Aktion zum "Herrentag" in Berlin

xxxxx 25.04.2005 20:29 Themen: Gender
In den verganenen Tagen sind in Berlin Aufkleber aufgetaucht, die auf den ersten Blick von der BVG stammen und "Kein Bus und keine Bahn zum "Herrentag!" ankündigen.
Erst beim genaueren Hinsehen fällt einem das ziemlich klein geschriebene "Eine Forderung an die" über dem BVG-Logo auf. Nach der Angabe im "V.i.S.d.P." sind die Aufkleber in einer Auflage von 7500 Stück gedruckt und werden damit wohl für einigen Wirbel in der Stadt sorgen und Öffentlichkeit für das Thema Männergewalt nicht nur am diesjährigen "Herrentag" (am 5.Mai) schaffen.
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Ergänzungen

schöner friedrichshain?

antifa 25.04.2005 - 20:34
coole aktion!
gibt es dieses jahr auch wieder eine kundgebung zum männertag in friedrichshain?

ähnliche Aktion

Beobachterin 25.04.2005 - 20:47
Eine ähnliche Aktion gab es im Jahr 2002. Damals gab es Plakate und Flyer die auf eine vermeintlich Ausgangssperre am "Herrentag" hinwiesen. Dokumentiert ist das ganze mit Fotos unter:

 http://www.gender-killer.de/doku/aktionen.htm#ber

Kundgebung

egal 25.04.2005 - 20:51
Es gibt leider keine Kundgebung von Gruppe Schöner Friedrichsahin und co. Aber bei der Kundgebung zum 8.Mai an der Neuen Wache wird u.a. auch kritisch Bezug auf den "Männertag" genommen.

Wo bekomme ich...

Bernauer 25.04.2005 - 21:34
...solche Aufkleber her????

geile Aktion.... kann mensch solche aufklber/plakate erwerben????

sprachgebrauch

name 26.04.2005 - 11:08
über das anliegen auf den aufklebern lässt sich streiten. und entgegen anderer stimmen hier ist der text sehr wohl differenziert. allerdings deutet der text auch gleich auf die herkunft der aufkleber hin: akademische "linke", die sehr viel gender-texte lesen, vielleicht gender-studies-studierende? die anhäufung und aneinanderreihung von fremdwörtern, hat zwar signal-wirkung für szene und thematische eingeweihte, dürften aber sonst wenig personen erreichen.

die aufkleber sind ein weiteres beispiel der klassischen linksradikalen selbstbezogenheit, die aus der durchführung einer aktion schon schliesst, dass die aktion erfolg hat. dabei dürfte die gebetsmühlenartikge wiederholung diverser ismen und machtverhältnisse eigentlich niemanden interessieren ausser denjenigen, die mit dem codes was anfangen können.

Tanzen gegen den Herrentag

Rosa Rot 26.04.2005 - 11:46
Am 4.Mai ab 22 Uhr in der SchreinA 47 // Feiern für die Kapitulation, Tanzen gegen den Herrentag // weitersagen!!

Au Backe!

Gendernautin 26.04.2005 - 13:22
Um es vorab zu sagen: Obwohl ich selbst gendermäßig etwas anders bin, kann ich mit der politischen Arbeit von GenderaktivistInnen meistens nix anfangen. Bei der Bewältigung von Problemen, die im Zusammenhang mit meiner Lebensweise auftauchen, ist mir die "Linke" nie eine besondere Hilfe gewesen...
Das jetzt allerdings wegen dieses teils satirischen ( glaube kaum, daß die Männer aus jenen Zusammenhängen jetzt ein Fahr- und Hausverbot einhalten), teils realistischen( die erwähnten Übergriffe finden statt!) Plakats die armen Männer wegen Diskriminierung heulen, also ehrlich...
Schaut euch doch lieber mal an, wie abschätzig sich in euren Beiträgen über geschlechtlich"andere" Menschen geäußert wird und erkennt einfach an, daß ihr noch Einiges dazulernen müßt. So sehr ich auch Kritik am Feminismus u/o GenderaktivistInnen habe und sowenig ich auch mit diesem Plakat zu tun habe: Von linken Männern eurer Sorte fühle ich mich diskriminiert. Eurer Unwissenheit über das Gewaltpotential des sog. "Herrentages" und die Inhalte der Geschlechterkritik weiß ich leider sonst nichts hinzuzufügen...

OH MANN...

Genderstudiesstudent 26.04.2005 - 15:11
Wie wichtig solche Aktionen sind, zeigen die Raktionen hier auf Indy. Mehr als 2/3 nur Beschimpfungen und Anmerkungen, die vor Unwissemnheit nur so strotzen. Da wird Den MacherInen Rassismus, Sexismus und "völkische Ideologier" vorgeworfen. Und damit wird eigentlich nur eines deutlich: hier wurde in ein Wespennest gestochen, wie es so schön heißt.
Bis auf die Forderung keine Busse und Bahnen zur Verfügung zu stellen, handelt es sich bei dem Aufkleber um eine blosse Tatsachenaufzählung. Die Angriffe finden statt, die Täter sind in der Regel weiße heterosexuelle Männer und das ganze passiert nicht selten auch im ÖPNV. Das das hier als Rassismus oder Sexismus identifiziert wird, zeigt nur, wie Männer reagieren, wenn sie ihre priviligerte Position in Gefahr sehen. Witzig auch, das hier Männer schreiben, sie hätten kein Problem mit ihrer Männlichkeit. Super, dann ist ja alles gut. Keine Probleme mit sexistischer Arbeitsteilung, sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder, kein Problem mit Pöbeleien und Übergriffen gegen (vermeintliche) Juden und Ausländer, kein Problem mit Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transgender... Denn weiße deutsche heterosexuelle Männer haben ja kein Problem mit sich???

