Warnstreik an der Freien Universität Berlin
Studierende wehren sich gegen Bevormundung, Studiengebühren und unzumutbare Arbeitsbelastung
Auf der heutigen Vollversammlung der Freien Universität (FU) beschlossen die anwesenden Studierenden in einen Warnstreik zu treten. Anschließend zogen mehre hundert Menschen lautstark in einer Spontandemonstration vor das Präsidialamt der FU. Bereits ab kommenden Montag (5.12.) wollen die Studierenden der FU, vorerst für eine Woche, ihrem Ärger mit dem Warnstreik Ausdruck verleihen und eine inneruniversitäre Debatte über die Ursachen anstoßen.
In erster Linie kämpfen die Studierenden gegen die aktuellen Umstrukturierungsprozesse im Hochschulbereich und die damit einhergehenden unzumutbaren Studienbedingungen. „Inzwischen weiß ich nicht einmal mehr, wie ich meine nächste Miete bezahlen soll“, so Sam Fard am Rande der Vollversammlung. “Ich stelle ja keine großen Ansprüche, aber mein Studium sollte doch wenigstens einen Nebenjob zulassen.“
Die Proteste richten sich auch gegen das an der FU im Zuge des Bologna-Prozesses neu eingeführte Projekt „Campusmanagement“. Teil des Projektes ist eine Verwaltungssoftware, die Studierende bei ihrer Studienplanung stark einschränkt und zugleich deren persönliche Daten sammelt.
„Keine Studiengebühren, niemals!“ war eine weitere Forderung der Vollversammlung. „Studiengebühren können niemals sozial verträglich gestaltet werden!“ so die Studentin Steffi Müller auf der Vollversammlung. „Deutschland ist bereits Spitzenreiter der Chancenungleichheit beim Bildungserwerb, das wissen wir spätestens seit PISA“.
Die Proteste an der FU stehen im Zusammenhang mit den bundesweiten Protesten. Neben Berlin demonstrierten heute in Hamburg über 3000 Studierende gegen Studiengebühren. Die Polizei ging zum Teil mit massiver Gewalt gegen den friedlichen Protest vor. “Der AStA der Freien Universität verurteilt dieses brutale Vorgehen auf das schärfste und solidarisiert sich mit den verhafteten und verletzten Demonstrationsteilnehmenden”, so Björn Kietzmann hochschulpolitischer Referent des Allgemeinen Studierendenausschuss (AstA). In Augsburgs gingen ebenfalls ca. 400 Studierende gegen die Einführung von Studiengebühren auf die Straße. In Nürnberg und Göttingen werden die Präsidien von Demonstranten besetzt gehalten.
In den kommenden Tagen wird es Groß-Demos in Stuttgart (30.11), Düsseldorf (30.11), Bremen (02.12) und Halle (08.12) geben. Auch Studierende aus Berlin werden sich aktiv an diesen beteiligen.
Bereits diese Woche sollen in Berlin erste Protestaktionen stattfinden, so wird morgen auf der Sitzung des Akademischen Senats der Forderungskatalog der Studierendenschaft der FU an die Univerasitätsleitung übergeben. Am Donnerstag wird auf dem Campus der FU zur Vorbereitung des Warnstreiks demonstriert. Der Akademische Senat tagt Mittwoch ab 15.00 Uhr im Senatssaal der Freien Universität (Henry-Ford-Bau).
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Sam Fard, 0162 58 90 772
oder Björn Kietzmann, 0177 785 33 61
In erster Linie kämpfen die Studierenden gegen die aktuellen Umstrukturierungsprozesse im Hochschulbereich und die damit einhergehenden unzumutbaren Studienbedingungen. „Inzwischen weiß ich nicht einmal mehr, wie ich meine nächste Miete bezahlen soll“, so Sam Fard am Rande der Vollversammlung. “Ich stelle ja keine großen Ansprüche, aber mein Studium sollte doch wenigstens einen Nebenjob zulassen.“
Die Proteste richten sich auch gegen das an der FU im Zuge des Bologna-Prozesses neu eingeführte Projekt „Campusmanagement“. Teil des Projektes ist eine Verwaltungssoftware, die Studierende bei ihrer Studienplanung stark einschränkt und zugleich deren persönliche Daten sammelt.
„Keine Studiengebühren, niemals!“ war eine weitere Forderung der Vollversammlung. „Studiengebühren können niemals sozial verträglich gestaltet werden!“ so die Studentin Steffi Müller auf der Vollversammlung. „Deutschland ist bereits Spitzenreiter der Chancenungleichheit beim Bildungserwerb, das wissen wir spätestens seit PISA“.
Die Proteste an der FU stehen im Zusammenhang mit den bundesweiten Protesten. Neben Berlin demonstrierten heute in Hamburg über 3000 Studierende gegen Studiengebühren. Die Polizei ging zum Teil mit massiver Gewalt gegen den friedlichen Protest vor. “Der AStA der Freien Universität verurteilt dieses brutale Vorgehen auf das schärfste und solidarisiert sich mit den verhafteten und verletzten Demonstrationsteilnehmenden”, so Björn Kietzmann hochschulpolitischer Referent des Allgemeinen Studierendenausschuss (AstA). In Augsburgs gingen ebenfalls ca. 400 Studierende gegen die Einführung von Studiengebühren auf die Straße. In Nürnberg und Göttingen werden die Präsidien von Demonstranten besetzt gehalten.
In den kommenden Tagen wird es Groß-Demos in Stuttgart (30.11), Düsseldorf (30.11), Bremen (02.12) und Halle (08.12) geben. Auch Studierende aus Berlin werden sich aktiv an diesen beteiligen.
Bereits diese Woche sollen in Berlin erste Protestaktionen stattfinden, so wird morgen auf der Sitzung des Akademischen Senats der Forderungskatalog der Studierendenschaft der FU an die Univerasitätsleitung übergeben. Am Donnerstag wird auf dem Campus der FU zur Vorbereitung des Warnstreiks demonstriert. Der Akademische Senat tagt Mittwoch ab 15.00 Uhr im Senatssaal der Freien Universität (Henry-Ford-Bau).
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Sam Fard, 0162 58 90 772
oder Björn Kietzmann, 0177 785 33 61
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
In Nürnberg wird gestreikt
Richtig ist stattdessen, dass Vorlesungen bestreikt werden und die Studierenden sich in dieser Zeit selbst bilden, diskutieren, protestieren und organisieren.
Solidarische Grüße nach Berlin, Göttingen, D-Dorf, Augsburg, Bamberg und alle anderen Widerständigen.
bilder vorm präsidium
bilder von spontandemo vorm präsidium
spontandemo
Solidarität von der ASFH-Berlin
Vor etwa zwei Wochen am 17.11. hatten wir auch eine VV, an der das Hauptthema das Verwaltungsprogramm sowie die Bachelorisierung war.
Die VV stimmte mit großen Mehrheiten gegen das Verwaltungsprogramm (also Abschaffung) und gegen einige Themen im Rahmen der Bachelorisierung (z.B. Anwesenheitslisten, Modulwiederholung bei nicht bestehen eines Teilmoduls, etc.)
Diskutiert wurde unteranderem die Vermutung dass das Verwaltungsprogramm in Verbindung mit zukünftigen Studiengebühren steht.
Lasst es uns wissen wenn ihr Aktionen macht...
Mit solidarischen Grüßen
Student der ASFH-Berlin
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Solidarische Grüße aus Hamburg! — must not sleep must warn others
Frage — Zamorano