Freiburg Rektorat Infowar

Stoppt Provokateure 06.05.2005 05:38 Themen: Bildung Freiräume Soziale Kämpfe
Mehrfach gab es faschistische infiltrationenen in der Freiburger Rekrtoratsbesetzung. Und das, obwohl es von offfizieller Staatsseite recht locker ist (was auf eine extrem gut spontane Mobilisierungsfähigkeit von Seiten der BesetzerInnnen zurückzuführen ist). Wer hat die Finger im Spiel? Jäger?
Einige Sachen in der Freiburger Rektorats-Umgebung machen stutzig. Zunächst fährt ein Bonzenwagen vor, aus dem heraus fotographiert wird. Wohlgemerkt, ausserhalb sind (meiner Meinung nach) die Menschen juristisch nicht "böse" (sie sind nicht im Haus, also kein Hausfriedensbruch). Da die Bullen im Haus Einsicht auf fast alles haben, eigentlich total blöd, sie könnten jeden der drinnen ist abfilmen. Oder waren es keinene Bullen?
Später am Abend gibt es drei Kästen Bier. Offensichtlich von Menshen aus dem Burschi-Spektrum gespendet. Aktuelle Informationen sagen aber, dass es sich nicht um eine gemässigte Verbindung handelt, sondern sogar um ein Corps (also, Verbindung sind die soften, Burschenschaften die harten, und Corps die
übelsten unter allen "Verbindungen").
Weiter, gibt es seit gestern ein Gerücht, dass sich Wagenburgeler mit der Rektoratsbesetzung solidarisisiert hätten, und die Soli-Erklärung abgelehnt wurde. Dies ist (nach Recherche) momentan nicht nachzuvollziehen. Einzig bleibt die Aussage von (Prorektor) Volz, dass die Bullen gesagt hätten, sie fürchtetene eine Einmischung der WäglerInen in den Protest.

Also, während andere die Bullen (sorry, Polizei) offensichtlich keinen Stress machen, schicken Leutz (war Jäger oder Volz ein Burschi? und wo?) grad Handlanger rein, um zu provozieren. Am Dienstag wurde schon ein Kumpel von einem rechten Sack angemacht, weil er (der Typ, nicht mein Kumpel, "mein Kumpel ist Ausländer") halt die Grenzen zu haben wollte. Die Geschichte war damals klein (ausser, dass Rasismus kein kleines Thema ist), aber heute zeigt sie einen Anfang.

So, what? Ja, in Freiburg wird geade auf eine Psycho-Ebene gekämpft. Wenn DU genau diese Geschichten erlebt höttest, was würdest Du tun? Und wir müssen handel, sonst haben wir all die Eso-Psycho-Antisemisten.
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Ergänzungen

burschen, verpisst euch!

besetzerin 06.05.2005 - 06:29
gegen abend kamen burschen mit bändel unter ihren jacken. ihnen wurde gesagt, dass sie abhauen sollen. das bier haben wir behalten. morgen wollen sie wiederkommen. wir werden schon da sein.

kisses from cologne

protestcamping 06.05.2005 - 10:03
Nächste Woche gehts bei uns los mit den Protesten. Bleibt am Ball und laßt euch nicht unterkriegen oder von Burschis dumm anmachen!

weiteres...

Stoppt Provokateure 06.05.2005 - 13:59
@klunker, ne bin kein Germanist & war gestern im Rektorat am feiern, daher die Rechtsschreibfehler, bin eh für Linksschreibung...
Ansonsten kritisierst du, dass alles vage ist. Sorry, aber was ich nicht exakt weiss (weil ich dabei war oder zuverlässige Leute es berichtet haben) stelle ich halt nicht als Wahrheit hin.

Sonst:
Laut Antifa waren die Burschis vom Corps Rhenania aus der Albertstraße 32. Die sind nach eigener darstellung unpolitisch, und mensch muss auch nicht doitsch sein um dort mitzumachen (da sind die Corps fortschrittlicher als die Verbindungen). Aber sie sind schlagend...
Burschis haben bei uns nix verloren!

