JZ Dorfen im Visier der Neo-Nazis
Seit ca. einem halben Jahr rückt die Kleinstadt Dorfen (Kreis Erding) und ein dort seit über 30 Jahren existierendes selbstverwaltetes Jugendzentrum zunehmend in’s Agitationsfeld freier und parteigebundener Neo-Nazis.
Am Samstag, 04. Juni 2005 soll in Dorfen nun die nächste Demo gegen „das von kriminellen Rotfaschisten betriebene Jugendzentrum“ stattfinden. Aus diesem Grund hier ein kurzer Rückblick über bisherige Geschehnisse, eine Einschätzung über den anstehenden Nazi-Aufmarsch, sowie eine Vorstellung der geplanten Gegenaktivitäten und der Reaktionen seitens des Stadtrats.
Am Samstag, 04. Juni 2005 soll in Dorfen nun die nächste Demo gegen „das von kriminellen Rotfaschisten betriebene Jugendzentrum“ stattfinden. Aus diesem Grund hier ein kurzer Rückblick über bisherige Geschehnisse, eine Einschätzung über den anstehenden Nazi-Aufmarsch, sowie eine Vorstellung der geplanten Gegenaktivitäten und der Reaktionen seitens des Stadtrats.
I.) Dorfen – Brandanschläge, Angriffe und Pöbeleien
Die Stadt Dorfen ist in Sachen rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten keineswegs ein unbeschriebenes Blatt. Bereits vor fünf Jahren konnte eine deutlich wachsende Neo-Nazi-Szene und damit einhergehend eine Zunahme von Drohungen, Pöbeleien und Gewalt durch die Nazi-Skins beobachtet werden.
Trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung war der Brandanschlag vom 15. April 2000 auf eine Dorfener Sozialunterkunft mit vorwiegend migrantischen Bewohner/innen. Nachdem ihr Versuch das selbstverwaltete Jugendzentrum anzuzünden aufgrund der entschlossenen Gegenwehr der JZ-Besucher/innen scheiterte, zogen sie gegen 02:30 Uhr zur örtlichen Sozialunterkunft, in der sich zum Tatzeitpunkt 17 zumeist schlafende Personen – unter ihnen auch Kinder – aufhielten und legten unter Zuhilfenahme von Benzin das Feuer. Nur aufgrund eines wachsamen Hundes und weiterer glücklicher Zufälle wurde dabei kein Mensch verletzt.
In einem späteren Prozess wurden am 14. März 2001 die acht Täter zu Jugendstrafen bis zu sechs Jahren verurteilt – u.a. wegen versuchten Mordes in 17 tateinheitlichen Fällen, Verabredung zu einem Verbrechen und Nichtanzeige einer geplanten Straftat.
II.) Zur momentanen Situation in Dorfen
Nach den Verurteilungen im Jahre 2001 schien die örtliche Nazi-Szene deutlich geschwächt bis nicht mehr existent und auch heute noch können Boneheads nur spärlich im öffentlichen Stadtbild „bewundert“ werden.
Dennoch bedeutet dieser augenscheinliche Frieden keineswegs eine Abwesenheit rechtsextremer und rassistisch motivierter Straftaten. Weiterhin stehen Nazischmierereien an der Tagesordnung und auch durch Nazis begangene Gewalttaten werden immer wieder öffentlich. Erst vor Kurzem versuchten sich zwei mit Eisenstangen bewaffnete Nazi-Schläger Einlass zum Jugendzentrum zu verschaffen, was allerdings durch die dort anwesenden Besucher/innen verhindert werden konnte.
