Antifademo am 23.07. in Arnstadt
Am 23.07. fand im thüringischen Arnstadt eine lautstarke Demonstration von mit über 300 AntifaschistInnen statt.
Wir betrachten die Demonstration als vollen Erfolg m aktiven Kampf gegen faschistische Strukturen in der deutschen Provinz.
Wir betrachten die Demonstration als vollen Erfolg m aktiven Kampf gegen faschistische Strukturen in der deutschen Provinz.
Pressemitteilung der Gruppe LRA zur Antifademo am 23.07.05 in Arnstadt
Da sich in Arnstadt in den letzten Monaten beängstigende Zustände etabliert haben, rief die Gruppe Left Resistance Arnstadt letzten Samstag (23.07.) zur Antifademonstration unter dem Motto „NO PLACE TO HIDE. Den rechten Vormarsch stoppen – Nazistrukturen aushebeln“. Nachdem Neo-Nazis eine militante Kameradschaft gründeten und von ihr ausgehend mehrere Propagandaaktionen initiierten, Übergriffe auf linke Jugendliche organisierten und ein rechtsextremistisches Zeitungsprojekt leiteten, entwickelte sich zusehends Widerstand. Dem Verharmlosen und Ignorieren rechter Hegemonieansätze durch Polizei, Medien und Zivilgesellschaft galt es heute entgegenzutreten. Darüber hinaus wurden Probleme wie Nationalismus und konservative Realitäten im bürgerlichen Alltag Arnstadts thematisiert. Dem Aufruf der Gruppe folgten mehr als 300 Antifas, Punks und Alternative aus bundesweiten und regionalen Zusammenhängen, aber auch einige Bürger aus Arnstadt.
Polizeiaufgebot im Vorfeld der Demonstration
Schon am Abend des 22. Juli machte die Polizei mit einem unverhältnismäßig großen Aufgebot von sich reden und was von vielen bis dahin nur vermutet wurde, bestätigte sich am Tag der Demonstration: Mehrere Hundertschaften aus verschiedenen Bundesländern und Beamten der Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) wurden zur Verstärkung in die thüringische Kleinstadt nahe Erfurt geholt. Bereits in aller Frühe begannen sie ausnahmslos an allen Zufahrtswegen Kontrollstellen einzurichten, um anreisende TeilnehmerInnen der Demonstration zu demoralisieren. Willkürlich wurde alles beschlagnahmt, was mensch zum Selbstschutz funktionalisieren könnte, darunter Feuerlöscher und Fahnenstangen, aber auch Transparente, welche für die Versammlung vorgesehen waren. Letztere wurden kurz vor der Demonstration nach Gesprächen mit der Einsatzleitung jedoch wieder freigegeben. Mindestens ein Linker befand sich aufgrund mitgeführter Schutzbewaffnung kurzzeitig in Polizeigewahrsam.
Lautstarker Antifaprotest
Als sich nach endlosen Kontrollen mehr als 300 AntifaschistInnen bei guter Musik und angenehm kühlem Wetter auf dem Bahnhofsvorplatz versammelten, formierte sich ohne weitere Verspätungen der Demonstrationszug mit zahlreichen Transparenten. Nach der Auftaktkundgebung und dem Redebeitrag der Gruppe [LRA] zum Thema Nazistrukturen in Arnstadt setzten sich die DemonstrantInnen gegen 15.00 lautstark und geschlossen in Bewegung. Diversen Polizeigreiftrupps an der Strecke ließen die AntifaschistInnen keine Möglichkeiten zu intervenieren. Die Demo bewegte sich vom Hauptbahnhof ins Westviertel, wo sich ungewöhnlich viele Neonazis eingenistet haben. Vor den Wohnungen Einzelner rechten AktivistInnen wurden von der Einsatzleitung auch prompt Polizeispaliere aufgezogen. Eine Sprecherin der [LRA] informierte anhand von aktuellen Beispielen über die massive Zunahme von Nazigewalt, welche in der Vergangenheit auch schon tödlich endete. Der Demonstrationszug lief Richtung Innenstadt, wo unter anderem über institutionellen Rassismus und Polizeigewalt aufgeklärt wurde, am Südbahnhof folgte die Abschlusskundgebung. Weitere Redebeiträge wurden von antifaschistischen Gruppen aus Berlin, Leipzig und Gera gehalten. Am Rande der Versammlung verteilten DemonstrantInnen Flyer an die AnwohnerInnen mit Informationen über das Anliegen des Protestes.
