Campingplatz auf Unigelände Oldenburg
Protest gegen Studiengebühren geht weiter. Oldenburger Studenten besetzen Platz vor dem Mensagebäude und bauen Zeltenstadt auf
Oldenburger StudentInnen errichten Zeltstadt auf dem Unigelände,
Am Mittwoch, dem 26.10.2005 wurde auf dem Mensavorplatz der Universität Oldenburg das „Camp der guten Hoffnung“ errichtet. Diese Besetzung des „Roten Platzes“ richtete sich gegen die geplante Einführung von Studiengebühren in Niedersachsen zum Wintersemester 2006/2007 und stand im Rahmen der Aktion „Die Uni mal leer lassen“, die am darauf folgenden Tag stattfinden sollte. Initiiert wurde diese Protestaktion von der studentischen Gruppe W(ollt) I(hr) S(tudiengebühren) 07- WIS07, In Kooperation mit Bildungshunger, dem AK Bildung, dem Asta der Uni Oldenburg und der Evangelischen Studentengemeinde. Miete und Studium („Wohnst du noch oder studierst du schon?“) sei bald für einige nicht mehr drin.
Das „Camp der guten Hoffnung“ war bald nicht mehr zu übersehen: Es flackerte ein Lagerfeuer auf, mehrere Transparente hingen in den Bäumen, der ESG (Evangelische Studentengemeinde) – Chor sang afrikanische Widerstandslieder und mehrere Feuerjongleure zogen die Aufmerksamkeit auf sich.
Am nächsten Tag sollten dann auch die anderen Studenten in Aktionen miteinbezogen werden. „Jetzt erst recht. Studiengebühren stehst nur noch Du im Weg.“ Dieses Transparent begrüßte die Studenten am Eingangsportal des Hörsaalgebäudes. Ab 11 Uhr fanden sich immer mehr Studenten in dem Zeltlager ein, wo bei strahlendem Sonnenschein gefrühstückt wurde. Später wurde in einer Art „Talkshow“ über den aktuellen Stand der Entwicklungen berichtet. Der Zukunftsvertrag, der am 10.11.05 von der Landesregierung und den Hochschulpräsidien des Landes Niedersachsens unterzeichnet wurde, bestätigt eine ungute Entwicklung. Bildung wird zur Ware, Sozialverträglichkeit wird nicht weiter thematisiert, ökonomisch unrentable Studiengänge sollen weiter zusammengestrichen werden. Nach der Talkshow betonte WIS07 in einer Rede, dass der Zukunftsvertrag für die Gesellschaft alles andere als eine optimistische Zukunft verspricht und dass es JETZT Zeit für die Vernetzung und Solidarisierung mit allen anderen Gruppen ist, die von sozial ungerechten Sparmaßnahmen betroffen sind.
Wir werden uns wehren und versprechen der CDU-Landesregierung und dem Uni-Präsidium ein aktionsreiches Semester. Die Besetzung des Mensavorplatzes endete mit einem gemeinsamen Besuch des Uni-Präsidiums, bei dem eine bessere Informationspolitik gegenüber den Studenten und ein offensiveres Auftreten gegenüber der Landesregierung gefordert wurde. WIS07 wertet die Aktion als Erfolg, da das Thema an viele Erstsemester herangetragen wurde, eine bessere Vernetzungen der verschiedenen Gruppen begonnen hat und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Studierenden Oldenburgs Studiengebühren ablehnen und die Einführung für UNS noch nicht beschlossene Sache ist.
Am Mittwoch, dem 26.10.2005 wurde auf dem Mensavorplatz der Universität Oldenburg das „Camp der guten Hoffnung“ errichtet. Diese Besetzung des „Roten Platzes“ richtete sich gegen die geplante Einführung von Studiengebühren in Niedersachsen zum Wintersemester 2006/2007 und stand im Rahmen der Aktion „Die Uni mal leer lassen“, die am darauf folgenden Tag stattfinden sollte. Initiiert wurde diese Protestaktion von der studentischen Gruppe W(ollt) I(hr) S(tudiengebühren) 07- WIS07, In Kooperation mit Bildungshunger, dem AK Bildung, dem Asta der Uni Oldenburg und der Evangelischen Studentengemeinde. Miete und Studium („Wohnst du noch oder studierst du schon?“) sei bald für einige nicht mehr drin.
