GB: Erschossener in London unschuldig

Teclado 24.07.2005 05:24 Themen: Weltweit
Was so mancher schon ahnte, scheint nun zur Gewißheit zu werden. Wie zahlreiche Medien unter Berufung auf die britische Polizei berichten, war der in der Londoner U-Bahn-Station Stockwell Erschossene nicht in die Anschläge von London verwickelt.
"Dass jemand unter diesen Umständen ums Leben kommt, ist eine Tragödie", hieß es seitens der Polizei. Und man "bedauere den Tod des Mannes".
Der aus Brasilien stammende 27-jährige Jean Charles de Menezes lebte und arbeitete seit mehreren Jahren in GB - das einzig Verdächtige, was nunmehr übrig bleibt, ist wohl die Tatsache, dass er angesichts mehrerer bewaffneter und auf ihn zustürmenden Personen (Zivilpolizisten) vor diesen weglief. Von einem "verdächtig ausgebeulten Mantel" und "Drähten am Gürtel" des Erschossenen, welche angebliche Augenzeugen zuvor gegenüber der Presse erwähnten, ist nunmehr keine Rede mehr. Übrig bleibt einzig ein durch 5 Kopfschüsse aus nächster Nähe zu Tode gekommener 27-jähriger Brasilianer.
Die Polizeiorder, Verdächtige notfalls durch gezielte Todesschüsse zu stoppen, um weitere Attentate zu verhindern, hat also - kaum das sie ausgegeben würde - zu einem weiteren unschuldigen Todesopfer in London geführt. Dass hieraus Konsequenzen für beteiligte Beamte und politisch Verantwortliche entstehen, darf wohl eher bezweifelt werden - die Akte "Kollateralschäden im Kampf gegen den Terror" wird wohl um einen Eintrag erweitert und schnellstmöglich verschlossen werden.
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Ergänzungen

Sonderbefugnisse

Pote Snitkin 24.07.2005 - 11:34
In der Presse war gestern zu hören, dass die britischen Bullen jetzt Sonderbefugnisse hätten, um gezielt (mutmaßliche) SelbstmordattentäterInnen mit der Schusswaffe zu stoppen (hinzurichten).
Wer mit MPs durch menschendurchflutete Städte (wie London) läuft, wer erst schießt und dann Fragen stellt, wer MigrantInnen bzw. Leute mit "anderem" Aussehen zuerst ins rassistische Schema presst ...
Bullen sind Mörder - überall!

Rennen verboten-Bürgerrennen gegenPolizeiwahn

Gewissen 24.07.2005 - 14:18
Rennen verboten. Wenn dennoch jemand in einer Großstadt wie London rennt, wird ohne weitere Vorwarnung durch Schuß in den Kopf ausgeschaltet.

Was ist das für eine perverse Politik?
Jeder, der rennt, passt in das Schema eines Selbstmordattentäters.

Ich rufe alle Großstädter v.a. die Londoner Bürger zu Bürgerrennen auf. Jeder Teilnehmer sollte sich nach Möglichkeit mit einem Rucksack ausstatten, um hiermit gegen den Polizei-Wahn zu demonstrieren.

Morgen sind sie vielleicht schon ein Verdächtiger, nur weil sie einen Strumpf links-rum tragen, oder ein Kleidungsstück "made in Pakistan" tragen.

Stoppt endlich diesen Polizei-Terror!

Ergänzung

nix 24.07.2005 - 15:02
Das "Verbrechen" was dieser Mann begangen hatte war, aus einem angeblich als verdächtig observierten Hause zu kommen und dabei auch noch ein nicht-europäisches Aussehen zu haben.

Brasilien fordert derweil die Aufklärung des Vorfalles.

Scotland Yard will trotzdem an der Praxis festhalten, Verdächtige mit geziehlten Kopfschüssen zu töten, da Terroristen ja Sprengstoffgürtel (ich dachte eigentlich, die hatten in London Rucksäcke...) tragen könnten, die durch die Schüsse ausgelöst werden können. Ausserdem scheint dem Scotland-Yard eine schnelle Tötung als notwendig zu betrachten: Andere Körperteile machen keinen Sinn, da die Bombe dann noch gezündet werden könne.

Im "Kampf gegen den Terror" bekommt die Polizei mit der aktuellen Praxis Befugnisse, Hinrichtungen auf offener Straße durchzuführen. Und dass ohne Gerichtsverhandlung und Todesstrafe (Judge Dredd lässt grüßen).
"Kollateralschäden" werden anscheinend billigend in Kauf genommen, wenn man nach den oben wiedergegebenen Aussagen des Scotland-Yard-Chefs geht...

