Gedenken an Sebastien im Wendland
am abend des 07.11.2005 fand in seerau/wendland eine kundgebung in der nähe der castorschienen statt, ca. 300 menschen nahmen daran teil. lagerfeuer, fackeln und kerzen bestimmten diese kundgebung. es herrschte eine nachdenkliche, aber kämferische atmosphäre. es spielte eine musikband aus frankreich, aus der nähe des endlagerstandortes bure. es folgten mehere reden, in denen klar gemacht wurde das es weitergeht, weitergehen muss, da es immer noch um viel geht. es gab auf der kundgebung die möglichkeit trauer und wut gemeinsam auszudrücken: erst wurde geschrien, dann wurde geschwiegen. diese kundgebung war nicht kirchlich oder sonstwie religiös geprägt, die erfahrung von der kundgebung in hitzacker vor genau einem jahr wirkte noch nach. es wurde gefordert die versch. umgangsweisen mit dem tod und der trauer zu respektieren.
im anschluss zogen dann etwa 150 menschen zu einer bahnunterführung. trotz verbot gelangten alle die dies wollten auf die schiene. dort wurden dann blumen, steine, kerzen, fackeln,... abgelegt. nach ca. einer halben stunde lösste sich die versammlung auf den schienen aus.
in der göhrde brannte es auf den schienen, barrikaden machten ein durchkommen für polizei fast unmöglich, auch weil auf einer strasse traktoren blockierten. wer mehr darüber weiß, kann es ja in der ergänzung schreiben.
hier noch der pressebericht in der lokalzeitung:
»Niemand wird vergessen»
Trauerkundgebung für getöteten Atomkraftgegner in Seerau/H. - Kerzen und Blumen an der Schiene.Vor einem Jahr starb der französische Atomkraftgegner Sébastien Briat. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war der junge Mann beim erfolglosen Versuch, den Castor-Zug aufzuhalten, von dessen Windsog erfasst und unter den Zug gerissen worden.
Schwer verletzt starb er damals noch am Ort des Geschehens in Frankreich.
Dieser Ereignisse erinnerten sich am Montagabend auf einer Wiese bei Seerau/H. rund 300 Menschen mit einer Trauerkundgebung zum Jahrestag des Unglücks, das die Castor-Gegner auch hierzulande schwer traf und große Betroffenheit auslöste. »Was geblieben ist, ist Zorn, Wut und Trauer, nichts und niemand wird vergessen», hieß es von der Rednerbühne. Trauer über den Tod des jungen Mannes, und Wut und Zorn über die Tatsache, dass trotz des Unglückes wieder ein Castor-Zug rollen wird, schon in der kommenden Woche. Auch Vorwürfe waren von mehreren Rednern zu hören: Vorwürfe gegen die Polizei, gegen die Politik und gegen die Bahnunternehmen, denen man, so hieß es, die Schuld am Tod des Atomkraftgegners Sébastien Briat gibt. »Dieses Unglück zeigte uns allen ganz deutlich: Nicht der Widerstand und die Blockaden müssen aufhören, sondern die gefährlichen, die tödlichen Transporte müssen aufhören», hieß es vom Rednerpult, und das fand die Zustimmung der meisten Kundgebungsteilnehmer.
Ganz still wurde es auf der Wiese bei Seerau/H., als um 18.45 Uhr der Personenzug von Lüneburg nach Dannenberg am Kundgebungsort vorbeifuhr. War Anfangs kaum ein Geräusch außer dem des sich nähernden Zuges zu vernehmen, brach es dann schließlich doch aus einigen heraus, die dem Zug ihre Wut und Trauer entgegenschrien. Auch »Mörder»-Rufe waren zu hören - auch wenn der Personenzug mit dem Unglück nichts zu tun hatte.
