"Feldbefreier" wählten Genfeld bei Berlin aus

Gendreck weg 07.07.2005 00:11 Themen: Biopolitik
Der Vorgang hat gespenstisches Niveau. In aller Öffentlichkeit und doch fast unbemerkt von ihr hat auf deutschen Feldern der kommerzielle Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen begonnen....
Die Aktion "Gendreck weg" hat jetzt den Ort für die "Freiwillige Feldbefreiung" am 30. und 31. Juli festgelegt: Das Feld mit Monsanto-Genmais liegt ausgerechnet im Naturpark Märkische Schweiz, 25 km vor Berlin.

Hintergrund/Rückblick | Aktion "Feldbefreiung" in Frankreich | "Kaffeefahrt" zu Genmaisfeldern im Juni
Der Vorgang hat gespenstisches Niveau. In aller Öffentlichkeit und doch fast unbemerkt von ihr hat auf deutschen Feldern der kommerzielle Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen begonnen. Mit einer weithin vernehmbaren "Demonstration zivilen Ungehorsams" will die "Aktion Gendreck weg" das Bürgerbewusstsein deshalb nachhaltig aufrütteln und zu neuer Entschlossenheit bewegen.

Aktion des zivilen Ungehorsams


Mittel zum Zweck ist eine "Freiwillige Feldbefreiung" am 30. und 31. Juli. Rechtzeitig vor der Erntereife soll so genannter Genmais gezielt zerstört werden. Besonders pikant: Die Fläche liegt im Naturpark Märkische Schweiz, vor den Toren der Hauptstadt Berlin.

In sechs Bundesländern haben Bauern im Mai jenes umstrittene Saatgut ins Erdreich gebracht, das aufgrund genetischer Manipulation insektenresistente Maispflanzen verspricht. Nahezu zeitgleich schien auch der bürgerweite Widerstand gegen GVO (gentechnisch veränderte Organismen) von der Bildfläche zu verschwinden. Der Grund für das verblüffende Phänomen ist kein Sinneswandel der bislang ablehnenden Verbrauchermehrheit, sondern die diffuse Informationslage, vermutet Jürgen Binder, der als Imker aus direkter beruflicher Betroffenheit zum GVO-Fachmann geworden ist. Nachdem Mitte März 2005 der zweite Teil des Gentechnik-Gesetzes den Bundestag passierte, habe sich die irrige Annahme verbreitet, die problematische Agro-Gentechnik sei jetzt im Sinne von Mensch und Natur zufriedenstellend geregelt.

Tatsächlich ist das exakte Gegenteil der Fall, urteilt Binder als Mitinitiator der "Aktion Gendreck weg": "Zum ersten Mal wird die Gentechnik in Deutschland kommerziell genutzt. Das heißt, wir haben das Problem seit diesem Frühjahr greifbar vor der eigenen Haustür und nicht mehr in abstrakter Ferne, irgendwo in den USA oder in Indien. Es kann also gar keinen dringenderen Anlass geben, Augen und Mund aufzumachen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen."

Imker Jürgen Binder: "Hier wird etwas in Gang gesetzt, das nicht rückgängig gemacht werden kann."

Binders Anspruch ist es, unverfälschten, reinen Honig zu erzeugen. Deshalb kann er, selbst wenn er es wollte, die Augen nicht mehr vor dem jüngsten Gentechnik-Kapitel verschließen. Denn wenn Anfang Juni "in der Flur sonst fast nichts mehr blüht", suchen die Bienen die Maisfelder auf. Dort sammeln sie zwar keinen Nektar, bedienen sich aber fleißig an dem üppig vorhandenen Pollenangebot. Der Maispollen ist ein begehrter Eiweißspender für den Bienennachwuchs und wird zudem für die Überwinterung im Bienenstock eingelagert.

Geraten die Bienen nun an gentechnisch veränderten Mais, so transportieren sie die biologische Verunreinigung nicht nur in die eigene Behausung und damit am Ende auch in ihr Produkt, den Honig. Sie infizieren mit dem an den Hinterbeinen "zwischengelagerten" Pollen auch die ursprünglich gentechnikfreien Felder. Ein Übriges tut der Wind, der den Pollen bis zu 20 Kilometer weit über das Land trägt. Damit ist ein unerbittliches "Schneeballsystem" in Gang gesetzt, auf das der Mensch als Verursacher keinen Einfluss mehr hat.