+++Faketicker+++Faketicker+++Faketicker+++

dpo vom 14.8.2007 24.07.2005 - 15:24
(Berlin) Wie Innenminister Beckstein heute in einer Pressekonferenz mitteilte, soll die Praxis präventiver Hinrichtungen künftig auch auf sogenannte Bagatelldelikte ausgeweitet werden. Erfahrungen aus London, New York, Peking und Moskau zeigen, daß die Zahl der Ladendiebstähle, Graffitischmiereien und ordnungswidriger Speichelabsonderungen auf diese Weise um mehr als 60% zurückgegangen sind. In Deutschland wurden seit dem Herbst 2005 enstprechende positive Erfahrungen bei der Bekämfung von Schwerstkriminalität und linken Chaoten gemacht, betonte der Innenminister. Gleichzeitig wurde das neue Antiterrorpaket vorgestellt, welches unter anderem vorsieht, hirnchirurgische Eingriffe bei Neugeborenen ab dem 1.1.2008 generell durchzuführen. Bislang wurde diese Praxis nur bei Terroristen, Raubkopierern und Linken durchgeführt. Weitere Einzelheiten des neue Antiterrorpaket unterliegen der Geheimhaltung. Die Opposition aus SPD und Linkspartei kritisierte die Maßnahmen als nicht ausreichend, bezeichnete die Maßnahmen jedoch als wichtigen Schritt zu mehr sozialer Gerechtigkeit. dpo

XXX

XXX 24.07.2005 - 15:34
what a tragic waste
24.07.2005 11:55

I 'd rather not be TOO harsh on the police under the circumstances,---but all those armchair
experts saying--"well- -he should've stopped!"" are really pissing me off!!------For crying out loud!-----the poor guy comes from a country where guncrime is epidemic and rogue cops remove street-kids with a bullet in the head-!----you don't need to be a psychoanalyst to work out why he took fright and flight.
Prepare for more mistakes people; its all part of the dirty detritus of war but put the blame where it justly deserves to be.
Meg

Logik

Bob 24.07.2005 - 16:03
Zeit, die Bücher von Robert Jungk aus dem Regal zu kramen. Das Verhalten der Polizei war nicht gerechtfertigt, aber nachvollziehbar. Dabei ist das Gefährdungspotential einer Bombe in der U-Bahn lausig gering. Denkt euch mal folgendes:

- ein AKW in die Luft gehen zu lassen ist keine große Schwierigkeit, einen Jumbo braucht da keiner unbedingt. Stromversorgung von außen und Notstromaggregate ausschalten, dann können die drin nach der Handkurbel suchen.
- Sprengung von ausgesuchten 10 Autobahnbrücken in Deutschland - eine logistische Katastrophe
- Durch simples Aufgraben einer Fernwasserleitung könnten ganze Großstädte entvölkert werden

Da gibts noch jede Menge mehr Möglichkeiten, die Terroristen sind grad ganz schön lieb zu uns. So wie er ist, muß unser moderner Staat zwangsläufig eine totalitäre Überwachungsdiktatur ohne Menschenrechte werden, es gibt da gar keine Alternative - außer einer anderen Gesellschaft eben.

...und die hatten dann noch "Glück"...

Mein Name 24.07.2005 - 16:15
Spiegel online von heute:

TERRORVERDACHT

Spanische Polizei nimmt harmlose Marokkaner fest

Es konnte nach einem Attentat aussehen: Sechs Marokkaner rasten in einem Kleinbus in die Sicherheitssperre einer Luftwaffenbasis bei Madrid. Doch die Gruppe war lediglich auf der Suche nach dringend benötigtem Insulin für einen Diabetiker.

Madrid - Die spanische Polizei dachte an einen möglichen Bombenanschlag und nahm die sechs Marokkaner fest. Nachdem sie im Süden von Madrid auf ein Militärgelände gerast waren, so das spanische Verteidigungsministerium, sei einer der Insassen aus dem Fahrzeug gesprungen und auf den Eingang der Luftwaffenbasis zugelaufen. Er habe eine Akte auf den Boden geworfen. Die Polizei habe ihn umgehend festgenommen und die Umgebung rund um das Fahrzeug und den Ordner abgeriegelt.

In den Verhören habe sich herausgestellt, dass die Marokkaner auf der Suche nach Insulin waren, weil einer von ihnen Diabetiker ist. Nach zwei Stunden wurden fünf der Festgenommenen freigelassen. Eine Frau bleibe wegen der Beschädigung der Absperrung vorerst in Gewahrsam.