Deeskalation seitens Polizei, Resignation der Neo-Nazis
Angriffe und Blockadeversuche von Seiten der Arnstädter Neo-Nazis gab es überraschenderweise keine. Nur vereinzelt fanden sich Neo-Nazis am Streckenrand ein, wie am Bahnhofsvorplatz in Richtung Moritzstraße oder vorm Marienstift. Auch wenn es in der Innenstadt mehrfach zu Zusammenrottungen lokaler Neo-Nazis kam, hatten diese zu keiner Zeit Einfluss auf die Demonstration. Lediglich einzelnen Rechtsextremisten gelang die Dokumentation einiger DemoteilnehmerInnen. Störversuche wurden ausnahmslos unterbunden. Die 'Ordnungshüter' erteilten zahlreiche Platzverweise gegen Angehörige der rechten Szene, insgesamt etwa 30 bis 40.
Auch die Polizei fuhr mit Westimporten eine ungewöhnliche Taktik. Anders als mensch es von Thüringen gewöhnt ist, verfuhr die Polizei diesmal deeskalierend. Trotz anwesender Greiftrupps fanden keine Übergriffe auf die Demonstration statt. Selbst als nach einem kurzen Demosprint eine Polizistin nicht ganz unverschuldet zu Fall kam, eskalierte die Situation nicht. Nach kurzen Schubsereien zogen sich die Beamten vom Demoblock zurück.
Ein Vorfall ereignete sich am Ende, als sechs "Bundespolizei"-Beamte einen Jugendlichen abseits der Demo in ein Polizeifahrzeug prügelten. Nach der Festname wurde er ins Krankenhaus gefahren. Am Abend fanden noch diverse Veranstaltungen statt, darunter ein Vortrag zum Thema „Rechtsrock“ in Weimar, sowie Konzerte in Erfurt und Arnstadt.
Die VeranstalterInnen werten die Demonstration als vollen Erfolg im Kampf gegen rechte Strukturen und der Zunahme von Nazigewalt. "Diese kraftvolle Demonstration hat gezeigt, dass es sowohl Potential in Arnstadt als auch Solidarität aus anderen Regionen Deutschlands gegen die braunen Umtriebe in jener thüringischen Provinzstadt gibt", so Armin Degner, Sprecher der Gruppe Left Resistance Arnstadt [LRA]. Weiterhin wurde deutlich, dass die Demonstration nur der Anfang einer Offensive gegen rechte Gewalt und organisierte Strukturen in der Region sei.
Gruppe Left Resistance Arnstadt [LRA], 25.07.05
Weitere Bilder werden folgen
Da sich in Arnstadt in den letzten Monaten beängstigende Zustände etabliert haben, rief die Gruppe Left Resistance Arnstadt letzten Samstag (23.07.) zur Antifademonstration unter dem Motto „NO PLACE TO HIDE. Den rechten Vormarsch stoppen – Nazistrukturen aushebeln“. Nachdem Neo-Nazis eine militante Kameradschaft gründeten und von ihr ausgehend mehrere Propagandaaktionen initiierten, Übergriffe auf linke Jugendliche organisierten und ein rechtsextremistisches Zeitungsprojekt leiteten, entwickelte sich zusehends Widerstand. Dem Verharmlosen und Ignorieren rechter Hegemonieansätze durch Polizei, Medien und Zivilgesellschaft galt es heute entgegenzutreten. Darüber hinaus wurden Probleme wie Nationalismus und konservative Realitäten im bürgerlichen Alltag Arnstadts thematisiert. Dem Aufruf der Gruppe folgten mehr als 300 Antifas, Punks und Alternative aus bundesweiten und regionalen Zusammenhängen, aber auch einige Bürger aus Arnstadt.
Polizeiaufgebot im Vorfeld der Demonstration
Schon am Abend des 22. Juli machte die Polizei mit einem unverhältnismäßig großen Aufgebot von sich reden und was von vielen bis dahin nur vermutet wurde, bestätigte sich am Tag der Demonstration: Mehrere Hundertschaften aus verschiedenen Bundesländern und Beamten der Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) wurden zur Verstärkung in die thüringische Kleinstadt nahe Erfurt geholt. Bereits in aller Frühe begannen sie ausnahmslos an allen Zufahrtswegen Kontrollstellen einzurichten, um anreisende TeilnehmerInnen der Demonstration zu demoralisieren. Willkürlich wurde alles beschlagnahmt, was mensch zum Selbstschutz funktionalisieren könnte, darunter Feuerlöscher und Fahnenstangen, aber auch Transparente, welche für die Versammlung vorgesehen waren. Letztere wurden kurz vor der Demonstration nach Gesprächen mit der Einsatzleitung jedoch wieder freigegeben. Mindestens ein Linker befand sich aufgrund mitgeführter Schutzbewaffnung kurzzeitig in Polizeigewahrsam.