Schwerwiegendster Fall war wohl die auch im Verfassungsschutzbericht 2004 Erwähnung findende Tat eines 16-jährigen Schülers, der „in der Zeit vom 1. bis 21. Januar (2004 - Anm. d. Autors) einem neunjährigen, dunkelhäutigen Kind gegenüber mehrfach den Hitler-Gruß“ zeigte und dabei „Sieg Heil“ brüllte. „In einem Fall rief er ‚Jetzt ab ins KZ’ und schoss mit einer Soft-Air-Pistole auf das Kind“. In der örtlichen Presse konnte über diesen Vorgang keinerlei Erwähnung gefunden werden, dementsprechend fand ein öffentliches Aufarbeiten dieses Falles in Dorfen bis heute nie statt.
III.) Dorfen im Fokus freier und parteigebundener Neo-Nazis
Seit gut einem halben Jahr rückt Dorfen und das dort seit 30 Jahren ansässige selbstverwaltete antifaschistische Jugendzentrum mehr und mehr in das Agitationsfeld freier und parteigebundener Neo-Nazis aus München und der Region.
Als treibende Kräfte treten hierbei primär regionale NPD-Strukturen, sowie die „Kameradschaft München“ um den verurteilten Straftäter Norman Bordin auf. Die „Kameradschaft München“ gilt als Nachfolge-Organisation der „Kameradschaft Süd“, deren Führungszirkel um Martin Wiese (damaliger Vertreter des in Haft sitzenden Norman Bordin) einen Sprengstoff-Anschlag bei der Grundsteinlegung des jüdischen Kulturzentrums in München geplant hatte.
Des weiteren treten bei derartigen Gelegenheiten immer wieder die Kleinstgruppen „AGENDA Dorfen“, „Initiative ‚Schöner leben in Dorfen’“ (wohl beide mehr oder weniger unter der Fuchtel des NPD’lers Robert Dietrich aus Taufkirchen) und die vom Möchtegern-Führer Felix Benneckenstein in’s Spiel gebrachte „Kameradschaft Erding“ in Erscheinung.
Doch was geschah in letzter Zeit? Der Reihe nach ...
- Am Samstag, 20.11.2004 versuchte die NPD einen Infostand in Dorfen abzuhalten. Nach kurzer Zeit wurde den zehn Faschisten von einer ungefähr gleich großen Zahl von Antifaschist/innen dabei Gesellschaft geleistet, wobei die Linken sogar noch so freundlich waren den Nazis beim Standabbau behilflich zu sein.
http://germany.indymedia.org/2004/11/100414.shtml
- Am Samstag, 04.12.2004 wurde erneut ein NPD-Infostand angemeldet, dessen Durchführung jedoch von Stadt und Verwaltungsgericht verboten. Daraufhin verteilten einige Rechtsextremisten Flugblätter in welchen sie das Verbot des Jugendzentrums forderten. Nach max. 45 Minuten konnten sie von anwesenden Antifaschist/innen vertrieben werden.
http://de.indymedia.org/2004/12/100978.shtml
- Am Samstag, 11.12.2004 veranstalteten NPD und „Kameradschaft München“ eine Demonstration durch Dorfen. 70 Nazis marschierten, dank Pfefferspray- und Schlagstockeinsatz der Polizei, in einem Wanderkessel aus ca. 400 Antifaschist/innen und unter mehreren Blockadeversuchen um gegen das Jugendzentrum zu protestieren und eine „national befreite Zone Dorfen“ zu fordern. Insgesamt gingen an diesem Tag ca. 1.000 Menschen gegen die Nazis in Dorfen auf die Straße.
Ein vom JZ Dorfen geplantes Konzert am Abend wurde aufgrund einer angeblichen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit von der Stadt Dorfen verboten.
http://de.indymedia.org//2004/12/101377.shtml
- Am Mittwoch, 20.04.2005 mischt sich eine Gruppe von Neo-Nazis, unter ihnen Norman Bordin und dessen damaliger Stellvertreter Hayo Klettenhofer, unter eine von der FDP organisierten Veranstaltung mit dem Nazi-Aussteiger Stefan Jahnel. Weder FDP, noch Stefan Jahnel fühlen sich benötigt den Nazis Hausverbot zu erteilen.
http://www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/dorfen/art1580,269750.html?fCMS=ed9979f19d58cb596fc7fe0fb4b5184a
- Am Samstag, 30.04.2005 hielten 12 Neo-Nazis, abgeriegelt von Sperrgittern der Polizei, eine Mahnwache in Dorfen ab. Begleitet wurde dieses Szenario von ca. 70 Antifaschistinnen, die lauthals ihren Unmut über die Faschist/innen kund taten.
