Hühner aus Legebatterie befreit
Acht Hühner wurden in der Nacht zum Samstag von Aktivisten der Initiative Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus aus der Eierproduktion, den Käfigen einer sogenannten "Legebatterie" befreit.
Derzeit bilden Vogelgrippe und Wahlkampf Nährboden für ein Wiederaufleben der Propaganda für diese Art der Ausbeutung von Vögeln. So zitiert etwa die Fuldaer Zeitung (31. 8. 2005) einen "Eierproduzent[en] und Verkäufer von Aufzuchthennen", der "die Käfighaltung für die hygienischste Art" halte und verkündet, "Batteriehaltung [sei] auf keinen Fall Tierquälerei": "Die Freilandhaltung gibt es nur, damit die Menschen ihr Gewissen ein bisschen beruhigen können."
Wohl wahr - für die Opfer der Eierkonsumenten ist es nur von marginaler Bedeutung, ob die Hennen in "Freiland"-, "Boden-" oder "Käfighaltung" gefangen gehalten werden: etwa ein Jahr dauert ihr Leiden in der Eierproduktion - in jeder davon, auch wenn das in den verschiedenen "Haltungsformen", abgesehen von der Tatsache, daß die Tiere Qualzüchtungen sind, teils unterschiedliche Ursachen hat (hier Technopathien durch Käfige und Drahtgitter, dort eher Soziopathien wie Kannibalismus, erhöhtes Infektionsrisiko usw.). Dann werden sie, sofern sie so lang überlebt haben, umgebracht. Die männlichen Geschwister der Hennen werden unmittelbar nach dem Schlüpfen vermust oder vergast. Die Stammform der Hühner, das Bankivahuhn, auch Rotes Kammhuhn oder Dschungelhuhn genannt, legt zur Fortpflanzung etwa zwanzig Eier jährlich, nicht wie die qualgezüchteten "Legehennen" fast täglich eines.
"Wenn Millionen Menschen lebenslang in ein überfülltes Sportstadion gepfercht werden, wo sie sich gegenseitig oft tottrampeln", so Achim Stößer von Maqi, "ist es dann eine Verbesserung, sie jeweils zu fünft in unzählige Telefonzellen zu sperren, damit sie vor möglicherweise über das Stadion fliegenden, eventuell infizierten Zugvögeln sicher sind?"
Doch auch unter umgekehrten Vorzeichen wird Propaganda für Tierausbeutung betrieben: "Im Freien sehen die Tiere die Sonne und den blauen Himmel", malt etwa die Neue Osnabrücker Zeitung (2. 9. 2005) ein Kitschpostkarteneierkartonbild. "Das Huhn lebt wieder in seinem ursprünglichen Lebensraum."
"Nur ist es so, daß der 'ursprüngliche Lebensraum' von Hühnern Wald, Waldsteppe usw. ist und damit hinreichend Deckung vor Greifvögeln bietet", so Stößer weiter, "so daß Hühner naturgemäß Angst vor offenem Himmel und Sonne haben, weshalb sich nur jede zwanzigste Henne überhaupt aus dem Gebäude ihres Freilandgefängnisses zum Hofgang wagt und diese dort auch nur einen geringen Bruchteil des Auslaufs nutzen."
Stößer weiter: "Der Hinweis auf die einzig ethisch vertretbare, mit Tierrechten vereinbare Alternative - Veganismus - wird selbstverständlich von den Speziesisten jeglicher Couleur möglichst geflissentlich verschwiegen."
Und so bieten Befreiungsaktionen wie diese, davon abgesehen, daß sie einigen Individuen direkt das Leben retten, auch die Möglichkeit, wieder einmal auf die Realität der Tierausbeutung hinzuweisen.
Die befreiten Hennen wurden zu Menschen gebracht, bei denen sie optimal betreut in größtmöglicher Freiheit bis zu ihrem natürlichen Tod leben können. Die Aktion wurde dokumentiert, Bilder dazu sind auf der Webseite der Tierrechtsinitiative Maqi zu finden.
Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.
Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Brauhausgasse 2, D-63628 Bad Soden-Salmünster, Tel. 06056/9177888,
mail@maqi.de,
http://maqi.de.