Abgesehen von der wirtschaftlichen Abhängigkeit, die die Saatgutfirmen ihren Abnehmern, den Bauern, mit den gentechnisch konstruierten Sorten aufzwingen, sieht Jürgen Binder vor allem zwei Probleme. Zum einen wird die Sortenvielfalt dramatisch eingeschränkt und damit ein von den Landwirten gut gehüteter biologischer Reichtum preisgegeben. Zum anderen werden die Gifte, die zum Schutz der Pflanzen vor Insekten und Krankheiten bislang äußerlich aufgebracht wurden, jetzt selbst Bestandteil der Pflanze - und folglich auch der Nahrung von Tier und Mensch. Die gesundheitlichen Konsequenzen sind weitgehend unerforscht.

Agraringenieur Michael Grolm: "Couragiertes Einschreiten kann das Blatt noch wenden."

Wiederholte Umfragen haben gezeigt, dass die Mehrheit der Konsumenten und Landwirte der Gentechnik ablehnend gegenüberstehen. Rund 70 Prozent der europäischen Verbraucher lehnen Nahrungsmittel, die gentechnisch veränderte Substanzen enthalten, ausdrücklich ab. Und auch die Bauern gehen sichtlich auf Distanz zur Gentech-Saat. Etwa die Hälfte der insgesamt 1100 Hektar Ackerfläche, die 2005 für den Anbau von Genmais in Deutschland vorgesehen waren, werden nach Recherchen des Umweltinstituts München nun doch herkömmlich bewirtschaft. Der Verein zur Förderung Innovativer und Nachhaltiger Agrarbiologie (Finab) in Rostock und der InnoPlanta e.V. in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) sprechen in ihrer jüngsten Auflistung sogar von nur 160 Hektar Land, auf denen der Genmais ausgesät wurde.

Michael Grolm, Diplomagraringenieur und Erstunterzeichner der Aktion, sieht es keineswegs als Grund zur Beruhigung an, dass in Deutschland bisher nur eine vergleichsweise kleine Fläche von der Gentechnik vereinnahmt wurde. Vielmehr sei darin der Anstoß zu erhöhter Aktionsbereitschaft enthalten. Möglicherweise könne das Blatt durch couragiertes Einschreiten gerade noch rechtzeitig gewendet werden: "Wir wollen erreichen, dass die Abkehr von der Gentechnik und notfalls auch die aktive Gegenwehr zum guten Ton gehören." Nach Meinung des Agraringenieurs und seiner Mitstreiter aller Altersgruppen und Berufssparten sollte es die "Pflicht der Politiker sein, die Gentechnik zu verbieten".

"Freiwillige Feldbefreiung" in brandenburgischem Naturpark am 30. und 31. Juli


Ein entsprechendes Signal setzt die für den 30. und 31. Juli angekündigte "Freiwillige Feldbefreiung". Einige hundert Gentechnik-Gegner werden über die Gefahren der Agro-Gentechnik informieren und als Höhepunkt dann in aller Öffentlichkeit ein mit Genmais bepflanztes Feld unbrauchbar machen. Das Feld liegt etwa 25 Kilometer östlich von Berlin im Naturpark Märkische Schweiz, in der Nähe von Strausberg (Kreis Märkisch Oderland). Dort wächst der gentechnisch veränderte Mais MON 810 von Monsanto.

Die Initiatoren sehen in der "Feldbefreiung" keinen Akt willkürlicher Aggression, sondern wohl durchdachte Öffentlichkeitsarbeit. Polizei und Presse werden offiziell zur Beobachtung eingeladen. Der betroffene Landwirt wird für seinen Ernteausfall symbolisch entschädigt, denn "wir wollen mit unserer Aktion ja nicht das schwächste Glied in der Agrarkette attackieren", betont Binder. Im Sinne ihrer friedlichen Grundhaltung stellen sich die "Feldbefreier" auch darauf ein, den möglicherweise drohenden Polizeigewahrsam auf sich zu nehmen. Binder: "Wir wollen in aller Konsequenz deutlich machen, dass die Bürger in Deutschland sich die Gentechnik nicht bieten lassen."