- Ständig: rassistische und antisemitische Einträge im Forum des JZ Dorfen, sowie anonyme Gewaltandrohungen gegen Besucher/innen des Jugendzentrums.
IV.) Geplante Nazi-Demo am Samstag, 04. Juni 2005 in Dorfen
Nachdem Bordin und seine Kameraden in München regelmäßig völlige Desaster erleiden müssen (bspw. Nazi-„Groß“-Demo am 02.04. in München oder die im antifaschistischen Protest komplett untergehende Mahnwache am 08. Mai) versuchen sie nun also offenbar auf dem Land Fuß zu fassen. Doch auch hier zeichnet sich bereits ein Debakel nach dem anderen für die Faschisten ab.
Doch lernresistent wie sie nun einmal ist versucht die „Kameradschaft München“, zusammen mit der Initiative „Schöner leben in Dorfen“ und mit ihnen ein mehr oder minder breiter Unterstützer/innen-Kreis am 04. Juni 2005 abermals ihre unsägliche, mit Lügen übersäte Propaganda in Form einer Demonstration nach Dorfen zu bringen.
Unter dem Motto „Kriminellen keine Plattform bieten! JZ Dorfen schließen!“, mit einer eigens eingerichteten Homepage und einem Aufruf der sich gegen das JZ Dorfen richtet und vor Lügen und Beschimpfungen nur so strotzt („kriminelle Rotfaschisten“, gewalttätige JZ-Besucher/innen usw.) wird versucht möglichst viele Nazis nach Dorfen zu locken und die Schließung des Jugendzentrums zu erreichen.
Als Redner sind angekündig:
- Norman Bordin (Kameradschaft München)
- Philipp Hasselbach (WG-Kumpel von Hayo)
- Lars Käppler (ehem. BDVG)
- Uwe Meenen (NPD Würzburg, Deutsches Kolleg)
- Thomas Wittke (JN München)
- Roland Wuttke (NPD Oberbayern, Demokratie Direkt)
GEGENAKTIVITÄTEN:
Gegen den Nazi-Aufmarsch stehen allerlei Gegenaktivitäten an, auch wenn die Stadt Dorfen diese mal wieder z.T. unterbinden bzw. deren Durchführung deutlich erschweren will. Hier eine Dokumentation der geplanten Aktionen und Events:
Freitag, 03. Juni 2005
- antifaschistischer Biergarten hinterm JZ Dorfen
- antifaschistisches Camp in der Nähe von Dorfen
Samstag, 04. Juni 2005 (ab 09°° Uhr!!!)
- Open JZ
- Kundgebung vorm JZ
- Redebeiträge
- Musik
- Menschenkette um die Innenstadt
- Diverse Veranstaltungen in der Innenstadt
- Abends Konzert im JZ mit PALMERAS KANIBALES (Latin-Ska aus Venezuela) und THE HERMANS (Punkrock / HC aus dem Schwabenländle)!
Sowohl den Biergarten am Freitag, als auch das Konzert am Samstag will der Stadtrat mal wieder von vorn hinein verbieten. Eine rechtliche Prüfung dieser angekündigten Vertragsbrüche und der Missachtung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit wurde vom Jugendzentrum bereits eingeleitet.
Die Nazis treffen sich ab 09°° Uhr am Bahnhof Dorfen. Der Beginn ihrer Demo ist auf ca. 11³° Uhr angesetzt. Entgegen ihrer Unkenrufe wird eine Demo-Route zum JZ voraussichtlich nicht genehmigt.
