Antifaspontandemo in Leisnig
Am Samstag, den 29.10. 2005, protestierten etwa 90 Antifas in Leisnig gegen die zunehmende Zahl von Naziübergriffen und gegen die am selben Tag stattfindende JN-Stützpunktsgründung Döbeln-Meissen
In letzter Zeit entwickelte sich Leisnig zu einem Schwerpunkt rechtsextremer Aktivitäten im Landkreis Döbeln (Sachsen). So versuchten beispielsweise am 16.08.2005 bis zu 20 Nazis die Wohnung antifaschistischer Jugendlicher zu stürmen, am 07.10.2005 wurde ein Punk von 6 Nazis angegriffen, dabei versuchten diese ihm die Haare anzuzünden und beraubten ihn seiner Jacke und seines Portmonees. Ein Tag darauf wurde eine junge Frau von 5 Nazis mit einem Messer bedroht und verletzt. Am 14.10.2005 wurden zwei nichtrechte Jugendliche durch einen Nazi mit einer Schusswaffe bedroht. Diese Vorfälle markieren dabei nur die Höhepunkte einer Reihe rechtsextremer Übergriffe.
Von der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen wird die Bergstadt zunehmend zu einer No-Go-Area für nichtrechte Jugendliche, die sich vor allem in den Abendstunden nur noch mit Angst auf die Straßen trauen können und ständig damit rechnen müssen von Nazis angegriffen zu werden.
In einer kurzen aber entschlossenen Demonstration wurde über diese Situation informiert und dem Protest diesbezüglich Ausdruck verliehen. Die Polizei vor Ort war von der Demonstration sichtlich überrascht und beliess es bei der Regulierung des Verkehrs. Erst nach Beendigung der Demonstration wurden vereinzelt Autos von DemoteilnehmerInnen kontrolliert.
Zur selben Zeit fand in Klosterbuch, einem kleinem Dorf etwa 5 km von Leisnig entfernt, die Gründungsveranstlatung für den JN-Stützpunkt Döbeln-Meissen statt. Der Landesverband Sachsen der Jungen Nationaldemokraten lud zum Treffen in die Gaststätte „Zum Frohen Mönch“ ein.
Musikalisch umrahmt von Stefan Hering sollte der JN-Stützpunkt Döbeln-Meissen gegründet werden. Etwa 25 Nazis folgten der Einladung, als Redner war der wegen mehrerer Sprengstoffanschläge verurteilte Rechtsterrorist Peter Naumann anwesend. Ebenfalls Teilnehmer der Veranstaltung waren Thomas Rackow, verurteiltes Mitglied der mittlerweile verbotenen Skinheads Sächsische Schweiz, der Landtagsabgeordnete der NPD Matthias Paul, sowie der Vorsitzende des JN-Landesverbandes Sachsen Jens Steinbach.
Die NPD/JN versuchte damit erneut in Döbeln verbindliche Strukturen zu etablieren, um auch zukünftig ähnlich erfolgreich wie zu den Landtags- und Bundestagswahlen abschneiden zu können.
Doch das Nazitreffen konnte nicht ungestört stattfinden. Etwa 70 Antifas fanden sich in Klosterbuch ein und trugen mit eine kurzen Aktionseinlage ihren Teil zum Misslingen der JN-Veranstaltung bei. Sprechchöre rufend bewegten sich die Antifas zum Gasthof und zeigten dort den verdatterten Nazis deutlich, dass sie auch in der sächsischen Provinz nicht ungestört ihre nationalsozialistische Ideologie ausleben können.
Die Nazis verkrochen sich während des antifaschistischen Besuchs im Gasthof und jammerten im Nachhinein über einen "feigen Überfall".
[ARG-RDL]
Von der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen wird die Bergstadt zunehmend zu einer No-Go-Area für nichtrechte Jugendliche, die sich vor allem in den Abendstunden nur noch mit Angst auf die Straßen trauen können und ständig damit rechnen müssen von Nazis angegriffen zu werden.
In einer kurzen aber entschlossenen Demonstration wurde über diese Situation informiert und dem Protest diesbezüglich Ausdruck verliehen. Die Polizei vor Ort war von der Demonstration sichtlich überrascht und beliess es bei der Regulierung des Verkehrs. Erst nach Beendigung der Demonstration wurden vereinzelt Autos von DemoteilnehmerInnen kontrolliert.
Zur selben Zeit fand in Klosterbuch, einem kleinem Dorf etwa 5 km von Leisnig entfernt, die Gründungsveranstlatung für den JN-Stützpunkt Döbeln-Meissen statt. Der Landesverband Sachsen der Jungen Nationaldemokraten lud zum Treffen in die Gaststätte „Zum Frohen Mönch“ ein.
Musikalisch umrahmt von Stefan Hering sollte der JN-Stützpunkt Döbeln-Meissen gegründet werden. Etwa 25 Nazis folgten der Einladung, als Redner war der wegen mehrerer Sprengstoffanschläge verurteilte Rechtsterrorist Peter Naumann anwesend. Ebenfalls Teilnehmer der Veranstaltung waren Thomas Rackow, verurteiltes Mitglied der mittlerweile verbotenen Skinheads Sächsische Schweiz, der Landtagsabgeordnete der NPD Matthias Paul, sowie der Vorsitzende des JN-Landesverbandes Sachsen Jens Steinbach.
Die NPD/JN versuchte damit erneut in Döbeln verbindliche Strukturen zu etablieren, um auch zukünftig ähnlich erfolgreich wie zu den Landtags- und Bundestagswahlen abschneiden zu können.
