NewYorck59 im Bethanien von Räumung bedroht

yorckies im exil 24.08.2005 04:34 Themen: Freiräume Soziale Kämpfe
Das vor wenigen Wochen geräumte Hausprojekt aus der Yorckstr. 59 steht schon wieder vor einer gewaltsamen Räumung. Nachdem wir im leer stehenden ehemaligen Sozialamt im Haus Bethanien durch die Besetzung am 11.6. eine vorübergehende Bleibe gefunden haben, versucht nun die Bezirksbürgermeisterin mit Unterstützung der Berliner PDS und in Allianz mit der SPD, dem Hausprojekt den Garaus zu machen.
NewYorck59 im Bethanien bedroht!
Bezirksbürgermeisterin Reinauer lügt und kündigt Räumung an

Das vor wenigen Wochen geräumte Hausprojekt aus der Yorckstr. 59 steht schon wieder vor einer gewaltsamen Räumung. Nachdem wir im leer stehenden ehemaligen Sozialamt im Haus Bethanien durch die Besetzung am 11.6. eine vorübergehende Bleibe gefunden haben, versucht nun die Bezirksbürgermeisterin mit Unterstützung der Berliner PDS und in Allianz mit der SPD, dem Hausprojekt den Garaus zu machen. Mit der Mehrheit von PDS und SPD hat das Bezirksamt gestern Mittag den Beschluss gefasst, dass das Hausprojekt "NewYorck59" bis Ende Oktober das Bethaniern räumen muss. Als Vorwand dient ihnen u.a. die Interpretation eines vor der Sommerpause nicht zu Stande gekommenen Verhandlungstermins am 15.8. Uns wird unterstellt, wir seien zu diesem Termin nicht erschienen. Das ist dreist gelogen. Wir waren vor Ort und erreichbar, jedoch hatte die Gegenseite offensichtlich kein Interesse daran, den Termin zu Stande kommen zu lassen. Der Duldungsvertrag war bei den vorhergehenden Verhandlungsterminen weitestgehend ausgehandelt. Lediglich die Frage der Dauer war noch strittig. Während wir auf dem zuvor zugesicherten 31.5.06 bestanden, wollte sich die PDS nur auf den 31.3. einlassen. Dass bei dieser minimalen Zeitdifferenz keine konstruktive Einigung gefunden werden sollte, ist absurd. Der Vertrag sollte nach dem dreiwöchigen Urlaub von Reinauer unterzeichnet werden. Unsere entsprechende Absicht haben wir dem Bezirksamt per Fax am vergangenen Montag mitgeteilt.
Hintergrund für diese unerwartete Eskalation ist unseres Erachtens die Angst der Bezirksregierung vor einem geplanten BürgerInnenbegehren, das sich gegen den drohenden Verkauf des Bethaniens an den Privatinvestor Michael Arend (Bad Homburg) wendet. Dieser verhandelt seit mehr als anderthalb Jahren mit dem Bezirk und möchte das Haus Bethanien für einen Euro (bei Sanierungszusagen) in Erbpacht übernehmen. Nun hat er vor einer Woche die Verkaufsverhandlung mit der Ansage unterbrochen, er würde das Bethanien kaufen, wenn ihm der Südflügel leer übergeben würde. Die Bezirksregierung versucht mit der drohenden Räumung des Projektes NewYorck59, dem Investor den Kauf schmackhaft zu machen und die Sache so schnell wie möglich abzuwickeln, bevor ein BürgerInnenbegehren auf Bezirksebene in Gang gesetzt werden kann. Es wäre für die PDS/"Linkspartei", die im Wahlkampf für eine "Soziale Stadt" wirbt, höchst peinlich, wenn eine Mehrheit der Befragten sich gegen die Privatisierungspläne und für ein unkommerzielles, kiezbezogenes sozio-kulturelles Zentrum ausspricht.
Um dieser durchsichtigen Vorgehensweise von PDS und SPD etwas entgegenzusetzen, wollen wir bei der morgigen Bezirksverordnetenversammlung im Rathaus Kreuzberg, Yorckstr. 4-11 präsent sein, wenn es um die Themen Yorck59 und die Pläne mit dem Haus Bethanien geht. Auch die Initiative Zukunft Bethanien plant im Rahmen dieser Sitzung, den Protest gegen die Verkaufspläne an die Öffentlichkeit zu tragen. Kommt mit uns zur Sitzung (Beginn 17 Uhr) und protestiert gegen die geplante Räumung des NewYorck59 und den Verkauf an den Investor Michael Arend!
Vorher wird eine von uns organisierte Pressekonferenz im Rathaus Yorckstraße um 14 Uhr stattfinden, zu der wir alle einladen!

