HH: Proteste gegen neues Militärmuseum
Heute wurde in Hamburg die Grundsteinlegung für das Militär-Museum des ehem. Vorstandsvorsitzenden des Axel-Springer-Verlages, Peter Tamm, begangen. Bürgermeister Ole von Beust stellte Tamm stellvertretend für den Senat neben 99jähriger Mietfreiheit ganze 30 Millionen - "zur Renovierung des alten Speichergebäudes" zur Verfügung.
Zur feierlichen Grundsteinlegung für das "Internationale Maritime Museum Hamburg" waren als Redner neben dem Bauherrn Professor Peter Tamm, Vorstand der Peter Tamm sen. Stiftung auch Hamburgs Erster Bürgermeister, Ole von Beust und Prof. Dr. Hermann Schäfer, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, Bonn.
Anfang letzten Jahres beschloss die Hamburger Bürgerschaft, für die stark militärlastige Schiffahrts- und Marinesammlung des ehemaligen Vorstandschefs des Axel-Springer-Verlages, Peter Tamm, den Kai- Speicher B im Zentrum der künftigen HafenCity für 99 Jahre unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
Weitere 30 Millionen Euro legt die Stadt der Tamm-Stiftung als Zuschuss für die Herrichtung des ältesten Speichers der Stadt noch obendrauf!
Zusätzlich verzichtet der Senat auf ein Einspruchsrecht bei der Gestaltung des Museums. Sämtliche konzeptionellen und personellen Befugnisse liegen bei Peter Tamm, dem ehemaligen Geschäftsführer und danach bis 1991 Vorstandsvorsitzender des Axel-Springer Verlages.
Betritt man Tamms Sammlung im hoch herrschaftlichen eigenen Patrizierhaus in der Hamburger Bonzenstrasse Elbchaussee 277, wird man geradezu erschlagen von Hunderten von Kriegsschiffmodellen, von Uniformen, Orden, Waffen usw. Die Krönung findet sich im Uniformsaal: Die Prunkuniformen des Organisators der deutschen Flottenrüstung Großadmiral Tirpitz, seines Dienstherrn Kaiser Wilhelm und des flottenbegeisterten Prinzen Heinrich stehen neben Galauniformen des Flottenstabs der faschistischen deutschen Marine. Im Mittelpunkt eine geradezu weihevoll gestaltete Vitrine mit vier Großadmiralsstäben. Je zwei aus der Kaiserzeit und des Hitlerfaschismus. Letztere, reichlich mit Hakenkreuzen verziert, waren als Symbole höchster Befehlsgewalt im Besitz der Großadmiräle Raeder und Dönitz, die nach 1945 als Kriegsverbrecher verurteilt wurden.
Unter für Hamburger Verhältnisse recht lauem Polizeischutz (ca. eine gepanzerte und behelmte und permanent filmende Hundertschaft)mussten die zahlreichen geladenen Gäste "aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft" durch ein zwar relativ lockeres aber dennoch lautes "Spalier" von ca. 20 Parolen rufenden und 20 leider stummen Demonstranten zum Kaispeicher laufen.
Der Versuch mit dem Transparent auf die Strasse zu gehen, wurde mit einem Platzverweis und aggressivem Vorgehen der Bullen leider verhindert. So beschränkte sich der Protest darauf, den Gästen den Hin- und Rückweg so unangenehm wie möglich zu gestalten und den zahlreich vorbeifahrenden Touristenausflugsschiffen an den nahe gelegenen Speicherstadtkanälen durch Parolen und die Transparente auf die Ausstellung aufmerksam zu machen.
Nach Ende der Veranstaltung wurden von ca. 15 Bullen die Personalien einer Demonstrantin wg. angeblicher Beamtenbeleidigung aufgenommen.
Die massive finanzielle Unterstützung der Stadt Hamburg für das kriegsverherrlichende und Militarismus unkritisch abfeiernde Tamm-Museum
zeigt ein weiteres Mal in ekelhaftester Weise, was für eine asoziale Politik in dieser Stadt gemacht wird.
Auch für die Elbphilharmonie als weiterer Baustein der neuen "Hafencity", die Modernisierung des neuen Jungfernstiegs und eine (gescheiterte) Olympia-Bewerbung ist in dieser Stadt Kohle ohne Ende vorhanden
Demgegenüber stehen drastische Kürzungen bei Universitäten, KiTas, Frauenhäusern, Geschichtswerkstätten und bei Programmen zur AIDS- Prävention genauso wie das neue verschärfte Hamburger Polizeigesetz, die Räumung von Bauwagenplätzen, die Privatisierung öffentlicher Räume wie beim Bau des Luxushotels im Schanzenpark und eine knallharte Repressions- und Kriminalisierungsstrategie gegen DemonstrantInnen, MigrantInnen oder Punks.
