Regensburg: Erste (von drei) Nazidemos
Am 12.11. wurde ein Denkmal am Dachauplatz für die letzten Opfer des NS-Regimes in Regensburg von einem Mitglied der Kameradschaft Asgard-Ratisbona beschädigt. Aus der Verhaftung durch die Polizei macht die NPD jetzt „Polizeigewalt“. Angeblich aus diesem Anlass wurden von Hayo Klettenhofer (München) bislang drei Demonstrationen in Regensburg angemeldet, von denen am Samstag den 10.12. die erste stattgefunden hat.
Am Samstag gegen 11:45Uhr versammelten sich ca. 150 Teilnehmer einer Kundgebung zur Geschichte des Dachauplatzes auf dem Dachauplatz. Es sprachen Vertreter der JuSos über die Geschichte des Dachauplatzes und „Rechtsextrenismus und die Mitte“, ein SPD-Stadtratsmitglied über den „Runden Tisch gegen alle Extremisten“, der Misslungene Versuch der Stadt Regensburg gegen die Nazis in Regensburg vor zu gehen und ein Redner der Antifa [anita_f.] über die faschistischen Vorfälle in Regensburg und ihre gesellschaftliche Relevanz. Bei dieser Gelegenheit riefen auch SJD–Die Falken zur Teilnahme an der antifaschistischen Demonstration am 17.12. aufgerufen.
Dass der Protest gegen die Nazis nicht auf taube Ohren stieß, wurde spätestens dann deutlich, als sich gegen 12:45Uhr, zum Ende der Kundgebung, nach und nach bis zu 250 Menschen zum Treffpunkt der Nazis aufmachten. Durch die massive Polizeipräsenz und die inzwischen obligatorischen Absperrgitter wurde der Nazitreffpunkt, eine Grünanlage gegenüber des Hauptbahnhofs, für die Gegendemonstranten unzugänglich. Mit lautstarken Sprechchören und Pfiffen machten sie ihrem Unmut über das Auftauchen der Neonazis Luft. Als der Sprecher am Mikrofon des Nazi-Lautsprecherwagens die Stimme erheben wollte, wurde er durch die „Halts Maul“-Rufe der Gegendemonstranten übertönt.
Der Demonstrationszug der Neonazis konnte, wohl wegen Kontrollen und Querelen mit der Polizei, statt um 13:30Uhr erst gegen 15:30Uhr starten. Höchstens 30 Teilnehmer stellten den Demonstrationszug, der von einem unverhältnismäßig großen Polizeikordon umringt war. Die von der Polizei, der bürgerlichen Presse und den Nazis bekanntgegebenen Teilnehmerzahlen von 50-65 Personen können als falsch betrachtet werden.
Als Wortführer können u.a. Hayo Klettenhofer („Munic Allstars“) sowie Phillip Hasselbach genannt werden. Willi Wiener und seine Regensburger „Kameradschaft Asgard Ratisbona“ durften am Ende des Demozuges laufen.
Die 8-10km (!) lange Naziroute führte ohne erkennbare Systematik durch Randbezirke der Innenstadt Regensburgs und die Innenstadt selbst. Zwei spontane Blockadeversuche durch Gegendemonstranten wurden von der Polizei gewaltsam aufgelöst bzw. abgedrängt, wobei es zu Festnahmen kam. Weitere Blockadeversuche wurden durch das rigide und unverhältnismässige Vorgehen der Polizei (insbesondere USK) verhindert. Eine Spontandemo von 150 Gegendemonstranten bewegte sich vom Jakobstor, über den Dachauplatz zum Minoritenweg. Die von den Nazis angekündigte Zwischenkundgebung vor der Polizeiwache im Minoritenweg sollte blockiert werden. Auch hier wurden die Gegendemonstranten gewaltsam abgedrängt, wieder kam es zu Festnahmen.
Auf dem Dachauplatz skandierten die Neonazis „Nie wieder Israel!“, der Lautsprecherwagen spielte durchgehend Rechtsrock wie die „Böhsen Onkelz“, sowie „Ton-Steine-Scherben“ und „Ska-P“. Doch auch Lieder der, als terroristische Vereinigung verbotenen Neonaziband „Landser“ wurden gespielt, ohne das die Polizei einschritt. Auch wurde von der Polizei geduldet, das einzelne Nazis vermummt an der Demo teilnahmen und das Tragen von verbotenen Runen oder Modelabels (u.a. „Thor Steinar“) wurde entgegen der Ankündigungen der Polizei nicht geahndet.