Doch das Nazitreffen konnte nicht ungestört stattfinden. Etwa 70 Antifas fanden sich in Klosterbuch ein und trugen mit eine kurzen Aktionseinlage ihren Teil zum Misslingen der JN-Veranstaltung bei. Sprechchöre rufend bewegten sich die Antifas zum Gasthof und zeigten dort den verdatterten Nazis deutlich, dass sie auch in der sächsischen Provinz nicht ungestört ihre nationalsozialistische Ideologie ausleben können.
Die Nazis verkrochen sich während des antifaschistischen Besuchs im Gasthof und jammerten im Nachhinein über einen "feigen Überfall".
[ARG-RDL]
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Ergänzungen
Geburtstag
Also die Spontan Demo verlief eigentlich Ruhig
bis auf die 2 kleinen dinger da aber War auf jeden fall Klasse!
Zu der Party in Klosterbuch oder wie des Käffchen hieß kann ich auch Nur Sagen Sehr Gelungene Party
erfolgreicher Tag!
Dazu nochmal: wir sind schön, wir sind krass, antifa da geht doch was ;)
bis zum nächsten mal
regionale Nazigrösse
(B. Zeuchner , Anwaltssohn, noch 1994 als Mitglieder der verbotenen "Nationalen Front" als Anwerbungskader geführt
Er versorgt die Leisniger Faschoszene mit Informationen und Propagandamaterial, Vorstandsmitglied des MJC Korpitzsch e.V. der MJC ist Betreiber des Naziklubs in Korpitzsch von dem in den Jahren 1997 - 2002 Überfälle auf andere Jugendclubs und Andersdenkende zusammen mit Nazis aus Colditz, Wurzen, Dürrweitzschen geplant und ausgeführt wurden.
-
der gastwirt
lokalpresse
Klosterbuch. Der "Frohe Mönch" wurde gestürmt. Am Sonnabendnachmittag von etwa 40 Jugendlichen. Zwei Tage später sind die Scheiben provisorisch gekittet. Die Klosterbucher erholen sich langsam von dem Schreck. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung, wird ihre Präsenz in Leisnig verstärken. Was bleibt sind viele Fragezeichen. Zum Vorfall in Klosterbuch, zur Verantwortung des Alternativen Jugendzentrums in Leisnig und zu denen, die hinter den Kulissen der "antifaschistischen Spontandemonstration" in Leisnig stehen.
Fakt ist eines: Die Jungen Nationaldemokraten (JN), die Jugendorganisation der NPD, hat am Sonnabend im "Frohen Mönch" eine Basisorganisation gegründet: den JN-Stützpunkt Döbeln-Meißen. "Ihm gehören 25 Mitglieder an. Zehn davon, unter ihnen der Vorsitzende, kommen aus dem Landkreis Döbeln", informiert Hanno Hanstein, Landespressesprecher der JN-Sachsen. Seinen Namen wolle man nicht preisgeben, um ihn vor Repressalien zu schützen, so Hanstein. Die Veranstaltung in Klosterbuch sei nach einer Vorstandssitzung im "Frohen Mönch" als NPD-Veranstaltung angemeldet worden. "Das hat der Sohn von Gisela Böhmer übernommen, die für den NPD-Kreisverband Döbeln tätig ist", erklärt Hanstein.
Anwesend waren in Klosterbuch unter anderem der sächsische JN-Vorsitzende Jens Steinbach, NPD-Landtagsabgeordneter Matthias Paul sowie Peter Naumann, 52 Jahre alt und von 1975 bis 1976 stellvertretender Bundesvorsitzender der JN. Er - 1988 als Terrorist zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt und heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter des NDP-Landtagsabgeordnetern Klaus Menzel tätig - hatte im "Frohen Mönch" eine Liste seiner möglichen "Vortragsreihen" ausgelegt. Doch keines der neonazistischen und terroristischen Themen soll er in Klosterbuch besprochen, lediglich über die Entwicklung der Jungen Nationaldemokraten referiert haben. Versichert zumindest Hanno Hanstein, der die Veranstaltung in Kloster Buch moderierte.
Gastwirt Christian Smeykal seinerseits will vom rechten Gedankengut seiner Gäste nichts gewusst haben. Eine Sportgruppe sei angemeldet worden, sagt er gegenüber der Polizei und den Klosterbucher Einwohnern. Diese reagierten empört darauf, dass ihr kleiner Ort, der mühsam aus den Trümmern der Flut wiederaufgebaut wurde und nur mit dem Tourismus überleben kann, nun ein Hort rechtsradikalen und ausländerfeindlichen Gedankenguts werden soll.
Für Christian Smeykal ist der Überfall der vermummten Jugendlichen noch einmal glimpflich ausgegangen. Seine Lebensgefährtin - in der 13. Woche schwanger - und die Köchin flüchteten sich ins obere Stockwerk und schlossen sich ein. Smeykal selbst stellte sich den Randalierern mit einer Axt in den Weg. Blaue Flecke und ein Schaden von zirka 3000 Euro sind seine traurige Bilanz vom Sonnabend.
Klosterbucher, die sich besonders aktiv für die Entwicklung von Kultur und Tourismus im Ort einsetzten und Christian Smeykal beim Wiederaufbau seiner Gaststätte halfen, wollen nun mit ihm ein offenes Gespräch suchen. Um zu verhindern, dass es noch einmal solche Vorfälle in einem Ort gibt, der in der Tradition christlicher Nächstenliebe und Toleranz erbaut wurde.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
RDL rockt wieder!!! — antifa.dd
super — lll
Rebirth ANTIFA-RDL — afx
super aktion — bumsdings
RDL? — Hallo
@hallo — dingsbums
RDL lebt wieder !! — Antifacist
RDL — Egouser
Christian Worch? — Red
Coole Sache!!! — Susi