Tübingen: Endlich! Studiproteste (13. 07.05)
Endlich ausgeschlafen: Nonkonforme Studiproteste auch in Tübingen.
"Reclaim the Street"-Party am 13. Juli 2005 in Tübingen.
Zwischen 30 und 50 Studis zeigen, dass sie sich nicht alles gefallen lassen.
"Reclaim the Street"-Party am 13. Juli 2005 in Tübingen.
Zwischen 30 und 50 Studis zeigen, dass sie sich nicht alles gefallen lassen.
Endlich ausgeschlafen: Nonkonforme Studiproteste auch in Tübingen
Jenseits vom AK Studiengebühren, angemeldeten Latschdemos und Diskussionen mit Frankenberger (siehe
http://de.indymedia.org//2005/06/120365.shtml) haben Tübinger Studis und SympathisantInnen mal etwas auf die Reihe bekommen.
Am 14. Juli fand mit 30-50 Leuten in Tübingen zwischen 13 und 15 Uhr eine RTS statt. Mindestens eine ¾ Stunde wurde eine der Hauptverkehrsadern Tübingens, die Wilhelmstraße, blockiert. Es fing an am Lustenauer Tor an. Dort wurde etwa gegen 13.20 Uhr die Kreuzung besetzt. Langsam bewegte sich die Horde von unbeugsamen Studenten auf die Mensa Wilhelmstraße zu. Immer wieder gab es dabei kreatives Straßentheater. Dabei wurde sowohl an den Studiengebühren, als auch an den universitären Hierarchien Kritik geübt.
Dannt kam unser Freund und Helfer, sprich die Polente, an. Was dazu benutzt wurde deren Wagen mal ordentlich zu säubern. Gerüchten nach sind Polizisten ja nicht mehr ganz sauber hinter den Ohren. Als dann zuviel Grüne mit Zivis im Gepäck auftauchten, löste sich die RTS auf.
Aber nur, um an der Neckarbrücke wieder zusammen zu kommen und noch mal eine RTS zu veranstalten. Als auch die von unseren Freund und Helfern bedrängt wurde, rannte die Mehrheit der Protestler in Richtung Marktplatz. Zuvor wurden aber noch drei – inzwischen stadtbekannte – Zivis geoutet.
Am Marktplatz wurde zum Abschluss noch mal Straßentheater gemacht. Und zwar auf einer Bühne, die gekapert wurde.
Da sich inzwischen 6 Polizisten + ziviler Anhang eingefunden hatten, wurde die Demo etwa 15 Uhr aufgelöst.
Insgesamt ein erfolgreicher Tag. So gab es:
> eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Chef des Ordnungsamte und etwa 10 PolizistInnen.
> Ein positiver Bericht in der Lokalpresse („Schwäbisches Tagblatt“)
Ein schöner Anfang, der gezeigt hat, dass mensch auch mit nicht soviel Leuten etwas auf die Reihe bekommen kann.
Das ist hoffentlich ein Auftakt zum neuen Semester gewesen!
Einer der verteilten Flyer enthielt folgende Forderungen:
Wir fordern von der Universität Tübingen:
> die sofortige Umbenennung der Universität in Ernst-Bloch-Universität!
die Zahlung von 1.000 Euro monatlich an alle Studenten. Denn:
Studium ist Arbeit!
> die sofortige weitere Öffnung der Universität auch für Menschen ohne Hochschulabschluss und/oder ohne deutsche Staatsbürgerschaft (z.B. Asylbewerber)!
> die Nutzbarkeit des Rechenzentrums für alle, also auch für NichtstudentInnen!
> einen Einstellungsstopp für Männer bis Frauen paritätisch vertreten sind.
> die Einrichtung eines Rates, der zu je einem Drittel von gewählten Repräsentanten der DozentInnen, der AngestelltInnen und der Studierenden gestellt wird. Dieser Rat soll sich um alle wichtigen Belange in der Universität kümmern. Nach der Erfüllung unserer Forderungen sind alle bisherigen – undemokratischen – Institutionen aufzulösen.
> die Einrichtung neuer Fachbereiche wie:
politischer Anarchismus, Libertärer Kommunismus, Feminismus (Institut für Politikwissenschaft)
Kapitalismusalternativen (VWL)
…
> eine konsequente Aufarbeitung der Geschichte der Universität im Nationalsozialismus und der Universität als Sammelstelle für Altnazis nach Kriegsende. Sowie eine sofortige
> Entschädigungszahlungen an alle überlebenden Opfer (z.B. Zwangsarbeiter in den Kliniken). Frühere Zahlungen, so sie denn geschehen, sind aufzustocken.
> bei sexueller Belästigung an der Universität für das Opfer das Sanktions- und Definitionsrecht.
> Das Redeverbot für Herrn Köhler („Bundespräsident“) und die Unterstützung seiner Auslieferung nach Argentinien.
Weiterhin fordern wir:
> die Auflösung aller studentischer Verbindungen.
> den Einzug aller finanzieller Mittel dieser Verbindungen und die Verteilung an autonome Frauen- und Arbeitslosenorganisationen!
> die sofortige Umwandlung aller Verbindungshäuser in Studentenwohnheime! Ausgenommen das Verbindungshaus der Arminia Straßburg (Gartenstraße 46), dass in ein Frauenhaus umgewandelt wird.
Verhandelt wird nicht!
Diese Forderungen sind MINIMALZIELE!
