Aktionstag gegen Lager auch in Neuburg
Flüchtlinge aus Neuburg haben genug von Lageralltag, Entmündigung und Abschiebungen. Am Samstag demonstrierten sie zusammen mit Karawane und Flüchtlingsrat für „Gerechtigkeit und Fairness“. Anlässlich der Aktionstour gegen Lager kam es in weiteren Städten zu Protesten.
Ca. 100 Menschen nahmen an der Demonstration teil. Nach etwas müdem Auftakt vor dem Lager wurde immer lauter und emotionaler als die Innenstadt der bayrischen Kleinstadt erreicht wurde. Während die Frequenz der „Lager – Abschaffen“ - Rufe höher wurde, erhielten die NeuburgerInnen die erste Ausagabe der „Neubürger Nachrichten“ – sowohl in dem Lokalzeitungsfake als auch in Reden machten die Asylsuchenden der Unterkunft Donauwörthstraße auf ihre Probleme aufmerksam.
„Weniger als 1% der Asylsuchenden in Bayern werden anerkannt. Der Rest wird aufs strengste bestraft, indem sie Jahrzente lang in einer Sammelunterkunft für Hunderte wie eine Ware zusammengepfercht werden und Verpflegung in einer Kiste bekommen“ erklärt Savio Debia (Name geändert) den Neuburger BürgerInnen.
Er selbst ist Bewohner des Lagers in Neuburg – einer der größten „Unterkünfte für Asylsuchende“ in Bayern. 400 Menschen, deren Staatsangehörigkeiten die Kriegs- und Krisenregionen der letzten 20 Jahre auf der ganzen Welt repräsentieren, sind in vier zweistöckigen Baracken der alten Kaserne untergebracht.
Wie in allen anderen Lagern, sind die Flüchtlinge in Neuburg auf die staatliche Versorgung mit Essenspaketen angewiesen, die nicht nur unzureichend ist, sondern ihnen auch jegliche Selbstbestimmung nimmt. Die 40 Euro Taschengeld im Monat werden ihnen unter verschiedenen Vorwänden häufig gekürzt oder ganz gestrichen. Durch Arbeitsverbote und den Grundsatz des „nachrangigen Zugangs“ zum Arbeitsmarkt wird es ihnen praktisch unmöglich gemacht, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Aber auch wer Arbeit findet, hat keine Chance, dem Lagerleben zu entkommen, da es verboten ist, aus den Unterkünften auszuziehen. Mit der Residenzpflicht werden sie daran gehindert, den Landkreis zu verlassen : wer ohne Reisegenehmigung erwischt wird, zahlt hohe Geldstrafen. Zu den menschenunwürdigen Wohnverhältnissen kommt noch die alltägliche Diskriminierung und Kriminalisierung durch die Behörden.
Links:
www.nolager.de
www.bayerischer-flüchtlingsrat.de
www.carava.net
„Weniger als 1% der Asylsuchenden in Bayern werden anerkannt. Der Rest wird aufs strengste bestraft, indem sie Jahrzente lang in einer Sammelunterkunft für Hunderte wie eine Ware zusammengepfercht werden und Verpflegung in einer Kiste bekommen“ erklärt Savio Debia (Name geändert) den Neuburger BürgerInnen.
Er selbst ist Bewohner des Lagers in Neuburg – einer der größten „Unterkünfte für Asylsuchende“ in Bayern. 400 Menschen, deren Staatsangehörigkeiten die Kriegs- und Krisenregionen der letzten 20 Jahre auf der ganzen Welt repräsentieren, sind in vier zweistöckigen Baracken der alten Kaserne untergebracht.
Wie in allen anderen Lagern, sind die Flüchtlinge in Neuburg auf die staatliche Versorgung mit Essenspaketen angewiesen, die nicht nur unzureichend ist, sondern ihnen auch jegliche Selbstbestimmung nimmt. Die 40 Euro Taschengeld im Monat werden ihnen unter verschiedenen Vorwänden häufig gekürzt oder ganz gestrichen. Durch Arbeitsverbote und den Grundsatz des „nachrangigen Zugangs“ zum Arbeitsmarkt wird es ihnen praktisch unmöglich gemacht, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Aber auch wer Arbeit findet, hat keine Chance, dem Lagerleben zu entkommen, da es verboten ist, aus den Unterkünften auszuziehen. Mit der Residenzpflicht werden sie daran gehindert, den Landkreis zu verlassen : wer ohne Reisegenehmigung erwischt wird, zahlt hohe Geldstrafen. Zu den menschenunwürdigen Wohnverhältnissen kommt noch die alltägliche Diskriminierung und Kriminalisierung durch die Behörden.
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www.bayerischer-flüchtlingsrat.de
www.carava.net
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
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