unterstützen, denen das leben hier nicht so leicht fällt wie euch deutschlandliebhabern! die argumentationskette mir geht es gut, also ist auch alles gut, spricht nicht gerade für eine reflektierte rangehensweise. wenn deutschland heute liberaler ist, als spanien z.B., hat das auch immer mit menschen zu tun, die herrschendes handeln hinterfragt haben und vor 20 jahren von leuten wie euch am liebsten rübergeschickt worden wären.
die antwort auf die frage warum ihr indymedia lest, wenn ihr angst vor linksradikalen habt, würde mich auch noch brennend interessieren!

Korrektur

brauchen wir nicht 10.01.2006 - 20:17
Weil eben nicht "wider" im Sinne von gegen, sondern tatsächlich "wieder" im Sinne von "schon wieder" gemeint ist. 60 Jahre nach der Niederlage des deutschen Nationalsozialismus darf heute wieder (!) offensiv nationalistisch völkische Propaganda betrieben werden, und selbst sich links wähnende Grünen-Wähler versteigen sich in chauvinistische Sprücheklopperei und legen dabei selbst die Eier, die sie bei den anderen vermuten ...

Artikel zur Klagsdrohung bei no-racism.net

ergänzende beiträgerin 13.01.2006 - 17:46
Unter  http://no-racism.net/article/1522/ gibt's einen weiteren Artikel zur Klagsdrohung gegen wieder-deutschland.de. Auf der gleichen Seite erschien auch schon zum Kampagnenstart vor einigen Monaten ein kritischer Artikel. Siehe  http://no-racism.net/article/1364/ ("'Ich bin wir' und 'Du bist Deutschland!'")

Zur Werbekampagne "Du bist Deutschland"

no matter who 13.01.2006 - 23:48
"20 deutsche Medienunternehmen" sind nicht zufrieden mit dem Stand der Nation und wollen das Ihre zur Lageverbesserung beitragen. Dafür wenden sie sich an "die Menschen im Lande" und machen ihnen klar, dass das Sorgeobjekt 'Deutschland' doch unser aller Sorgeobjekt ist. Und zwar mit einem gigantischen Gleichheitszeichen, das der denkbar einfache Slogan: "Du bist Deutschland!" postuliert. Die Werbewirtschaft kann durchaus zwischen lauter unterschiedlichen Menschen – Hausfrauen, Autokäufern, Urlaubern... - unterscheiden, aber in "unserer Zeit", die "nicht nach Zuckerwatte schmeckt", erinnert sie uns daran, dass allen Deutschen eines gemeinsam ist, nämlich Teil dieser Nation zu sein. Das – so die Medienunternehmen - verpflichtet. Der übliche Eigennutz hat jetzt mal zurückzustehen, stattdessen ist ein uneigennütziger Dienst gefragt, so, wie man ihm einem guten Freund erbringt: "Behandle dein Land doch einfach wie einen guten Freund. Meckere nicht über ihn, sondern biete ihm deine Hilfe an."

Wie hilft man so einem Freund aus seiner Not heraus? Die Antwort liegt auf der Hand: Da sich der Freund Deutschland aus lauter solchen Teilchen wie dir und mir zusammensetzt, geht es ihm besser, wenn wir alle besser werden: "Bring die beste Leistung, zu der du fähig bist. Und wenn du damit fertig bist, übertriff dich selbst." Darin steckt eine geballte Ladung Kritik am nationalen Menschenmaterial: Leistet hier auch jeder an seinem Platz, was er wirklich leisten kann? Ist nicht umgekehrt die Untugend des Meckerns weit verbreitet, die immer dem oder den anderen die Schuld in die Schuhe schieben will, statt selbst anzupacken?