Den Abschluss der Kundgebung bildete ein Trauermarsch zu den Bahngleisen, wo nach Absprache mit der Polizei eine Delegation aus 20 Teilnehmern Blumen niederlegen sollte. Doch wurden es dann deutlich mehr Menschen, die mit Blumen, Kerzen und Fackeln den Bahndamm emporstiegen, so dass die Polzei Mühe hatte, das von ihr ausgesprochene Verbot, die Gleise zu betreten, durchzusetzen. Zu Auseinandersetzungen zwischen den Einsatzkräften und den Kundgebungsteilnehmern kam es dennoch nicht, denn die Demonstranten, so war zu hören, waren gekommen, um zu trauern, nicht um die Konfrontation mit der Staatsgewalt zu suchen. Trotz aller Wut, allen Zorns und aller Trauer.
im anschluss zogen dann etwa 150 menschen zu einer bahnunterführung. trotz verbot gelangten alle die dies wollten auf die schiene. dort wurden dann blumen, steine, kerzen, fackeln,... abgelegt. nach ca. einer halben stunde lösste sich die versammlung auf den schienen aus.
in der göhrde brannte es auf den schienen, barrikaden machten ein durchkommen für polizei fast unmöglich, auch weil auf einer strasse traktoren blockierten. wer mehr darüber weiß, kann es ja in der ergänzung schreiben.
hier noch der pressebericht in der lokalzeitung:
»Niemand wird vergessen»
Trauerkundgebung für getöteten Atomkraftgegner in Seerau/H. - Kerzen und Blumen an der Schiene.Vor einem Jahr starb der französische Atomkraftgegner Sébastien Briat. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war der junge Mann beim erfolglosen Versuch, den Castor-Zug aufzuhalten, von dessen Windsog erfasst und unter den Zug gerissen worden.
Schwer verletzt starb er damals noch am Ort des Geschehens in Frankreich.
Dieser Ereignisse erinnerten sich am Montagabend auf einer Wiese bei Seerau/H. rund 300 Menschen mit einer Trauerkundgebung zum Jahrestag des Unglücks, das die Castor-Gegner auch hierzulande schwer traf und große Betroffenheit auslöste. »Was geblieben ist, ist Zorn, Wut und Trauer, nichts und niemand wird vergessen», hieß es von der Rednerbühne. Trauer über den Tod des jungen Mannes, und Wut und Zorn über die Tatsache, dass trotz des Unglückes wieder ein Castor-Zug rollen wird, schon in der kommenden Woche. Auch Vorwürfe waren von mehreren Rednern zu hören: Vorwürfe gegen die Polizei, gegen die Politik und gegen die Bahnunternehmen, denen man, so hieß es, die Schuld am Tod des Atomkraftgegners Sébastien Briat gibt. »Dieses Unglück zeigte uns allen ganz deutlich: Nicht der Widerstand und die Blockaden müssen aufhören, sondern die gefährlichen, die tödlichen Transporte müssen aufhören», hieß es vom Rednerpult, und das fand die Zustimmung der meisten Kundgebungsteilnehmer.
Ganz still wurde es auf der Wiese bei Seerau/H., als um 18.45 Uhr der Personenzug von Lüneburg nach Dannenberg am Kundgebungsort vorbeifuhr. War Anfangs kaum ein Geräusch außer dem des sich nähernden Zuges zu vernehmen, brach es dann schließlich doch aus einigen heraus, die dem Zug ihre Wut und Trauer entgegenschrien. Auch »Mörder»-Rufe waren zu hören - auch wenn der Personenzug mit dem Unglück nichts zu tun hatte.
Den Abschluss der Kundgebung bildete ein Trauermarsch zu den Bahngleisen, wo nach Absprache mit der Polizei eine Delegation aus 20 Teilnehmern Blumen niederlegen sollte. Doch wurden es dann deutlich mehr Menschen, die mit Blumen, Kerzen und Fackeln den Bahndamm emporstiegen, so dass die Polzei Mühe hatte, das von ihr ausgesprochene Verbot, die Gleise zu betreten, durchzusetzen. Zu Auseinandersetzungen zwischen den Einsatzkräften und den Kundgebungsteilnehmern kam es dennoch nicht, denn die Demonstranten, so war zu hören, waren gekommen, um zu trauern, nicht um die Konfrontation mit der Staatsgewalt zu suchen. Trotz aller Wut, allen Zorns und aller Trauer.
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Ergänzungen
diesmal heißt es nix hoch 10
guten abend,
auch heute gibt es ganz im sinne einer transparenten kommunikation einen kurzen bericht und die bislang gemachten ankündigungen für morgen.
ich leite diese gerne weiter
freundliche grüße
xyz
-----8 morgen (10.11.), am letzten tag, stehen bislang diese arbeitsgruppenangebote auf dem programm das ist ein lokaljoke und bezieht sich auf die suche einer braunschweiger hundertschaft nach selbiger straße, die dabei im göttinger widerstandsdschungel unterging.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Der Tote — Quidde
Blutzeuge — quitte