Castor: Polizei zersticht Fahrradreifen

yetzt 20.11.2005 17:54 Themen: Atom Repression
Die Polizei hat in der Göhrde mehrere Fahrräder sabotiert.
Etwa 15 Menschen hatten ihre Fahrräder auf einem Privatgrundstück in der Göhrde untergestellt. Als sie abwesend waren, haben unbekannte Personen - es wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um Polizeikräfte handelt - 9 der 11 Fahrräder demoliert. Die Reifen wurden zerstochen, bei mehreren Fädern wurden Schrauben gelockert oder abgeschraubt, Bremszüge gekappt oder Ventile zerstört. Die Fahrräder und Menschen wurden anschließend mit Fahrzeugen abgeholt, die Polizei nahm eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung auf.
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Ergänzungen

wieso...

ich halt 21.11.2005 - 03:43
...seid ihr so sicher dass es polizisten waren? ich meine laut überschrift ist alles eindeutig, nachher vermutet man. welche anhaltspunkte gibts für euch?

kein Einzelfall

Jan 23.11.2005 - 10:10
Der geschilderte Vorfall war kein Einzelfall. Uns ist ähnliches bei Tollendorf passiert, und wir gehen ebenfalls stark davon aus, dass die TäterInnen aus Polizeikreisen stammen.
Wir waren am Sonntag mit vier Leuten aus Tollendorf Richtung Wald geradelt und haben unsere Räder in einem kleinen Waldstück am Feldweg Richtung Govelin versteckt, weil wir gehört hatten, dass schon letztes Jahr Räder beschädigt wurden. Als wir am späten Nachmittag wiederkamen, waren bei allen Rädern die Ventile aufgedreht und abgeknickt (sog. französiche Ventile, der Nippel war umgebogen; da diese Nippel spätestens beim Zurückbiegen abbrechen, ist damit das Fahrrad effektiv "stillgelegt").
Wir gehen aus folgenden Gründen davon aus, dass dies eine Tat der Polizei war: Obwohl ein Rad nicht abgeschlossen war und bei einem anderen ein leicht abnehmbarer Tacho dran war, wurde nix geklaut. Wir wurden von mehreren Polizeiwagen aus gesehen, wie wir in Richtung des Waldstücks fuhren und zu Fuß weitergingen. Sonst hat das niemand gesehen (wir haben darauf geachtet, wer wo guckt...). Die Räder waren vom Weg aus nicht sichtbar, und es ist absurd anzunehmen, dass irgendwer zufällig durch dieses Wäldchen läuft und Ventile demoliert. Die Räder müssen also gezielt gesucht und beschädigt worden sein.

Warum Polizisten vermutlich Täter waren

JK 23.11.2005 - 11:58
Ich bin selbst einer der Geschädigten und erzähle ein paar Infos warum die Räder vermutlich von Polizisten zerstört wurden.
1. Die Räder wurden in unmittelbarer näher der Gleise abgestellt. Es waren DURCHGÄNGIG Polizisten in weniger als 50 Meter Absatnd anwesend. DOch sie haben alle NIEMANDEN bei den Rädern gesehen.
2. Die Räder wurden in Absprache mit den Anwohnern des Hauses Abgestellt. Erst standen sie etwas näher am Haus, aber dann wurden sie auf Wunsch der Anwohner umgestellt. Die Anwohner haben NUR Polizisten bei den Rädern gesehen. (Wobei sie nicht geshen haben wie sie zerstört wurden).
3. Die Räder waren absolut Fahrtüchtig. Die meisten waren zwar reparierte eher ältere Räder, aber alle soweit O.K. Aber auch ein neueres Gutes Rad was auch nicht abgeschlossen wurde, war nicht gestohlen sondern "nur" beschädigt worden. Die TäterInnen schienen auch eine gewisse Moralische Ehtig zu besitzen da sie KEIN Kinderrad (war auch da) beschädigt haben.
4. Alle Fahrradreifen wurden mit äquivalenten Mitteln zerstört. Das bedeutet entweder das eine Gruppe von TäterInnen mit selben gerät die Fahrräder zerstört haben oder einE EInzeltäterIn mit viel Zeit(trotz anwesender Polizei).

Resüme: Ich finde, jedEr sollte sich selbst Gedanken darüber machen wer Motive und Möglichkeiten hatte die Räder zu zerstören. Ich denke jedoch auch das es Polizisten waren.

Schon viel PKW Reifen zerstochen

Käpt'n Bär 23.11.2005 - 17:34
Die Polizei hat schon viele PKW- und Trecker-Reifen zerstochen.

Mir selber wurden 2 Reifen meines Kleinwagens von Zivilbeamten zerstochen.

Ein anderes Mal wurden die Reifenventile von Bereitschsftpolizisten herausgedreht und gestohlen (nicht beschlagnahmt! es gab keinerlei Protokoll)
In Lüneburg wurde eine unerwünschte Fahrademonstration gestoppt und bei den meisten Räder die Ventile gestohlen (wiederum nicht beschlagnahmt!)

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