Wir fordern die PDS auf, die Verhandlungen mit uns wieder aufzunehmen, und nicht, wie im Falle der Yorck59, auf eine gewaltsame Räumung als Konfliktlösung zu setzen!

Gegen die neoliberale Stadtpolitik der PDS/�Linkspartei� in Berlin und überall!
Yorck59 ist überall!
Räumung ist keine Privatsache!
NewYorck59 im Bethanien bleibt!!!
Kollektive Räume statt Investorenträume!
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Ergänzungen

demo gegen drohende räumung

yorckie 25.08.2005 - 21:08
wir als NewYorck59 im Bethanien rufen dazu auf, sich an der Demo des Summercamp of Resistance am kommenden Samstag zu beteiligen!

Diese beginnt um 15 Uhr am U-Bhf Yorckstraße, geht an der Yorck59 vorbei, am Willi Brand-Haus der SPD und zum Mariannenplatz, wo wir derzeit den Seitenflügel des Bethaniens besetzt halten.

Am vergangenen Dienstag beschloss die PDS Friedrichhain/Kreuzberg zusammen mit der SPD, die Besetzung nicht weiter zu dulden und uns Ende Oktober gewaltsam zu räumen, wenn wir bis dahin nicht freiwillig gegangen sein werden.

Und das werden wir natürlich nicht tun!

Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen sich am Samstag an der Demo beteiligen und u.a. ihre Solidarität mit der Yorck59 auf die Straße tragen!

Never!
Give!
Up!
Yorck59 forever!

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War doch klar!!!

B-Setzer 24.08.2005 - 13:16
Hattet ihr im ernst geglaubt,ihr könntet das Bethanien halten,so naiv kann man doch garnicht sein.
Seit eurer kurzzeitigen Duldung habt ihr doch fast alle Aktivitäten eingestellt,ausser alle 2 Wochen "Kiezpalaver" und Vokü.
Ihr hättet viel mehr an Aktionen,Veranstaltungen,Voküs,Konzerte usw,usw machen müssen um euch einen Rückhalt im Kiez und in der Szene zu sichern.
Das wäre der einzige Weg gewesen genügend Druck für weitere Verhandlungen aufzubauen.
Statt dessen habt ihr euch kurz nach der Duldung in "eurem" Bethanien eingeschlossen,weil ihr dachtet ihr hättet erreicht was ihr wolltet.
Obendrein habt ihr noch Teile eurer aktivsten Unterstützter die lange Zeit sehr viel für euch getan haben mit fadenscheinigen Behauptungen rausgeworfen,und im nachhinein noch mit einer Hetzkampagne überzogen um euer Handeln zu legitimieren.

solidarität mit den Yorckies!?

Frank P. 24.08.2005 - 16:30
Endlich hört man mal wieder etwas von den Yorckies.
Es war ja nach den ersten 2 Wochen mit zahlreichen Aktionen sehe ruhig um euch geworden.
Naja die meisten Aktionen haben ja sowieso eure Unterstützer auf die Beine gestellt.(Konzerte,Kino,tägl,Vokü usw.)
Dafür habt ihr die dann ja unter Verleumdungen wie sie sind Macker und hierarchisch entsorgt als sie nicht mehr gebraucht wurden.
Komisch nur das die selben Leute vorher monatelang für Soliarbeit und zur bereitstellung ihrer Infrastruktur sehr gern gesehen wurden.Naja so schnell kann es sich halt ändern.
Solidarität ist keine Einbahnstrasse!!!!!!

@b-setzer

ex-y59 24.08.2005 - 16:42
b-setzer deine staendigen angriffe ("hetzkampagne"?) auf die besetzerInnen des bethanienes nerven gewaltig.

"Obendrein habt ihr noch Teile eurer aktivsten Unterstützter die lange Zeit sehr viel für euch getan haben mit fadenscheinigen Behauptungen rausgeworfen,und im nachhinein noch mit einer Hetzkampagne überzogen um euer Handeln zu legitimieren."

Ich habe selber in der yorck59 gewohnt und bin sehr dankbar fuer die solidaritaet, die wir waehrend unseres hauskampfes von sehr vielen, unterschiedlichen leuten und gruppen erfahren haben.

In meiner wahrnehmung habt ihr als vokuegruppe die besetzen raeume des bethaniens mitgenutzt und seid in einem konflikt mit den bewohnerInnen der newyorck als gruppe rausgeflogen. Darueber laesst sich sicherlich streiten, aber nicht in dem demagogischen stil, den ihr benutzt.

