Dresden: Erfolgreicher Kampagnenstart
Erfolgreicher Kampagnenstart in Dresden +++ 400-500 AntifaschistInnen demonstrieren gegen NPD - Landeszentrale +++ Befürchtete Aktionen von Nazis blieben aus +++
Dresden Lockwitzgrund. Recht idyllisch lässt es sich hier leben. Schmucke Einfamilienhäuser, ein Bach plätschert gemächlich dahin. Doch mit der Idylle ist es vorbei. Wer möchte schon seine Kinder auf Straßen spielen lassen, die von NPD-Funktionären als Zufahrt für ihr sächsisches Basislager genutzt werden. Wohl kaum einer.
Auch die Antifa möchten den BürgerInnen so etwas nicht zumuten, Grund genug für eine Kampagne die sich zum Ziel gesetzt hat, die NPD - Landeszentrale aus dem Lockwitzgrund zu vertreiben.
Unscheinbar das Fachwerkhaus in dem die NPD sich eingenistet hat. Wohl viele BewohnerInnen ahnten bis vor kurzem nicht das sich Antisemiten und Rassisten hier eingenistet haben.
Doch die Antifa blieb nicht untätig, Infoflyer wurden verteilt und heute eine Demonstration angemeldet.
[Die Demo]
Zwischen 400 und 500 AntifaschistInnen nahmen an der Demo teil. Die Route führte direkt zur NPD-Zentrale.
Irritationen gab es zum Auftakt, so mussten AntifaschistInnen Hakenkreuze abkleben obwohl diese eindeutig durchgestrichen oder zerschlagen wurden. Die Polizei gab sich schon beinah unheimlich kooperativ. So wurden Seitentranspis kurzfristig zugelassen, auch die komplette Straße und nicht nur eine Hälfte durfte benutzt werden. Einem Hundehalter wurde gar angeboten, sein Tier für die Dauer der Demo in einem Hundekäfig aufzubewahren, war der Hund auf der Demo doch verboten. Aus Tierschutzgründen wurde dies abgelehnt, der Hund und sein Herrchen durften in einigem Abstand zur Demo mitlaufen.
Die Polizei war direkt an der Demo mit maximal 50 Einsatzkräften zugegen.
So war es eine recht entspannte Atmosphäre, seitens der Polizei.
Intern hatten, nach Informationen der Dresdener Antifa, Nazis jedoch mobilisiert die Demo zu stören und anzugreifen. Die für gewöhnlich gut informierte Antifa sollte Recht behalten. Tatsächlich rotteten sich einige Nazis zusammen, sie wurden allerdings von der Polizei festgesetzt. Nur zwei Nazis schafften / trauten sich an die Demo heran. Eine kleine Sprinteinlage der TeilnehmerInnen sorgte jedoch dafür, dass die beiden die Beine in die Hände nahmen, was sicherlich zur ihrem Vorteil war.
So konnte die Demo ungestört von Naziprovokationen durchgeführt werden. Ein Jingle und mehrere Redebreiträge sowie zahllose Informationsblätter die an Umstehende und Briefkästen verteilt wurden, informierten über den Anlass der Demonstration.
Für Antifademos schon fast ungewöhnlich reihten sich auch viele AnwohnerInnen in die Demo ein, so dass zum Schluss sich sogar ein kleiner "Bürgerblock" bildete.
[Kritik]
Zwar stellte sich im Nachhinein heraus, dass die Sorge um faschistische Störaktionen ein bisschen übertrieben war, ist es auf jeden Fall positiv anzumerken das man sich aus Sicherheitsgründen vorher in der Neustadt zur gemeinsamen Anreise traf.
Die Lautimoderation war gewohnt professionell, die Redebeiträge informativ und differenziert. Der Jingle informierte kurz und bündig AnwohnerInnen über unser Anliegen. Sehr schön war auch die "Liveschaltung" nach Halbe, der Erfolg von Halbe sorgte immer wieder für kleine Jubelstürme.
Die Demo war insgesamt vielleicht ein wenig ruhig, da man allerdings durch ein eher ländlich geprägtes Areal demonstrierte war dies nicht sonderlich schlimm.
Die verteilten Flyer haben zahlreiche BürgerInnen von unserem Anliegen informiert, den ein oder anderen auch überzeugt.
[Fazit]
Ein erfolgreicher Auftakt der Kampagne.