Weitere, ständig aktualisierte Infos unter:
www.xn--bndnis-gegen-nazis-m6b.de
www.jz-dorfen.de
www.a-i-z.net
Die Stadt Dorfen ist in Sachen rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten keineswegs ein unbeschriebenes Blatt. Bereits vor fünf Jahren konnte eine deutlich wachsende Neo-Nazi-Szene und damit einhergehend eine Zunahme von Drohungen, Pöbeleien und Gewalt durch die Nazi-Skins beobachtet werden.
Trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung war der Brandanschlag vom 15. April 2000 auf eine Dorfener Sozialunterkunft mit vorwiegend migrantischen Bewohner/innen. Nachdem ihr Versuch das selbstverwaltete Jugendzentrum anzuzünden aufgrund der entschlossenen Gegenwehr der JZ-Besucher/innen scheiterte, zogen sie gegen 02:30 Uhr zur örtlichen Sozialunterkunft, in der sich zum Tatzeitpunkt 17 zumeist schlafende Personen – unter ihnen auch Kinder – aufhielten und legten unter Zuhilfenahme von Benzin das Feuer. Nur aufgrund eines wachsamen Hundes und weiterer glücklicher Zufälle wurde dabei kein Mensch verletzt.
In einem späteren Prozess wurden am 14. März 2001 die acht Täter zu Jugendstrafen bis zu sechs Jahren verurteilt – u.a. wegen versuchten Mordes in 17 tateinheitlichen Fällen, Verabredung zu einem Verbrechen und Nichtanzeige einer geplanten Straftat.
II.) Zur momentanen Situation in Dorfen
Nach den Verurteilungen im Jahre 2001 schien die örtliche Nazi-Szene deutlich geschwächt bis nicht mehr existent und auch heute noch können Boneheads nur spärlich im öffentlichen Stadtbild „bewundert“ werden.
Dennoch bedeutet dieser augenscheinliche Frieden keineswegs eine Abwesenheit rechtsextremer und rassistisch motivierter Straftaten. Weiterhin stehen Nazischmierereien an der Tagesordnung und auch durch Nazis begangene Gewalttaten werden immer wieder öffentlich. Erst vor Kurzem versuchten sich zwei mit Eisenstangen bewaffnete Nazi-Schläger Einlass zum Jugendzentrum zu verschaffen, was allerdings durch die dort anwesenden Besucher/innen verhindert werden konnte.
Schwerwiegendster Fall war wohl die auch im Verfassungsschutzbericht 2004 Erwähnung findende Tat eines 16-jährigen Schülers, der „in der Zeit vom 1. bis 21. Januar (2004 - Anm. d. Autors) einem neunjährigen, dunkelhäutigen Kind gegenüber mehrfach den Hitler-Gruß“ zeigte und dabei „Sieg Heil“ brüllte. „In einem Fall rief er ‚Jetzt ab ins KZ’ und schoss mit einer Soft-Air-Pistole auf das Kind“. In der örtlichen Presse konnte über diesen Vorgang keinerlei Erwähnung gefunden werden, dementsprechend fand ein öffentliches Aufarbeiten dieses Falles in Dorfen bis heute nie statt.
III.) Dorfen im Fokus freier und parteigebundener Neo-Nazis
Seit gut einem halben Jahr rückt Dorfen und das dort seit 30 Jahren ansässige selbstverwaltete antifaschistische Jugendzentrum mehr und mehr in das Agitationsfeld freier und parteigebundener Neo-Nazis aus München und der Region.
Als treibende Kräfte treten hierbei primär regionale NPD-Strukturen, sowie die „Kameradschaft München“ um den verurteilten Straftäter Norman Bordin auf. Die „Kameradschaft München“ gilt als Nachfolge-Organisation der „Kameradschaft Süd“, deren Führungszirkel um Martin Wiese (damaliger Vertreter des in Haft sitzenden Norman Bordin) einen Sprengstoff-Anschlag bei der Grundsteinlegung des jüdischen Kulturzentrums in München geplant hatte.
