Impressionen vom 22C3
Bernhard aus Bremen gefiel der Vortrag zu "Hacking CCTV". "Es gefällt mir sehr gut hier. Der Preis ist das alle Mal wert". Als Congress-Neuling relaxt er beim Lockpicking in der Lounge. Ebenfalls zum ersten Mal beim Congress ist Monorom von Etoy. Die Schweizer Künstlergruppe ist 2000 durch den "Toywar" bekannt geworden (siehe dazu Telepolis). Die ganze Gruppe ist angreist und findet den Congress sehr spannend. Das Titelthema "Private Investigation" hält Monorom für wichtig: "Die Auseinandersetzung mit dem Thema ist wichtig. Solche Events sind wichtig. Sowas inspiriert und man sammelt neue Gedanken.". Sie kritisiert aber die tiefe Frauenquote: "Die ist deutlich zu tief!". Der Austausch mit den anderen ist auch für Maximilian aus Niedersachsen das Interessante. Er hat sich mit Freunen auf dem oberen Ring gemütlich gemacht. Lediglich der Mangel an einem beliebten Konsummittel stört ihn, dass sei auf dem letzten Kongress besser gewesen.
In den oberen Ringen finden sich auch die Wikipedianer. Sie bieten eine Verlosung von hochwertigen Ausdrücken ausgewählter Wikipedia-Bilder. "Wir bieten Informationen. Der Austausch von Informationen und der Austausch von Wikipedianern untereinander ist hier möglich.", meint Harko, welcher zu später Stunde noch am Stand anzutreffen ist. Der erste Tag war für ihn sehr arbeitsintensiv.
Ganz so arbeitsintensiv wie erwartet war der Tag für den NOC-Helpdesk nicht. Das NOC ist das Network Operation Center. Dessen Helpdesk hilft Kongressbesuchern bei Netzwerkproblemen. Der große Ansturm blieb aber aus. "Das Netz lief dank ausgiebiger Planungen von Anfang an und es funktioniert scheinbar", meinen die freundlichen HelferInnen.
Neben dem NOC-Helpdesk findet sich das POC (Phone Operation Center) und die Leute von Eventphone. "Es sind 758 Telefone angemeldet und derzeit 480 Teilnehmer erreichbar. VoIP (Voice over IP, Internettelefonie, Anm. d. Autors) nicht dazu gerechnet", erklärt Ben von Eventphone. Jeder Kongressteilnehmer kann sein DECT-Telefon (Schnurlostelefon) mitbringen und im Kongress-Telefonnetz einbuchen. Intern sind die Gespräche kostenlos und auch per Durchwahl von außen zu erreichen. Durch Free World Dialup sind dieses Jahr sogar kostenlose Gespräche in Ausland möglich. "Pulver.com ist die Firma hinter FWDout. Wir haben da angerufen und die fanden die Sache so toll, dass die uns ein Freikontigent an Einheiten zur Verfügung gestellt haben", erzählt Ben.
Aber auch Indymedia ist auf dem Kongress aktiv. Spontan wurde noch ein Mini-IMC organisiert und eine Printausgabe zusammengestellt, welche in einer 1000er Auflage im Kongress verteilt wurde. Indymedia-Aktivistinnen sind im Hackcenter gleich zu Beginn neben den Blauen LEDs der Bochumer Chaoten (CCC-RP) zu finden und Treffen sich gegen 20Uhr für weitere Planungen in Saal 4.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Weitere Artikel bei Indy
22. Chaos Communication Congress in Berlin
22C3: Das CongressRadio berichtet
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.. und das Feature, wo alles verlinkt ist: