Studierende laufen beim Hamburg-Marathon

Stefanie Streik 24.04.2005 13:35 Themen: Bildung
Kurz vor der Ziellinie tauchten bei dem diesjährigen Hamburger
Marathonlauf, 10 Studierende auf. Sie trugen T Shirts mit der Aufschrift:"Studierengebühren Stopp" und 2 Transparente mit gleicher Botschaft flatterten zwischen den LäuferInnen. Mit der spektakulären Aktion
wollten Sie auf die Diskussion um die Einführung von Studiengebühren aufmerksam machen.
Kurz vor der Ziellinie tauchten bei dem diesjährigen Hamburger
Marathonlauf, 10 Studierende auf. Dicht folgten sie dem diesjährigen gewinner "Julio Rey" und liessen sich auch nicht von Ordnern und wilden Fahrradstreifen davon abhalten in die Kameras und in die Ziellinie zu kommen. Sie trugen T Shirts mit der Aufschrift:"Studierengebühren Stopp" und 2 Transparente mit gleicher Botschaft flatterten zwischen den LäuferInnen. Mit der spektakulären Aktion
wollten Sie auf die Diskussion um die Einführung
von Studiengebühren aufmerksam machen. "Die Aktion war ein voller Erfolg, man konnte uns live im Fernsehen beobachten" sagte Stefanie Streik direkt nach der Aktion. " Von niemandem wurden Personailien aufgenomme, so dass wir direkt danach einfach von der Strecke gehen konnten."

Seit dem 26. Januar ist es, nach
Budesverfassungsgerichtsurteil, Sache der Bundesländer allgemeine
Studiengebühren einzuführen. Gesundheits- und
Wissenschaftssemator Jörg Dräger, Ph.D., strebt schon seit langer Zeit
innerhalb einer grundlegenden Hochschulreform, die Einführung von
zunächst 500 Euro Studiengebühren für alle eingeschriebenen Studierenden
pro Semester an. Längerfristik sollen es 2500 pro Jahr werden. In
anderen Staaten, in denen vor kurzem Studiengebühren eingeführt wurden,
Beispielsweise in Australien, gibt es bereits Erfahrungen mit einem
Gebührenmodell.
Eine Verschlechterung der Lehre und Forschung waren die Folge.
"Im Gegensatz zu der Behauptung von den Reformbefürworten ist die Einführung von Studiengebühren nicht ein Weg um für die Hochschulen eine
Steigerung der Qualität von Lehre und Forschung, zum Beispiel durch
bessere Betreuung und mehr Lehrpersonal, zu erreichen, sonder indirekt
den Haushalt zu entlassten.", meint Stefan Stark.
So zeigte sich, dass sich der Staat immer weiter aus der Finanzierung
der Hochschulen zurückzog und dass die entstehenden Lücken durch
Erhöhung der Studiengebühren beglichen wurden. Eine Maßnahme die ab
Wintersemster 2005/2006 auf die Studierenden der Universität Hamburg
zukommen soll ist ein neue Verwaltungsbebühr in Höhe von 50 Euro, die
genau die Summe im Haushalt der Hochschulen decken soll, die der Senat
künftig bei den Hochschulen einsparen will.

Die öffentliche Hand zieht sich immer weiter aus den Universitäten
zurück und der gesellschaftliche Einfluss von Sinn und Zweck der
Universität würde dadurch enorm verringert.
Zu befürchten sind ein größerer Einfluss von zukünftigen Sponsoren und
Konzernen, die durch Finanzmittel Mitbestimmungsrechte in Forschung und
Lehre verlangen könnten.
Studiengebühren sind durch keine Regelung "sozialverträglich", sondern
führen zu einer Ungleichbehandlung "reicher" und "ärmerer" Studierenden. Das auch in Australien erprobte Darlehnsystem sorgt dafür, dass einige
Studierende sich hoch verschulden müssen, hingegen Studierende die
sofort zahlen können noch einen Rabatt bekommen sollen. Studiengebühren
führten dort zu einem Rückgang des Anteils von sogenannten
"Bildungsfernenschichten", weil die drohende Schuldlast schlicht weg
abschreckend ist. Elitenbildung und eine neue Klasse "Begabter", weil
reiche Eltern wären die Folge.
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Ergänzungen

HH Abendtblatt betreibt Zensur

:.:.:.:.:.:.:.:.:.: 25.04.2005 - 17:00
Das Zieleinlaufsfoto von Julio Rey im Hamburger Abendblatt vom Montag würde eigentlich die protestierenden Studis im Hintergrund zeigen wenn nicht alles um den Läufer säuberlich weggeschnitten worden währe.Auch in dem Artikel ist die Aktion nicht mit einem Satz
erwähnt.Wie es mit dem Rest der Presse aussieht weiß ich nicht.

Zusammenfassung

jemand 26.04.2005 - 12:45
Bei der Fachschaft Soziologie an der Uni Freiburg gibt es mal wieder einen kleinen Überblick über die Proteste:

 http://www.soziologie.uni-freiburg.de/fachschaft/politik/maiproteste/

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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hamburg journal — wichtel

waaaaaaaaahnsinn — autonomer realschüler

zensur??? — gibt´s hier auch