Des weiteren treten bei derartigen Gelegenheiten immer wieder die Kleinstgruppen „AGENDA Dorfen“, „Initiative ‚Schöner leben in Dorfen’“ (wohl beide mehr oder weniger unter der Fuchtel des NPD’lers Robert Dietrich aus Taufkirchen) und die vom Möchtegern-Führer Felix Benneckenstein in’s Spiel gebrachte „Kameradschaft Erding“ in Erscheinung.
Doch was geschah in letzter Zeit? Der Reihe nach ...
- Am Samstag, 20.11.2004 versuchte die NPD einen Infostand in Dorfen abzuhalten. Nach kurzer Zeit wurde den zehn Faschisten von einer ungefähr gleich großen Zahl von Antifaschist/innen dabei Gesellschaft geleistet, wobei die Linken sogar noch so freundlich waren den Nazis beim Standabbau behilflich zu sein.
http://germany.indymedia.org/2004/11/100414.shtml - Am Samstag, 04.12.2004 wurde erneut ein NPD-Infostand angemeldet, dessen Durchführung jedoch von Stadt und Verwaltungsgericht verboten. Daraufhin verteilten einige Rechtsextremisten Flugblätter in welchen sie das Verbot des Jugendzentrums forderten. Nach max. 45 Minuten konnten sie von anwesenden Antifaschist/innen vertrieben werden.
http://de.indymedia.org/2004/12/100978.shtml - Am Samstag, 11.12.2004 veranstalteten NPD und „Kameradschaft München“ eine Demonstration durch Dorfen. 70 Nazis marschierten, dank Pfefferspray- und Schlagstockeinsatz der Polizei, in einem Wanderkessel aus ca. 400 Antifaschist/innen und unter mehreren Blockadeversuchen um gegen das Jugendzentrum zu protestieren und eine „national befreite Zone Dorfen“ zu fordern. Insgesamt gingen an diesem Tag ca. 1.000 Menschen gegen die Nazis in Dorfen auf die Straße.
Ein vom JZ Dorfen geplantes Konzert am Abend wurde aufgrund einer angeblichen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit von der Stadt Dorfen verboten.
http://de.indymedia.org//2004/12/101377.shtml - Am Mittwoch, 20.04.2005 mischt sich eine Gruppe von Neo-Nazis, unter ihnen Norman Bordin und dessen damaliger Stellvertreter Hayo Klettenhofer, unter eine von der FDP organisierten Veranstaltung mit dem Nazi-Aussteiger Stefan Jahnel. Weder FDP, noch Stefan Jahnel fühlen sich benötigt den Nazis Hausverbot zu erteilen.
http://www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/dorfen/art1580,269750.html?fCMS=ed9979f19d58cb596fc7fe0fb4b5184a - Am Samstag, 30.04.2005 hielten 12 Neo-Nazis, abgeriegelt von Sperrgittern der Polizei, eine Mahnwache in Dorfen ab. Begleitet wurde dieses Szenario von ca. 70 Antifaschistinnen, die lauthals ihren Unmut über die Faschist/innen kund taten.
- Ständig: rassistische und antisemitische Einträge im Forum des JZ Dorfen, sowie anonyme Gewaltandrohungen gegen Besucher/innen des Jugendzentrums.
IV.) Geplante Nazi-Demo am Samstag, 04. Juni 2005 in Dorfen
Nachdem Bordin und seine Kameraden in München regelmäßig völlige Desaster erleiden müssen (bspw. Nazi-„Groß“-Demo am 02.04. in München oder die im antifaschistischen Protest komplett untergehende Mahnwache am 08. Mai) versuchen sie nun also offenbar auf dem Land Fuß zu fassen. Doch auch hier zeichnet sich bereits ein Debakel nach dem anderen für die Faschisten ab.
