NPD-Infostand in Aachen am 10.09.05

Antifa 10.09.2005 22:29 Themen: Antifa
Am Samstag, den 10.09.05 fand von 10.00 bis 16.00 ein Infostand der NPD am Willy-Brand-Platz in Aachen statt. Die NPD hatte Infostände in mehreren Städten angemeldet, um dann kurzfristig zu entscheiden, wo sie tatsächlich auftritt. Am Infostand standen ca. 20 Nazis aus NPD und Kameradschaft Aachener Land ungefähr gleich vielen Antifas gegenüber.
Die Proteste verliefen friedlich, aber z.T. recht lautstark.

Bei einzelnen Gesprächen und Wortgefechten zwischen Antifas und NPDlern blamierten sich die Nazis gründlich. Wenn ein Nazi jemanden, der deutsch mit leichtem Akzent spricht, anraunzt, er möge doch bitte deutsch sprechen, dann sagt das ja einiges über seinen beschränkten Horizont aus.

Derselbe Nazi entblödete sich nicht, als Nazi auch noch ein FDJ-T-Shirt zu tragen. Hat ihm eine Anzeige eingebracht haben - in Westdeutschland ist die FDJ nämlich nach wie vor verboten. (Ich bin gegen das Verbot der FDJ im Westen - aber nachdem was die Nazis seit der Machtübertragung mit Kommunisten, Sozialdemokraten und anderen politischen Gegnern gemacht haben ,sind sie die letzten, die das Recht haben, ein T-Shirt eienr kommunistischen Organisation zu tragen. Und ich selbst bin kein Kommunist.)

Ein anderer Nazi wurde meines Wissens von der Polizei gezwungen, einen Naziaufnäher, abzudecken, um sich kein Verfahren einzuhandeln.

Ein führender Nazi-Funktionär beleidigte eine Antifaschistin mit einem sexistischen Kraftausdruck. Ob er sich damit eine Anzeige eingehandelt hat, ist unbekannt.

Derselbe Nazi-Funktionär wollte einem Zeitzeugen doch allen Ernstes erklären, Deutschland habe Polen nicht überfallen, sondern hätte auf einen Hilferuf der dort malträtierten Deutschen reagiert.

Vorher hatte er jemand anderem erklärt, die NPDler seien "Demokraten". Man sie doch nicht nur deshalb rechtsextrem, weil man gegen die "Kriminellen" unter den Ausländern sei. Man sie nicht für die Ausweisung von Ausländern, wobei er jedoch zugeben mußte, daß in der NPD-Wahlpropaganda was von der "schrittweisen, humanen Rücksiedlung der hier lebenden Ausländer" steht.

Für dennächsten Samstag hat die NPD erneut Infostände in Aachen, Eschweiler, Düren und Stolberg beantragt. Wo sie tatsächlich auftaucht, ist wegen ihrer Geheimhaltungspraxis leider erst auf den letzten Drücker zu erfahren. Aber es ist zu hoffen, daß auch der nächste Infostand auf Protest stößt.

Die nächste größere antifachistische Veranstaltung in der Region ist das Rock-Konzert "Fight Fascim 5" am 16.09.05 um 18.00 im Jugendheim Stolberg-Münsterbusch, Eintritt 3 Euro. Letztes Jahr setzten hier 320 Jugendliche aus Stolberg und Umgebung mit Musik ein friedliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Neofaschismus, das Konzert wird bestimmt auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg.

Neonazis, Rechtsextreme und andere Störer sind von dem Konzert wieder ausgeschlossen. Erstens läßt es ich in der Anwesenheit von Nazis nicht unbeschwert feiern, zweitens ist ein solcher Ausschluß sinnvoll, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

Weitere Infos zum Konzert und zur Situation in der Region Aachen/Düren/Heinsberg:

 http://projekt.antifa.net
 http://myblog.de/klarmann









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Ergänzungen

Link zu 1. Artikel

Antifa 10.09.2005 - 22:46
Der genaue Link zu einem ersten Artikel des freien Journalisten Klarmann lautet (im Zweifelsfall sind seine Angeben genauer als meine):

 http://myblog.de/klarmann/art/1946561

zu den nazis (zahlen)

antifaschist 11.09.2005 - 00:30
es waren definitiv mehr nazis anwesend.
ich habe gezählt und bin auf ca. 50 nazis gekommen, davon etwa 5 weiblich, was wohl der frauenquote in der npd entsprechen dürfte.
desweiteren muss wohl auf die gefahr von rechts in aachen hingewiesen werden:
aachen isz eine schwerpunktstadt der rechten geworden!
abgesehen, dass sie zu einem infotisch bis zu 50 leute mobilisierten, ist deren ziel, bei der kommunalwahl 2009 in den stadtrat zu kommen! (quelle: seite von npd aachen, www.members.lycos.nl/npdaachen)
es waren wohl auch hools aus saarbrücken da, die gestern beim spiel gegen alemannia aachen da waren.
es waren alle führenden funktionäre der echten aus aachen + umgebunmg da: wilibert kunkel, npd-vorsitzender KV aachen, abgeordneter stadtrat solberg; oliver harf, auch abgeordneter stolberg; rene laube, "führer" der kameradschaft aachener land (KAL).
laube ist zu erkennen an einer (leicht veränderten) viking-rune am (rechten?) arm!
es waren sehr wenige "normale" nazis (npd oder so) da, viellcht 10 - 15, der rest kameradschaftler.
es gab wenig pöbeleien, jedoch gab es schon eine grosse bedrohung von seiten der kameradschaftler, da sie ausschwärmten, so in fünfergruppen und ein bisschen pöbelten oder auch einfach präsenz zeigten.

der antifaprotest war ein bisschen wenig, in guten zeiten bis 120 leute würd ich sagen. aber er war laut, und friedlich.
die nazis waren sehr selbstbewusst, zb fordeten sie (wir schrien "nazis raus") und die fügten "aus dem knast" ein!. bei den näxten malen besser mobilisieren!
termine im artikel!

keinen fussbreit den faschos!
auf zum näxten!

bitte bilder nachliefern!

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!!! 11.09.2005 - 01:26