Naziclique in der fränkischen Provinz

on off min max 30.03.2005 11:49 Themen: Antifa
Am vergangenen Osterwochenende führten Nazicliquen mehrere Szeneveranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmern durch. Per Autokonvoi ist der braune Mob dabei durch verschiedene Bundesländer getourt. Während die Nazis in Chemnitz und Fulda von starken Polizeikräften vor die Tür gesetzt wurden, hat ein Teil der österlichen Nazikarawane im nordbayerischen Oberaurach Station gemacht.
Etwa 200 kahlgeschorene gewaltbereite Rechte haben während ihres Aufenthaltes am Sonntag in der 4000-Einwohner Gemeinde den kleinsten Ortsteil Unterschleichach in Aufregung versetzt.
Einwohner berichten von betrunkenen und lärmenden Rechten, die in einem Gasthaus einer Nazimusikveranstaltung beiwohnten. Andere betroffene Bürger sprechen sogar von einem Ausnahmezustand in der Ortschaft. Kenner der Szene gehen davon aus, dass die Naziveranstaltungen vom Wochenende im Zusammenhang stehen. Die Zusammenkünfte der Rechten fanden vor dem Hintergrund des Haftantritts des Rechtsextremisten Manfred Röder statt.
In Unterschleichach mietete ein szenenaher Rechter Räumlichkeiten in einem Gasthaus zur Durchführung einer privaten Feier an. Nachdem die Nazis in Hessen und in den neuen Bundesländern dank der starken Polizeipräsenz ihre Veranstaltungen nicht durchführen konnten, schließen Beobachter nicht aus, dass die Ausweichmöglichkeiten im Hinterland vorsorglich geschaffen wurden. Unterschleichach liegt im östlichen Unterfranken zwischen Schweinfurt und Bamberg. Die Ortschaft liegt in der Nähe der Bundesautobahn A 70 an der Anschlussstelle Knetzgau. In der Naziszene ist es üblich, Kontakte kurzzeitig über SMS-Nachrichten herzustellen. Eintrittskarten für rechte Musikveranstaltungen werden schnell vorher an naheliegenden Raststätten verkauft.
Die örtliche Polizei hält sich mit Angaben zum Einsatz in Unterschleichach zurück. Dem Vernehmen nach waren die Behörden im Vorfeld von den Naziaktivitäten unterrichtet. Es seien vorläufig vier Personen festgenommen worden. Weiterhin habe man CD´s mit Nazimusik sichergestellt. Ferner seien verfassungsfeindliche Symbole beschlagnahmt worden. Die Nazikarawane habe aus rund 30 vollbesetzten privaten PKW´s bestanden. Ansonsten wollen die Behörden zur Stärke des Polizeiaufgebotes aus Ermittlungstaktik keine weitere Aussagen machen. Beobachter des Einsatzes sprechen von etwa 20 Einsatzfahrzeugen der Polizei. Die Veranstaltung sei von den Behörden lediglich beobachtet worden, ein offensives Einschreiten habe nicht stattgefunden.
Unterfranken entwickelt sich zu einer Hochburg der rechten Szene. Jüngste Ereignisse in Lohr am Main und Würzburg und frühere Veranstaltungen der Rechten in Burgpreppach, Ebern, Sand am Main und Kaltenbrunn untermauern die Beobachtung.
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Ergänzungen

Unterfranken

Der oder die Autorin 30.03.2005 - 12:06
Zudem sollten hierbei noch die rechten Umtriebe im Raum Aschaffenburg (ebenfalls Unterfranken) erwähnt werden, zu denen u.a. der "Widerstand Aschaffenburg" und der neonazistische Laden "Last Resort Store" in Mespelbrunn (der nun auch im Internet präsent ist) zählt.

Nazistrukturen den Nährboden entziehen!