Wohl wahr - für die Opfer der Eierkonsumenten ist es nur von marginaler Bedeutung, ob die Hennen in "Freiland"-, "Boden-" oder "Käfighaltung" gefangen gehalten werden: etwa ein Jahr dauert ihr Leiden in der Eierproduktion - in jeder davon, auch wenn das in den verschiedenen "Haltungsformen", abgesehen von der Tatsache, daß die Tiere Qualzüchtungen sind, teils unterschiedliche Ursachen hat (hier Technopathien durch Käfige und Drahtgitter, dort eher Soziopathien wie Kannibalismus, erhöhtes Infektionsrisiko usw.). Dann werden sie, sofern sie so lang überlebt haben, umgebracht. Die männlichen Geschwister der Hennen werden unmittelbar nach dem Schlüpfen vermust oder vergast. Die Stammform der Hühner, das Bankivahuhn, auch Rotes Kammhuhn oder Dschungelhuhn genannt, legt zur Fortpflanzung etwa zwanzig Eier jährlich, nicht wie die qualgezüchteten "Legehennen" fast täglich eines.
"Wenn Millionen Menschen lebenslang in ein überfülltes Sportstadion gepfercht werden, wo sie sich gegenseitig oft tottrampeln", so Achim Stößer von Maqi, "ist es dann eine Verbesserung, sie jeweils zu fünft in unzählige Telefonzellen zu sperren, damit sie vor möglicherweise über das Stadion fliegenden, eventuell infizierten Zugvögeln sicher sind?"
Doch auch unter umgekehrten Vorzeichen wird Propaganda für Tierausbeutung betrieben: "Im Freien sehen die Tiere die Sonne und den blauen Himmel", malt etwa die Neue Osnabrücker Zeitung (2. 9. 2005) ein Kitschpostkarteneierkartonbild. "Das Huhn lebt wieder in seinem ursprünglichen Lebensraum."
"Nur ist es so, daß der 'ursprüngliche Lebensraum' von Hühnern Wald, Waldsteppe usw. ist und damit hinreichend Deckung vor Greifvögeln bietet", so Stößer weiter, "so daß Hühner naturgemäß Angst vor offenem Himmel und Sonne haben, weshalb sich nur jede zwanzigste Henne überhaupt aus dem Gebäude ihres Freilandgefängnisses zum Hofgang wagt und diese dort auch nur einen geringen Bruchteil des Auslaufs nutzen."
Stößer weiter: "Der Hinweis auf die einzig ethisch vertretbare, mit Tierrechten vereinbare Alternative - Veganismus - wird selbstverständlich von den Speziesisten jeglicher Couleur möglichst geflissentlich verschwiegen."
Und so bieten Befreiungsaktionen wie diese, davon abgesehen, daß sie einigen Individuen direkt das Leben retten, auch die Möglichkeit, wieder einmal auf die Realität der Tierausbeutung hinzuweisen.
Die befreiten Hennen wurden zu Menschen gebracht, bei denen sie optimal betreut in größtmöglicher Freiheit bis zu ihrem natürlichen Tod leben können. Die Aktion wurde dokumentiert, Bilder dazu sind auf der Webseite der Tierrechtsinitiative Maqi zu finden.
Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.
Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Brauhausgasse 2, D-63628 Bad Soden-Salmünster, Tel. 06056/9177888,
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Zu: "Was passiert mit den Hühnern?"
Mehrere Legebatterie-Hennen (ich glaube es waren 3) wurden, psychisch und physich geschädigt durch längeren 'Aufenthalt' in einer Legebatterie, in eine 'Herde' freilaufender Ökohühner integriert, bzw. sollte dies versucht werden.
Eine Henne verstarb relativ schnell, die zwei anderen schafften den 'Sprung in die Freiheit'.
Der Artikel schilderte relativ ausführlich das anfangs abnorme, gestörte Gruppenverhalten, sowie die Unfähigkeit der Hennen zum 'selbstständigen Denken und Handeln'.
Dch berichtete er weiter, dass die zwei Hennen mit der Zeit alle wichtigen, arttypischen Verhaltensmerkmale zeigten, wie selbstständiges, artgerechtes Essen und Trinken, Picken und Scharren. Auch das Sexualverhalten war 'normal'.
Es gibt also scheinbar durchaus die Möglichkeit 'befreite' Hühner wieder in eine 'Herde' zu sozialisieren.
Die Frage stellt sich meines Erachtens nur nicht wirklich, da Hühner eine relativ kurze biologische Lebenserwartung haben und somit ein 'Heim für altersschwache Legebatterie-Hühner' nicht dauerhaft nötig wäre.
