Baumbesetzer gegen Braunkohlebagger
Drei AktivistInnen richten sich auf Bäumen häuslich ein, die der schwedische Energiekonzern Vattenfall für den Braunkohletagebau in der Lausitz fällen will
Am vergangenen Donnerstag haben umwelt AktivistInnen in den frühen Morgenstunden am Hammergraben in der Nähe des Örtchen Lacoma bei Cottbus Bäume besetzt. Sie hängen in etwa zehn Meter Höhe Plattformen auf, so dass sie dort auf unbestimmte Zeit ausharren können. Die besetzten Pappeln stehen direkt auf der geplannten Baustrasse im Gebiet der ökologisch besonders wertvollen Lacomaer Teiche im Landschaftsschutzgebiet Peitzer Teichlandschaft. Der Energiekonzern Vattenfall will dort Braunkohleabbaggern, um das nahe gelegene Kraftwerk Jäschwalde mit Brennstoff zu versorgen. Das Landes Umweltamt von Brandenburg hatte in dieser Woche Vattenfall grünes Licht gegeben, sofort mit Baumfällarbeiten und dem Bau von Entwässerungsanlagen in dem Landschaftsschutzgebiet "Peitzer Teichlandschaft mit Hammergraben" zu beginnen, obwohl sich das Land Brandenburg 2003 entschieden hatte, die Lacomaer Teiche als europäisches Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) der EU zu melden. Dadurch sollte der Lebensraum und die dort vorkommende Tiere und Pflanzen geschützt werden. In der Teichlandschaft und dem nahe gelegene Hammergraben leben 170 bedrohte Tier- und Pflanzenarten, darunter die streng geschützte Rotbauchunke und der Eremitenkäfer. Ob das FFH-Gebiet überhaupt jemals abgebaggert werden darf, wird in einem wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren entschieden. Mit dem Bescheid ist nicht vor ende des Jahres zu rechnen.
Unter den Lacomaer Teiche liegen etwa 50 Millionen Tonnen Rohbraunkohle - Brennstoff, den Vattenfall verstromen möchte. Kraftwerk Jänschwalde gehört nachweislich zu den dreckigsten Kraftwerken in Europa. Mit 1.200 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde stößt es dreimal so viel Kohlendioxid aus wie ein modernes Gaskraftwerk und siebzigmal so viel wie eine Windkraftanlage.
Wir forden Vattenfall auf, die Braunkohlebagger in ausreichendem Abstand zum Hammergraben zu stoppen, die unersetzliche Teichlandschaft zu erhalten und Braunkohle- den Klimakiller Nr. 1 unter den Energieträgern- durch erneubare Energien zu ersetzen.
Die AktivistInnen brauchen Unterstützung. Kommt alle nach Lacoma!! Für eine zukunft ohne Kohle und Atom!! Energiewende jetzt!!
Kontakt vor Ort: 0174 7433 522
Von Cottbus Busbahhof (5 min. zu Fuß vom Hauptbahnhof), Bus linien 77, 29, 21, Haltstelle Lacoma (beim Busfahrer fragen). Der Weg von der Haltstelle zur Baumbesetzung ist ausgeschildert.
Unter den Lacomaer Teiche liegen etwa 50 Millionen Tonnen Rohbraunkohle - Brennstoff, den Vattenfall verstromen möchte. Kraftwerk Jänschwalde gehört nachweislich zu den dreckigsten Kraftwerken in Europa. Mit 1.200 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde stößt es dreimal so viel Kohlendioxid aus wie ein modernes Gaskraftwerk und siebzigmal so viel wie eine Windkraftanlage.
Wir forden Vattenfall auf, die Braunkohlebagger in ausreichendem Abstand zum Hammergraben zu stoppen, die unersetzliche Teichlandschaft zu erhalten und Braunkohle- den Klimakiller Nr. 1 unter den Energieträgern- durch erneubare Energien zu ersetzen.
Die AktivistInnen brauchen Unterstützung. Kommt alle nach Lacoma!! Für eine zukunft ohne Kohle und Atom!! Energiewende jetzt!!
Kontakt vor Ort: 0174 7433 522
Von Cottbus Busbahhof (5 min. zu Fuß vom Hauptbahnhof), Bus linien 77, 29, 21, Haltstelle Lacoma (beim Busfahrer fragen). Der Weg von der Haltstelle zur Baumbesetzung ist ausgeschildert.