"Bei sich selber anpacken" heißt also die Devise. Das Meckern verrät ja nur eigene Mangelhaftigkeit – und die überwindet man, indem man an das Gegenteil glaubt: dass man besser sein kann, als man ist. Deshalb verschreibenn die "Mutmacher" jedem "Einzelne(n) ... mehr Zuversicht in die eigene Kraft und Leistungsfähigkeit." Wie kriegt man so etwas hin? Dafür braucht es Vorbilder. Auf den Plakaten sieht man Leute von eher unterdurchschnittlichem sozialen Status, neben die mit einem Gleichheitszeichen Geistesgrößen, erfolgreiche Unternehmen oder Unterhaltungsprominente gestellt werden: "Du bist Günter Jauch". Jeder weiß, dass das (Gottseidank!) nicht wahr ist, aber es kommt ja auf die Botschaft an: Nicht, dass man ein Günter Jauch wird, sondern dass man an sich selber als einen glaubt, der Günter Jauch sein könnte. Dabei darf das Teilchen sich nicht daran stoßen, dass die Sache mit dem 'uneigennützigen Dienst' bei den Vorbildern nicht so ganz hinhaut: Die haben haben beim Vorbild-Werden bestimmt nicht an die Nation und wie sie ihr dienen können gedacht, sondern an sich und ihren Erfolg. Der große andere Teil der Nation soll das aber nicht so eng sehen. Vielmehr soll er sich mit den Vorbildern nur in einer Hinsicht in eins setzen: Die haben immer an sich geglaubt und nie locker gelassen.

Fragt sich allerdings, welchen Dienst man seinem Freund Deutschland damit erbringt. Was da zum Zwecke der Aufmunterung und Hoffnungsstiftung ins Feld führen, ist sachlich betrachtet eher niederschmetternd: "Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen. Der Windstoß, der durch seinen Flügelschlag verdrängt wird, entwurzelt vielleicht ein paar Kilometer weiter Bäume. Genauso, wie ein Lufthauch sich zu einem Sturm entwickelt, kann deine Tat wirken." Zu mehr als zum Flügelschlag eines Schmetterlings bringt es der Einzelne, der zäh an der Zuversicht in die eigene Kraft und Leistungsfähigkeit arbeitet, dann doch nicht. Trotzdem kommt die Botschaft klar rüber: Du bist wahnsinnig wichtig. Und die Werbetexter setzen noch eins drauf: "Egal, wo du arbeitest. Egal, welche Position du hast. Du hältst den Laden zusammen. Du bist der Laden. Du bist Deutschland." Der alte Spruch der Arbeiterbewegung: "Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will", ist damit wohl nicht gemeint – was aber dann? Was hat der Freund Deutschland nun davon, wenn seine Unterteilchen sich für wahnsinnig wichtig halten und sich mit dem Glauben an ihre Kraft und Leistungsfähigkeit aufpumpen?

Unter den mutmachenden Botschaften findet sich auch eine praktisch klingende Aufforderung: "Machen wir uns die Hände schmutzig. Du bist die Hand. Du bist 82 Millionen. Du bist Deutschland." Soll das nun heißen, dass alle früher zur Arbeit gehen und hinterher noch unbezahlte Überstunden dranhängen? Nicht, dass die Bereitschaft dazu nicht erwünscht wäre, sie wird sogar gefordert – aber all das gibt es doch nur, wenn es einem angeschafft wird. Um "sich die Hände schmutzig zu machen" braucht es schon einen, der das anordnet, weil er mit den "schmutzigen Händen" etwas unternehmen kann, wenn sie sich für sein Kapital und dessen Vergrößerung rühren. Und für einen beträchtlichen Teil der "82 Millionen" Deutscher Landsleute ist dieses "Privileg" einfach nicht vorgesehen. Gerade die Aufforderung "Tu etwas!" lässt drastisch die Machtlosigkeit derer hervortreten, die aufgefordert werden, "etwas zu tun".