Offensichtlich waren die irgendwann doch wieder drinnen und haben mit den Bullen gelabert. Naja, erzählen können die denen zum Glück wenig.

profis vor ort

rektoratsbesucher 06.05.2005 - 14:47
also als ich gestern nachmittag (so ab kurz vor 16 uhr...) einige stunden im und um das rektorat war ist mir vor allem negativ aufgefallen, daß im vergleich zum vortag sich erschreckend viele berufsautonome profichaoten unters studivolk gemischt hatten. ich meine, daß von seiten der "veranstalter" da mehr drauf geachtet werden muß, wer da mitspielt und wer lieber nicht. jedenfalls lassen sich so auch diverse provokationen erklären. bevor man einen studierenden(!)protest für alle sich irgendwie benachteiligt fühlenden gruppen öffnet sollte man ihn erstmal allen studierenden zugänglich machen, egal womit die sich in ihrer freizeit das gesicht in streifen schneiden lassen. ansonsten droht das ganze wieder in den üblichen erlebnisorientierten fundamentalprotest einiger weniger abzugleiten und insgesamt für die studierenden zu einem mißerfolg zu werden.

So war es nun nicht!

Tom 06.05.2005 - 18:03
So wie die Sache mit den "Burschi" dargestellt wurde, ist es gesern nicht abgelaufen.
Tatsache ist, dass kurz nach Mitternacht einige Besucher mit drei Bierkästen kamen. Diese Besucher gaben sich nicht als Mitglieder einer Studentenverbindung zu erkennen und trugen auch kein Band. Die Jungs haben auch nicht provoziert, sie haben das Gespräch gesucht und sich über unsere Anliegen und geplante Aktionen sachlich informiert. In der sachlichen Diskussion mit ihnen kam heraus, dass einige von ihnen auch strikt gegen Studiengebühren sind. Einer, mit dem ich gesprochen habe, sprach sich für nachlaufende Studiengebühren aus. Unsere Aktion wurde von ihnen als positiv bezeichnet, da wir auf diese Weise ein Zeichen setzen würden. Die Diskussion mit ihnen verlief sehr sachlich und hat Spaß gemacht. Sie meinten, sie seien auch Studenten an der Albert-Ludwig-Uni und daher von dem Thema "Studiengebühren" auch betroffen. Irgendwie kam das Thema dann auf Studentenverbindungen, nämlich als sie gefragt wurden, ob sie in einer Verbindung seien. Sie erklärten, Mitglieder einiger Freiburger "Corps" zu sein und erklärten den himmelgroßen Unterschied zu anderen Verbindungen: Corps sind danach politisch nach außen neutral, die Nationalität und religiöse Ausrichtung spielt keine Rolle.... Warum sollen COrps dann "die schlimmsten" sein?
Was mir gar nicht gefallen hat: obwohl sich die Jungs gut benommen haben und das Gespräch gesucht haben, haben fünf oder zehn Mitbesetzer des Rektorates angefangen, den Rausschmiss der "Burschis" zu fordern und waren nicht bereit, ordentlich zu diskutieren.
Ich fand das sehr intolerant. Dass die Verbindungsgäste dann vorzogen zu gehen, kann ich verstehen. Wir sollte aber intern die Sache besprechen. Das geht so nicht!
Die Sache hier als "antifaschistische Großtat" zu preisen, finden ich peinlich und ist schlicht nicht wahr!

Verbindungen kappen!

Antifaschist 06.05.2005 - 20:00
Burschenschaften waren Unterstützer und Förderer der Nationalsozialisten.
Sie waren Mitglieder der Freikorps, welche die Revolutionsversuche in Deutschland und Bayern nach dem ersten Weltkrieg niederschlugen.
Sie töteten während der Weimarer Republik dutzende Linke und JüdInnen.
Sie organisierten hauptsächlich die Bücherverbrennungen im Mai 1933.
Sie stellen direkt und indirekt ihre Infrastruktur für die extreme Rechte bereit.