Lautstarker Antifaprotest
Als sich nach endlosen Kontrollen mehr als 300 AntifaschistInnen bei guter Musik und angenehm kühlem Wetter auf dem Bahnhofsvorplatz versammelten, formierte sich ohne weitere Verspätungen der Demonstrationszug mit zahlreichen Transparenten. Nach der Auftaktkundgebung und dem Redebeitrag der Gruppe [LRA] zum Thema Nazistrukturen in Arnstadt setzten sich die DemonstrantInnen gegen 15.00 lautstark und geschlossen in Bewegung. Diversen Polizeigreiftrupps an der Strecke ließen die AntifaschistInnen keine Möglichkeiten zu intervenieren. Die Demo bewegte sich vom Hauptbahnhof ins Westviertel, wo sich ungewöhnlich viele Neonazis eingenistet haben. Vor den Wohnungen Einzelner rechten AktivistInnen wurden von der Einsatzleitung auch prompt Polizeispaliere aufgezogen. Eine Sprecherin der [LRA] informierte anhand von aktuellen Beispielen über die massive Zunahme von Nazigewalt, welche in der Vergangenheit auch schon tödlich endete. Der Demonstrationszug lief Richtung Innenstadt, wo unter anderem über institutionellen Rassismus und Polizeigewalt aufgeklärt wurde, am Südbahnhof folgte die Abschlusskundgebung. Weitere Redebeiträge wurden von antifaschistischen Gruppen aus Berlin, Leipzig und Gera gehalten. Am Rande der Versammlung verteilten DemonstrantInnen Flyer an die AnwohnerInnen mit Informationen über das Anliegen des Protestes.
Deeskalation seitens Polizei, Resignation der Neo-Nazis
Angriffe und Blockadeversuche von Seiten der Arnstädter Neo-Nazis gab es überraschenderweise keine. Nur vereinzelt fanden sich Neo-Nazis am Streckenrand ein, wie am Bahnhofsvorplatz in Richtung Moritzstraße oder vorm Marienstift. Auch wenn es in der Innenstadt mehrfach zu Zusammenrottungen lokaler Neo-Nazis kam, hatten diese zu keiner Zeit Einfluss auf die Demonstration. Lediglich einzelnen Rechtsextremisten gelang die Dokumentation einiger DemoteilnehmerInnen. Störversuche wurden ausnahmslos unterbunden. Die 'Ordnungshüter' erteilten zahlreiche Platzverweise gegen Angehörige der rechten Szene, insgesamt etwa 30 bis 40.
Auch die Polizei fuhr mit Westimporten eine ungewöhnliche Taktik. Anders als mensch es von Thüringen gewöhnt ist, verfuhr die Polizei diesmal deeskalierend. Trotz anwesender Greiftrupps fanden keine Übergriffe auf die Demonstration statt. Selbst als nach einem kurzen Demosprint eine Polizistin nicht ganz unverschuldet zu Fall kam, eskalierte die Situation nicht. Nach kurzen Schubsereien zogen sich die Beamten vom Demoblock zurück.
Ein Vorfall ereignete sich am Ende, als sechs "Bundespolizei"-Beamte einen Jugendlichen abseits der Demo in ein Polizeifahrzeug prügelten. Nach der Festname wurde er ins Krankenhaus gefahren. Am Abend fanden noch diverse Veranstaltungen statt, darunter ein Vortrag zum Thema „Rechtsrock“ in Weimar, sowie Konzerte in Erfurt und Arnstadt.
Die VeranstalterInnen werten die Demonstration als vollen Erfolg im Kampf gegen rechte Strukturen und der Zunahme von Nazigewalt. "Diese kraftvolle Demonstration hat gezeigt, dass es sowohl Potential in Arnstadt als auch Solidarität aus anderen Regionen Deutschlands gegen die braunen Umtriebe in jener thüringischen Provinzstadt gibt", so Armin Degner, Sprecher der Gruppe Left Resistance Arnstadt [LRA]. Weiterhin wurde deutlich, dass die Demonstration nur der Anfang einer Offensive gegen rechte Gewalt und organisierte Strukturen in der Region sei.