Nach dem Ende der Kundgebung im Minoritenweg bewegte sich der Demonstrationszug der Nazis über ausschweifende Umwege zurück zum Bahnhof, wo die Demonstration beendet wurde.
Trotz der Zahlreichen Antifaschisten vor Ort konnte die Demonstration nicht verhindert werden. Dies kann einzig und allein auf die Polizeipräsenz zurückgeführt werden. Ein anwesender Polizist bezifferte die Gesamtzahl der Einsatzkräfte auf 450, davon angeblich 250 des USK. Wie bereits oben erwähnt ging die Polizei äußerst rigide vor. Straßenblockaden wurden ohne Ankündigung gewaltsam aufgelöst, Festnahmen auf Seiten der Gegendemonstranten erfolgten meist ohne erkennbaren Grund. Laut mehreren Augenzeugen hat ein Polizist mit der Anwendung seiner Dienstwaffe drohte, falls ein Durch- bzw. Ausbruchsversuch der Gegendemonstranten gestartet würde. Die Polizei wirkte während der gesamten Demonstration äußerst planlos und schien auf die Örtlichkeiten kaum vorbereitet zu sein. Insgesamt wurden 13 Antifaschisten verhaftet.
Auf Seiten der Neonazis gab es zwei Festnahmen, eine wegen dem Mitführen von 10 (!!!) Messern. Obwohl die Zahl der Demonstrationsteilnehmer die 30 nicht überstieg, ist ein Lautsprecherwagen mitgeführt worden, der offiziell erst ab 50 Teilnehmern erlaubt ist. Die von der Polizei angegebene Teilnehmerzahl von 50 muss in diesem Kontext betrachtet werden.
Ob der Inhalt der Nazidemo für das Anmelden der Nazidemo eine Rolle gespielt hat, kann bezweifelt werden. Mensch darf vermuten dass das Ereignis am 12.11. auf dem Dachauplatz als Vorwand dazu herangezogen wurde, das Demonstrationsrecht auszuschlachten.
Die Bevölkerung reagierte fast ausnahmslos ungehalten auf das massive Polizeiaufgebot und das heillose Verkehrschaos, das durch die Demonstration und die hervorgerufenen Proteste unvermeidlich entstand.
In Anbetracht der geringen Mobilisierungsstärke der Nazis wurde der Tag von vielen als Erfolg gewertet, ebenso weil Teile der weihnachtseinkaufenden Masse ihren Protest gegen die Neonazis bekundeten. Dennoch ist klar das die erste richtiggehende Demonstration von Rechtsextremen in Regensburg einen eindeutigen Trend von faschistischem Aktionismus kennzeichnet. Selbst wenn mensch bedenkt, dass ohne Anmeldung und Mobilisierung von außerhalb eine Demonstration kaum möglich gewesen wäre.
Für den 17.12. und 24.12. sind weitere Demonstrationen der Nazis in Regensburg angemeldet.
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Kommenden Samstag wird ebenfalls eine antifaschistische Demonstration stattfinden:
Antifaschistische Demonstration "Faschismus ist keine Meinung - sondern ein Verbrechen!"
17.12.2005
14.00 Uhr
Hauptbahnhof Regensburg
Es sprechen:
Martin Löwenberg (VVN-BdA)
Willi Dürr (DGB Regensburg)
anschließend: antifaschistischer Weihnachtsspaziergang
Den deutschen Normalzustand aushebeln!
Kein Fußbreit dem Faschismus!
Dass der Protest gegen die Nazis nicht auf taube Ohren stieß, wurde spätestens dann deutlich, als sich gegen 12:45Uhr, zum Ende der Kundgebung, nach und nach bis zu 250 Menschen zum Treffpunkt der Nazis aufmachten. Durch die massive Polizeipräsenz und die inzwischen obligatorischen Absperrgitter wurde der Nazitreffpunkt, eine Grünanlage gegenüber des Hauptbahnhofs, für die Gegendemonstranten unzugänglich. Mit lautstarken Sprechchören und Pfiffen machten sie ihrem Unmut über das Auftauchen der Neonazis Luft. Als der Sprecher am Mikrofon des Nazi-Lautsprecherwagens die Stimme erheben wollte, wurde er durch die „Halts Maul“-Rufe der Gegendemonstranten übertönt.