Es müssten alle Legebatterien umgehend geschlossebn werden. Dann erübrigt sich auch so ein Heim!
Und bei dem Punkt der Schließung stellt sich die immer wieder kehrende Frage nach dem Preis von tierischen und allgemein 'bäuerlichen' Produkten.
- 'Korrekt' erzeugtes Fleisch zum Beispiel müsste ca. 35-50 Euro pro Kilo kosten, gäbe es keine Subventionen und Massentierhaltung.
- Korrekt erzeugte Milch gäbe es nicht für 40 cent bei Aldi.
- Korrekt erzeugtes Gemüse (z.B. ohne Einsatz von Giften und/oder GVOs) wäre ebensfalls wesentlich teurer.
- Und eben die Eier.
-usw.....
Leider ist für viele Menschen die Ernährung mit 'korrekten' Lebensmittel nicht finanzierbar.
Beim Eierkauf die 'Boden-und-Freiland-Bio-Eier' zu kaufen, anstatt der Legebatterie-Eier ist eine Sache.
Aber auch alle anderen Produkte wie z.B. Nudeln, Backwaren, Reis, nur aus 'korrekter' Produktion zu beziehen ist oft schlicht VIEL zu teuer.
Aber dieses Problem betrifft ja nicht nur die Ernährung sondern auch Kleidung die von Kinderarbeitern hergestellt wurde und ähnliches.
Unser verschwenderischer Wohlstand benötigt billige Produkte.
Und darunter leiden nunmal die Schwächeren. Seien es nun Hühner, unterbezahlte Reisbauern oder ausgebeutete Arbeiter.
Zu lösen wäre dieses Problem nur durch einen Rückgang der menschlichen Überbevölkerung.
Darum lautet die extrem-ultra wichtige Parole am Ende des Artikels (für die humrlosen Staatsschützer: IRONIE!!!!!)
FÜR DIE JAGD!!!! ÜBERPOPULATION DES MENSCHEN BEKEÄMPFEN!!!!!!
Die armen Hühner..
Forendiskussion
@ Nicht-Veganer/Biologe
> Und jetzt sagt bitte nicht, der böse böse mensch ist ja auch schuld,
> dass die Kühe heute so sind, ...!
Warum nicht? Das sind die Fakten. Die heute üblichen Hühner- und Kuhzuchtlinien sind eindeutige Qualzuchten. Ist dies nicht ein vernüftiger Grund damit aufzuhören diese Tiere immmer wieder und wieder zu züchten?
> Irgendwie vermisse ich bei den Tierschützern immer die Herstellung des
> Gesamtkontextes ihrer Handlungen.
> Warum schreit ihr nicht bei ... verstärten CO2-Emmission ... ?
-Methan ist ein etwa fünffaches stärkeres Treibhausgas als CO². Eine der Hauptquellen ist die (industrielle) Tierhaltung.
-Die Rinderzucht allein ist der größte Wasserverschmutzer in den USA.
-Jährlich werden Milliarden Tonnen chemischer Dünger und Pestizide eingesetzt um das Futter für unsere "Nutztiere" anzubauen..
-Die in Deutschland produzierte Gülle hat längst Mengen erreicht, die von den Böden nicht mehr aufgenommen werden können. Als Folge werden Grundwasser, Flüsse und Meere völlig überdüngt.
Tierschutz ist aktiver Umweltschutz. Mein Vorschlag: greife vielleicht erst einmal die Menschen an, die sich überhaupt nicht engagieren. Ich stehe jedem das Recht zu sich für das einzusetzen, was ihm/ihr am wichtigsten erscheint. Aber ich beanspruche dieses Recht auch für mich.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
sinnvolle verwertung — mcdkfcpizzahut
chicks on speed — ein fan
Blumen essen ist gesund — Dürüm
ironie lässt alle kalt — Dürüm
uppercut und haken — Dürüm
@dürüm — empath
@empath — dürüm
Super Aktion — soli-tierfreimacher
Tierschutz-Scheuklappendenken — Biologe
@soli-tierfreimacher — Speziezist
Sehr gut! — Marvin
@biologe... — allet klar
Idioten? wohl auch bei Indymedia — Fragenkostetnix
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unglaublich — schlagzeile
@allet klar — überzeugter nicht-veganer
perverse — jaklar
Re: SZ-Leser — madsheep
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@keintier — madsheep
am besten keine Eier essen — fuerTiere
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