Auftaktdemo in Göttingen erfolgreich
Mit einer Demo mit über 500 TeilnehmerInnen haben heute die Proteste gegen den morgigen NPD-Aufmarsch in Göttingen begonnen.
Mehr als 500 Leute sind am Ende zusammengekommen, die Polizei war im Vorfeld von 350 ausgegangen. Unter dem Motto "No love for the Nation" demonstrierten sie am Freitag abend in der Göttinger Innenstadt; zum einen um sich "warm zu machen" für die morgigen Auseinandersetzungen mit den Faschisten, zum anderen, um - wie die veranstaltende Gruppe Antifa A&K sagte - inhaltlich Akzente zu setzen, die am Samstag untergehen würden.
Die Demo richtete sich nicht nur gegen Nazis, sondern auch gegen den zivilgesellschaftlichen Deutschen Konsens, der es mittlerweile zur Voraussetzung gemacht hat, gegen Nazis zu sein, wenn man ein guter Deutscher sein will. Die Parolen lauteten "Nieder mit Deutschland!", "Für den Kommunismus!" und - wohl in Bezug auf die antisemitischen Massendemos in Teheran - "Lang lebe Israel!"
Vereinzelt flogen Böller auf die Bullen, die Göttingen mittlerweile besetzt halten, und am Eingang zur Fußgängerzone kam es zu einer kurzen, aber letztlich harmlosen Rangelei.
Gesamturteil: Schöne Demo, wenn es morgen so weiter geht, kann man einiges erwarten.
Die Demo richtete sich nicht nur gegen Nazis, sondern auch gegen den zivilgesellschaftlichen Deutschen Konsens, der es mittlerweile zur Voraussetzung gemacht hat, gegen Nazis zu sein, wenn man ein guter Deutscher sein will. Die Parolen lauteten "Nieder mit Deutschland!", "Für den Kommunismus!" und - wohl in Bezug auf die antisemitischen Massendemos in Teheran - "Lang lebe Israel!"
Vereinzelt flogen Böller auf die Bullen, die Göttingen mittlerweile besetzt halten, und am Eingang zur Fußgängerzone kam es zu einer kurzen, aber letztlich harmlosen Rangelei.
Gesamturteil: Schöne Demo, wenn es morgen so weiter geht, kann man einiges erwarten.
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Ergänzungen
GT-Bericht
Nach OVG-Urteil: Neue Demo-Route und heftige Kritik
Mit einer friedlich verlaufenden Kundgebung der Gruppierung Antifa/Aktion und Kritik hat gestern Abend die Reihe von Demonstrationen gegen den Aufmarsch der NPD heute Mittag begonnen. Unterdessen bereiten sich fast 4000 Polizisten aus neun Bundesländern auf die Kundgebungen von NPD und NPD-Gegnern ab heute Mittag vor.
Göttingen. Gut 300 zumeist junge Leute hatten sich gestern um 18 Uhr vor dem Alten Rathaus versammelt – nicht nur, um gegen die Anwesenheit der rechtsextremen NPD in der Stadt zu demonstrieren, sondern um generelle Kapitalismuskritik zu üben. Das Motto: „Mit Deutschland Schluss machen”. Der NPD mit Patriotismuskampagnen begegnen zu wollen, sei der falsche Weg, kritisierte eine Antifa-Sprecherin: Nötig sei „eine revolutionäre Überwindung von Kapitalismus, Nationalismus und Staat”. Nach der Kundgebung zogen die Demonstranten durch die Innenstadt zum Weender Tor und wieder zurück zum Markt. Bei der für heute geplanten Demonstration des Bündnisses gegen Rechts (Beginn: 11 Uhr am Mahnmal am Platz der ehemaligen Synagoge an der Unteren Masch) gibt es Änderungen: Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg, der NPD den Bahnhofsvorplatz als Startpunkt (Beginn: 12 Uhr) zuzugestehen, hat der DGB als Koordinator der Gegendemonstration die Marschroute geändert. Der Aufzug führt jetzt über die Untere Masch, Goetheallee, Berliner Straße, Groner Tor, Kornmarkt, Weender Straße und Reitstallstraße zurück zum DGB-Haus. Am Alten Rathaus und am Auditorium finden Zwischenkundgebungen statt.
Außerdem wird der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) von 12 bis 14 Uhr vor der Universitätsbibliothek eine Kundgebung gegen Rechtsextremismus abhalten. Erwartet werden etwa 1000 Teilnehmer.
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Fotos
Aktuelle Infos und Live-Radio
Sehr zu empfehlen ist auch die aktuelle Live-Berichterstattung mit
Einschätzungen und ReporterInnen vor Ort unter
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Live Radio Bericht um 16.00 Uhr
Zu hören im Internet unter den obigen www-Adressen.
Verfälschte Wiedergabe der Ereignisse
Die Berichterstattung in oben stehendem Beitrag „Auftaktdemo in Göttingen erfolgreich“ ist falsch. Der Demonstrationsgrund am Freitag, den 28. Oktober 2005 in Göttingen war ausschließlich der folgende: gegen den kommenden NPD-Aufmarsch am nächsten Tag zu protestieren und damit gegen Faschis-mus und Neo-Nazitum in unserer Stadt und anderswo Gesicht zu zeigen. Es ging absolut nicht um pro-israelische oder anti-iranische Inhalte auf der Demo, wie die Verfasser des o. g. Artikels schrei-ben. Es gab daher auch überhaupt keine verbalen Äußerungen in diese Richtungen von den anwe-senden AntifaschistInnen.
Allerdings wurde die Demonstration von einer handvoll Leute dazu missbraucht, ihre eigene Ideologie auf der Veranstaltung platzieren zu wollen. Sie hielten die israelische Nationalflagge hoch sowie ein Transparent mit der Aufschrift „für Kommunismus“ und „für Zionismus“. Darauf nahm die Demoleitung über Lautsprecher noch am Gänseliesel Bezug, als sie kritisierte, dass die Flaggen von Nationalstaa-ten, die den Kapitalismus beherbergen und Menschen unterdrücken, auf dieser Demonstration nichts zu suchen haben.
Ein weiterer Bericht
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Peinlicher gehts nicht — abc
Nieder mit... — Feuer und Flamme für jeden Staat
keine inhaltliche ergänzung... — antifas aus 0l
mehr als erwartet — soss
Inhalte — riLle
Auch kein zu vermittelnder Inhalt: — Sub Marcos