Der Demonstrationszug der Neonazis konnte, wohl wegen Kontrollen und Querelen mit der Polizei, statt um 13:30Uhr erst gegen 15:30Uhr starten. Höchstens 30 Teilnehmer stellten den Demonstrationszug, der von einem unverhältnismäßig großen Polizeikordon umringt war. Die von der Polizei, der bürgerlichen Presse und den Nazis bekanntgegebenen Teilnehmerzahlen von 50-65 Personen können als falsch betrachtet werden.
Als Wortführer können u.a. Hayo Klettenhofer („Munic Allstars“) sowie Phillip Hasselbach genannt werden. Willi Wiener und seine Regensburger „Kameradschaft Asgard Ratisbona“ durften am Ende des Demozuges laufen.
Die 8-10km (!) lange Naziroute führte ohne erkennbare Systematik durch Randbezirke der Innenstadt Regensburgs und die Innenstadt selbst. Zwei spontane Blockadeversuche durch Gegendemonstranten wurden von der Polizei gewaltsam aufgelöst bzw. abgedrängt, wobei es zu Festnahmen kam. Weitere Blockadeversuche wurden durch das rigide und unverhältnismässige Vorgehen der Polizei (insbesondere USK) verhindert. Eine Spontandemo von 150 Gegendemonstranten bewegte sich vom Jakobstor, über den Dachauplatz zum Minoritenweg. Die von den Nazis angekündigte Zwischenkundgebung vor der Polizeiwache im Minoritenweg sollte blockiert werden. Auch hier wurden die Gegendemonstranten gewaltsam abgedrängt, wieder kam es zu Festnahmen.
Auf dem Dachauplatz skandierten die Neonazis „Nie wieder Israel!“, der Lautsprecherwagen spielte durchgehend Rechtsrock wie die „Böhsen Onkelz“, sowie „Ton-Steine-Scherben“ und „Ska-P“. Doch auch Lieder der, als terroristische Vereinigung verbotenen Neonaziband „Landser“ wurden gespielt, ohne das die Polizei einschritt. Auch wurde von der Polizei geduldet, das einzelne Nazis vermummt an der Demo teilnahmen und das Tragen von verbotenen Runen oder Modelabels (u.a. „Thor Steinar“) wurde entgegen der Ankündigungen der Polizei nicht geahndet.
Nach dem Ende der Kundgebung im Minoritenweg bewegte sich der Demonstrationszug der Nazis über ausschweifende Umwege zurück zum Bahnhof, wo die Demonstration beendet wurde.
Trotz der Zahlreichen Antifaschisten vor Ort konnte die Demonstration nicht verhindert werden. Dies kann einzig und allein auf die Polizeipräsenz zurückgeführt werden. Ein anwesender Polizist bezifferte die Gesamtzahl der Einsatzkräfte auf 450, davon angeblich 250 des USK. Wie bereits oben erwähnt ging die Polizei äußerst rigide vor. Straßenblockaden wurden ohne Ankündigung gewaltsam aufgelöst, Festnahmen auf Seiten der Gegendemonstranten erfolgten meist ohne erkennbaren Grund. Laut mehreren Augenzeugen hat ein Polizist mit der Anwendung seiner Dienstwaffe drohte, falls ein Durch- bzw. Ausbruchsversuch der Gegendemonstranten gestartet würde. Die Polizei wirkte während der gesamten Demonstration äußerst planlos und schien auf die Örtlichkeiten kaum vorbereitet zu sein. Insgesamt wurden 13 Antifaschisten verhaftet.
Auf Seiten der Neonazis gab es zwei Festnahmen, eine wegen dem Mitführen von 10 (!!!) Messern. Obwohl die Zahl der Demonstrationsteilnehmer die 30 nicht überstieg, ist ein Lautsprecherwagen mitgeführt worden, der offiziell erst ab 50 Teilnehmern erlaubt ist. Die von der Polizei angegebene Teilnehmerzahl von 50 muss in diesem Kontext betrachtet werden.
Ob der Inhalt der Nazidemo für das Anmelden der Nazidemo eine Rolle gespielt hat, kann bezweifelt werden. Mensch darf vermuten dass das Ereignis am 12.11. auf dem Dachauplatz als Vorwand dazu herangezogen wurde, das Demonstrationsrecht auszuschlachten.