Aber es heißt ja auch: "Tu etwas an dir!" Das ist die Aufforderung, sich die Geisteshaltung zuzulegen, die eigene Machtlosigkeit als Ansporn zu verstehen, nämlich als Ansporn, sich – in welcher Scheiße man auch immer sitzt – bewähren zu wollen. Das soll man sich von seinen Vorbildern abgucken, und das gilt dann für den Arbeitslosen genauso wie für den Arbeitenden. Diese Aufforderung erlässt das Verbot, wegen der eigenen Machtlosigkeit an der deutschen Nation und den in ihr herrschenden Verhältnissen herumzukritisieren, und sie erlässt das Gebot, die erzwungene Unterordnung als immerwährende Bewährungschance und freiwilligen Bereitschaftsdienst zu betrachten. Der "Freund" namens "Deutschland" mag als echter Kumpel nämlich bloß treue Untertanen, die, egal wie ihnen geschieht, immer nur vor der eigenen Tür kehren – und dabei den Mut nicht sinken lassen: "Wir lassen uns das Singen nicht verbieten!" Umgekehrt, umgekehrt: Wer meckert, beweist damit nur sein Unvermögen, aus dem, was man ihm als Tätigkeit oder Untätigkeit aufträgt, das Beste für sich zu machen. Und das geht auf im Dienst an Deutschland, denn die "Du bist..."-Kampagne lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, dass sie die Nation für das einzig wirklich hilfsbedürftige Subjekt in Deutschland hält, vor deren "Not" sich die Lage von Arbeitslosen und Billiglöhnern, von Gehaltsgekürzten und Arbeitszeitverlängerten, von Gammelfleischfressern und Mieterhöhten wie kleinliche Wehwehchen ausnehmen, die sich nicht gehören. Dem Land muss geholfen werden und deshalb sollen sich die Leute in ihm am Riemen reissen und mit verinnerlichtem Hurra-Patriotismus vorwärtsmarschieren. "Du bist Deutschland!" auch und gerade dann noch, wenn die Parole lautet: Du bist gefeuert! Denn dass der höchstpersönliche (Sonder-)Einsatz fürs Vaterland einen Ertrag einfährt, mit dem man es sich gemütlich machen könnte, wird ehrlicherweise nicht einmal angedeutet. Die Leistung zu der man "ermutigt" wird, hat nämlich kein Maß mehr im persönlichen Wohlergehen: "Bring die beste Leistung, zu der du fähig bist. Und wenn du damit fertig bist, übertriff dich selbst." Die Einladung "etwas Neues zu wagen und mit frischem Elan mit- und weiterzumachen" ist ein Dauerauftrag, den jeder sich täglich neu erteilen soll. Der Erfolg für Deutschland, so die Botschaft, ist Grund genug, sich täglich selbst neu zu übertreffen! Kein Wunder, dass die Kampagne zur Bebilderung ihres stinknormalen Appells an Untertanen, sie sollten sich gefälligst noch mehr ins Zeug legen, wenn sie schon nichts davon haben, nicht vor unfreiwilliger Komik zurückschreckt: "Schlag mit deinen Flügeln und reiß Bäume aus. Du bist die Flügel, du bist der Baum."

Wer von dieser Kampagne beflügelt an eine bessere Zukunft glauben und darin den Sinn der Plackerei in der Gegenwart finden sollte, hat nicht alle Tassen im Schrank. Denn zum Erfolg gehört im Kapitalismus schon ein bisschen mehr als der Wille dazu und Zuversicht, es schon noch zu schaffen. Die Erfolgsgeschichten im richtigen Leben basieren nämlich auf jeder Menge schlecht bezahlter Erfolgloser. Daran soll sich nicht nur nichts ändern, vielmehr sind – wie man von den eloquenteren Exemplaren der (Erfolg)Reichen landauf, landab in Talkshows hört – ihre künftigen Wachstumserfolge nur drin, wenn diese Mehrheit, das tut, woran in der Eigentumsgesellschaft echte Eigentümer nicht einmal im Traum denken: "Besitzstände" aufgeben, also weiterhin "die beste Leistung" zu "übertreffen", die ihnen verordnet wird. Und wie geht das womöglich noch geschmierter: Ranklotzen fürs Kapital und die Nation – wie für einen guten Freund! Fröhliche Weihnachten.

Nicht das erste mal

inwa 19.01.2006 - 01:30
Das ist nicht das erstemal, dass Kritiker mit Hilfe des Markenrechts eingeschüchtert werden sollen. Attac hatte das bei der Aktion "Voda-Klau" auch schon. Vodofon wollte der Abwandlung ihres Logos untersagen lassen, verlor aber den Rechtstreit, da die Abwandlung nicht mit dem Orginal zu verwechseln war.

Wieder offline?!

BA.ron 09.02.2006 - 18:11
Die Seite www.wieder-deutschland.de ist seit dem 7.2.2006 nicht mehr zu erreichen. Ich weiß von der Abmahnung, dachte aber dass die rechtlichen Mittel gegen die Gegenkampagne nicht ausreichen würden, um sie stillzulegen.

Weiß jemand, was passiert ist??

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 14 Kommentare

(muss ausgefüllt werden)

(muss ausgefüllt werden) 09.01.2006 - 13:51
Seite offline!

