2005 geht-Schwarzer Kanal bleibt!
Über ein Jahrzehnt lebten die BewohnerInnen direkt an der Schillingbrücke. 2002 mußte der Platz der neuen Bundeszentrale von Ver.di weichen. Nach langen Verhandlungen bekam der Schwarze Kanal e.V. von der Baufirma HochTief an der Michaelkirchbrücke einen mehr oder weniger guten Ersatzplatz.Doch auch dort sollten Wir keine Ruhe haben...
...Nach der Gerichtsbegehung am 2.November 2005 wurde nun vom Richter Hagedorn unsere Klage abgelehnt.Wir waren und sind ein "erheblicher städtebaulicher Mißstand", so der Richter...
...Nach der Gerichtsbegehung am 2.November 2005 wurde nun vom Richter Hagedorn unsere Klage abgelehnt.Wir waren und sind ein "erheblicher städtebaulicher Mißstand", so der Richter...
2005 geht
Wagenplatz Schwarzer Kanal bleibt-BASTA
Der Wagenplatz Schwarzer Kanal in Berlin ist mit seinen 15 Jahren einer der ältesten Wagenplätze Berlins. Er ist ein kultureller, sozialer und politischer Anlaufpunkt.
Mittlerweile wohnen dort 20 Transgender, Lesben, Frauen.
Die regelmäßig stattfindenden Queer-Varietes, Konzerte, Volxküchen, Perfomances, Kleinkunstshows oder das diesjährige Transgeniale Stadtdebakel werden zum Teil von bis zu 500 Leuten besucht. Die Veranstaltungen kosten keinen Eintritt und die KünstlerInnen nehmen auch kein Geld.
Zur Geschichte des Wohn-Kultur-Politprojektes Schwarzer-Kanal e.V.:
Über ein Jahrzehnt lebten die BewohnerInnen direkt an der Schillingbrücke. 2002 mußte der Platz der neuen Bundeszentrale von Ver.di weichen. Nach langen Verhandlungen bekam der Schwarze Kanal e.V. von der Baufirma HochTief an der Michaelkirchbrücke einen mehr oder weniger guten Ersatzplatz.
Doch auch dort sollten Wir keine Ruhe haben. Eine "Wertminderung ihrer Immobilien", eine "Verslummung" lösten Wagenburgen aus, Sie würden "zur Nachahmung anregen und problematische Folgenutzung in der Nachbarschaft anziehen".
So gibt der Beschluß des Verwaltungsgerichts Berlin den Nachbarklägern (Deutsches Architekturzentrum DAZ und Office GrundstücksverwaltungsGmbH) Recht.
( www.linksnet.de -Jede Wagenburg ein "Städtebaulicher Mißstand"? Rechtssprechung des OVG Berlin zur bauplanungsrechtlichen Unzulässigkeit von Bauwagenplätzen)
Der Widerspruch gegen die Beseitigungsanordnung vom Bezirk wurde abgelehnt. Dagegen klagten wir...
Nach der Gerichtsbegehung am 2.November 2005 wurde nun vom Richter Hagedorn unsere Klage abgelehnt.Wir waren und sind ein "erheblicher städtebaulicher Mißstand", so der Richter.
Nun sind wir gezwungen vor`s Oberverwaltungsgericht zu gehen, wo ein Richter Namens Korbmacher über unser weiteres Schicksal entscheiden wird. Er ist für seine konservative, enge Haltung bekannt. Schon sein Vater Dr. Günter Korbmacher machte als Vorsitzender Richter des Asylsenats am Bundesverwaltungsgericht negativ auf sich aufmerksam. 1987 wurde ihm von der RZ in die Knie geschossen.
( www.freilassung.de/prozess/ticker/history/korbm/erkl/inhalt.htm =RZ- Erklärung zu den Knieschüssen)
Der Wagenplatz Schwarzer Kanal ist ein Teil der Strukturen, die von der Stadtumstrukturierung massiv betroffen sind.
Eine Stadtumstrukturierung, bei der linke Projekte, Arbeitslose, MigrantInnen, usw. aus dem Stadtzentrum vertrieben werden.
Aber die Betroffenen leisten auch WIDERSTAND, wie z.B. Rigaer 94, Waldermarkiez, Yorck 59, Bethanien,...!
Stadtumstrukturierung meint Kapitalismus in Reinkultur: aus Geld mehr Geld machen.