Die Bevölkerung reagierte fast ausnahmslos ungehalten auf das massive Polizeiaufgebot und das heillose Verkehrschaos, das durch die Demonstration und die hervorgerufenen Proteste unvermeidlich entstand.
In Anbetracht der geringen Mobilisierungsstärke der Nazis wurde der Tag von vielen als Erfolg gewertet, ebenso weil Teile der weihnachtseinkaufenden Masse ihren Protest gegen die Neonazis bekundeten. Dennoch ist klar das die erste richtiggehende Demonstration von Rechtsextremen in Regensburg einen eindeutigen Trend von faschistischem Aktionismus kennzeichnet. Selbst wenn mensch bedenkt, dass ohne Anmeldung und Mobilisierung von außerhalb eine Demonstration kaum möglich gewesen wäre.
Für den 17.12. und 24.12. sind weitere Demonstrationen der Nazis in Regensburg angemeldet.
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Kommenden Samstag wird ebenfalls eine antifaschistische Demonstration stattfinden:
Antifaschistische Demonstration "Faschismus ist keine Meinung - sondern ein Verbrechen!"
17.12.2005
14.00 Uhr
Hauptbahnhof Regensburg
Es sprechen:
Martin Löwenberg (VVN-BdA)
Willi Dürr (DGB Regensburg)
anschließend: antifaschistischer Weihnachtsspaziergang
Den deutschen Normalzustand aushebeln!
Kein Fußbreit dem Faschismus!
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Ergänzungen
.
Cooles Transpa!
hat jeder seinen nachbarn?
Redebeitrag [anita_f.]
Der heutige Versuch der Neonazis um den NPD-Kreisvorsitzenden Willi Wiener, der KS Asgard-Ratisbona und deren Unterstützung von Nazis aus München eine Demonstration durch die Regensburger Innenstadt zu führen stellt eine neue Dimension faschistischer Aktivitäten in Regensburg dar. Deshalb ist es äußerst wichtig bereits heute zu reagieren und nicht abzuwarten bis Nazidemonstrationen ebenso als „normal“ angesehen werden wie die sich häufenden Mahnwachen und gewalttätigen Übergriffe.
Um zu verstehen wie es überhaupt zur heutigen Nazidemonstration kommen könnte, sollen anhand einiger Beispiele die Tätigkeiten der rechtsextremen Szene skizziert werden.
So kam es am 20.April in einer Kneipe im Stadtwesten zu einer Feier zu Ehren des Geburtstag Adolf Hitlers. Zuvor versuchte Wiener mit seiner KS Asgard-Ratisbona eine Podiumsdiskussion mit den Stadtratsfraktionen zum Thema Rechtsextremismus zu stören.
Am 10.Mai wurden drei Personen der KS Niederbayern/Oberpfalz festgenommen, die Vorwürfe reichen von Diebstahl und dem Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen, über Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und schwerem Raub, bis zum Verstoß gegen das Waffengesetz und gefährlicher Körperverletzung.
Mitte Mai kam es zu einer Serie faschistischer Übergriffe in München, anwesend waren jeweils Regensburger Nazis, die u.a. Personen unter Morddrohungen und Flaschenwürfen durch die U-Bahn hetzten.
Leider gibt es neben diesen offensichtlich gewalttätigen Aktionen der Neonazis, die –soweit sie öffentlich thematisiert werden- auch geächtet werden, faschistische Aktivitäten, die auf stillschweigender Toleranz bis hin zu offener Akzeptanz basieren.
So wurde der KS Asgard-Ratisbona eine Mahnwache nahezu direkt an der Gedenktafel zur Reichspogromnacht an der Synagoge genehmigt bei der Flugblätter mit dem Titel „Wer gedenkt den deutschen Opfern?“ verteilt wurden. Hier versuchten die Neonazis an die öffentliche Debatte um die Forderung nach Gedenken an die sog. „deutschen Opfer“ des 2.Weltkrieges anzuknüpfen. Die faschistischen Massenmorde sollen so zu einer nebensächlichen Vorgeschichte relativiert werden und eine Täter-Opfer Verschiebung stattfinden.