Erst selbstverwaltet vokue und kino machen und dann daraus eine dienstleistung definieren, aus der sich ansprueche ableiten, finde ich ganz schoen schwach.

Da es auch nervt, die sache staenig neu aufzurollen, schliesse ich noch ein zitat eines kommnetars an, der damals auf eure erklearung folgte:

"UnterstützerInnen" Kritik
eine Y 24.06.2005 22:41

Es gibt unter dem Mittelspaltenartikel von der Yorck schon einen Wortwechsel zu diesem Thema.

Ich kann an dieser STelle keine Yorck-Stellungsnahme schreiben, aber möchte folgende Punkte zu Bedenken geben - und persönlcihe Kommentare sind auch reingerutscht:

1. Wer beanspruch hier den Titel "Die UnterstützerInnen der Yorck59"? Die Yorck hatte und hat viele verschiedene UnterstützerInnen und die Vokügruppe ist ein kleiner Teil davon. Andere UnterstützerInnen kommen derzeit nicht mehr ins Bethanien, weil ihnen z.B. die ständig anwesenden MAcker auf dem Keks gehen. So kam die Situation, dass vom breiten UnterstützerInnensprktrum der Yorck sich im und ums Bathanien nur die wohl fühlen konnten, die sich am krassesten den Raum nehmen konnten / wollten. Dominanz rulez!

2. Was das dann wieder mit den viel beschworenen "Freiräumen" zu tun hat, wenn sich die Ego-mäßigsten Personen und die standhaftesten Typen durchsetzen, das ist höchst fragwürdig.
So ist in der New Yorck in den letzten Tagen ganz klar geworden, dass "Freiräume verteidigen" nicht nur mit Mauern und Quadratmetern zu tun hat, die es zu besetzen gilt... Sich mit Dominanzstrukturen auseinandersetzen ist genauso Teil dieses Kampfes. - Nur dass dabei noch weniger mitmachen!

3. In der Diskussion seit letzter Woche ging es auch viel darum, wie denn Unterstützugn zu verstehen ist. Ich finde den Ansatz der "ausgenutzen UnterstützerInnen" merkwürdig und sehe das als eine Argumentationsschiene an, um die Yorck zu diffamieren. Unterstützung der Yorck59 muss finde ich von einem politischen Anspruch auf Räume getrennt werden. Wenn die "Unterstützung" nur unter der Bedingung von Anspruch auf Räumen stattgefunden hat, dann würde ich das nicht Unterstützugn nennen wollen. Ist das dann eher "Unterwanderung"?

4. Eine kritische Auseinandersetzung zu dem Thema und eine politisch Dieskussion finde ich wichtig - gerade darum wer wie Ansprüche auf den Raum Bethanien stellt. Meiner Meinung nach hat der Projekterhalt der Yorck59 Priorität und die Bethanienbesetzung ist ganz klar in diesem Kontext entstanden - und kann meiner Einschätzung der Lage nach (Berliner Linie, ihr wisst schon) auch nur in diesem Kontext gerade aufrecherhalten werden.

5. Ich möchte auf keinen Fall eine Position vertreten, a la die Yorck59 sei unkritisierbar! Aber wenn es jetzt um die Spießigkeit der Yorck und so weiter geht, dann habe ich 2 Impulse: a) ein polemisches: Geht doch selbst ein Haus besetzen! Warum müsst ihr euch dann an der auch so beschissenen Yorck abarbeiten? b)ein Verweis darauf was für eine very special STruktur die Yorck59 ist, eben mit 60 Leuten, darunter die berühmten 12 Kinder, diverse politische Initiativen, ... die inzwischen seit mehr als 1 1/2 Jahren eine Hauskampf führt, am 6/6 geräumt wurde und innerhalb von weniger als einer Woche mit UnterstützerInnen eine New Yorck besetzt hat. Ja, das ist ganz schön spießig, dann sich sammeln zu wollen und nicht ein absolut offenes Haus haben zu wollen, was die Yorck (aus gutem grund)niemals war. Echt spießig, dann sich als Struktur ernstnehmen zu wollen und bei allem politischem Kampf und wichtiger Vernetzungsarbeit sich auch Zeit für die Gruppe sich nehmen zu wollen.