Frage

Ho Chi Minh 09.01.2006 - 19:30
Wenn Deutschland so beschissen ist, was macht ihr dann noch hier? Warum kommen so viele Leute nach Deutschland, wenn es so schlecht hier ist?Wer hat eine Antwort? Bitte nur ernstgemeinte Antworten ...

Rudi (Ho Chi Minh)

Kulturbeitrag.

saul 09.01.2006 - 19:35
Ich bin Deutschland.
Du bist Deutschland.
Er, sie, es ist Deutschland.
Wir sind Deutschland.
Ihr seid Deutschland.
Sie verscheißern uns.

gassi

gassigehen 09.01.2006 - 19:52
@Ho Chi Minh

ich will hier meinen Hund ausführen....(das mein ich ernst!)
kleiner Tip:

nicht zuviel kiffen,dann wirds bisschen heller inner Birne (und Bude!)

checkma

antiantideutsch 10.01.2006 - 01:51
"Wenn Deutschland so beschissen ist, was macht ihr dann noch hier? Warum kommen so viele Leute nach Deutschland, wenn es so schlecht hier ist?Wer hat eine Antwort? Bitte nur ernstgemeinte Antworten ...

Rudi (Ho Chi Minh)"

Wo soll ich den hingehen? Hab doch kein Geld. Ich würde gern wo hingehn wo es das ganze Jahr über warm ist. Aber immerhin gibt es hier ja keine Hurikans und so.

Die Leute kommen nach Deutschland weil es ihnen in ihren Ländern beschissen geht. Warum? Da ist u.a. Deutschland mitschuld. ja auch du. Du bist Deutschland.

 http://www.markenfirmen.com
 http://www.asoziale-marktwirtschaft.com

Korrektur

Kriegt ihr nicht 10.01.2006 - 09:58
Ist keine Satire, ihr Alleswisser, sondern ist einfach Diebstahl. Da wurde die Du bist Deutschland Website 1 zu 1 kopiert (Marken- und Urheberrechtlich mehr als bedenklich), um eine direkte Gegenkampagne zu starten, und dann wird so getan, als sei alles nur Spaß? Werdet doch mal erwachsen, ihr Möchtegerns.

Und wie peinlich ist das: "WIEDER" Deutschland?? Ich weiß, ihr Kiddies meint damit wohl "gegen". Nach Konrad Duden - oder ist das für euch auch Faschist auf den man nicht hören darf? - ist die korrekte Verwendung dann allerdings WIDER. W-I-D-E-R. Ohne "E"!! Habt ihr euch schön selber ein Ei gelegt...

Ich lebe hier. Ich lebe gut hier. Besser, als ich z.B. in Frankreich gelebt habe. Ich habe keien Juden vergast. Ich unterdrücke niemanden. Ich helfe meinem Nachbarn, zahle meine Steuern, bin solidarisch und engagiert. Ich wähle grün und denke rot. Ich birnge mich ein. Das geht alles kaum woanders so gut wie hier. Grund genug, euch blöde, kindische, stupide Antideutsche so richtig scheiße zu finden. www.du-bist-antideutsch.de? Dann hau doch ab, dich und deine destruktive meinung brauchen wir hier nämlich nicht!

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus, weder von rechts noch von Links!

an lenin, ho chi minh und kriegt ihr nicht

carlos marx 10.01.2006 - 10:42
Früher ham sie immer gesagt wir sollen rübergehen, das hieß dann wahlweise Moskau oder aber Ost-Berlin. jetzt sollen wir nach Somalia oder sonstwohin, Hauptsache euch stört keiner in eurem Kuscheldeutschland. Nicht stören beim Abhören, Überwachen, Abschieben, Ausbeuten, Sozial- leistungen kürzen und Schützenfest feiern. Früher, also als es drüben noch gab, da haben nur alte naziopas gesagt: "geh doch rüber", also reagiere ich einfach mal mit dem selben reflex. Jemand, der/die nicht in der lage ist in einer angemessenen politischen weise auf Kritik zu reagieren, bzw. nur Plattheiten rausknallt muß sich gefallen lassen als politischer Spinner abgetan zu werden. Bei ho und lenin kann ich mir eigentlich nur vorstellen, daß es sich bei euch um Nazis handelt. Guckt mal bei freier-widerstand, da gibts den selben Sprachgebrauch. Also huschhusch zurück zur nationalen Seite, ihr seid hier falsch! Und zu dir "kriegtihrnicht". Die Grünen wählen ist schon länger kein Zeugnis für linkes gedankengut mehr, versuchs doch mal mit kritischem hinterfragen, denn nur weil es dir gut geht, muß es bei allen anderen nicht auch so sein. Warum sollte ich deutschland gut finden, wenn mich alle hundert Meter eine kamera anglotzt, Bullen Flüchtlinge kontrollieren, weil sie anders aussehen oder Deutschlands weg so aussieht, dass die leute, denen es nicht so gut geht wie dir, in scheiß vororten wohnen, während die Innenstädte wieder schön glänzen. Für die, denen es so gut geht wie dir, den Rest aber nicht! Der hat Grund genug Deutschland scheiße zu finden! Ich auch!!!