Am 2.April fand in München eine Nazidemo mit Rechtsrockkonzert unter dem Motto „nur ein Esel glaubt noch an den Sozialstaat BRD“ statt. Dieses Motto ist eine Anlehnung an Naziaktionen aus dem Jahr 1978 als Neonazis um Michael Kühnen mit Eselsmasken und umgehängten Schildern mit der Aufschrift „Ich Esel glaube noch, dass in deutschen KZs Juden vergast wurden“ auftraten. Die KS Asgard-Ratisbona knüpfte mit dem Tragen entsprechender Tiermasken direkt an die Holocaustleugnende Aktion aus dem Jahr 1978 an. Dies alles fiel unter das demokratische Demonstrationsrecht.
Bei dem Prozess um die Münchener KS Süd, die ein Sprengstoffattentat auf die Grundsteinlegung des jüdischen Kulturzentrums plante, wurde deren Anführer Martin Wiese zu 7 Jahren Haft verurteilt. Verteidigt wurde der Naziterrorist Wiese von dem Regensburger Szene-Anwalt Günther von Herzogenrath-Amelung. Von Herzogenrath-Amelung hat ungestört sein Büro mitten in der Regensburger Altstadt.
Am 25.Juni spendierte die Stadt Regensburg der KS Asgard-Ratisbona eine Kundgebung direkt am Bürgerfest. Die Polizei sorgte dafür, dass sie Veranstaltung ungestört blieb, konnte jedoch nicht verhindern, dass u.a. Willi Wiener persönlich mit einer Fahnenstange auf Umstehende einprügelte. Es war auch kein Problem, dass die Neonazis mit ihren zu Schlagwaffen umfunktionierten Fahnenstangen bis spät in der Nacht durch das Bürgerfest zogen.
Zur vorgezogenen Bundestagswahl im September wurden von der NPD einerseits die deutlich rassistischen Parolen wie „unser Land gehört uns!“ und „inländerfreundlich“ verwendet, die lediglich das verbotene „Ausländer raus!“ umschreiben. Andererseits wurden auch Menschen mit Migrationshintergrund als „massive Belastung der Sozialsysteme“ dargestellt. Hiermit kann die NPD an eine Neiddebatte unter rassistischen Vorzeichen anknüpfen, die in dieser Form auch vom Großteil der deutschen Gesellschaft getragen wird.
Am 28. September wurde es mit hohem Polizeiaufwand durchgesetzt, dass sie KS Asgard-Ratisbona ihren Antisemitismus direkt vor einer Lesung des Autors Michel Friedman zur Schau stellen konnte. Auch die breite Öffentlichkeit war eher an einer Debatte um die Person Friedman und seinem jüdischen Glauben interessiert, als an einer Auseinandersetzung –welcher Art auch immer- mit den FaschistInnen und dem Thema Antisemitismus.
Nachdem Willi Wiener mit seiner Kameradschaft alle Facetten der Verherrlichung des Nationalsozialismus bedient, d.h. von der Hommage mit den Eselsmasken an den Neonazi Kühnen, der unverblümt aussprach, dass die Beseitigung der Demokratie mit allen Mitteln sein Ziel ist, über Angriffe auf Menschen, die nicht in die von den Neonazis propagierte Volksgemeinschaft integrierbar sind, bis zur offen zur Schau gestellten antisemitischen Hetze, muss mensch sich fragen: Was haben die Deutschen gelernt? Diese Frage muss v.a. an die zuständigen Behörden weitergegeben werden.
Die Forderung an das Ordnungsamt der Stadt lautet daher rechte Veranstaltungen nicht zu dulden, denn das Versammlungsrecht gilt nicht für Neonazis.
Der Stadtrat Regensburg wird aufgefordert endlich eine eindeutige Position gegen Neonazismus zu beziehen. Die durch den damit beauftragten Runden Tisch erfolgte Gleichsetzung von AntifaschistInnen mit Neonazis ist nicht akzeptabel.
Es werden alle Gaststätten, Kneipen, FestbetreiberInnen und öffentliche Einrichtungen aufgefordert Neonazis ein generelles Hausverbot zu erteilen, ihnen nicht die Möglichkeit zu geben sich öffentlich zu treffen, sich Mut anzutrinken und Raum für rechte Phrasen und Gewalt zu bieten. Es gibt keine „friedlichen Nazis“!