6. So wie die Auseinandersetzung im Bethanien mit der sogenannten UnerstützerInnengruppe, die ich jetzt lieber Vokü-Gruppe nennen möchte, gelaufen ist, - die Yorck-Ansage, erst einmal ein paar Tage Ruhe haben zu wollen und die Räume mehr zu schließen, wurde übergnagen - und nachdem am Mo eine kleine Brechstangenaktion im ersten STock (Besetzung der Besetzung) verhindert werden musste --- so auf jeden Fall empfinde ich Teile davon als Angriff auf die Struktur der Yorck. Mir fehlt es an einem politischen Respekt dieser STruktur gegenüber.

7. Ich bin sehr genervt von den Indy-Aasgeiern, die immer schnell verbalradikal in die Tasten hauen können. siehe 8.!

8. Freiräume verteidigen ist keine leichte Angelegenheit. Und Sprüche alleine reichen nicht! Und Besetzungen alleine auch nicht. Wir sind leider auch nicht nur "die Guten" auch wenn wir es noch so sein wollen. In Dominanzstrukturen stecken wir alle dicke drinne! WIdersprüche, WIdersprüche Widersprüche!

9. Yorck59 bleibt!"

dem bleibt nur ein

10. newyorck bleibt!
11. wir bleiben alle!

hinzuzufuegen.

RE ex-y59 24.08.2005 15:42

Holzkuh 25.08.2005 - 16:46
Du schreibst viel - für dich/euch geht es ja auch um viel! Die willigen Symphatisanten waren immer gut um euren Egotrip zu schützen und zu befördern. Jetzt sind sie lästig, weil du/ihr "seriös" verhandeln wollt. Ziel ist es Geld aller in deine/eure taschen umzuleiten. Freiraum heißt für dich/euch umsonst wohnen und alimentiert zu werden.

Interessanterweise haben nun auch die (eigentlich) erzkonservativen PDSler kalte Füße bekommen. Schleimiges Lavieren lohnt halt nicht. Einzig Schulz (Grüne) hält schützend die Hand über dic/euch - ach ja -es ist ja auch Wahlkampf. Elite, Normalos, Unterpreviligierte wenden sich angewidert ab - angesichts deines/eures "Freiraumgeschwafels". Merke: Der Freiraum ergibt sich qua Verfassung und endet dann wenn er Freifräume anderer tangiert. Aber es geht ja nur um deine/eure Freiräume - asozial und unsolidarisch!

@ Holzkuh

Frager 25.08.2005 - 17:13
Kannst du bitte mal aufhören, unter verschiedenen Namen diesebn Unsinn zu schreiben? Was soll diese Schlammschlacht? Ist ja nervig.

in diesem sinne

mensch 25.08.2005 - 18:18
erstmal volle solidarität mit den yorckies,und viel kraft,und wenn einige so abgenervt sind dann fragt doch mal bei euch selber nach woran es liegt,um was zu erreichen gilt es erstmal "die herzen der menschen zu erobern" und das ist nunmal schwierig in der heutigen zeit die sich nunmal von der damaligen hausbesetzerzeit sehr unterscheidet und das haben einige leute wohl nicht kapiert,versucht doch mal diese anmacherei zu lassen

schon wieder

egal 26.08.2005 - 23:31
die art zu verhanden, wie ihr bereits verhandelt habt (nämlich nur mit maximalforderungen)wird euch in die sichere räumung führen!
ein fehler kann jeder machen, nur DUMME machen ihn ein zweites mal!

verräter

damned again 27.08.2005 - 23:02
ihr scheiß populistischen linken spießerschweine !!!

total egal

Warhead 29.08.2005 - 00:57
Bei Betriebsblindheit,Inkompetenz und Beratungsresistenz zieht der Aufsichtsrat irgendwann die Konsequenzen und schmeisst raus,so einfach ist das,so einfach macht ihr euch das...in schöner Regelmässigkeit wie trotzige Vorschüler die mit Bauklötzchen schmeissen.Eure Bauklötzchen,das sind zumeist surrealistische unerfüllbare Maximalforderungen von denen kein Jota abgewichen wird,schuld,das sind immer die anderen.Aber was mich so richtig auf die Palme bringt ist der Fakt das mit diesem Vorgehen lauter Projekte bzw Objekte versaut werden,aus,Schluss,verbrannt,weg...sei es die Kita,das Kaufhaus,ein Stellwerk,ne Halle,Yorck oder Bethanien...weg...*trotz**aufbodenrumstampf*
Die Verhandler in den 80ern,die konnten ihre Buden wenigstens halten...das einzige was jetzt in der Hand gehalten wird ist ein Strafbefehl...ich habs soooooo satt