Die Verbindungsstudenten gestern Abend waren vom Corps Rhenania. Neben saufen singen diese Herrenmenschen auch gerne deutschnationale Lieder, so zum Beispiel bei ihrem Sommerfest 2004. Außerdem ist das eine schlagende Verbindung und wer sexistische Vierfarbplakate für seine Saufpartys erstellt, braucht sich um Studiengebühren keine Sorgen zu machen.

Weitere Informationen gibt es bei der Antifa:

Studentenverbindungen: Anachronismus an den Hochschulen?
 http://www.antifa-freiburg.de/spip/antifa.php3?id_article=193&design=3

Lesen gegen die Reaktion
 http://www.antifa-freiburg.de/spip/antifa.php3?id_article=189&design=3

Burschen raus aus Freiburg!

Es geht immer weiter...

Autonom@ntifA 06.05.2005 - 20:01

Pressespiegel

(A)narchia 06.05.2005 - 20:02

Kurzer Link zur Frage nach Jägers Meinung.

The ? 07.05.2005 - 07:12
 http://www.coburger-convent.de/presseschau/presse000717badz.html

 http://www.coburger-convent.de/ccblaetter/ccblaetter024/universitaetskommerse.html


Auszug:

"Zum Rahmen des Alumni-Treffens der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gehört ein Kommers. Etwa die Hälfte der 30 studentischen Verbindungen hatten Abordnungen ihrer Aktiven geschickt, auch eine Damenverbindung war darunter.

In farbenprächtigem Chargenwichs präsidierten sechs schlagende (ohne die abseits stehenden fünf Corps) und neun nichtschlagende, konfessionell gebundene und konfessionsfreie Korporationen. Damen und Ehrengäste gehörten zum festlichen Rahmen, so auch der Regierungsvizepräsident, Herr Dr. Kollnig.

Auf dem Kommers 2000 war Magnifizenz Prof. Dr. Wolfgang Jäger anwesend und überbrachte die Grüße der Universität. Dabei hob er den seiner Meinung nach außerordentlich freundschaftlichen Charakter der studentischen Verbindungen hervor."


Soviel zum Thema Jäger und Verbindungen!

Es geht immer weiter...

Autonom@ntifA 07.05.2005 - 09:09

Keine Gerüchte bitte!!!!!!!!!!!!!

wissender 07.05.2005 - 23:23
Wollte nur kurz was zum thema Wagenburglersolierklärung sagen. Es hat wohl definitiv keine solierklärung gegeben deswegen kann eine solche auch nicht abgelehnt werden. Is aber nett zu hören, dass die Polizei sich davor fürchtet die wägler könnten sich an den protesten beteiligen. Ich persönlich habe schon einige wagenbewohner dort angetroffen, da anscheinend auch einige von >Ihnen selbst studieren. Wird also wohl nicht mehr lange dauern bis der erste wagen vom rektorat auftaucht. und wenn nicht....
dann wärs doch eigentlich von uns studis nett die wägler bei ihrem ununterbrochenen Kampf für Anerkennung und toleranz und legalisierung dieser lebensform zu unterstützen. und zwar konkret am
14. Mai 2005 um 13.00 Uhr am Theaterplatz in Freiburg zur
LOVE OR HATE PARADE, FÜR MEHR BAUWAGENPLÄTZE!!!!!
also lieber weniger Gerüchte dafür mehr aktionen.
Eine bessere und buntere Welt is möglich

Und es ziehen alle am selben Strang

stranger 09.05.2005 - 14:46
Hab mich mal ein bisschen umgeschaut und siehe da, was findet sich auf den Seiten der bösen Burschis?

 http://www.burschenschaft.de/presse/04-02-2005.pdf

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 8 Kommentare an

hmm — klunker

Corps Rhenania — Kenn_ich

Verballert — GGSG

Faschistoide Züge — Burschi

Na sicher, — egal