Mit dem Artikulieren "unseres unbedingten Unwillens" hat das Aktionsbündnis rund um Jürgen Binder schon konstruktive Erfahrung. Am 18. April 2004 organisierten die Gentechnik-Gegner in Stuttgart eine Demonstration für die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel. Rund 10.000 Teilnehmer schlossen sich damals der wirkungsvollen Veranstaltung an.

HINTERGRUND


Genmais in Deutschland
An 18 Standorten in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt wird in diesem Jahr auf einer Gesamtfläche von 250 Hektar erstmals gentechnisch veränderter Mais aus kommerziellen Beweggründen angebaut. Auf weiteren 50 Hektar wurde der so genannte Bt-Mais für wissenschaftliche Zwecke ausgesät. Unterstützend sind die Saatzuchtunternehmen Monsanto, Pioneer und Märkische Kraftfutter GmbH beteiligt. Des weiteren unternimmt das Bundeslandwirtschaftsministerium Anbauversuche mit Bt-Mais auf einer Fläche von 10 Hektar. (Quellen: Verein zur Förderung Innovativer und Nachhaltiger Agrobiotechnologie, Rostock, und InnoPlanta e.V., Gatersleben)

In Deutschland wird Mais auf einer Gesamtfläche von rund 1,7 Millionen Hektar angebaut. Das sind etwa zehn Prozent der bundesweit landwirtschaftlich genutzten Fläche. Damit ist Mais eine der dominierenden Pflanzen auf den deutschen Feldern.

Gentechnik-Gesetz


Am 18. März 2005 hat das Gentechnik-Gesetz Teil II den Bundestag passiert. Damit ist der Übergang von der Versuchsphase zum kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen möglich geworden. Die Verabschiedung des Gesetzes im Bundesrat steht allerdings noch aus, da die unionsregierten Länder Nachbesserungen verlangen. Nach den Vorstellungen der Unionspolitiker soll der Umgang mit der Agro-Gentechnik noch erleichtert werden. Momentan befasst sich der Vermittlungsausschuss mit den strittigen Punkten.

MON 810: In mehreren Ländern verboten


Besondere Kritik richtet sich derzeit auf den Anbau von gentechnisch verändertem Mais mit der Sortenbezeichnung MON 810. Das Bundessortenamt hat diesen Typ mit Entscheidung vom 30. Mai 2005 vorerst nicht zugelassen, weil noch rechtliche Bedenken bestehen. Naturschützer befürchten, dass die Maissorte schlimmste Auswirkungen auf das Ökosystem hat. Der MON-810-Mais der Firma Monsanto enthält ein zusätzliches Gen, das die Pflanze ein Gift gegen den Maiszünsler (ein Schadinsekt) produzieren lässt. Fachleute gehen davon aus, dass das Gift aber auch Schmetterlinge und andere Nutzinsekten angreift. Polen, Österreich, Ungarn und die Slowakei haben den Anbau bereits verboten. In Deutschland hingegen wurde der Gentech-Mais aufgrund der so genannten Vorvertriebsgenehmigung in begrenzter Menge ausgesät.

Wettbewerbsnachteil Gentechnik


Experten nehmen an, dass Länder, die den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen untersagen, langfristig einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben werden. Die Annahme gründet sich auf die weit reichende öffentlichen Ablehnung von Nahrungsmitteln mit gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen. Bereits jetzt ist nach Informationen des Anbauverbandes "Bioland" zu beobachten, dass internationale Firmen die Maisproduktion vermehrt aus GVO-riskanten Gebieten wie den USA in GVO-freie Länder beispielsweise in Europa verlagern. Vor allem Österreich erntet dank seiner konsequent ablehnenden Haltung gegenüber der Agro-Gentechnik wachsendes Interesse. Es gilt mittlerweile als besonders sicheres Land für die Vermehrung gentechnikfreien Saatgutes.

