Saar: "Atomkraft tötet"

Markus Pflüger 08.08.2005 18:52 Themen: Atom Militarismus
Rund 15 AktivistInnen vom Koordinationskreis gegen Atomkraft Saar, Friedensnetz Saar und von der Stop-Endlager-Bure-Gruppe Trier protestierten mit einem Riesentranspi anlässlich des 60. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gegen die Atomkraftnutzung. Zivile und militärisch Atomenergienutzung sind untrennbar - Deutschland und Europa sind aufgefordert statt Ihre Nuklaroption, endlich abzurüsten und einen Ausstieg voranzutreiben.
Koordinationskreis gegen Atomkraft Saar (www.antiatom-saar.de)
und Friedensnetz Saar (www.friedensnetzsaar.tk/)


Zum 60. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima 6.8. und Nagasaki 9.8.:
Riesentransparent an der Saarbrücker Schlossmauer kritisiert: "Atomkraft tötet!
Abschaffung aller Atomwaffen und Ausstieg aus der Atomenergie gefordert

Am Freitag den 5.8.05 protestierten rund 15 AktivistInnen vom Koordinationskreis gegen Atomkraft Saar, Friedensnetz Saar und von der Stop-Endlager-Bure-Gruppe Trier anlässlich des 60. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki (6. und 9.8.1945) gegen die Atomkraftnutzung. (Auf dem Transparent ist zu lesen: "Atomkraft tötet: Hiroshima 1945, Sellafield 1957, Tschernobyl 1986, bis 2030 ständige Strahlung durch deutsche AKW's?")

"Die zivile und militärische Nutzung von Atomkraft sind untrennbar miteinander verbunden, wie Uranmunition aus abgereichertem Uran und das Plutonium aus der Wiederaufarbeitung für die Herstellung von Atombomben zeigt." so Markus Pflüger, Pressesprecher der Aktionsgruppe: "Nur abgeschaltete Atomkraftwerke sind keine potenziellen Atombomben in der Hand von Terroristen oder Nuklearstaaten.". Jeden Tag drohe der Einsatz atomaren Massenvernichtungswaffen und ein Super-Gau - die einzige Lösung sei die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen und die weltweite Abschaffung der Atomwaffen.
"Gerade die deutsche Regierung ist durch den Pseudoausstieg und die nukleare Teilhabe an den in Büchel und Ramstein in Rheinland-Pfalz stationierten Atomwaffen besonders unglaubwürdig und ist aufgefordert statt des täglichen Restrisikos und der völkerrechtswidrigen Lagerung der Atomsprengköpfe und Bundeswehrübungen für deren Einsatz, sich für eine Abkehr vom atomaren Wahnsinn einzusetzen." so die Atomkraft­gegnerInnen. Auch innerhalb der Europäischen Union wird eine Militarisierung einschließlich einer europäischen Nuklearstreitmacht unter deutscher Beteiligun vorangetrieben, so die Kritik, stattdessen sei aber eine umfassende Abrüstung und eine echte ökologische Energiewende dringend notwendig.
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 3 Kommentare an

Kohlekraft tötet mehr — Zweistein

atomkraft tötet! gestern wir heute! — bob der baumeister