Loklapresse lobt die Polizei

A. 30.03.2005 - 13:10
Die Lokalpresse lobt die Polizei dafür, daß sie das Nazikonzert geschützt hat:
"An der Veranstaltung in der Gaststätte, bei der eine Band auftrat, nahmen etwa 150 Personen überwiegend Skinheads teil. Dank der Polizeipräsenz verlief das Konzert ohne Zwischenfälle. Während der Veranstaltung haben sich keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass rechtsradikales Liedgut abgespielt wurde. Da nach Auffassung der Polizei der Rahmen einer normalen Geburtstagsfeier überschritten war und deshalb eine Anzeige bei der zuständigen Gemeinde erforderlich gewesen wäre, werden jetzt gegen einen Verantwortlichen Ermittlungen wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet."
www.swex.de/swex/news/detail.php?nr=5666&kategorie=news

KC Konzert

antifa 30.03.2005 - 15:06
Das war ein Konzert mit der rechten Hool-Gruppe "Kategorie C - Hungriege Wölfe". Das Konzert war knapp zwei Wochen auf ihrer Homepage angekündigt. Als Treffpunkt wurde ein Autohof an der Autobahn angegeben. Tags zuvor spielte KC in der Nazidisko in Mücka (Sachsen).

unwahrheiten

hasserfüllt 02.04.2005 - 23:19
wer stellt die behauptung auf, dass es ein nazi konzert war!!!!!!!
wer sagt, dass 150 gewaltbereite nazis anwesend waren!!!!!!!
wer sagt, dass die cd`s, die beschlagnahmt wurden, indizierte
wortwahlen enthalten!!!!!
wer sagt, dass betrunkene und lärmende rechte in der ortschaft marschiert sind!!!!!!!!!
wer sagt, dass es 20 einsatzwagen waren!!!!!!!!!!!!!
seit wann ist kategorie c eine rechte band!!!!!!!!!!!
seit wann sind hooligans rechts!!!!!!!!!

keine sau!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

sucht eure quellen woanders, die verlässlich sind und die stimmen!!!!
ihr lügner

wahrheiten

kategorie 05.04.2005 - 21:45
Die Nazi Band Katagorie C hat in Unterschleichach gespielt, dass Konzert war lange auf deren Internetseite angekündigt, die hiesiege Polizei spricht von einem harmlosen Auftritt.

Kategorie C

Hooligan-Band mit dem Sänger von ->Nahkampf, die 2001 u.a. auf einem Benefiz-Konzert mit ->Archivum (H), ->Solution und ->Blitzkrieg auftraten. Die Band veröffentlichte bisher sechs CDs sowie ein Lied auf dem am 30.12.2000 indizierten Sampler Die Deutschen kommen II (1998). Kategorie C ist die Polizei-Bezeichnung für gewaltbereite Hooligans.


Hintergrund

Die Bremer Gruppe Kategorie C fungiert als Schnittstelle zwischen Fußballfans und Neonazis.

Für den 11. Mai standen nicht nur das Endspiel im DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion und die »1. gemeinsame Demo aller deutschen Fußballfans« zum »Erhalt der Fankultur« am Alexanderplatz auf dem Programm. Auch hatte die Bremer Hooligan-Band Kategorie C [1] (KC) für den Vorabend ein Konzert im Volkshaus in Dallgow bei Berlin geplant. Anlass genug, das Funktionieren der Schnittstellen zwischen Fußball-Hooligans und Neonazis am Beispiel der Band KC einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

»Politik ist Politik, und Fußball ist Fußball.« Die Mitglieder der Hooligan-Band KC werden nicht müde zu betonen, dass sie eine unpolitische Gruppe seien. Ihnen gehe es nur um Fußball, Schlägereien und Saufen, schreiben sie auf ihrer Homepage: »Wer mit KC nichts anfangen kann soll sich verpissen. Wir werden weiterhin das machen was wir wollen. Wir lassen uns vor keinen Karren spannen«. [2]

Die Realität sieht anders aus. Der Karren, vor den die Band gespannt ist, heißt Rechtsrock. Mindestens zwei Mitglieder von KC spielen auch in der neonazistischen Band Boots Brothers [3] und der Blood & Honour-Vorzeigeband Nahkampf [4], deren erste CD den inhaftierten Neonazis Christian Worch, Gottfried Küssel und Gerhard Lauck gewidmet war und die zuletzt eine Split-CD mit der russischen Neonaziband Kolovrat - zu deutsch: Hakenkreuz - produzierte.

