Demo gegen Studiengebühren Tübingen
Mit einer lauten und fröhlichen Demo zogen gestern um die 500 Studierende durch Tübingen, um gegen Studiengebühren zu demonstrieren. Die Demonstration sollte zeigen, dass sich die Studierenden auch vor fast schon vollendete Tatsachen gestellt, nicht mit den hahnebüchenen Maßnahmen im Bildungsbereich arrangiert haben und sich auch weiterhin vehement gegen den Ausverkauf von Bildung und gegen elitäre Bildungspolitik wehren werden.
Nur zwei Wochen zuvor war der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz Gaethgens während einer Festrede zum Dies Universitatis in Tübingen tragisches Opfer einer Tortenwurfattacke hämisch grinsender Studierender geworden, als er sich wieder einmal für Studiengebühren aussprechen wollte (Bericht mit Video, Indymedia vom 7.11.) In Anspielung an diese Aktion führten verschiedene DemonstrationsteilnehmerInnen Torten mit sich.
Die Demonstration wurde immer wieder gestört durch eine schicke Jubeldemonstration, die sektschlürfend mit Sprüchen wie „Gebühren rauf, Pöbel raus!“ die versammelte Menge erfolgreich gegen sich aufbrachte und deren Redner schließlich mit einer ganzen Ladung Schokoküsse und wiederum zwei Torten eingedeckt wurde.
In seiner etwas langen, aber guten Rede ging der Hauptredner ausführlich auf die weitreichenden Folgen von Studiengebühren von sozialer Selektion bis zum Mythos vom Studierenden als„König Kunde“ ein. Besonders betonte er auch die Folgen für Tübingen, da durch die Gebühren in Tübingen in Zukunft durch weniger Studierende weniger ausgegeben werden wird, was angefangen vom Einzelhandel bis hin zu Konzertveranstaltern schmerzhaft spürbar sein wird.
In der Kritik stand auch der Tübinger Universitätsrektor Schaich, der sich über die Beschlüsse verschiedenster universitärer Gremien hinwegsetzt und nach aussen ein klares Votum der Universität Tübingen pro Studiengebühren verbreitet.
Bevor die Demonstration auseinanderging, bedachten die versammelten Studierenden ihren Rektor deshalb noch noch voller Inbrunst mehrere Minuten mit der Grussbotschaft „Schaich muss weg!“.
In diesem Sinne – que se vayan todos!
Am 30.November ist die zentrale Demonstration in Stuttgart. Kommt alle bunt, laut und mit Torte;-)
Noch am Rande zu den Konsequenzen der Tortenwürfe:
Obwohl der getortete Gaethgens auf eine Anzeige ausdrücklich verzichtete, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft aus „öffentlichem Interesse“ gegen die Tortenwerfer, denen zusätzlich von der Uni ein zweijähriges Hausverbot aufgebrummt worden ist. Für den bisher einzigen identifizierten Konditor kommt schon dieses Hausverbot einem Berufsverbot gleich, weil eine Promotion nun ausgeschlossen ist. Zusätzlich belästigt die Polizei nun sein persönliches Umfeld und besucht seine MitbewohnerInnen sogar an deren Arbeitsplätzen. Wieder einmal völlig überzogene Reaktionen.
Die Demonstration wurde immer wieder gestört durch eine schicke Jubeldemonstration, die sektschlürfend mit Sprüchen wie „Gebühren rauf, Pöbel raus!“ die versammelte Menge erfolgreich gegen sich aufbrachte und deren Redner schließlich mit einer ganzen Ladung Schokoküsse und wiederum zwei Torten eingedeckt wurde.
In seiner etwas langen, aber guten Rede ging der Hauptredner ausführlich auf die weitreichenden Folgen von Studiengebühren von sozialer Selektion bis zum Mythos vom Studierenden als„König Kunde“ ein. Besonders betonte er auch die Folgen für Tübingen, da durch die Gebühren in Tübingen in Zukunft durch weniger Studierende weniger ausgegeben werden wird, was angefangen vom Einzelhandel bis hin zu Konzertveranstaltern schmerzhaft spürbar sein wird.
In der Kritik stand auch der Tübinger Universitätsrektor Schaich, der sich über die Beschlüsse verschiedenster universitärer Gremien hinwegsetzt und nach aussen ein klares Votum der Universität Tübingen pro Studiengebühren verbreitet.
Bevor die Demonstration auseinanderging, bedachten die versammelten Studierenden ihren Rektor deshalb noch noch voller Inbrunst mehrere Minuten mit der Grussbotschaft „Schaich muss weg!“.
In diesem Sinne – que se vayan todos!
Am 30.November ist die zentrale Demonstration in Stuttgart. Kommt alle bunt, laut und mit Torte;-)
Noch am Rande zu den Konsequenzen der Tortenwürfe:
Obwohl der getortete Gaethgens auf eine Anzeige ausdrücklich verzichtete, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft aus „öffentlichem Interesse“ gegen die Tortenwerfer, denen zusätzlich von der Uni ein zweijähriges Hausverbot aufgebrummt worden ist. Für den bisher einzigen identifizierten Konditor kommt schon dieses Hausverbot einem Berufsverbot gleich, weil eine Promotion nun ausgeschlossen ist. Zusätzlich belästigt die Polizei nun sein persönliches Umfeld und besucht seine MitbewohnerInnen sogar an deren Arbeitsplätzen. Wieder einmal völlig überzogene Reaktionen.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Demo in Stuttgart am 30.11
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
weiter so — weil