Das einzige was auf dem Aufkleber fehlt ist die Erwähnung homophober oder heterosexixtischer Übergriffe. Aber das sei den MacherInnen verziehen.

gegeg den muttertag!

667 - one more than the devil 26.04.2005 - 16:21
so jungs - wenn ihr bis hier her schon dachtet, die spinnen ja, diese "transgenderaktivistinnen", dann wird euch jetzt wohl endgültig der kragen platzen. denn wir finden auch noch den muttertag scheiße! und der ist in diesem ajhr am 8. mai - so kommt zusammen was zusammen gehört. natürlich belassen wir es nicht wie ihr bei dumpfen meinungsäußerungen, nein wir begründen schon wieder warum das so ist. daran werdet ihr wohl wieder ganz schön knabbern müssen und zwischen ohnmächtiger wut und "ich versteh die welt nicht mehr" ergänzungen in eure tastatur hämmern. aber seis drum, here we go:

Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich der Muttertag auch auf dem europäischen Festland durch, zunächst in Österreich und Skandinavien, 1923 dann auch in Deutschland. Im »Dritten Reich« erklärten 1933 die Nationalsozialisten den Familienfesttag zum Staatsfeiertag (zweiter Sonntag im Mai) und gebrauchten ihn für ihre Mutterkult-Ideologie. Hinweis: Sollte der Muttertag auf den Pfingstsonntag fallen, so ist der Muttertag einen Sonntag früher.

an dieser regelung hat sich bis heute nichts geändert. neben den wurzeln mi ns ist dieser tag aber auch zu kritiseren, weil hier in extremer form rollen festgeschrieben werden.

also: 8.mai gegen muttertag und geschichtsrevisionismus!

@ Bernauer:

Berliner 26.04.2005 - 17:20
Hab welche von den Aufklebern in Bnfoläden in Kreuzberg und Prenzelberg gesehen.

@ die genzen scheiß Typen hier:

zum Thema Sprachgebrauch

muss ausgefüllt werden 26.04.2005 - 17:36
Hallo "name"!

Du schreibst die Aufkleber wären ein Beispiel für "klassischen linksradikalen selbstbezogenheit" und das das "eigentlich niemanden interessiert ausser denjenigen, die mit den codes was anfangen können."

Dazu gab es ja nun schon viel Diskusionen und ich glaube das Beste dazu wurde in dem Papier "Wo ist Behle?" geschrieben. Ganz grob steht da drin, das wir den Normalbürger auf der Straße mit unseren Inhalten nicht erreichen können, weil der damit nicht nur nichts anfangen kann, sondern "solchen Sachen" eh immer schon ablehnend gegenüber steht. Es kann also nur darum gehen, erstens das "entfernte Nahumfeld", also anpolitisierte SchülerInnen, Studies,... zu erreichen und in der eigenen Szene Themen die unterbelichtet sind zu pushen. Das das hier der Fall ist, zeigen die vielen Reaktionen.

Der Aufkleber kann vieleicht eine gewisse Öffentlichkeit schaffen und so Leute ansprechen, die da eh irgendwie nen Draht zu haben. Da ist die Sprache eigentlich kein Problem. Und selbst bei denen, die es nicht vertsehen, scheint ja klar zu sein worum es geht, wie wiederrum die Reaktionen hier sehr deutlich zeigen.

Ausführlicher ist das alles hier erklärt:

.

. 26.04.2005 - 17:56
Hier gibts mehr zu kommunikationsguerilla:

keine kundgebung

aber 26.04.2005 - 19:18
ein info- und sammeltreffpunkt im xb-liebig, ab 13.00 uhr mit kaffee und kuchen

So viele Ergänzungen...

... 26.04.2005 - 19:32
...gibts sonst nur beim Thema Israel und auch die Qualität läßt gewisse Ähnlichkeiten erahnen. Was ist denn los? Habt ihr Typen an euren Rechnern in euren dunklen Zimmern einen Realitätsflash bekommen? Angst eure Privilegien zu verlieren? Macht ihr euch deshalb über "hässliche Frauen" lustig?
Ihr seid oberpeinlich und euer Geschreibsel ist nur Ausdruck eurer geistigen Armut! Fight sexism! Fight antisemitism! Fight racism!

was ist kommunikationsguerilla?

das letzte wort 26.04.2005 - 21:46
ein basisbestanteil von kommunikationsguerilla-aktionen ist die infragestellung von autoritäten. leute machen sich mit einem label oder einer unterschrift eine identität zu eigen, die etwas zu sagen hat. das ist übrigens rechtlich gesehen illegal. es sei denn ihr trickst ein bischen rum. das ist hier z.b. mit dem "eine forderung an die" geschehen, oder bei dem flyer mit dem "satire" unten in der ecke.
ganz konkret wird hier mit dem monopol der bvg gespielt . wenn die sagen, sie macht das und das, ist das halt so. natürlich hängt da noch mehr rechtliches dran, aber die bürgerInnen denken erstmal, oh so ist das also. das haben wohl die vielen männer, die jetzt bei "nichtinhaltliche ergänzung" stehen genauso wenig verstanden, wie den inhaltlichen anlass der ganzen geschichte.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Spassverderber.... — ra0105

zu viel kohle? — wurst

... — ...

rassistische aufkleber — gay communist

Faschistinnenpack — Heterosexueller Mensch

Schuss nach hinten — Wesen der Welt

Das erinnert mich — Berliner

übelste sorte — mir ist schlecht

@ gay communist — Gelangweilte

haha — mann

wie krass — einer

Transgender — ...

@Genderaktivist — ...

Hetzartikel — Sperrholz