Für die Stadt heißt das vor allem: Investitionen müssen sich lohnen. Dabei geht es natürlich nicht darum, ob die Investitionen für möglichst viele nütze sind, sondern wieviel es bringt. Erstaunlich Geldbeträge werden ständig in schickere Straßen, Geldpaläste und ganze Viertel gesteckt. Die Stadt erfährt eine ständige "Aufwertung"- auch "Umstrukturierung" genannt. An sozialen und kulturellen Einrichtungen wird gespart, Spiel- und Lebensräume für sozial Schwächere und Verwertungsunwillige Leute verschwinden. Wohnraum, Geschäfte, Spiel und Spaß werden teurer. Wer nicht zahlen kann muß gehen bzw. bleibt zu Hause. Privatisierung, Kommerzialisierung und Überwachung von öffentlichen Räumen kommen. Nichtkommerzielle, erkämpfte und liebgewonnene Strukturen gehen oder werden illegalisiert.
Wagenburgen, besetzte Häuser, selbstorganisierte Räume werden schikaniert und sollen verschwinden.
"Media Spree" heißt das Quartier, das auf einer Länge von 3,7 km zwischen Oberbaumbrücke und Michaelkirchbrücke geplant ist. Auf einer Fläche von 120 ha sollen Büros, Wohnungen, Hotels, Restaurants und Cafes entstehen. Mit Parks und Bootsanlegern an der Spree soll eine finanzkräftige Kundschaft gelockt werden. In Berlin stehen 1,5 Millionen qm Bürofläche leer. Wenn im MediaSpree-Bereich alles was geplant ist gebaut werden würde, kämen nochmal 1,5 Millionen dazu!
Das nennen Wir einen krassen städtebaulichen Mißstand !!!
Wir fordern von der Stadt, von Ver.di und von Media Spree eine Lösung für das weitere Bestehen des 15 Jahre alten Wohn- und Kulturprojekts "Wagenplatz Schwarzer Kanal e.V." an der Michaelkirchstraße oder auf einem angemessenen Ersatzgelände !!!
Gegen die häßliche Stadtumstrukturierung !
Keine Räumung nirgends !
Schwarzer Kanal bleibt !
Bethanien, Brunnenstraße, LasterundHänger, Waldekiez, Wrangelkiez, Rigaer 94,...sowieso !
The Show goes on !!!
Wir lassen uns nicht vertreiben.
Widerstand so kleidet sich die Hoffnung in widrigen Zeiten,
in Ruhe geplant,
werden wir keine Ruhe geben.
Achtet auf Aktionstips !
Kontakt:
schwarzer_kanal@web.de
Michaelkirchstr. 20, 10179 Berlin
www.schwarzerkanal.squat.net
Wagenplatz Schwarzer Kanal bleibt-BASTA
Der Wagenplatz Schwarzer Kanal in Berlin ist mit seinen 15 Jahren einer der ältesten Wagenplätze Berlins. Er ist ein kultureller, sozialer und politischer Anlaufpunkt.
Mittlerweile wohnen dort 20 Transgender, Lesben, Frauen.
Die regelmäßig stattfindenden Queer-Varietes, Konzerte, Volxküchen, Perfomances, Kleinkunstshows oder das diesjährige Transgeniale Stadtdebakel werden zum Teil von bis zu 500 Leuten besucht. Die Veranstaltungen kosten keinen Eintritt und die KünstlerInnen nehmen auch kein Geld.
Zur Geschichte des Wohn-Kultur-Politprojektes Schwarzer-Kanal e.V.:
Über ein Jahrzehnt lebten die BewohnerInnen direkt an der Schillingbrücke. 2002 mußte der Platz der neuen Bundeszentrale von Ver.di weichen. Nach langen Verhandlungen bekam der Schwarze Kanal e.V. von der Baufirma HochTief an der Michaelkirchbrücke einen mehr oder weniger guten Ersatzplatz.
Doch auch dort sollten Wir keine Ruhe haben. Eine "Wertminderung ihrer Immobilien", eine "Verslummung" lösten Wagenburgen aus, Sie würden "zur Nachahmung anregen und problematische Folgenutzung in der Nachbarschaft anziehen".
So gibt der Beschluß des Verwaltungsgerichts Berlin den Nachbarklägern (Deutsches Architekturzentrum DAZ und Office GrundstücksverwaltungsGmbH) Recht.
