Castor-Transport: Ankettaktion in Frankreich
Beim CASTOR-Transport mit Atommüll aus dem AKW Stade in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich gab es nicht nur in Deutschland Protestaktionen. Am Abend des 27. April stoppten zwei deutsche und zwei französische Atomkraftgegner
stoppten von 22.15 bis Mitternacht den
Atommüllzug durch eine Ankettaktion. Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg hat eine Stellungnahme der Beteiligten an der Ankettaktion zugesandt bekommen.
stoppten von 22.15 bis Mitternacht den
Atommüllzug durch eine Ankettaktion. Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg hat eine Stellungnahme der Beteiligten an der Ankettaktion zugesandt bekommen.
++++ DOKUMENTATION ++++
Guten Morgen!
Wir führen hier und heute diese Aktion durch; um einmal mehr auf die
ungelöste Problematik des Atommülls hinzuweisen. Wir haben bewusst
die Aktionsform des Ankettens gewählt, trotz oder gerade wegen des
Todes von Sébastien, der vor knapp einem halben Jahr beim
Castortransport nach Gorleben vom Castorzug überrollt und getötet
worden ist.
Nicht die Abenteuerlust oder der jugendliche Leichtsinn sind unsere
Motivation, sondern die bewusste Entscheidung, dass wir an diesem
Punkt, dem Transport des Atommülls, direkt in die tödliche
Atomspirale eingreifen können.
Jeden Tag werden Menschen durch atomare Energiegewinnung getötet,
vom Beginn, dem Uranabbau, bis zum Ende, dem Atommüll. Durch diese
oder Andere Ankettaktion können wir dem atomaren Wahnsinn für einen
kurzen Zeitraum Einhalt gebieten. Obwohl ständig Menschen verstrahlt
werden, wird an dieser Form der Energiegewinnung festgehalten, auch,
obwohl die Endlagerfrage nach wie vor ungelöst ist.
Es wird sogar versucht, Atomstrom als Energiegewinnungsform in der
französischen Verfassung zu verankern, in Form des EURATOM-
Vertrages. Auch dies ist ein Grund dafür, dass wir gegen die EU-
Verfassung sind.
Die Atomenergie ist ein Beispiel; wie die kapitalistische
Verwertungslogik funktioniert:
Es geht dabei nicht um Sicherheit, nicht um Menschenleben und schon
gar nicht um die Umwelt; es geht um den Profit einiger weniger
(global agierender Konzerne, Regierungen und Banken….)
Gegen diese Verwertungslogik stellen wir uns quer, und zwar nicht
nur auf Atomenergie bezogen, sondern auf das gesamte herrschende
ungerechte Wirtschaftssystem. Wir sehen der Zerstörung unseres
Planeten nicht tatenlos zu.
Den Zynismus der Betreiber erkennt man auch daran, dass der
Castortransport am 26.04., am Jahrestag des Reaktor-GAUs in
Tschernobyl, losgeschickt wurde. An den Folgen dieser Katastrophe
sterben heute auch 19 Jahre danach noch Menschen, was uns ebenfalls
vor Augen führt, wie gefährlich diese Form der Energiegewinnung ist.
Für uns spielt keine Rolle, woher die Transporte kommen und wohin
sie gehen. Dieser Transport ;den wir gestoppt haben ;führt vom AKW
Stade in die Wiederaufbereitungsanlage La Hague.
Wiederaufbereitungsanlage heißt nicht etwa Atommüllverringerung,
sondern im Gegenteil Atommüllvermehrung, und wir wissen jetzt schon
nicht, wohin damit. Weder in Gorleben noch in Bure noch sonst wo auf
der Welt kann es ein sicheres Endlager geben. Deshalb fordern wir
den Atomausstieg weltweit und sofort: Die Atomindustrie agiert
global, deshalb muss unser Widerstand auch global sein. Wir lassen
uns bei unseren Protesten nicht von nationalen Grenzen einschränken.
Radioaktivität kennt keine Grenzen - unser Widerstand auch nicht.
A bientot
Guten Morgen!
Wir führen hier und heute diese Aktion durch; um einmal mehr auf die
ungelöste Problematik des Atommülls hinzuweisen. Wir haben bewusst
die Aktionsform des Ankettens gewählt, trotz oder gerade wegen des
Todes von Sébastien, der vor knapp einem halben Jahr beim
Castortransport nach Gorleben vom Castorzug überrollt und getötet
worden ist.