[Internetlinks]
Infos über die Kampagne bei venceremos:
http://venceremos.antifa.net/antifaaktion/npd_immo/index.html
Infos über die Zentrale bei venceremos:
http://venceremos.antifa.net/ddneonazis/npd/lockwitzgrund.htm
Kampagnenseite:
http://www.keine-npd-in-lockwitz.de/
Anderer Indymediabericht:
http://www.de.indymedia.org/2005/11/132251.shtml
P.S. Beim MDR-Fernsehen gab es ein kleinen Bericht, hier war von 150 TeilnehmerInnen die Rede.
Auch die Antifa möchten den BürgerInnen so etwas nicht zumuten, Grund genug für eine Kampagne die sich zum Ziel gesetzt hat, die NPD - Landeszentrale aus dem Lockwitzgrund zu vertreiben.
Unscheinbar das Fachwerkhaus in dem die NPD sich eingenistet hat. Wohl viele BewohnerInnen ahnten bis vor kurzem nicht das sich Antisemiten und Rassisten hier eingenistet haben.
Doch die Antifa blieb nicht untätig, Infoflyer wurden verteilt und heute eine Demonstration angemeldet.
[Die Demo]
Zwischen 400 und 500 AntifaschistInnen nahmen an der Demo teil. Die Route führte direkt zur NPD-Zentrale.
Irritationen gab es zum Auftakt, so mussten AntifaschistInnen Hakenkreuze abkleben obwohl diese eindeutig durchgestrichen oder zerschlagen wurden. Die Polizei gab sich schon beinah unheimlich kooperativ. So wurden Seitentranspis kurzfristig zugelassen, auch die komplette Straße und nicht nur eine Hälfte durfte benutzt werden. Einem Hundehalter wurde gar angeboten, sein Tier für die Dauer der Demo in einem Hundekäfig aufzubewahren, war der Hund auf der Demo doch verboten. Aus Tierschutzgründen wurde dies abgelehnt, der Hund und sein Herrchen durften in einigem Abstand zur Demo mitlaufen.
Die Polizei war direkt an der Demo mit maximal 50 Einsatzkräften zugegen.
So war es eine recht entspannte Atmosphäre, seitens der Polizei.
Intern hatten, nach Informationen der Dresdener Antifa, Nazis jedoch mobilisiert die Demo zu stören und anzugreifen. Die für gewöhnlich gut informierte Antifa sollte Recht behalten. Tatsächlich rotteten sich einige Nazis zusammen, sie wurden allerdings von der Polizei festgesetzt. Nur zwei Nazis schafften / trauten sich an die Demo heran. Eine kleine Sprinteinlage der TeilnehmerInnen sorgte jedoch dafür, dass die beiden die Beine in die Hände nahmen, was sicherlich zur ihrem Vorteil war.
So konnte die Demo ungestört von Naziprovokationen durchgeführt werden. Ein Jingle und mehrere Redebreiträge sowie zahllose Informationsblätter die an Umstehende und Briefkästen verteilt wurden, informierten über den Anlass der Demonstration.
Für Antifademos schon fast ungewöhnlich reihten sich auch viele AnwohnerInnen in die Demo ein, so dass zum Schluss sich sogar ein kleiner "Bürgerblock" bildete.
[Kritik]
Zwar stellte sich im Nachhinein heraus, dass die Sorge um faschistische Störaktionen ein bisschen übertrieben war, ist es auf jeden Fall positiv anzumerken das man sich aus Sicherheitsgründen vorher in der Neustadt zur gemeinsamen Anreise traf.
Die Lautimoderation war gewohnt professionell, die Redebeiträge informativ und differenziert. Der Jingle informierte kurz und bündig AnwohnerInnen über unser Anliegen. Sehr schön war auch die "Liveschaltung" nach Halbe, der Erfolg von Halbe sorgte immer wieder für kleine Jubelstürme.
Die Demo war insgesamt vielleicht ein wenig ruhig, da man allerdings durch ein eher ländlich geprägtes Areal demonstrierte war dies nicht sonderlich schlimm.
Die verteilten Flyer haben zahlreiche BürgerInnen von unserem Anliegen informiert, den ein oder anderen auch überzeugt.
[Fazit]
Ein erfolgreicher Auftakt der Kampagne.