Gruppe Left Resistance Arnstadt [LRA], 25.07.05
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Nazis am Rande der Demo
junge union demonstriert für nazis
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Die Junge Union verteilt Zettel mit Rosa Luxemburgs berühmten Ausspruch „Freiheit ist auch immer die Freiheit der Andersdenkenden“. Die Grundlage der Demokratie sei schließlich, dass jeder seine Meinung frei äußern dürfe, sagt Sebastian Köhler. Aber friedlich müsse dies Geschehen.
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super, die ju demonstriert mit dem luxemburg zitat fuer nazis... na herzlichen glueckwunsch! da kann man ja mal eine emial hinschreiben:
JU = "Link gegen Links"
Junge Union zeigt Flagge auf Antifa-Demo
Freiheit - auch die Freiheit, zu sagen was man möchte, ohne Repressionen befürchten zu müssen - ist eines der höchten Güter einer Demokratie.
Auf der Demo der linksextremen Gruppierung “Left Resistance” verteilte die Junge Union Arnstadt Flugblätter mit dem Aufruf zu Toleranz und Freiheit.
Viel Lob kam dazu von der Bevölkerung, die dem Zug durch die Arnstädter Innenstadt beobachtete.
Sie können unseren Vorsitzenden der JU Arnstadt auch gern persönlich fragen, was er mit dieser Aktionen ausdrücken wollte:
Sebastian Köhler
(Leiter des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit)
Gehrener Straße 38
99310 Arnstadt
Tel: 0179 /9034949
E-Mail:
Wie immer!
NL
ARNSTADT (gs). Die Demonstration am Samstag könnte für die Veranstalterin ein juristisches Nachspiel haben. Der Landkreis, als Genehmigungsbehörde, sieht die von ihm erteilten Auflagen verletzt. "Ja, er wird", lautete kurz und knapp die Antwort von Landrat Lutz-Rainer Senglaub auf die TA-Anfrage, ob der Ilmkreis wegen Verstoßes gegen die Demonstrationsauflagen rechtliche Schritte erwägt. Nach dem vorliegenden Material sei eindeutig zu Hass und Gewalt aufgerufen worden, das war untersagt gewesen.
In einem vorab geführten Kooperationsgespräch, an dem die Stadt Arnstadt, Polizei wie auch die Veranstalterin Sabine Berninger teilnahmen, sei nach den Erfahrungen der Proteste gegen die NPD-Kundgebung vom 20. November 2004 unmissverständlich deutlich gemacht worden, dass man solche Parolen nicht hinnehmen werde. Das Landratsamt habe in den Auflagen sogar konkrete Beispiele solcher Sprechchöre benannt. Das Recht auf Versammlungsfreiheit sei ein hohes Gut und wer dieses Recht in Anspruch nehmen will, müsse sich auch über die damit verbundenen Pflichten im Klaren sein, so Senglaub.
Da die Auflagen nicht eingehalten wurden und dies als Straftatbestand gilt, will der Landkreis entsprechend handeln. Was heißt, dass gegen die in dem Fall als Privatperson agierende PDS-Landtagsabgeordnete Sabine Berninger Strafanzeige gestellt wird.
Sie selbst hatte nach Ende der Demonstration gegen Rechts am vergangenen Samstag offen Gewalt propagierende Sprechchöre gegenüber dieser Zeitung als "ironische Demo-Sprüche" bezeichnet.
Transparente
Olle
komisch...
Das einzige was die demo gebracht hat waren stinos die sich aufgeregt haben das schon wieder diese chaoten kommen und für solche auch noch die straße gespert wird...
echt ätzend so unproduktive aktionen...und sich mal normal , und nicht wie ein assi , anziehen würde sicher auch helfen mit dem bürger mal in kontakt zu tretten und ihn nich nur zu reitzen.
Junge Union rechts?
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Junge Union mit einem Spruch von Rosa Luxemburg auf Stimmenfang bei den Rechten geht.
Wenn ihr nicht gleich die Schublade "Feind" aufgemacht hättet, wäre Euch vielleicht in den Sinn gekommen, dass sie nichts anderes als Redefreiheit - auch für Euch - gefordert haben und damit auf die erst später folgende Kritik in der Lokalpresse reagiert haben.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@ mods — ...
solidarität! — wessi
jupp — war
Na ja — Pitti
@pitti — T.L.
der artikel von "pitti"(na ja)... — .......
@nase — antifant