Linke Strukturen in Freiburg et al. schützen

KoraktorleserIn 25.11.2005 02:33 Themen: Repression
Ende September wurde eine Stellungnahme der Antirepressionsgruppe Karlsruhe zur Repression nach einem Angriff auf einen NPD-Infostand am 4. Juni in Kaiserslautern veröffentlicht:  http://de.indymedia.org/2005/09/129170.shtml
Leider gibt es neue Ereignisse, die eine Darstellung des Status Quo notwendig machen.
Bei der Aktion wurde eine Person mit dem Spitznamen "Prolo" festgenommen und für zwei Tage in U-Haft behalten. Dort wurde er nach eigenen Angaben unter Druck gesetzt und machte in dieser Zeit Aussagen gegenüber der Polizei, die andere Menschen schwer belasten und eventuell mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen. Gegenüber seinem ehemaligen Umfeld verschwieg "Prolo" jedoch den Umfang seiner Anschuldigungen. Bisher kam es aufgrund seiner Aussagen bereits zu zwei Hausdurchsuchungen. Wegen seines Alters zur Tatzeit hätte "Prolo" nicht mit einem Gefängnisaufenthalt rechnen müssen, auch wenn er niemanden verraten hätte. Er hat sich auch nach seiner U-Haft bewusst für eine Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden entschieden und weiter umfangreiche Aussagen gemacht.

Es wurden viele Versuche unternommen, "Prolo" zum Umdenken und zur Rücknahme seiner Aussagen zu bewegen. Er hat über einen langen Zeitraum mit einigem Aufwand versucht, seine Absichten zu verschleiern. Während zahlreicher Gespräche, die mit ihm geführt worden sind, stellte er sich immer wieder selbst als Opfer dar. Mehrfach spielte er seinen GesprächspartnerInnen den guten Willen vor, seine belastenden Aussagen zurückzunehmen. Mitlerweile aber steht fest: "Prolo" will seine Aussagen aufrecht erhalten und könnte damit andere Menschen für mehrere Jahre in den Knast bringen.

Er fordert mittlerweile andere Beschuldigte auf, ebenfalls Aussagen bei den Ermittlungsbehörden zu machen. "Prolo" hat keinerlei Rückhalt mehr in linken Kreisen.

Am 1. Juli hat er seine Zivildienststelle beim iz3w in Freiburg angetreten. Das iz3w, das bei der Vergabe der Zivistelle nichts von "Prolos" Verhalten wusste und kurz nach dem Beginn seiner Arbeit von seinen Aussagen erfuhr, unterhält bis heute einen vertrauensvollen Umgang mit "Prolo". Von Seiten des iz3w wurden Informationen nur sehr zurückhaltend an die politischen Gruppen weitergegeben, die das ADW-Gebäude nutzen. Trotz der gescheiterten Versuche des iz3w, ihn zur Rücknahme seiner Aussagen zu bewegen, bekommt er an seiner Arbeitsstelle weiterhin täglich Einblicke in linke Strukturen.

Nach drei Monaten tauchten Ende September an linken Szeneorten in Freiburg Plakate mit dem Namen, der Adresse und Fotos von "Prolo" und einer Darstellung des Sachverhaltes auf, die im Internet unter ******** verfügbar sind. Am 7. Oktober besuchte "Prolo" ein Konzert in der KTS. Er wurde, sofort nachdem er erkannt wurde, rausgeworfen. Am 17. Oktober hat das KTS-Hausplenum ein Hausverbot für "Prolo" beschlossen.

"Prolo" stellt eine Gefahr für linke Strukturen dar und muss daher aus diesen ausgeschlossen werden!

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Es geht immer weiter...

Autonom@ntifA 25.11.2005 - 13:35

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Armes Schwein — Anti-Staat