Jon Idigoras ist gestorben
Der Führer der linken baskischen Unabhängigkeitsbewegung Jon Idigoras Gerrikabeitia ist gestern im Alter von 69 Jahren gestorben. Er war ein unermüdlicher Kämpfer für Arbeiterrechte, wie ihn nun sogar die spanische Vereinte Linke würdigte und kämpfte beständig für die Freiheit der Basken.
Der spanische Diktatur Franco steckte ihn drei Mal in den Knast und viele Jahre war er im Exil. Nach dem Tod Francos war er 1975 Mitbegründer die Gewerkschaft LAB und von Partei Herri Batasuna (Volksunion). In der Demokratie überlebte etliche Anschläge der staatlichen Todesschwadrone. Als Parlamentarier in Madrid den Anschlag im Hotel Alcala, dem sein Kollege Josu Muguruza zum Opfer fiel. Mit der gesamten Führung wurde er wegen angeblicher Unterstützung der ETA für fast zwei Jahre inhaftiert, bis das Verfassungsgericht 1999 das Urteil kassiert. Bei seinem letzten großen Auftritt unterbreitete er im November vor 15.000 Anhängern Spanien einen umfassenden Friedensvorschlag.
25 Jahre Verbot und Verfolgung
1978 schlossen sich vier Parteien zur linksnationalistischen Koalition Herri Batasuna (HB/Volkseinheit) zusammen.
79 wird ein Teil der Führung inhaftiert zwei Gemeinderatsmitglieder erschossen, ein Bürgermeister überlebt einen Anschlag.
80-81 Ein HB-Mitglied wird erschossen und etliche Führungsmitglieder verhaftet.
84 wird der beliebte Arzt und HB-Führer Santi Brouard in seiner Praxis erschossen.
88 entführt ein parapolizeiliches Kommando einen Stadtrat von HB
89 ein HB-Parlamentarier überlebt einen Anschlag, der HB-Kongressabgeordnete Josu Muguruza wird im Madrider Hotel Alcalá erschossen, Iñaki Esnaola überlebt.
92 Der Führer der Baskisch Nationalistischen Partei Juan María Atutxa stellt eine Verbindung der HB-Führung, der Zeitungen Egin, Egunkaria, und der Gewerkschaft LAB zur ETA her.
97 Inhaftiertung der HB-Führung wegen Unterstützung der ETA, weil sie einen Video mit einem Friedensvorschlag der ETA publizieren wollte. Urteil sieben Jahre Haft für 23 Personen.
98 Ein Spionagenetz des Militärgeheimdienstes Cesid fliegt auf, das HB-Büros überwachte. Egin wird vom Ermittlungsrichter Baltasar Garzón verboten. Das Wahlbündnis Euskal Herritarrok (EH) entsteht und baskische Parteien und Gewerkschaften unterzeichnen eine Friedensplan.
99 das Verfassungsgericht kippt das Urteil gegen die HB-Führung wieder und lässt sie frei, weil es keine Unterstützung der ETA erkennen kann.
Bis 2001 verbietet Garzón etliche Organisationen aus dem HB-Umfeld und die Koalition HB wird in die neue Partei Batasuna (Einheit) für alle sieben Provinzen in Frankreich und Spanien überführt.
02 weitere Verbote von Organisationen, Garzón behauptet, Batasuna sei „organischer Teil“ der ETA. Ein neues Parteiengesetz wird verabschiedet, um Batasuna verbieten zu können, die Aktivitäten der Partei „provisorisch“ von Garzón ausgesetzt und die Parteibüros geräumt.
03 Verbot von Batasuna und rückwirkend von HB und EH durch ein neues Sondergericht. 224 Listen auf Provinz- oder Gemeindeebene werden als Batasuna-Nachfolger verboten, wenn nur eine Person jemals für eine der drei Organisationen kandidiert hat. Die Zeitung Egunkaria wird verboten und die verhafteten angeblichen ETA-Journalisten gefoltert und zum Teil nach wenigen Tagen wieder frei gelassen.
04 -Die neue sozialistische Regierung lässt eine Liste für die Europaparlamentswahlen verbieten, weil sie sich an die Batasuna-Wählerschaft wendet. Wie alle in Spanien illegalisierten Organisationen arbeite sie in Frankreich legal und tritt zur Wahl an.