Aber auch die Band KC selbst schwimmt eindeutig in rechten Gewässern: Die neueste CD der Gruppe mit dem Titel »Hungrige Wölfe« ist bei dem Chemnitzer Label PC-Records erschienen, das zu dem neonazistischen Ladengeschäft und Versand Backstreet Noise [5] gehört und bei dem mittlerweile auch Nahkampf und Boots Brothers untergekommen sind. In guter Gesellschaft befindet sich KC auch auf dem Sampler »Die Deutschen kommen II«. Zu der indizierten Musiksammlung steuerten neben der Hooligan-Gruppe auch Bands wie Landser, Stahlgewitter und Nahkampf Songs bei.

In der offiziellen Geschichtsschreibung von KC kommen die Aktivitäten bei Nahkampf und Boots Brothers ebenso wenig vor, wie die nicht gerade rare Beteiligung an Konzerten mit eindeutig neonazistischem Hintergrund. Im vergangenen Jahr fand in Chemnitz ein Solidaritätskonzert für »Kameraden« statt, die »wegen des Vertriebes einer bestimmten CD einer bekannten Berliner Band (Anm. d. A.: vermutlich ist Landser gemeint) angezinkt wurden«. [6] KC traten hier zusammen mit der ungarischen B&H-Band Archivum, den Leipzigern Solution und der lokalen Hooliganband Blitzkrieg auf. Der tschechischen Band Judenmord, die auch auf dem Konzert spielen sollte, wurde die Einreise nach Deutschland verwehrt. Am 12. Januar spielten die »unpolitischen« Hooligans zusammen mit den Pfälzer Buben - einem Projekt der Macher des Mannheimer Neonazi-Fanzines Feldzug [7] - und den Berlinern Ascaris im Landgasthof Lochmühle im rheinland-pfälzischen Dreisen. Organisiert worden war das Event von Sascha Wagner, einem Mitglied des Landesvorstandes der Jungen Nationaldemokraten. [8]

In Bremen war für Anfang Februar ein Konzert mit der antirassistischen New Yorker Band Biohazard geplant. Nach Protesten von Antifaschisten bei dem Veranstalter wurde der Gig abgesagt. Auf der Homepage der Band hieß es dazu, dass der Schlagzeuger wegen Krankheit nicht spielen könne. Am 31. März spielten KC auf der Party zum 20.Geburtstag der Dortmunder Neonazi-Hooltruppe Borussenfront um Siegfried Borchardt. [9] Für Anfang Mai war ein Konzert in Lüneburg mit der Berliner Band Ascaris angekündigt; am 10. Mai sollte das gleiche Konzert in Berlin stattfinden. Für beide Konzerte war auch die Berliner Band Troopers als Support angekündigt, die jedoch ihre Teilnahme absagte, nachdem sie von den politischen Hintergründen ihrer Kollegen erfahren hatte.

Dass die Konzerte von KC fast ausschließlich von Neonazis dominiert werden, stört bloß einen kleinen Anteil der Fans der Gruppe. Kommentare wie »dann besuch nicht die Konzerte« oder »solange es untereinander keinen Streß gibt« sind gängige Antworten auf ein kritisches Hinterfragen der Aktivitäten der Band im KC-Internetforum. (Hannes Ritter)


1) »Kategorie C« ist die Polizei-Bezeichnung für gewaltbereite Fußballfans.
2) Rechtschreibung hier und in den folgenden Zitaten wie im Original.
3) Der Foiersturm Nr. 10, 2002.
4) www.wikingerversand.de, Agitator Records Liste Nr.01 / September 2001.
5) Antifaschistisches INFO-Blatt Nr. 55, 2002.
6) Rock Nord Nr. 70 / 71, 2001.
7) www.v7versand.de
8) blick nach rechts Nr.2 / 2002.
9) www.kc-die-band.de

[monitor Nr.5, Mai 2002]

 http://www.turnitdown.de/59.html

Nazis aus Aschaffenburg nun auch im Netz

Redneck 15.04.2005 - 11:34
ebenfalls Unterfranken, die Nazi Clique aus Aschaffenburg ist auch wieder im Weltnetz und hat sich gleich Unterstützung vom Last-Resort-Store geholt!
Unter  http://www.widerstand-mainfranken.de/aschaffenburg betreiben sie nun wieder eine Seite die nicht wie die letzte mit Nazi Zeiche vollgestopft ist.
"Jung,sozial,national!" ihr Motto auf der Seite.
PS: es gibt dort auch ein Gästebuch!!
NAZIS SMASHEN! Ein Strick, ein Baum...