Nicht die Abenteuerlust oder der jugendliche Leichtsinn sind unsere
Motivation, sondern die bewusste Entscheidung, dass wir an diesem
Punkt, dem Transport des Atommülls, direkt in die tödliche
Atomspirale eingreifen können.
Jeden Tag werden Menschen durch atomare Energiegewinnung getötet,
vom Beginn, dem Uranabbau, bis zum Ende, dem Atommüll. Durch diese
oder Andere Ankettaktion können wir dem atomaren Wahnsinn für einen
kurzen Zeitraum Einhalt gebieten. Obwohl ständig Menschen verstrahlt
werden, wird an dieser Form der Energiegewinnung festgehalten, auch,
obwohl die Endlagerfrage nach wie vor ungelöst ist.
Es wird sogar versucht, Atomstrom als Energiegewinnungsform in der
französischen Verfassung zu verankern, in Form des EURATOM-
Vertrages. Auch dies ist ein Grund dafür, dass wir gegen die EU-
Verfassung sind.
Die Atomenergie ist ein Beispiel; wie die kapitalistische
Verwertungslogik funktioniert:
Es geht dabei nicht um Sicherheit, nicht um Menschenleben und schon
gar nicht um die Umwelt; es geht um den Profit einiger weniger
(global agierender Konzerne, Regierungen und Banken….)
Gegen diese Verwertungslogik stellen wir uns quer, und zwar nicht
nur auf Atomenergie bezogen, sondern auf das gesamte herrschende
ungerechte Wirtschaftssystem. Wir sehen der Zerstörung unseres
Planeten nicht tatenlos zu.
Den Zynismus der Betreiber erkennt man auch daran, dass der
Castortransport am 26.04., am Jahrestag des Reaktor-GAUs in
Tschernobyl, losgeschickt wurde. An den Folgen dieser Katastrophe
sterben heute auch 19 Jahre danach noch Menschen, was uns ebenfalls
vor Augen führt, wie gefährlich diese Form der Energiegewinnung ist.
Für uns spielt keine Rolle, woher die Transporte kommen und wohin
sie gehen. Dieser Transport ;den wir gestoppt haben ;führt vom AKW
Stade in die Wiederaufbereitungsanlage La Hague.
Wiederaufbereitungsanlage heißt nicht etwa Atommüllverringerung,
sondern im Gegenteil Atommüllvermehrung, und wir wissen jetzt schon
nicht, wohin damit. Weder in Gorleben noch in Bure noch sonst wo auf
der Welt kann es ein sicheres Endlager geben. Deshalb fordern wir
den Atomausstieg weltweit und sofort: Die Atomindustrie agiert
global, deshalb muss unser Widerstand auch global sein. Wir lassen
uns bei unseren Protesten nicht von nationalen Grenzen einschränken.
Radioaktivität kennt keine Grenzen - unser Widerstand auch nicht.
A bientot
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Ergänzungen
Bilder
video Castor Ankettaktion in Frankreich
Proteste in Frankreich gegen den CASTOR
Verlauf des CASTORs in Frankreich (soweit bekannt)
27.04.05: 19:00 Uhr Abfahrt in Wörth
19:15 Uhr Lauterburg: Demo am Bahnübergang mit Plakate vom Elsass-Lothringischer Volksbund, Pfeifen... BGS macht mit (auf der falschen Seite)
19:30 Uhr Seltz: Demo am Bahnübergang mit Plakate vom Elsass-Lothringischer Volksbund, Pfeifen...
20:27 Uhr Bischheim: Demo am Bahnübergang mit Transpis vom Réseau "Sortir dunucléaire" und von "Stop Transports - halte au nucléaire"., Warnruf... ca. 20 Leute davon 10 als Atommüllmenschen gekleidet. 25 Minuten Verspätung. Hubschrauber. Viel PolizistInnen inkl. von der Bahnpolizei.
21:25-22:00 Uhr Réding Lokwechsel (Diesellok => Elektrolok) 15 Minuten
Verspätung. Der Zug wartet mit auf dem Hubschrauber
22:40 Uhr Der Atomzug steht in Baronville (Lothringen).
Anketteaktion von 2 Deutschen und 2 Franzonen (Rohr unter dem Gleis).
Ca. 20 Leuten waren dabei.
00:00 Uhr Der Zug ist um Mitteracht weitergefahren.
00:34 Uhr Der Zug fährt langsam über Metz-Peltre (5 BeobachterInnen von CACENDR54)
(
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
solidarische Grüße aus HH — hhler