05 - Der erste Prozess gegen die verbotenen Organisationen und Parteien beginnt. Die Wählervereinigung „Alle Optionen“ (AG) wird verboten, obwohl sie die Gewalt der ETA verurteilt, wie es das Parteiengesetz fordert. Angeführt werden unter anderem Kontakte zur legalen Gewerkschaft LAB.
Die baskischen Kommunisten (EHAK), schon 2002 gegründet, dürfen antreten, obwohl sie das Projekt von AG übernehmen und sogar LAB-Mitglieder bei ihr kandidieren.
25 Jahre Verbot und Verfolgung
1978 schlossen sich vier Parteien zur linksnationalistischen Koalition Herri Batasuna (HB/Volkseinheit) zusammen.
79 wird ein Teil der Führung inhaftiert zwei Gemeinderatsmitglieder erschossen, ein Bürgermeister überlebt einen Anschlag.
80-81 Ein HB-Mitglied wird erschossen und etliche Führungsmitglieder verhaftet.
84 wird der beliebte Arzt und HB-Führer Santi Brouard in seiner Praxis erschossen.
88 entführt ein parapolizeiliches Kommando einen Stadtrat von HB
89 ein HB-Parlamentarier überlebt einen Anschlag, der HB-Kongressabgeordnete Josu Muguruza wird im Madrider Hotel Alcalá erschossen, Iñaki Esnaola überlebt.
92 Der Führer der Baskisch Nationalistischen Partei Juan María Atutxa stellt eine Verbindung der HB-Führung, der Zeitungen Egin, Egunkaria, und der Gewerkschaft LAB zur ETA her.
97 Inhaftiertung der HB-Führung wegen Unterstützung der ETA, weil sie einen Video mit einem Friedensvorschlag der ETA publizieren wollte. Urteil sieben Jahre Haft für 23 Personen.
98 Ein Spionagenetz des Militärgeheimdienstes Cesid fliegt auf, das HB-Büros überwachte. Egin wird vom Ermittlungsrichter Baltasar Garzón verboten. Das Wahlbündnis Euskal Herritarrok (EH) entsteht und baskische Parteien und Gewerkschaften unterzeichnen eine Friedensplan.
99 das Verfassungsgericht kippt das Urteil gegen die HB-Führung wieder und lässt sie frei, weil es keine Unterstützung der ETA erkennen kann.
Bis 2001 verbietet Garzón etliche Organisationen aus dem HB-Umfeld und die Koalition HB wird in die neue Partei Batasuna (Einheit) für alle sieben Provinzen in Frankreich und Spanien überführt.
02 weitere Verbote von Organisationen, Garzón behauptet, Batasuna sei „organischer Teil“ der ETA. Ein neues Parteiengesetz wird verabschiedet, um Batasuna verbieten zu können, die Aktivitäten der Partei „provisorisch“ von Garzón ausgesetzt und die Parteibüros geräumt.
03 Verbot von Batasuna und rückwirkend von HB und EH durch ein neues Sondergericht. 224 Listen auf Provinz- oder Gemeindeebene werden als Batasuna-Nachfolger verboten, wenn nur eine Person jemals für eine der drei Organisationen kandidiert hat. Die Zeitung Egunkaria wird verboten und die verhafteten angeblichen ETA-Journalisten gefoltert und zum Teil nach wenigen Tagen wieder frei gelassen.
04 -Die neue sozialistische Regierung lässt eine Liste für die Europaparlamentswahlen verbieten, weil sie sich an die Batasuna-Wählerschaft wendet. Wie alle in Spanien illegalisierten Organisationen arbeite sie in Frankreich legal und tritt zur Wahl an.
05 - Der erste Prozess gegen die verbotenen Organisationen und Parteien beginnt. Die Wählervereinigung „Alle Optionen“ (AG) wird verboten, obwohl sie die Gewalt der ETA verurteilt, wie es das Parteiengesetz fordert. Angeführt werden unter anderem Kontakte zur legalen Gewerkschaft LAB.
Die baskischen Kommunisten (EHAK), schon 2002 gegründet, dürfen antreten, obwohl sie das Projekt von AG übernehmen und sogar LAB-Mitglieder bei ihr kandidieren.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
HIntergründe
Baskenland-Feature