Stuttgarter Protestzeitung 7

[[Jo.]] 16.06.2005 16:44 Themen: Bildung Print
Die siebte Ausgabe der regelmäßig erscheinenden Stuttgarter Protestzeitung bringt die Anliegen der Stuttgarter Studierenden auf den Punkt.
Unser Wissenschaftsminister kam nach Tübingen - und wurde dort unter anhaltendem Beifall empfangen. Wahrscheinlich wäre er lieber gerne selber etwas mehr zu Wort gekommen...
Musik gegen Studiengebühren - einige Bands traten dazu in Stuttgart auf.
Die Art zu kämpfen - und was "wir" eigentlich wollen - diese Thematik begleitet auch weiter die aktuelle Ausgabe.

Richtig viel los sein in Stuttgart wird ab dem 20. Juni, denn da beginnt die Protestwoche. Am 23. Juni wird dabei eine landesweite Großdemo in Stuttgarts Stadtmitte starten. Man darf gespannt sein.
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Ergänzungen

Von wegen Solidrität...

Mitleidender 17.06.2005 - 02:50
...von was träumst du nachts liebeR ray bellion? Die Stuttgarter Studis haben wichtigere Probleme:

-Dass ja das ViSdP auf dem nächsten Flugi mindestens genausogroß wie die Überschrift draufsteht (könnte die Polizei verärgern)

-dass sich die Sprayer ("gegen Studiengebühren")doch bitte selber anzeigen (sonst ist der arme Rektor sauer)

-dass die Gewerkschaften auf der nächsten Demo ja doch auf jeden Fall die Bühne vor dem Redebeitrag der Studis abbauen, um jaaaaa keine inhaltliche Nähe entstehen zu lassen (die Studis haben ja schliesslich nix mit Sozialabbau o.ä. zu tun, genaugenommen haben sie ja überhaupt nichts mit der Gesellschaft zu tun)

-dass ja niemand ausgeschlossen wird, schon gar nicht die GebührenbefürworterInnen (alle haben sich lieb)

-dass ja Minister Frankenberg auch vom "demokratischen Recht der Meinungsäusserung" gebrauch machen darf und UNGESTÖRT seine Scheisse in der Uni Tübingen ablassen darf (er kam sehr wohl zu Wort, und das nicht zu kurz...)

-dass ja keinerlei Radikalität aufkommt (Radikalität = Steinewerfer = RAF = Osama bin Laden = ...)

-dass der Studiprotest ja nix mit Politik zu tun habe, schliesslich sind sie "nur" gegen Studiengebühren und sonst nix, da könnte man ja gleich gegen "Legehennenhaltung und "Walfang" protestieren...

Fazit: OBW9 bleibt, die Studis gehen, was keinem wehtut, da der Grossteil sowiso aus reinem Egoismus protestiert, ohne ein Fünkchen Solidarität mit niemandem, zutiefst unpolitisch und asozial. Schade um die (wenigen)politischen Leute, die sich für die anderen den Arsch aufreissen...auch die Solidarität wird wegrationalisiert...

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solidarität ist gefragt — ray bellion