Doch lernresistent wie sie nun einmal ist versucht die „Kameradschaft München“, zusammen mit der Initiative „Schöner leben in Dorfen“ und mit ihnen ein mehr oder minder breiter Unterstützer/innen-Kreis am 04. Juni 2005 abermals ihre unsägliche, mit Lügen übersäte Propaganda in Form einer Demonstration nach Dorfen zu bringen.
Unter dem Motto „Kriminellen keine Plattform bieten! JZ Dorfen schließen!“, mit einer eigens eingerichteten Homepage und einem Aufruf der sich gegen das JZ Dorfen richtet und vor Lügen und Beschimpfungen nur so strotzt („kriminelle Rotfaschisten“, gewalttätige JZ-Besucher/innen usw.) wird versucht möglichst viele Nazis nach Dorfen zu locken und die Schließung des Jugendzentrums zu erreichen.
Als Redner sind angekündig:
- Norman Bordin (Kameradschaft München)
- Philipp Hasselbach (WG-Kumpel von Hayo)
- Lars Käppler (ehem. BDVG)
- Uwe Meenen (NPD Würzburg, Deutsches Kolleg)
- Thomas Wittke (JN München)
- Roland Wuttke (NPD Oberbayern, Demokratie Direkt)
GEGENAKTIVITÄTEN:
Gegen den Nazi-Aufmarsch stehen allerlei Gegenaktivitäten an, auch wenn die Stadt Dorfen diese mal wieder z.T. unterbinden bzw. deren Durchführung deutlich erschweren will. Hier eine Dokumentation der geplanten Aktionen und Events:
Freitag, 03. Juni 2005
- antifaschistischer Biergarten hinterm JZ Dorfen
- antifaschistisches Camp in der Nähe von Dorfen
Samstag, 04. Juni 2005 (ab 09°° Uhr!!!)
- Open JZ
- Kundgebung vorm JZ
- Redebeiträge
- Musik
- Menschenkette um die Innenstadt
- Diverse Veranstaltungen in der Innenstadt
- Abends Konzert im JZ mit PALMERAS KANIBALES (Latin-Ska aus Venezuela) und THE HERMANS (Punkrock / HC aus dem Schwabenländle)!
Sowohl den Biergarten am Freitag, als auch das Konzert am Samstag will der Stadtrat mal wieder von vorn hinein verbieten. Eine rechtliche Prüfung dieser angekündigten Vertragsbrüche und der Missachtung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit wurde vom Jugendzentrum bereits eingeleitet.
Die Nazis treffen sich ab 09°° Uhr am Bahnhof Dorfen. Der Beginn ihrer Demo ist auf ca. 11³° Uhr angesetzt. Entgegen ihrer Unkenrufe wird eine Demo-Route zum JZ voraussichtlich nicht genehmigt.
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www.xn--bndnis-gegen-nazis-m6b.de
www.jz-dorfen.de
www.a-i-z.net
Dieses Werk ist gemeinfrei im Sinne der
Public Domain
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Bitte um Aufklärung
Ich weiß das Klettenhofer mehrfach in öffentlichen Foren unter seinem Namen zur Gewalt gegen Linke und Andersdenkende aufrief. War das der Grund? Oder hat`s was mit Bordins Eintritt in die NPD zu tun? Würde mich interessieren.
zu Hajo und Hasselbach
Ob Hasselbach nun in München wohnt bleibt auch Spekulation (oder weiß wer mehr?) - es ist aber durchaus möglich, da dieser sich vermehrt in die Aktivitäten der Kameradschaft München einklingt. Nach den vergangenen desaströsen Versuchen in München oder Dorfen (2.4. (
...
...
ACHTUNG!
Faschos beißen
Bündnis gegen Nazis Homepage
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Der Typ mit der schwarzen Käppi — ist das
Hasselbach — Nazi-Hunter
muss ausgefüllt werden — muss ausgefüllt werden
ist quatsch — Nazi-Hunter
(muss ausgefüllt werden) — (muss ausgefüllt werden)
Bordin ist Münchens lächerlichster Nazi! — Fraülein N. Bordin