Public Domain Dedication Dieses Werk ist gemeinfrei im Sinne der Public Domain
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

taz-Reportage über das betroffene Feld

Mittwoch, 07.07.2005 - 00:35
Genmanipulierter Mais im Ökoparadies (3.6.2005)

Die Märkische Schweiz ist ein Vogelschutzgebiet. Biobauern pflanzen hier Korn für Ökobrot. Doch der Landwirt Jörg Piprek hat ein Feld mit genmanipuliertem Mais bestellt... >>  http://www.taz.de/pt/2005/06/03/a0176.nf/text

Gen-Felder

Feldmaus 07.07.2005 - 01:12
Wie bekommt Mensch heraus,wo sich Genfelder befinden?

Standorte der Genveränderten Felder

Ausrupfer 07.07.2005 - 01:51
Hier zwei Links :

 http://www.standortregister.de/

(genaue parzellen/standortangaben. mit diesen angaben kann man beim vermessungsamt oder so klären, wo das grundstück genau liegt.
ABER NICHT ZU AUFFÄLLIG IM NETZ SURFEN! ANONYM ! UND NICHT GROSS DIREKT BEI NEM AMT NACHFRAGEN; SONDERN DAS PRINZIP AN NEM ANDEREN GRUNDSTÜCK TESTEN UND DANN SELBST CHECKEN!
oder vielleicht einmal nen architekten/architekin fragen wie man mit dieser grundstücksnummer genau rausbekommt wo das ding liegt. im prinzip ist das ganze kackland deutschland vermessen und hat für jedes grundstück eine kennnummer.

viel spass beim nächtlichen rupfen! überlegt euch wie man möglichst
viele zombiepflanzen unter die erde bringt!

lasst uns alle ein bischen autonom gärtnern!

ne busch-machete von zb. "lauche und maas" oder irgendeinem anderen
outdoor/ trecking-spezialisten kostet nicht viel. wenn die 2-3 leute
haben und nachts ne stunde eifrig sind, gehts richtig rund!
und das schönste : es macht auch noch richtig spass.

Lagekarten

Unbekannt 07.07.2005 - 12:14
Genaue Karten der meisten Genfelder in Brandenburg findet ihr unter  http://www.dosto.de/gengruppe/

Genaue Karte von dem Genfeld im Naturpark

Donnerstag, 08.07.2005 - 01:13
Das Genmaisfeld liegt an der Straße von Hohenstein nach Gladowshöhe, direkt vor Gladowshöhe auf der linken Seite.

»Für keine Partei auf dem Acker« small talk

egal 22.07.2005 - 01:36
Eine Initiative will Ende Juli ein Feld in der Nähe von Berlin von gentechnisch veränderten Pflanzen »befreien«. Ein Gespräch mit dem Sprecher der Initiative, dem Imker Michael Holm.
 http://jungle-world.com/seiten/2005/29/5902.php

Frankreich: Genfelder werden weiterhin zerstö

egal 22.07.2005 - 01:36
von faucheuse volontaire - 21.07.2005 12:10
 http://de.indymedia.org/2005/07/123518.shtml

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 10 Kommentare

Yep

Knut Knutsen 07.07.2005 - 10:19
Yep dank für die links...
rupfi,rupfi oder Salz ins Feld;)

halb esoterisches gewaesch

haha 16.07.2005 - 13:58
so so also gentechnik in meinem essen will ich nicht. bloss was das genau ist was ich nicht hab nur gehoert es waer nicht gut. und meinen "unverfaelscht reinen honig" will ich auch. nunja das zuechtung schon immer zum austausch von genen zwischen verschieden sorten und specien gefuehrt hat duerfte woll klar sein, auch das der mais, das getreide oder was auch immer wir zu uns nehemen so nie in der natur da war(was immer das heissen mag), sondern auch nur durch zuechtung so hohe ertraege erreicht hat, sollte mensch dabei vielleicht auch nicht vergessen. ich habe nichts gegen eine kritik die sich auf fakten beruht und den kapitalistischen moment dieser forschung von den grundsaetzlich biologischen ideen und fakten unterscheidet .
viel spass beim soja essen den davon ist sowieso schon 80% "genmanibuliert" und natuerlich (!) hoch giftig