Das „Camp der guten Hoffnung“ war bald nicht mehr zu übersehen: Es flackerte ein Lagerfeuer auf, mehrere Transparente hingen in den Bäumen, der ESG (Evangelische Studentengemeinde) – Chor sang afrikanische Widerstandslieder und mehrere Feuerjongleure zogen die Aufmerksamkeit auf sich.
Am nächsten Tag sollten dann auch die anderen Studenten in Aktionen miteinbezogen werden. „Jetzt erst recht. Studiengebühren stehst nur noch Du im Weg.“ Dieses Transparent begrüßte die Studenten am Eingangsportal des Hörsaalgebäudes. Ab 11 Uhr fanden sich immer mehr Studenten in dem Zeltlager ein, wo bei strahlendem Sonnenschein gefrühstückt wurde. Später wurde in einer Art „Talkshow“ über den aktuellen Stand der Entwicklungen berichtet. Der Zukunftsvertrag, der am 10.11.05 von der Landesregierung und den Hochschulpräsidien des Landes Niedersachsens unterzeichnet wurde, bestätigt eine ungute Entwicklung. Bildung wird zur Ware, Sozialverträglichkeit wird nicht weiter thematisiert, ökonomisch unrentable Studiengänge sollen weiter zusammengestrichen werden. Nach der Talkshow betonte WIS07 in einer Rede, dass der Zukunftsvertrag für die Gesellschaft alles andere als eine optimistische Zukunft verspricht und dass es JETZT Zeit für die Vernetzung und Solidarisierung mit allen anderen Gruppen ist, die von sozial ungerechten Sparmaßnahmen betroffen sind.
Wir werden uns wehren und versprechen der CDU-Landesregierung und dem Uni-Präsidium ein aktionsreiches Semester. Die Besetzung des Mensavorplatzes endete mit einem gemeinsamen Besuch des Uni-Präsidiums, bei dem eine bessere Informationspolitik gegenüber den Studenten und ein offensiveres Auftreten gegenüber der Landesregierung gefordert wurde. WIS07 wertet die Aktion als Erfolg, da das Thema an viele Erstsemester herangetragen wurde, eine bessere Vernetzungen der verschiedenen Gruppen begonnen hat und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Studierenden Oldenburgs Studiengebühren ablehnen und die Einführung für UNS noch nicht beschlossene Sache ist.
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Ergänzungen
Gegen Mutlosigkeit und Pessimismus
Klar kam bei manchen eine gewisse Revolutionsromantik auf, aber darf Widerstand keinen Spass machen. Die Erfolge sind klar benannt worden: das Thema bleibt aktuell, es wurden neue Mitstreiter gewonnen und einfach noch mal auf den aktuellen Stand der Dinge aufmerksam gemacht. Auch dass die diversen Gruppen jetzt direkt zusammenarbeiten und sich persönlich besser kennengelernt haben, schadet meiner Ansicht nach nicht. Dass das Rektorat und CDU-Präsidien nicht besetzt worden sind, liegt nicht an mangelndem Widerstandsgeist, sondern gaz einfach an dem Mangel an Leuten. So etwas will wohl organisiert sein und muss auch mit Leuten passieren, die bei dem Auftreten der Staatsmacht nicht sofort das Weite suchen. Fazit: Nicht andere Aktionen schlecht machen, selber aufstehen und wehren dagegen.
So und jetzt zu dem Studiengebührenbefürworter:
Du kennst keine Argumente gegen Studiengebühren: Wo warst du in den Debatten der letzten Monate. Studiengebühren:
- sind unsozial Deutschland hat eh schon ein extrem selektierendes Bildungssystem, wird nicht besser dadurch, in fast allen Ländern verschärfte sich die soziale Ungleichheit nach der Einführung von Studiengebühren.
-die Entscheidung Studium oder nicht, wird vielfach in die Hände von Banken gelegt, die kredite (bisher) fast ausschließlich an Wirtschaftswissenschaftler auszahlen, weil sie da einigermaen siche rsind, das geld zurückzubekommen
- Bildung wird zur Ware, Studium soll in möglichst kurzer Zeit ohne Links und Rechts zu gucken, abgeschlossen werden
- ausländische Studierende wird es kaum bis gar nciht mehr geben.....
- Qualität wird sich nicht ändern, da das Geld nur das aufwieg was auf der anderen Seite von dem Land Niedersachsen rausgezogen wurde.
Reicht auch, glaub ich
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
gut und schön — wolters
Schließe mich wolters an — Armer Student
Whats the prob? — nix muss