[Internetlinks]
Infos über die Kampagne bei venceremos:
http://venceremos.antifa.net/antifaaktion/npd_immo/index.html Infos über die Zentrale bei venceremos:
http://venceremos.antifa.net/ddneonazis/npd/lockwitzgrund.htm Kampagnenseite:
http://www.keine-npd-in-lockwitz.de/ Anderer Indymediabericht:
http://www.de.indymedia.org/2005/11/132251.shtml P.S. Beim MDR-Fernsehen gab es ein kleinen Bericht, hier war von 150 TeilnehmerInnen die Rede.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
klagen!
die Nazis haben sich nur nicht rangetraut...
In Halbe, wo tausende Antifas jahrelang zum Naziaufmarsch auf Distanz gehalten wurden, haben sich Bürgerinnen formiert, die mit der Antifa nichts zu tun haben wollten. Das zu bejubeln hat daher einen schalen Beigeschmack.
Nichts für ungut: Letztlich hatten die Nazis mal wieder ein ganz schlechtes Wochenende.
klarstellung
die verlinkte website keine-npd-in-lockwitz.de gehört zu einer gleichnamigen kampagne der pds, verdi, dkp et al.
erst mal sehn ob die auch so was schickes wie die gestrige demo auf die reihe bekommen. ;)
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Q,,,,
Rechtslage IST eindeutig
Die Verwendung von unter §§86, 86a StGB fallenden Kennzeichen ist dann nicht strafbar, wenn der unbefangene Betrachter in der Art der Darstellung eine Ablehnung der NS-Ideologie erkennen kann.
Satirische Darstellungen werden von Art.5 Abs. 3 S. 1 GG (Kunstfreiheit) auch dann geschützt, wenn ihr Gegenstand Kennzeichen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation ist.
In Tübingen lag es eher an rechtextremen Staatsanwälten und einer "willigen" Richterin.
NO WAY !
Neonazis wollen wieder einmal Neonazis in Duisburg aufmarschieren. Dies ist bereits der dritte Aufmarsch dieser Art innerhalb eines Jahres. Treten wir als DemokratInnen und AntifaschistInnen den Nazis mit Gegeninformation und Aktionen vehement entgegen und zeigen wir ihnen, dass sie in Duisburg unerwünscht sind und hier keinen Fuß auf den Boden bekommen. Aus diesem Grund organiseren wir, das Bündnis "DU-gegen-rechts" zwei Veranstaltungen im November. Und rufen dazu auf den Naziaufmarsch zu verhindern!
17.11: Neonazi-Strukturen in NRW
Donnerstag, 17. November 2005, 19.30 Uhr im Djäzz, Börsenstraße 11, Duisburg
Das Bild des Neonazismus hat sich verändert. Bundesweit vernetzte neonazistische Basisgruppen, so genannte "Freie Kameradschaften", schaffen es, ihre "Mitglieder" besser einzubinden und sind wesentlich flexibler und mobilisierungsfähiger als herkömmlichen Neonazi-Parteien. Aus diesem Spektrum heraus wird auch der Aufmarsch am 26. November unter dem Motto "Zähne zeigen - Gegen Polizeigewalt und Überwachungsstaat" in Duisburg organisiert. Federführend ist einmal mehr das "Aktionsbüro Westdeutschland" (AB-West), ein Zusammenschluss diverser "Freier Kameradschaften" aus NRW unter Beteiligung der "Autonomen Nationalisten". Wie ist die Entstehungsgeschichte dieser "Freien Kameradschaften" und "Autonomen Nationalisten", was unterscheidet sie von herkömmlichen Neonazi-Parteien und welche Bedeutung haben sie? Wie sehen ihre Strukturen in NRW und im Ruhrgebiet aus und welche Aktivitäten gehen von ihnen aus?
Ein Vortrag des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland.
24.11: Polizeigewalt im Nationalsozialismus
Donnerstag, 24. November 2005, 19.30 Uhr im Djäzz, Börsenstraße 11, Duisburg
Die Veranstaltung mit dem Referenten Manfred Tietz beschäftigt sich mit der Polizeigewalt im Nationalsozialismus und mit der Gewalt gegen AntifaschistInnen in der BRD (mit direktem Lokalbezug auf Duisburg) Die Veranstaltung nimmt so bezug auf das Motto des Neonaziaufmarsches am 26.11 in Duisburg Es soll aufgezeigt werden, dass Neonazis des sogn. Aktionsbüro Westdeutschland, die sich direkt auf die SA beziehen, nie wirklich gegen den Abbau von demokratischen Rechten demonstrieren können. Anhand von Beispielen aus Duisburg und Umgebung wird klar das Neonazis auf jeden Fall repressiv sind und nicht für die Verteidigung und den Ausbau der Grundrechte stehen.
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