@haha

RainerZufall 16.07.2005 - 15:43
"so so also gentechnik in meinem essen will ich nicht. bloss was das genau ist was ich nicht hab nur gehoert es waer nicht gut. und meinen "unverfaelscht reinen honig" will ich auch. nunja das zuechtung schon immer zum austausch von genen zwischen verschieden sorten und specien gefuehrt hat duerfte woll klar sein,"(so haha)

Du redst von Gentechnik und Züchtung, wirfst anderen vor sie wüssten nicht wie mit den Begriffen umzugehen, selber schmeist du sie in einen Topf und rüherst kräftig um! "halb esoterisches gewaesch" lässt du vom Stapel. Nehm dir doch mal etwas Zeit und recherschiere im Internet nach Gentechnik - und du wirst auch den Bezug zum Kapitalismus finden (wer hätte das gedacht). Und Gentechnik ist keine Züchtung! Sie ist weit davon entfernt! Die Komponente Mensch verändert zeitliche Abläufe und biologische Prozesse wie nie zuvor. Wir spielen mit der Erbsubstanz - dem Code des Lebens. Man hat zwar das menschliche Genom entschlüsselt (fast vollständig) - 80000 (achzigtausend) Gene beinhaltet es, doch die Wechselwirkungen der einzellnen Gene untereinander sind nicht mal ansatzweise geklährt. Soviel also zu "halb esoterisches gewaesch". Wir befinden uns hier auf dünnem Eis und die Ängste von Menschen die sich nicht darauf einlassen wollen - weil nicht einzuschätzende Folgewirkungen - sollte man beachten.
GenSchaaf Dolly starrb nach 4 Jahren an einer Erkältung!?!
Die Gentechnik beinhaltet so ein weites Feld, welches auch positive Aspekte hat, doch durch formulierungen wie du(haha) sie schreibst kein bisschen angemessen beschrieben oder kritisch hinerfragt oder aufgezeigt werden.

@RainerZufall

haha 17.07.2005 - 00:12
mal zum zusammenhang zum kapitalismus; die kapitalistische verwertung durch firmen wie montesona die krasse auflagen fuer bauern nicht nur hier sondern auch in der dritten welt beinhaltet lehne ich auch ab. dennoch finde ich mit einschraenkung es von vorteil auf den gebiet der genetik zu forschen sehr gut. es koennen pflanzen erschaffen werden die resistent gegen herbizide oder besser mit schaedlinge oder andere arten von stress sind. dies ist nur fuer gut zu heissen wenn dieses saatgut frei zur verfuegung steht wie bei golden reis dem ein gen zur vitamin b12 herstellung "eingesetzt" wurde um den b12 mangel von menschen zu verringern die sich hauptsaechlich von diesen grund nahrungsmitteln ernaehren. auch hat china zum beispiel das genome einer reis sorte vollkommen entschluesselt und dies frei verfuegbar gemacht.
zum thema zuechtung und gentechnik: das prinzip von beiden ist das selbe es wird versucht nutzplfanzen herzustellen die mehr ertrag bringen und beides beruht auf den austausch oder der "einsetzung" von genen.
zum thema auswirkung: wie soll mensch den erfahren welche auswirkungen es hat wenn mensch diese auswirkungen nicht untersucht. z.B. wie haette mensch herausgefunden das clonen mit wirbeltieren nicht so einfach ist wie mensch glaubte wenn es dolli nicht gegeben haette. ein bloedes argument waere auch die windkraft wo nicht klar war und ist welche auswirkungen windkraftraeder auf hoher see haben auf ihre umgebung.
zum abschluss noch die einraemung das der vorherige beitrag recht polemisch war und nicht sehr sachlich dafuer moechte ich mich gerne entschuldigen aber ich bin dieses halbwissen und "fortschritts-" und technologieablehnung der sog. "linken" einfahc satt (keine rechtfertigung)