Nachdem jedoch beobachtete werden musste, dass der Oberbürgermeister Hans Schaidinger ein Jahr auf das Geständnis hin gedrängt werden musste, dass er gegen Nazis –und selbstverständlich gegen jeden anderen Extremismus- sei, kann es keine antifaschistische Perspektive sein lediglich auf das Handeln von Behörden und PolitikerInnen zu warten. Deshalb ist es wichtig, dass sich verschieden Gruppierungen und Einzelpersonen über ihre Differenzen hinweg gemeinsam gegen Nazis engagieren. Diese Veranstaltung und ihr Umfeld sollen ein Zeichen hierfür sein. In diesem Sinne wünscht [anita_f.] allen viel Erfolg bei der kreativen Artikulation des antifaschistischen Widerstandes. Danke.
Titel der Ergänzung
ich stand bei der ersten blockade in der erseten reihe und wurde mit fusstritten fast zu boden gebracht anfangs schafften wir es noch die grünen 2 bis drei meter zurückzudrängen doch dann kamen die schwarzen und es war vorbei
ich stand ein paar meter weg als ich sah dass ne freundin von mir ohne erkennbaren grund von einem usk´ler mit der tonfa attackiert wurde
doch glücklicherweie konnte sie vor ihm flüchten
ach ja und bei der 2 barrikade hatten wir noch mehr pech als bei der ersten als wir de mülltonne auf die strase zogen wurden wir sofort von den usk´lern attackiert doch einige von uns konnten durch seitengassen und hintergärten entkommen
ich hab mitbekommen wie ein autonomer mit der dienstwaffe sozusagen bedroht wurde als er versuchte einen genossen aus den fängen eines zivis zu befreien
im grosen und ganzen will ich hoffen dass es am 17. mehr menschen gibt die wirklich mithelfen und wir nicht wieder zu 20. alles allein machen müssen.....
grus
euer autonomer vernab vopn regensburg......
ach ja noch was ich wäe dankbar wenn mir jemand sagen könnte wo mensch noch mehr bilder findet danke...
Thor Steinar
.
die bullen (auch wenn sie zu knapp 500 da waren) waren die ganze demo über total verpeilt und hatte keine kontrolle über die linken.
deshalb kommt alle die am 17.12 zeit haben nach regensburg um den faschos die hölle heiß zu machen!!
P.s.: enttäuscht war ich von der münchener antifa der es wahrscheinlich zu schade war nach rgbg zu kommen, obwohl der großteil der faschodemo von münchenern bestand!
Nazidemonstration am 17.12 in rgbg stoppen!!
2.nazidemo
es waren ca. 1000 gegendemonstranten da, ca.100 nazis
und über 1000 extrem aggresssive und brutale bullen.
die gegendemo unter dem motto "enough is enough" verlief
zuerst ziemlich friedlich.aber nach der schlusskundgebung,
bei der die stadt regensburg aufgefordert wurde, zu den
naziumtrieben stellung zu nehmen fingen, die bullen an,
die menge zu umstellen, worauf sich ein teil der leute
abspaltete um zur nazidemo zu gelangen.
dies war aber auf grund der massive polizeipräsenz
unmöglich. einige kleingruppen kamen recht nah an die
nazis ran, wurden dann aber sofort wieder zurückgedrängt.
die ordnungswüter wurden immer aggressiver und schlugen
später mit küppeln auf die demonstranten ein.
mir sind eine kopfplatzwunde mit gehirnerschütterung,
prellungen und mehrere ausgekugelte arme bekannt.
nach ende der veranstaltung blieb der bahnhof noch
ca. eine stunde für alle gesperrt, die irgendwie nach
antifa oder punk aussahen,was aber auch nur schikane war,
da die nazis schon längst wieder weg waren.
ingesamt hätte es eine erfolgreiche demo werden können,
aber an der etwas chaotischen organisation und nicht
zuletzt am massiven polizeiaufgebot scheiterte.
aber lassen wir uns davon nicht unterkriegen.
heute ist nicht alle tage, wir kommnen wieder!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
50 ist schon realistisch
ist ja eh zu vermuten...
jg
Haben Nazis auch eigene Musik!???????
Besonders erstaunt war man über die abgespielte Musik der Faschisten. Kenner konnten sowohl "Ton-Steine-Scherben" als auch "Ska-P" raushöhren. Beide bestimmt keine Nazigruppen. Es sollte scheinbar einfach nur provoziert werden, bzw. zeigt allein das Lied "Intifada" (ca. 20 mal abgespielt) die Itelligenz der anwesenden Faschisten:
Intifada
Sechs Millionen Juden wurden grausam vernichtet,
Ein imperialistischer Massenmord, von faschistischen Armeen ausgeführt
Lasst uns aus der Geschichte lernen
Die Opfer sind zu Henkern geworden, alles hat sich verkehrt,
Sie siedeln in palästinensischen Gebieten, wiedereinmal ohne jede Vernunft
Tote, Tote, in wessen Namen?
