CDU-Träume werden wahr
Mehrere Studierende der Bergischen Universität Wuppertal skandierten und propagierten gestern zu Merkels Wahlkampfauftritt in Wuppertal Forderungen nach deutscher Elite. CDU-Massen begeistert, CDU-Politiker irritiert, Security zunächst überfordert, dann brutal.
11. Mai 2005, Großer Saal Stadthalle Wuppertal, Auftritt Angela Merkel
Eine von faschistoiden Ausbrüchen durchzogene Rede: Hetze gegen Arbeitslose, gegen MigrantInnen, gegen Andersdenkende, gegen GewerkschafterInnen, gegen ausländische ArbeitnehmerInnen. In Sachen Bildung sprach sie vom Leistungsgedanken und von Leistungsanreizen, nannte die deutschen PISA-Gewinner Bayern und BaWü als Vorbild und polemisierte gegen einen gleichberechtigten Zugang zu und die soziale Selektion überwindendes Bildungssystem. Bildungselite ist ihre Forderung.
Was einzig fehlten waren „Ausländer raus“ und „Das Deutsche Volk braucht Raum“.
Minuten später, Merkel endet, Auftritt Wuppertaler Studierende
Passend zum prunkvollen Ambiente und zur Rede der Führerin, zum Verdutzen der Politiker und zum Erstaunen des Publikums zogen schnieke konservativ gekleidete Studierende in Reih und Glied von hinten zum Podium durch die Stadthalle und forderten auf Plakaten unverhohlen Sozial- und Bildungsabbau. Erst nach über einer Minute posieren zu Merkels Füßen machte es beim Sicherheitsdienst klick, daß es sich hier um kein bestelltes Aufgebot an Befürwortern, sondern einer satirischen Einlage von Durchschauern Merkelscher Rethorik handelte. Unter Protest und mit geflügelten Parolen von Deutscher Elite, wurden die Störenfriede schließlich zum Teil sehr grob abgeführt und hinausgeworfen.
Wieder Minuten später, vor der Stadthalle, Merkel tritt ab, Fußvolk tritt auf
Unter Jubel- und Zurufen seitens der ElitestudentInnen und beschützt von Polizei wie Leibgarde verläßt der Merkel-BMW Wuppertal. Was folgt ist eine (handgreifliche) Auseinandersetzung zwischen den inzwischen angekommenen Jusos und der CDU-Jugend. Unsere ElitestudentInnen dagegen suchten das offene Gespräch mit dem Pöbel, um sie von der deutschen Sache und der Notwendigkeit von Eliteherrschaft drastisch zu überzeugen. Viele CDU-Anhänger wollten das erst gar nicht verstehen und taten sich nur schwer mit ihrem Verständnis für Satire J
Im Ganzen war das trotz ein bis zwei blauer Flecken eine sehr lustige Aktion, um hier einerseits der CDU-(Un)Bedarften einen Spiegel vorzuhalten und andererseits eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen.
In Gedanken an und mit solidarischen Grüßen an alle anderen protestierenden StudentInnen, besonders in Freiburg und Hamburg.
Hier der Link zu den Plakaten:
http://de.indymedia.org/2005/05/115877.shtml
Eine von faschistoiden Ausbrüchen durchzogene Rede: Hetze gegen Arbeitslose, gegen MigrantInnen, gegen Andersdenkende, gegen GewerkschafterInnen, gegen ausländische ArbeitnehmerInnen. In Sachen Bildung sprach sie vom Leistungsgedanken und von Leistungsanreizen, nannte die deutschen PISA-Gewinner Bayern und BaWü als Vorbild und polemisierte gegen einen gleichberechtigten Zugang zu und die soziale Selektion überwindendes Bildungssystem. Bildungselite ist ihre Forderung.
Was einzig fehlten waren „Ausländer raus“ und „Das Deutsche Volk braucht Raum“.
Minuten später, Merkel endet, Auftritt Wuppertaler Studierende
Passend zum prunkvollen Ambiente und zur Rede der Führerin, zum Verdutzen der Politiker und zum Erstaunen des Publikums zogen schnieke konservativ gekleidete Studierende in Reih und Glied von hinten zum Podium durch die Stadthalle und forderten auf Plakaten unverhohlen Sozial- und Bildungsabbau. Erst nach über einer Minute posieren zu Merkels Füßen machte es beim Sicherheitsdienst klick, daß es sich hier um kein bestelltes Aufgebot an Befürwortern, sondern einer satirischen Einlage von Durchschauern Merkelscher Rethorik handelte. Unter Protest und mit geflügelten Parolen von Deutscher Elite, wurden die Störenfriede schließlich zum Teil sehr grob abgeführt und hinausgeworfen.
Wieder Minuten später, vor der Stadthalle, Merkel tritt ab, Fußvolk tritt auf
Unter Jubel- und Zurufen seitens der ElitestudentInnen und beschützt von Polizei wie Leibgarde verläßt der Merkel-BMW Wuppertal. Was folgt ist eine (handgreifliche) Auseinandersetzung zwischen den inzwischen angekommenen Jusos und der CDU-Jugend. Unsere ElitestudentInnen dagegen suchten das offene Gespräch mit dem Pöbel, um sie von der deutschen Sache und der Notwendigkeit von Eliteherrschaft drastisch zu überzeugen. Viele CDU-Anhänger wollten das erst gar nicht verstehen und taten sich nur schwer mit ihrem Verständnis für Satire J
Im Ganzen war das trotz ein bis zwei blauer Flecken eine sehr lustige Aktion, um hier einerseits der CDU-(Un)Bedarften einen Spiegel vorzuhalten und andererseits eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen.
In Gedanken an und mit solidarischen Grüßen an alle anderen protestierenden StudentInnen, besonders in Freiburg und Hamburg.
Hier der Link zu den Plakaten:
http://de.indymedia.org/2005/05/115877.shtml
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Angela Merkel`s sweethome Humboldt Uni Campus
dieser Bericht, wurde zum Veröffentlichungszeitpunkt, von den damals agierenden mods kritisiert, da sie "ein Ständchen bringen", in VORAUSEILENDEN GEHORSAM, als Aufforderung zu einer Gewalttat interpretierten
Berlin"Am Kupfergraben"50 Jahre Angela Merkel
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Geile Aktion — zudummzumstudieren
Reaktionär und peinlich — abc
AW: reaktionär und peinlich — AugenzeugIn
Ein anderer Augenzeuge — René Beukelmann