Solidarität mit Gara

Ralf Streck 19.05.2005 12:41 Themen: Repression Weltweit
Nach dem Versuch der baskischen Tageszeitung Gara die Schulden des zu Unrecht geschlossenen Egin aufzubraten, soll jetzt der Direktor der Zeitung wegen der Veröffentlichung einer ETA-Erklärung vor Gericht, in der die der Regierung ein Friedensangebot macht. Solierklärung von Direktoren von Zeitungen, Radios und Fernsehen und ein Artikel.
Manifest der Direktoren von baskischen Kommunikationsmedien

Die unterzeichnenden Direktoren möchten das Strafverfahren anklagen, dass der Nationale Gerichtshof gegen den Direktor der Tageszeitung Gara eröffnet hat. Gleichzeitig wollen wir uns mit dem Direktor und den Arbeitern der Zeitung solidarisieren.

- Die Publikation eines Dokuments und Interviews mit bewaffneten Gruppen kann in einem System kein Delikt sein, das demokratisch sein will. Dagegen sprechen auch zahlreiche Urteile der spanischen Justiz, die bestätigen, dass es sich darum dreht, die Bevölkerung zu informieren.

- Diese Vorgehensweisen schränken die Pressefreiheit ein und ertränken die Freiheit die wir Kommunikationsmedien für unsere Arbeit brauchen. Sie bringen einen Verlag und die Stellen von Hunderten Journalisten in Gefahr.

Leider ist es nicht das erste Mal, dass der Nationale Gerichtshof in Spanien sich durch ein solches Vorgehen gegen ein baskisches Kommunikationsmedium hervortut. Die Unterzeichner fordern von der spanischen Justiz, die baskischen Medien ihrer Arbeit nachgehen zu lassen.

Unterzeichner:
. Andoni Ortuzar, Generaldirektor EITB (Öffentlich rechtliches baskisches Fernsehen und Radio).
. Iñaki Gonzalez, Direktor von Deia.
. Pablo Muñoz, Direktor des Diarios de Noticias de Navarra.
. Julio Iturri, Direktor des Diarios de Noticias de Alava
. Hur Gorostiaga, Direktor von Le Journal.
. Alex Aranzabal, Direktor von Herri Irratia.
. Martxelo Otamendi, Direktor de Berria.

17. Mai2005


Unterstützung für GARA von Netizen auf der ganzen Welt

Die große Zahl der Solidaritäts-Mails die GARA nach den letzten juristischen Angriffen erreichte, brachte uns dazu, einen besonderes Forum zum Sammeln auf unserer Webseite (gara.euskalherria.com) einzurichten. Dort finden sich Unterstützungserklärungen für die Meinungsfreiheit von Parteien und Organisationen aus der ganzen Welt.

Sie sind auf Portugiesisch, Katalanisch, Galizisch, Italienisch, auf Babble und Spanisch und natürlich auf Baskisch geschrieben. Dutzende von Solidaritätserklärungen erreichten in den letzten Tagen „gara.euskalherria.com“. Diese Initiative wendet sich gegen die letzten Angriffe auf diese Zeitung. Der letzte besteht in dem Versuch, den Direktor der Zeitung Josu Juaristi wegen der Veröffentlichung einer Erklärung von ETA anzuklagen.

Auch von der anderen Seite des Atlantiks erreichen uns Solidaritätserklärungen z.B. aus Brasilien, Kolumbien oder Chile, von wo aus das Movimiento Patriotico Manuel Rodriguez erklärt hat: „Wir unterstützen eure Bemühungen auf der Seite der Information für das Volk im Baskenland zu bleiben, besonders jetzt, in der Stunde großer politischer Herausforderungen, wo eine politische Lösung in Sicht ist.“

Aus Dublin schickte uns ein Netizen ein Gedicht von Gabriel Aresti über die Wahrheit. Aus anderen Ländern unterstreichen UnterstützerInnen die Wichtigkeit, in diesen Zeiten für die Meinungsfreiheit zu kämpfen.

Aus dem Baskenland erhielten wir Unterstützungsmails von der AnwältInnenvereinigung Eskubideak, dem Ordensbruder Dionisio Armundarain, der Leitung der Partei ANV und dem Organisationsverantwortlichen von EA (Euskal Alkartasuna), Rafa Larreina, um nur einige zu nennen.

Neben ihnen viele anonyme Netizen, die die Bedeutung von GARA in der aktuellen Medienlandschaft herausstreichen. Wie z. B. jemand aus Hondarribia der sich fragte „wer wird weiter über die Angriffe auf Frauen in Hondarribia berichten?“, wenn die Angriffe Erfolg haben sollten, oder ein anderer, der die Zeitung als „Beispiel an Würde“ bezeichnete. Es wurde auch gefordert, dass sich die „Reporter ohne Grenzen“ zu dem Fall äussern sollten.

GARA 16.05.2005
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Ergänzungen

soli-adresse

kantuz 20.05.2005 - 02:51

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