( www.linksnet.de -Jede Wagenburg ein "Städtebaulicher Mißstand"? Rechtssprechung des OVG Berlin zur bauplanungsrechtlichen Unzulässigkeit von Bauwagenplätzen)
Der Widerspruch gegen die Beseitigungsanordnung vom Bezirk wurde abgelehnt. Dagegen klagten wir...
Nach der Gerichtsbegehung am 2.November 2005 wurde nun vom Richter Hagedorn unsere Klage abgelehnt.Wir waren und sind ein "erheblicher städtebaulicher Mißstand", so der Richter.
Nun sind wir gezwungen vor`s Oberverwaltungsgericht zu gehen, wo ein Richter Namens Korbmacher über unser weiteres Schicksal entscheiden wird. Er ist für seine konservative, enge Haltung bekannt. Schon sein Vater Dr. Günter Korbmacher machte als Vorsitzender Richter des Asylsenats am Bundesverwaltungsgericht negativ auf sich aufmerksam. 1987 wurde ihm von der RZ in die Knie geschossen.
( www.freilassung.de/prozess/ticker/history/korbm/erkl/inhalt.htm =RZ- Erklärung zu den Knieschüssen)
Der Wagenplatz Schwarzer Kanal ist ein Teil der Strukturen, die von der Stadtumstrukturierung massiv betroffen sind.
Eine Stadtumstrukturierung, bei der linke Projekte, Arbeitslose, MigrantInnen, usw. aus dem Stadtzentrum vertrieben werden.
Aber die Betroffenen leisten auch WIDERSTAND, wie z.B. Rigaer 94, Waldermarkiez, Yorck 59, Bethanien,...!
Stadtumstrukturierung meint Kapitalismus in Reinkultur: aus Geld mehr Geld machen.
Für die Stadt heißt das vor allem: Investitionen müssen sich lohnen. Dabei geht es natürlich nicht darum, ob die Investitionen für möglichst viele nütze sind, sondern wieviel es bringt. Erstaunlich Geldbeträge werden ständig in schickere Straßen, Geldpaläste und ganze Viertel gesteckt. Die Stadt erfährt eine ständige "Aufwertung"- auch "Umstrukturierung" genannt. An sozialen und kulturellen Einrichtungen wird gespart, Spiel- und Lebensräume für sozial Schwächere und Verwertungsunwillige Leute verschwinden. Wohnraum, Geschäfte, Spiel und Spaß werden teurer. Wer nicht zahlen kann muß gehen bzw. bleibt zu Hause. Privatisierung, Kommerzialisierung und Überwachung von öffentlichen Räumen kommen. Nichtkommerzielle, erkämpfte und liebgewonnene Strukturen gehen oder werden illegalisiert.
Wagenburgen, besetzte Häuser, selbstorganisierte Räume werden schikaniert und sollen verschwinden.
"Media Spree" heißt das Quartier, das auf einer Länge von 3,7 km zwischen Oberbaumbrücke und Michaelkirchbrücke geplant ist. Auf einer Fläche von 120 ha sollen Büros, Wohnungen, Hotels, Restaurants und Cafes entstehen. Mit Parks und Bootsanlegern an der Spree soll eine finanzkräftige Kundschaft gelockt werden. In Berlin stehen 1,5 Millionen qm Bürofläche leer. Wenn im MediaSpree-Bereich alles was geplant ist gebaut werden würde, kämen nochmal 1,5 Millionen dazu!
Das nennen Wir einen krassen städtebaulichen Mißstand !!!
Wir fordern von der Stadt, von Ver.di und von Media Spree eine Lösung für das weitere Bestehen des 15 Jahre alten Wohn- und Kulturprojekts "Wagenplatz Schwarzer Kanal e.V." an der Michaelkirchstraße oder auf einem angemessenen Ersatzgelände !!!
Gegen die häßliche Stadtumstrukturierung !
Keine Räumung nirgends !
Schwarzer Kanal bleibt !
Bethanien, Brunnenstraße, LasterundHänger, Waldekiez, Wrangelkiez, Rigaer 94,...sowieso !
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Wir lassen uns nicht vertreiben.
Widerstand so kleidet sich die Hoffnung in widrigen Zeiten,
in Ruhe geplant,
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Ergänzungen
Richtige e-mail-Adresse vom Schwarzen Kanal
viele galaktische gruesse!!!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Ex-Steffi bleibt auch ... — wagenplatz-solidarischer