@haha

egal 17.07.2005 - 03:57
Es könnte schon fast unterstellt werden, dass du ein PR-Mensch von Monsanto bist, der dieses Dreckszeug noch verteidigt. Nochmal zur Erinnerung: Es wurden keine sicheren Tests gemacht, diese finden jetzt in freier Wildbahn statt wo sich alles unkonrollierbar entwickeln kann. Es wird aus Profitinteressen mit der Gesundheit von Mensch und Natur gespielt.
Deine Aussage - ich bin dieses halbwissen und "fortschritts-" und technologieablehnung der sog. linken einfahc satt - zeigt wessen Geistes Kind du bist. Vorwärts, vorwärts, nicht nach links und rechts schaun, die Produktivität erhöhen, los Leistung, Fortschritt blablabla...und am Ende eine wunderschöne Monokultur, weil nicht-genveränderte Pflanzen gar nicht mehr bestehen können gegen irgendwelche superresistenten Mutationen.Wie willst du Pollenflug aufhalten? Mit einem Zaun? Ist es so schwer eins und eins zusammenzuzählen um zu sehen das genveränderte Pflanzen und Tiere (Menschen bestimmt auch bald noch) unwiderrufliche Schäden im so schon gebeutelten Ökosystem anrichten können?Es ist ja wohl ein Grundrecht selber entscheiden zu können ob man Genfood essen will oder nicht. Aber solange Genfelder existieren, kann keine einzige Sicherheitsmaßnahme dies gewährleisten. Das einzige was als sicher gilt, ist eine Anzeige von Monsanto gegen Landwirte denen das Zeug aufs Feld geweht wurde und die dann verklagt werden wegen unberechtigter Aussaat einer patentierten Pflanze! (siehe WDR-Doku - Der Krieg ums Saatgut -) ed2k://|file|(WDR%20-%20Doku)%20%20Die%20Story%20-%20Tote%20Ernte%20-%20Der%20Krieg%20ums%20Saatgut%20(26.11.01).avi|323528704|224FF4B231625865AE50DCC768422EF2|/Kleine Anekdote zum Schluss:10-12tausend indische Familien vorm Ruin, Monsantos BT-Genbaumwolle führt zu völliger Missernte:  http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20391/1.html

Mies

ePeter 20.07.2005 - 12:29
Der Vorgang hat gespenstisches Niveau. In aller Öffentlichkeit und doch fast unbemerkt von ihr zerstören Fanatiker auf deutschen Feldern fremdes Eigentum und versuchen mit Gewalt der Gesellschaft Ihr "Wohl" aufzuzwingen. Traurig sowas und verdammt kontraproduktiv. Insbesondere wenn die Anwohner nichts dagegen haben und die wirklich Gen-Gegner mit Zug und Bus aus der Ferne angekarrt werden.

Verdammt mies.

Informiert Euch mal über die Thematik, statt in ideologische Automatismen zu verfallen. Schafft Euch mal gescheite Biologen und Chemiker an, statt sich auf empirische Mutmaßungen zu berufen.

@ePeter

egal 20.07.2005 - 17:14
Bin verdammt gut informiert, ePeter. Ihr habt wohl nichts zu tun in der Monsantozentrale?

Natürlich...

ePeter 21.07.2005 - 09:19
Natürlich in der Monsantozentrale, danach mach' ich einen kurzen Abstecher in die Area 54, um an unseren geheimen Gen-UFOs zu schreiben, danach verfasse ich ein rassistisch-faschistisches Buch, nur um später noch einen geheimen Kernfusionsreaktor in Bad Dürheim einzuweihen. Genauso sieht mein Tag aus.

Oder bin ich nur das Feindbild, ohne welches du nicht existieren kannst?

@ePeter

egal 22.07.2005 - 03:56
Mensch Eckehard Peter, jetzt versuchst Du mich auch noch in die Verschwörungsecke zu stecken. In einem Naziforum hast Du da vielleicht eher Chancen. Was bitte hat es mit Fanatismus zu tun, sich dagegen zu wehren, Genfood aufgezwungen zu bekommen? Naja, Argumente habe ich noch keine von Dir gehört nur Provocomments. Und auf die hat hier keiner Bock. Egal ob von PR-Heinis, Bullen , Nazis, dem Papst oder Außerirdischen. Danke.
Achso, Feindbilder brauche ich auch nicht. Solange ich nicht zum Experiment von irgendwelchen Konzernen werde.

Für das Leben - gegen Gene!

Antigen 03.08.2005 - 04:16
Für das Leben - Gegen Gene!