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Ergänzungen
Baumbesetzer gegen Braunkohlebagger
ROBIN WOOD-AktivistInnen richten sich auf Bäumen häuslich ein, die Vattenfall für den Braunkohletagebau in der Lausitz fällen will
In den frühen Morgenstunden haben drei ROBIN WOOD-AktivistInnen heute am Hammergraben in der Nähe des Örtchens Lacoma bei Cottbus Bäume besetzt. Sie hängten in etwa zehn Meter Höhe Plattformen auf, so dass sie dort auf unbestimmte Zeit ausharren können. Die besetzten Pappeln stehen direkt auf der geplanten Bautrasse im Gebiet der ökologisch besonders wertvollen Lacomaer Teiche im Landschaftsschutzgebiet Peitzer Teichlandschaft. Der Energiekonzern Vattenfall will dort Braunkohle abbaggern, um das nahe gelegene Kraftwerk Jänschwalde mit Brennstoff zu versorgen. Das Landesumweltamt von Brandenburg hatte in dieser Woche Vattenfall grünes Licht gegeben, sofort mit Baumfällarbeiten und dem Bau von Entwässerungsanlagen in dem Landschaftsschutzgebiet "Peitzer Teichlandschaft mit Hammergraben" zu beginnen. ROBIN WOOD fordert Vattenfall auf, die Braunkohlebagger in ausreichendem Abstand zum Hammergraben zu stoppen und die unersetzliche Teichlandschaft zu erhalten.
Vattenfall bekam jetzt die Genehmigung, Entwässerungsanlagen im Landschaftsschutzgebiet zu errichten und in Betrieb zu nehmen, obwohl sich das Land Brandenburg 2003 nach langem Zögern endlich entschieden hatte, die im Landschaftsschutzgebiet "Peitzer Teichlandschaft" gelegenen Lacomaer Teiche als europäisches Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) der EU zu melden. Dadurch sollte der Lebensraum und die dort vorkommenden Tiere und Pflanzen geschützt werden. In der Teichlandschaft und dem nahe gelegenen Hammergraben leben 170 bedrohte Tier- und Pflanzenarten, darunter die streng geschützte Rotbauchunke und der Eremitenkäfer. Ob das FFH-Gebiet überhaupt jemals abgebaggert werden darf, wird in einem wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren entschieden. Mit dem Bescheid ist nicht vor Ende des Jahres zu rechnen.
Vattenfall hatte im Juni dieses Jahres beim Landesumweltamt eine "Befreiung von Verboten" des Bundesnaturschutzgesetzes, des Landschaftsschutzgesetzes und von artenschutzrechtlichen Vorschriften beantragt. Zur Begründung für diese Aushebelung des Naturschutzrechts führte Vattenfall "ein überwiegend öffentliches Interesse" an und entwarf ein Negativ-Szenario von steigenden Strompreisen, dem Abbau von Arbeitsplätzen und dem wirtschaftlichen Niedergang des Landes, falls der Antrag nicht genehmigt würde. AuDFerdem seien die finanziellen Verluste, die Vattenfall durch einen möglichen Stopp der Braunkohlebagger entstünden, nicht hinzunehmen. Letzterer Auffassung hat sich das Landesumweltamt angeschlossen. Demnach darf Vattenfall nun sofort mit der Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes beginnen - obwohl noch nicht feststeht, ob die Bagger jemals in das Teichgebiet vordringen dürfen.
"Das Landesumweltamt übt sich in vorauseilendem Gehorsam und setzt Verbote einfach außer kraft", sagt Bettina Dannheim, Energiereferentin bei ROBIN WOOD. "Das Naturschutzrecht wird zur Seite gefegt, sobald ein großer Konzern kommt und seine wirtschaftlichen Interessen geltend macht."
Unter den Lacomaer Teichen liegen etwa 50 Millionen Tonnen Rohbraunkohle - Brennstoff, den Vattenfall in dem nahe gelegenen Kraftwerk Jänschwalde verstromen möchte. Jänschwalde gehört nachweislich zu den dreckigsten Kraftwerken in Europa. Mit 1.200 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde stößt es dreimal so viel Kohlendioxid aus wie ein modernes Gaskraftwerk und siebzigmal so viel wie eine Windkraftanlage.
ROBIN WOOD fordert Vattenfall auf, Braunkohle - den Klimakiller Nr. 1 unter den Energieträgern - durch Gas und erneuerbare Energien zu ersetzen.
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