Auch deshalb:
25.06 15 Uhr Demo
ab Alma - Wartenberg -Platz in Altona
Gegen Repression und den autoritären Wettbewerbsstaat!
Polizeigesetz stoppen!
Kein Hotel im Wasserturm!
Studiengebühren stoppen!
SENAT STÜRZEN!!!!
Anfang letzten Jahres beschloss die Hamburger Bürgerschaft, für die stark militärlastige Schiffahrts- und Marinesammlung des ehemaligen Vorstandschefs des Axel-Springer-Verlages, Peter Tamm, den Kai- Speicher B im Zentrum der künftigen HafenCity für 99 Jahre unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
Weitere 30 Millionen Euro legt die Stadt der Tamm-Stiftung als Zuschuss für die Herrichtung des ältesten Speichers der Stadt noch obendrauf!
Zusätzlich verzichtet der Senat auf ein Einspruchsrecht bei der Gestaltung des Museums. Sämtliche konzeptionellen und personellen Befugnisse liegen bei Peter Tamm, dem ehemaligen Geschäftsführer und danach bis 1991 Vorstandsvorsitzender des Axel-Springer Verlages.
Betritt man Tamms Sammlung im hoch herrschaftlichen eigenen Patrizierhaus in der Hamburger Bonzenstrasse Elbchaussee 277, wird man geradezu erschlagen von Hunderten von Kriegsschiffmodellen, von Uniformen, Orden, Waffen usw. Die Krönung findet sich im Uniformsaal: Die Prunkuniformen des Organisators der deutschen Flottenrüstung Großadmiral Tirpitz, seines Dienstherrn Kaiser Wilhelm und des flottenbegeisterten Prinzen Heinrich stehen neben Galauniformen des Flottenstabs der faschistischen deutschen Marine. Im Mittelpunkt eine geradezu weihevoll gestaltete Vitrine mit vier Großadmiralsstäben. Je zwei aus der Kaiserzeit und des Hitlerfaschismus. Letztere, reichlich mit Hakenkreuzen verziert, waren als Symbole höchster Befehlsgewalt im Besitz der Großadmiräle Raeder und Dönitz, die nach 1945 als Kriegsverbrecher verurteilt wurden.
Unter für Hamburger Verhältnisse recht lauem Polizeischutz (ca. eine gepanzerte und behelmte und permanent filmende Hundertschaft)mussten die zahlreichen geladenen Gäste "aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft" durch ein zwar relativ lockeres aber dennoch lautes "Spalier" von ca. 20 Parolen rufenden und 20 leider stummen Demonstranten zum Kaispeicher laufen.
Der Versuch mit dem Transparent auf die Strasse zu gehen, wurde mit einem Platzverweis und aggressivem Vorgehen der Bullen leider verhindert. So beschränkte sich der Protest darauf, den Gästen den Hin- und Rückweg so unangenehm wie möglich zu gestalten und den zahlreich vorbeifahrenden Touristenausflugsschiffen an den nahe gelegenen Speicherstadtkanälen durch Parolen und die Transparente auf die Ausstellung aufmerksam zu machen.
Nach Ende der Veranstaltung wurden von ca. 15 Bullen die Personalien einer Demonstrantin wg. angeblicher Beamtenbeleidigung aufgenommen.
Die massive finanzielle Unterstützung der Stadt Hamburg für das kriegsverherrlichende und Militarismus unkritisch abfeiernde Tamm-Museum
zeigt ein weiteres Mal in ekelhaftester Weise, was für eine asoziale Politik in dieser Stadt gemacht wird.
Auch für die Elbphilharmonie als weiterer Baustein der neuen "Hafencity", die Modernisierung des neuen Jungfernstiegs und eine (gescheiterte) Olympia-Bewerbung ist in dieser Stadt Kohle ohne Ende vorhanden
Demgegenüber stehen drastische Kürzungen bei Universitäten, KiTas, Frauenhäusern, Geschichtswerkstätten und bei Programmen zur AIDS- Prävention genauso wie das neue verschärfte Hamburger Polizeigesetz, die Räumung von Bauwagenplätzen, die Privatisierung öffentlicher Räume wie beim Bau des Luxushotels im Schanzenpark und eine knallharte Repressions- und Kriminalisierungsstrategie gegen DemonstrantInnen, MigrantInnen oder Punks.