Tote, Tote im Namen Israels
Tote, Tote, in wessen Namen?
Tote, Tote im Namen Gottes
Was würdest Du tun, wenn sie Dich aus Deinem Haus vertrieben, ohne das Recht sich zu Beschweren,
Auf deiner Kultur herumtrampelten, dich im Wahnsinn zurückliessen, ohne jede Würde?
Palästina leidet unter dem Reichtum Israels im Exil,
Einer arroganten und mächtigen Regierung, die bereit ist gegen Du-weisst-schon-wen Krieg zu führen,
Steine gegen Gewehre, eine neue Intifada in Cisjordania, Gaza oder Jerusalem
Wer hätte gedacht,
Dass aus David Goliath werden könnte?
Intifada, Befreiung!
Versteht mich nicht falsch, ich bin Atheist, glaube an garkeinen Gott,
Ich bewerte Menschen nicht nach Rasse, Kultur oder Religion,
Ich verurteile lediglich Leid, Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch,
Palästina leidet unter dem schlimmsten aller Krige, der Ausbeutung durch Israel
Nazipig
auf dem Bild auf dem die Nazis zu sehen sind:
Der Typ ziemlich weit rechts im Bild mit der Bundeswehr-Tarnfleck-Jacke ist Köper Florian aus Amberg. Ein wegen Körperverletzung und noch verschiedener Delikte mehrfach vorbestrafter Neonazi.
Sonst muss man sagen, die Bullen (besonders die Schweine vom USK) sind unglaublich rabiat und brutal zu Werke gegangen. Bei der ersten Blockade wurde sofort mit Füßen, Tonfas und Fäusten auf die Antifaschisten eingeprügelt.
Kommt nächste Woche alle zur Anitfa-Demo!!!!!!!!!!!
@flo
Doch das Lied Intifada von Ska-P zu spielen, das zeugt von ein wenig Überlegung der Nazis. Das Lied passt einfach total in ihre Anti-Israelische Ideologie und zu ihrem Ziel, der Auslöschung Israels. ( Was auch viele "Linke" wollen, Zufall?!)
Naja, auf jeden Fall ist das Lied einfach alles andere als links und passt sehr gut in die rechte Ideologie. Ich persönlich wäre mir an diesem Tag sehr blöd vorgekommen hätte ich nen Pali-Lumpen um den Hals gehabt^^
Tja, die Nazis tuns und ihr tuts auch!
Nächsten Samstag sind Israel-Fahnen am Start.
Gegen die Antiisraelische Verwirrung in der deutschen Linken!
Solidarität mit Israel!
achja, ich bin kein antideutscher,
nur israel-solidarischer Antifaschist^^
21:53 ist deutliches Beispiel
21:53 ist deutliches Beispiel
Fangt an zu denken!
Gespielte musik
man sieht sich am samstag
wieder typisch
NPD und andere Idioten versuchen doch ständig alle möglichen Bands einzunehmen oder für die eigenen Zwecke zu missbrauchen- sonst würden sie nicht offen unpolitische Musik spielen.Daher kommt schließlcih auch das bürgerliche Outfit- Neo-Nazis haben nun mal keine eigene Subkultur und werden diese auch niemals haben! Deswegen versuchen sie es ja nun auf diese Art und Weise, gesellschaftlich akzeptierter aufzutreten!
Und bitte: Lasst endlich mal dieses ewiggestrige-möchtegern-Denken über die Onkelz aussenvor. Die einzigsten Lieder, die es gegen Ausländer gab wurden als Punkband geschrieben und nicht anders! Wer was anderes erzählt lügt! Sie äußerten ihren Unmut, da sie als junge Punks ständig von Türkengangs gejagt wurden... da scheint es nciht abwägig!
erfurt goes national
die armen Deutschen wurden von DEN BÖSEN TÜRCKEN gejagt! Wo die Nation als konstatierdendes identitätsmerkmal gebraucht wird, ist die NPD nicht weit!
NO TEARS FOR ONKELZ!