Wirksame Methode im Kampf gegen Terror

Anno 24.07.2005 - 16:17
In den fünfziger Jahren hat man im Kampf gegen Guerilla-Kämpfer Sterilisationsspritzen angewandt, weil man glaubte, dass der Kampf gegen die Guerilla nur im Mutterleib erfolgreich ist.
In Südamerika und in Afrika wurden diese Spritzen massenhaft eingesetzt. Entwickelt wurde diese Spritze in einem chemischen Labor der AID (Agentur für internationale Entwicklung). Gründungsmitglieder der AID waren CIA, deutsche Genarchitekten und Chemiekonzerne.
In den 70er Jahren wurden ernsthafte Nebenwirkungen (AIDS) bekannt. Die Spritzen wurden verboten. Durch den aufkommenden Tourismus in diese Länder wurde das Virus in andere Staaten getragen. Betroffen von der Krankheit waren anfangs reiche Menschen. Übertragen wurde das Virus durch intime Kontakte.
Heute glaubt man, dass der Kampf gegen Guerilla und Terror durch einen gezielten Schuß in den Kopf gewonnen werden kann. Wenn dieser Schuß nicht auch mal daneben geht! Ein unschuldiges Opfer hat es in London bereits gegeben. Wieviel Opfer muss es diesmal geben? Sind sie sich über die Nebenwirkungen im Klaren?

Mord war`s

Saturni 24.07.2005 - 16:35
Der getötete Brasilianer war zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung keine Gefahr. Es war vor der Hinrichtung bereits bekannt, dass der Sprengstoff in den 4 Rucksäcken untauglich war. Lediglich die Zeitzünder sind explodiert. Und jetzt soll ausgerechnet der angenommene Sprengstoff beim Brasilianer tauglich sein. Hinter dieser Hinrichtung steckt ein anderes Motiv, aber welches? Sicher ist, dass diese kaltblütige Hinrichtung Mord war und mit nichts zu rechtfertigen ist. Echte Terroristen würden gezielt Anschläge verüben wie z.B. Politiker auslöschen, deren Lebensmittel und Trinkwasser vergiften uvm. Die derzeitigen Terrorakte dienen nur dazu, die Bevölkerung einzuschüchtern und in ihnen Ängste auszulösen. Neue Überwachungssysteme einzuführen oder zu ergänzen. Das gesamte Überwachungsnetz zu verdichten, Lücken zu schliessen.

-

grau 24.07.2005 - 17:53
wie schnell das in den medien geht: direkt nach der tat wird in den mainstream-medien verbreitet, es sei ein pakistaner gewesen bzw. ein mensch "pakistanischen aussehens", und nun stellt sich heraus: es war ein brasilianer. die emotionen wurden allerdings geschürt.

Ergänzung

Ergänzung 24.07.2005 - 19:29
1. Warum reden hier alle von Rucksack??
In keiner Meldung wird behauptet das Opfer habe einen Rucksack getragen sondern seine dicke Jacke unter der ein Sprengstoffgürtel verborgen sein könnte.

2. Wird gemeldet, das Opfer sei Elektriker gewesen und auf dem Weg zur Arbeit. Er sei spät gewesen und sei deswegen gerannt um die U-Bahn noch erwischen.
(So wie wir das alle machen, wenn wir mal wieder verschafen haben)

3. Wird gemeldet, die Taktik der Polizei sei es, durch Kopfschüsse eine 'absolut zerstörerische Gewalt' auszuüben, sodass der Tod absolut augenblicklich eintritt.
Das Schießen auf den Körper sei nicht zielführend, da so mögliche am Körper platzierte Sprengsätze explodiern könnten.

Ausnahmezustand oder Chaos

AZAD 25.07.2005 - 07:38
Schon einige Tage sind vergangen, nach der Hinrichtung eines Menschen.Traurig ist allein der Umgang mit der Ausrede, alles was dunkelhaarig und fremd aussieht, sind potentielle Islam-Attentäter.Die Bilder in den jeweiligen U-Bahnen und dem Bus waren doch lächerlich, dies hätten wir alle sein können. Wo sind die Bilder im Zeitraffa-Modus; die die Taschen oder Pakete zeigen. Wo??? Dann hier noch von Alibi-ARGUMENTEN der Pseudolinken zu lesen ist erschreckend, eins ist sicher, Europa marschiert geradezu in den Faschismus und Teil der LINKEN tragen dazu bei, in dem sie die Mediendarstellung in jeder Hinsicht verteidigen. Staatslojale Linke eben,mehr muss Mensch nicht erwarten, eins ist sicher; Wenn es zum ABSOLUTEN SUPERGAU kommt, seit ihr nicht die restlichen EINE-Million deren Versorgung und Verpflegung garantiert ist. Die Kurzsichtigkeit ergibt sich daher, dass ihr Schul oder Staatslinke seit. Bestes Beispiel euer Bundesaussenminister. Ich wiedehole bei einer niedrigen Hemmschwelle wird alles militärische eingesetzt.Na dann viel Spass in der Zukunft.

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Bwoy — Hans Maulwurf

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Frage von Icke — hab ich vergessen

Say Copkiller — ben glenton

@icke — mein name

Gelbe Binde oder Stern — heute-gestern-morgen

@ icke — teclado

Ups — Mein Name

welcome to the 21st century — nurgedanken

@ mein name — Zyniker

@ Bob — Jo

ist doch nix neues — finaler rettungschuss

XXX — stefan