@Carlos

Lenin 10.01.2006 - 11:37
Irgendwie versteh ich nicht ganz warum Leute die einem Deutschland-Hasser raten er solle nach Somalia gehen Nazis sein sollen.
Glaubst du das sagen nur die Nazis ?
Ich kenn viele Leute die es auch sehr seltsam finden warum Leute die Deutschland hassen in Deutschland bleiben wollen, und kein einziger von denen ist ein Nazi.
Du reagierst wie ein typischer Linksradikaler: "Wer meine linke Meinung kritisiert ist ein Nazi !"
Ist das nicht ein bisschen schwach von euch ?

Wegen Deutschland

Lenin 10.01.2006 - 12:04
"Warum sollte ich deutschland gut finden, wenn mich alle hundert Meter eine kamera anglotzt, Bullen Flüchtlinge kontrollieren, weil sie anders aussehen oder Deutschlands weg so aussieht, dass die leute, denen es nicht so gut geht wie dir, in scheiß vororten wohnen, während die Innenstädte wieder schön glänzen."

Dann müsstest du Frankreich viel mehr hassen als Deutschland.
Überwachungskameras gibts dort auch, Bullen die Flüchtlinge kontrollieren ebenfalls, und vor allem: Dort gibt es die Banlieus, also wie diese "Scheiß Vororte" in denen arme Flüchtlinge wohnen.

Wenn das die Gründe sind warum du Deutschland hasst solltest du, wie gesagt,
erst recht Frankreich hassen, und eine Anti-Frankreich-Kampagne starten.
Warum gibt es hier in der Linken immer nur Anti-Deutschland-Gerede, und nie
Anti-Frankreich, Anti-England, Anti-Dänemark, Anti-Spanien, Anti-Italien usw. ? Da sind doch genau die gleichen Zustände die ihr auch an Deutschland kritisiert, und teilweise sogar noch schlimmer.

Tomane,durch und durch

Lustich 10.01.2006 - 14:29
Ja und ,sich über den Schwachsinn auf zu regen ist ja schon peinlich.Sich hier als Kriegstreiber-Parteiwähler zu outen tragisch für nen Linken. Aber was ist denn schon links , nur ein abgenutzter marginaler Begriff aus nem Langenscheidt, welche aus zu sterben scheint, na ja , sagen wir mal eher kein Nachwuchs hat und eins wird mit der Geschichte.
Tja gibt auch viele Nichtdeutsche ,die sagen verschwindet aus Deutschland , wenn es euch nicht gefällt und ihr alles kritisiert, und regen sich dann auf , wenn sie von nem Nazi oder gradlinigen guten Deutschen , wie ihr angepöbelt werdet.
Na ja nur Deutsche dürfen kritisieren und dass nur positiv ,alle anderen haben nix zu melden, sehr gute linke Einstellung BILDERBUCHMÄSSIG.
Mensch lernt nie aus.
Zu einem hätte ich ne bemerkung , wieso hasst ihr euch selbst und wollt aussehen , wie Nichtdeutsche und läuft mit Rasta-Zöpfen und Pali-Tüchern durch die Gegend, dass machen sogar die NEW GENERATION DER NAZI-KIDS!!!
Also ich würd ja auch gerne auswandern ,um euch aus dem Wege zu gehen , und mir dies ersparen aber dafür arbeite ich hart und hoffe mal,dass alle so arbeiten und euch in 10 Jahren eurem Schiksal überlassen!!!!