Auch deshalb:
25.06 15 Uhr Demo
ab Alma - Wartenberg -Platz in Altona
Gegen Repression und den autoritären Wettbewerbsstaat!
Polizeigesetz stoppen!
Kein Hotel im Wasserturm!
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Ergänzungen
Instrumentalisierung
Und von dem angeblich aggressiven Vorgehen der Polizei habe ich nichts gesehen, immerhin waren es die 17 Kinder in gelben T-Shirts, die die Ordnungskräfte massiv provoziert haben. Wenn Ihr hier schon so einen Bericht reinstellt, versucht doch in Zukunft, das ganze mal objektiv zu beleuchten und hinterfragt vor Allem einmal Euer eigenes verhalten, bevor Ihr andere beschimpft.
Wobei ich jetzt nicht sagen will, daß eine Kundgebung oder Ähnliches vor dem Museum oder sonstwo zu Eurem Thema nicht angebracht wäre. Nur die Art und Weise war leider nicht korrekt.
du hast ja so recht!
da hätten die erwachsenen den kindern aber mal sagen sollen, dass sowas
gar nicht in ordnung ist, diese "fußgänger" so zu behandeln...
die wollten doch nur in ruhe eine kriegsverherrlichende ausstellung ankucken mit nazi-uniformen und abbildungen von kriegsschiffen und so, und alles ziemlich unkritisch. is doch nich schlimm,,sowas...
und wie die kinder die polizei provoziert hat, das war ja wirklich unter aller sau, die mit ihren t-shirts und den trillerpfeifen gegen die gepanzerten polizisten! was hätte da nich alles passieren können...
nanana, ma nicht im ton vergreifen hier
in diesen zeiten ein unnützes museum, wie eins über kriegsmaschinerie, zu fördern ist schon eine frechheit. wenn in diesem dann aber auch noch mit dem spruch "die opfer haben doch schon genug stätten" (taz von heute) unreflektiert naziwaffen und naziprunk zur schau gestellt werden ist es ein skandal.
und - es ist niemand wirklich am durchgehen gehindert worden. was eher ein armutszeugniss darstellt ist doch, das nur so wenige da waren. das allerdings den dagewesenen in die schuhe schieben zu wollen halte ich für unfair.
interessant war noch die szenerie auf dem wasser, wo wasserschutzpolizei ein boot, welches mit einem banner vor dem museum kreuzte in die zange nahm und papiere überprüfte.
die aktion traf den menschen, der dieses projekt mit unterstützt persönlich. dies kann mensch verurteilen, aber es steht jedem frei, diese frage für sich selbst zu entscheiden.
das verhalten der polizei war grob - für nichtigkeiten wurden platzverweise ausgesprochen, immer wieder wurde gedroht und auch "mal fest zugegriffen", es wurde gefilmt aus naher distanz, gekesselt... all das, was mensch von hamburg leider so gewohnt ist.
den krönenden gipfel stellte dann nachher die "personalienkontrolle" dar: auf einmal kamen von hinten ca. 10 bullen, die alle umrannten, dann eine demonstrantin umzingelte, alle die ihr zur seite stehen wollten weg stießen und dann verschiedenen leuten androhten "wenn du jetzt in zwei sekunden nicht weg bist, nehmen wir dich mit". auf welche grundlage sich das stützt wird bestimmt noch irgendwo im neuen allmachtspolizeigesetz gefunden. ebenso warscheinlich ein strafbefehl wegen versuchter beamtenbeleidigung oder so...
taz-artikel zu tamms rechten freunden
shit!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
startseite?
Kein Militärmuseum!
Desweiteren umfasst die Sammlung auch unmilitärische Aspekte der Schiffahrtsgeschichte, die den grössten Raum einnehmen - von daher ist es einfach falsch, von einem "Militärmuseum" zu sprechen.
Aber jenen gelang auch nur, rund 20 Jugendliche zu mobilisieren, welche die Ausstellung, den Ausstellungsmacher und den Unterschied zwischen politischer Propaganda und historischer Aufklärung vermutlich nicht kennen.
an jean pierre
Jean Pierre Hintze ist (ex) VS Spitzel
Apropos Kürzungen:
Wegen den Kürzungen im Bildungsbereich (Kitas, Jugendeinrichtungen, Uni´s usw.) findet am Do, den 16.6 ein Sternmarsch statt.
die 30 millionen für dieses museum
alberne Gegendemo