Jenseits vom AK Studiengebühren, angemeldeten Latschdemos und Diskussionen mit Frankenberger (siehe
http://de.indymedia.org//2005/06/120365.shtml) haben Tübinger Studis und SympathisantInnen mal etwas auf die Reihe bekommen. Am 14. Juli fand mit 30-50 Leuten in Tübingen zwischen 13 und 15 Uhr eine RTS statt. Mindestens eine ¾ Stunde wurde eine der Hauptverkehrsadern Tübingens, die Wilhelmstraße, blockiert. Es fing an am Lustenauer Tor an. Dort wurde etwa gegen 13.20 Uhr die Kreuzung besetzt. Langsam bewegte sich die Horde von unbeugsamen Studenten auf die Mensa Wilhelmstraße zu. Immer wieder gab es dabei kreatives Straßentheater. Dabei wurde sowohl an den Studiengebühren, als auch an den universitären Hierarchien Kritik geübt.
Dannt kam unser Freund und Helfer, sprich die Polente, an. Was dazu benutzt wurde deren Wagen mal ordentlich zu säubern. Gerüchten nach sind Polizisten ja nicht mehr ganz sauber hinter den Ohren. Als dann zuviel Grüne mit Zivis im Gepäck auftauchten, löste sich die RTS auf.
Aber nur, um an der Neckarbrücke wieder zusammen zu kommen und noch mal eine RTS zu veranstalten. Als auch die von unseren Freund und Helfern bedrängt wurde, rannte die Mehrheit der Protestler in Richtung Marktplatz. Zuvor wurden aber noch drei – inzwischen stadtbekannte – Zivis geoutet.
Am Marktplatz wurde zum Abschluss noch mal Straßentheater gemacht. Und zwar auf einer Bühne, die gekapert wurde.
Da sich inzwischen 6 Polizisten + ziviler Anhang eingefunden hatten, wurde die Demo etwa 15 Uhr aufgelöst.
Insgesamt ein erfolgreicher Tag. So gab es:
> eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Chef des Ordnungsamte und etwa 10 PolizistInnen.
> Ein positiver Bericht in der Lokalpresse („Schwäbisches Tagblatt“)
Ein schöner Anfang, der gezeigt hat, dass mensch auch mit nicht soviel Leuten etwas auf die Reihe bekommen kann.
Das ist hoffentlich ein Auftakt zum neuen Semester gewesen!
Einer der verteilten Flyer enthielt folgende Forderungen:
Wir fordern von der Universität Tübingen:
> die sofortige Umbenennung der Universität in Ernst-Bloch-Universität!
die Zahlung von 1.000 Euro monatlich an alle Studenten. Denn:
Studium ist Arbeit!
> die sofortige weitere Öffnung der Universität auch für Menschen ohne Hochschulabschluss und/oder ohne deutsche Staatsbürgerschaft (z.B. Asylbewerber)!
> die Nutzbarkeit des Rechenzentrums für alle, also auch für NichtstudentInnen!
> einen Einstellungsstopp für Männer bis Frauen paritätisch vertreten sind.
> die Einrichtung eines Rates, der zu je einem Drittel von gewählten Repräsentanten der DozentInnen, der AngestelltInnen und der Studierenden gestellt wird. Dieser Rat soll sich um alle wichtigen Belange in der Universität kümmern. Nach der Erfüllung unserer Forderungen sind alle bisherigen – undemokratischen – Institutionen aufzulösen.
> die Einrichtung neuer Fachbereiche wie:
politischer Anarchismus, Libertärer Kommunismus, Feminismus (Institut für Politikwissenschaft)
Kapitalismusalternativen (VWL)
…
> eine konsequente Aufarbeitung der Geschichte der Universität im Nationalsozialismus und der Universität als Sammelstelle für Altnazis nach Kriegsende. Sowie eine sofortige
> Entschädigungszahlungen an alle überlebenden Opfer (z.B. Zwangsarbeiter in den Kliniken). Frühere Zahlungen, so sie denn geschehen, sind aufzustocken.
> bei sexueller Belästigung an der Universität für das Opfer das Sanktions- und Definitionsrecht.
> Das Redeverbot für Herrn Köhler („Bundespräsident“) und die Unterstützung seiner Auslieferung nach Argentinien.
Weiterhin fordern wir:
> die Auflösung aller studentischer Verbindungen.
> den Einzug aller finanzieller Mittel dieser Verbindungen und die Verteilung an autonome Frauen- und Arbeitslosenorganisationen!
> die sofortige Umwandlung aller Verbindungshäuser in Studentenwohnheime! Ausgenommen das Verbindungshaus der Arminia Straßburg (Gartenstraße 46), dass in ein Frauenhaus umgewandelt wird.
Verhandelt wird nicht!
Diese Forderungen sind MINIMALZIELE!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
local
Doch dieses Jahr wird alles besser. In der ganzen Bundesrepublik und umliegenden Ländern wird von Antifaseite gegen den Naziaufmarsch mobilisiert. Auch aus Tübingen wird es einen Bus nach Wunsiedel geben.
Infoveranstaltung: 20. Juli 2005 :: 20:00 :: Schellingstrasse 6
@JO
Also Helm ab, Hirn rein mein Freund!
Realismus der Forderungen
Das ist Diskriminierung nach Geschlechtszugehörigkeit, was eigentlich überwunden sein sollte.
"> bei sexueller Belästigung an der Universität für das Opfer das Sanktions- und Definitionsrecht."
Insbesondere das Definitionsrecht zum vermeintlichen Opfer zu verlagern verletzt rechtsstaatliche Prinzipien (Strafbar kann nur sein was zum Zeitpunkt der Handlung strafbar war). Hierdurch wird missbräuchlicher Verwendung Tür und Tor geöffnet.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Protest...?!? — Jo
Nachtrag — Fritz Rotdorn
Endlich mal vernünftige Forderungen! — ,
Freiheit leben — palau
dümmlicher Flyer — fuckya