Hass auf Deutschland

Lenin 10.01.2006 - 23:56
Ich habe nie gesagt daß alle die die Regierung kritisieren verschwinden sollen. Kritisieren tu ich selber. Ich finds auch nicht gut wenn Sozialabbau betrieben wird, oder wenn Ausländer schikaniert werden, oder sowas.
Ich bin gemäßigt links. Bin halt kein LinksRADIKALER, sondern nur mitte-links, oder so ähnlich.
Aber es ist doch ein Unterschied ob man Deutschland kritisiert, oder ob man regelrecht alles hasst, und auf alles scheissen will was irgendwie "deutsch" ist.
Wenn ich so eine krasse Deutschland-Phobie hätte wär ich schon längst nach Australien ausgewandert, und würde mich nicht mit diesen deutschen Verhältnissen rumquälen. Das ist halt das was ICH machen würde, und oft schliesst man ja von sich auf andere, und daher wohl auch die Frage warum ihr nicht auswandert wenn ihr Deutschland so hasst.
Daß man kein Geld hat ist kein Grund. Viele Asylanten schaffen es auch von ganz weit her nach Deutschland zu kommen, und haben auch kein, oder nur wenig Geld.
Ich bin zur Zeit auch in prekären finanziellen Verhältnissen, aber notfalls würde ich dann halt meinen Computer und meinen Fernseher verkaufen, und noch paar Sachen, und von dem Erlös ein Ticket nach Australien, und dann nichts wie weg.
Aber so sehr hasse ich Deutschland halt nicht.

Interessante Frage

Lenin 11.01.2006 - 00:39
"die antwort auf die frage warum ihr indymedia lest, wenn ihr angst vor linksradikalen habt, würde mich auch noch brennend interessieren!"

Sorry daß ich das vorher übersehen habe.
Bitte Mods lasst das stehen. Er hat ja selber gesagt daß ihn meine Antwort brennend interessieren würde.
Ich hab im Prinzip keine "angst" vor Linksradikalen, auch wenn mir ihre Ansichten manchmal zu radikal sind. Meine Berührungsängste nach rechts sind viel größer als nach links. Das ist auch der Grund warum ich hin und wieder Indymedia lese, aber NIE auf irgendwelche rechtsradikalen Seiten gehe.
Was mich an deiner Frage aber bisschen stört ist daß du scheinbar der Meinung bist Indymedia ist nur für Linksradikale.
Hat sich Indymedia nicht der Neutralität verschrieben ?

Zumindest steht in den Moderationskriterien folgender Satz:

"Indymedia ist grundsätzlich offen für alle Meinungen, es sei denn sie haben sexistischen, rassistischen, antisemitischen u./o. faschistischen Inhalt"

Das heisst doch daß auch Leute die nicht explizit "linksradikal" sind hier zu Wort kommen sollen. Oder sind nur die radikalsten Linksradikalen gegen Faschismus ?

ültensack

hynkel 11.01.2006 - 08:20
"ich habe mit meinem kleinen bischen menschsein schon soviel zu tun;
zum deutschsein komme ich nur ganz selten."
...möchte ich mich volker pispers meinung anschließen

Demokratie

Patriot??? 12.01.2006 - 16:09
Wenn die politische Meinung in Deutschland durch eine Werbeagentur beeinflusst werden soll, muss mit aller Härte und Klarheit auf dem ur-demokratischen Recht bestanden werden, eine Gegenmeinung zu haben und zu vertreten. Es ist nicht hinnehmbar, wenn Firmen Demokraten mit Abmahnungen bei Ausübung ihrer demokratischen Rechte einschüchtern wollen. Notfalls muss für die Betroffenen öffentlich gesammelt werden, um deren demokratischen Rechte zu verteidigen.
Auch hier gibt es Gegenmeinungen, die eine Auswanderung empfehlen, sobald Lebensumstände in Deutschland kritisiert werden und ganz allgmein geäußert wird, dass mensch sich hier nicht wohlfühlt. Seit Hartz IV werden das immer mehr und jetzt wollen Schlaumeier diesen Leuten noch das gewohnte Umfeld ("die Heimat") klauen. Ja Leute: Wenn euch Kritiker und Nörgler so sehr auf den Sack gehen, das ihr mit denen nicht mehr in einem Land leben wollt und ihnen die Auswanderung empfehlt, dann wandert doch selber aus. Am besten in ein Land, in dem euer Wunschtraum der radikalen Unterdrückung von Nörgeleien schon Wirklichkeit ist. Eine feine kleine Diktatur, in denen mensch von Demokraten nur noch als Mordopfer hört.