Sozialisten mit Draht zum Massaker am 11. März
Was wussten Sozialisten und der Geheimdienst CNI von den Anschlägen des 11. März in Madrid? Die Sozialisten (PSOE) kommen unter Druck, weil ein führendes Mitglied direkten Kontakt zum Zirkel der islamistischen Attentäter vom 11. März hat. Fernando Huarte soll zudem seit 1992 Mitarbeiter des Geheimdienstes CNI sein.
Die spanischen Sozialisten (PSOE) kommen unter Druck, weil ein führendes Mitglied direkten Kontakt zum Zirkel der islamistischen Attentäter vom 11. März hat, die vor einem Jahr vier Vorortzüge in der Hauptstadt Madrid in die Luft gejagt haben. So ist es für viele erstaunlich, dass der Sozialist Fernando Huarte mehrfach ein Mitglied der algerischen Terrororganisation (GIA) im Knast besucht hat (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/9/9634/1.html). Noch auffälliger ist, dass die Kontakte zu dem radikalen Islamisten Abdelkrim Benesmail, Führer der in Katalonien verhafteten Zelle, nicht abgerissen sind, obwohl er zu den mutmaßlichen Planern der Anschläge mit 192 Toten und über 1500 Verletzten zählt (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16941/1.html).
Huarte hat Benesmail auch dann noch im Gefängnis besucht, nachdem bekannt war, dass dessen stellvertretender Führer der GIA-Zelle, federführend an dem Massaker beteiligt war. Allekema Lamari war zuvor über einen angeblichen „Richterfehler“ frühzeitig frei gekommen. (
http://www.elmundo.es/elmundo/2004/10/21/espana/1098372167.html) Er jagte sich mit anderen Beteiligten der Anschläge in die Luft, als ihre Wohnung im Madrider Stadtteil Leganes von der Polizei gestürmt wurde (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17133/1.html).
Die Tageszeitung El Mundo hat nun eine Erklärung für Huartes Verhalten vorgelegt, die einen Sinn ergeben. „Solvente Quellen“ im Geheimdienst (CNI) (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12315/1.html) wiesen ihn als Mitarbeiter des Geheimdienstes seit 1992 aus. Er sei „hoch geschätzt“ für Informationen über die Islamisten. Auch andere europäische Länder hätten seine Dienste beansprucht. (
http://www.elmundo.es/elmundo/2005/03/22/espana/1111496173.html)
Huarte bestreitet die Besuche nicht. Allerdings benötigte er einige Zeit um die Vorwürfe zu dementieren, er sei Geheimagent des CNI. Seine Besuche seien "humanitärer Art" gewesen. Offenbar brauchte er einige Zeit, um seine Partei für die Verteidigung zu mobilisieren. Die weiß angeblich nicht, ob er beim CNI beschäftigt ist und will es scheinbar auch nicht wissen. Sie hat das Ansinnen der Opposition abgelehnt, die Geheimdienstchefs vor den Untersuchungsausschuss zu laden. Die Begründung ist hoch interessant: Das Gesetz verbiete es, die Identität von Agenten aufzudecken. Da die Identität der Geheimdienstchefs bekannt sind, kann es sich also nur noch um Huarte oder Benesmail handeln, der auch gehört werden sollte. Wundern würde es niemanden, wenn es in dem Drama um die vielen Spitzel der Nationalpolizei und Guardia Civil nun auch noch ein paar CNI Agenten verwickelt wären. (
http://de.indymedia.org//2005/03/109089.shtml)
Auffällig ist auch, dass Huarte ausgerechnet in Asturien wirkt. Aus einer Mine in Asturien stammt der Sprengstoff für das Massaker, der zudem über diverse Spitzel der Sicherheitskräfte zu den Terroristen gelangte. Ob sich die PSOE nur schützend vor die Sicherheitskräfte stellt, wird also immer fraglicher. Handelt es sich um eine Form neuer „schmutziger Kriegsführung“, für die PSOE ja schon in den 80er Jahren stand? (
http://de.indymedia.org//2003/06/55371.shtml) Hat sie mehr zu verbergen, wie die Opposition vermutet? Die wirft den Sozialisten vor, ihren Wahlsieg drei Tage nach den Anschlägen dem Massaker zu verdanken. Auffällig ist, dass die PSOE nie eine Untersuchungskommission einleiten wollte und stets auf ihr schnelles Ende drägt. (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18257/1.html). Mit ihrer Mehrheit blockte sie auch Ermittlungen zum Sprengstoffdeal und der Spitzel ab und gab diverse Berichte nicht frei. So verging ein Jahr ohne Aufklärung (
http://www.heise.de/tp/tp/r4/artikel/19/19620/1.html).
Die konservative Volkspartei (PP) wird weiter die Beerdigung der Untersuchung zu verhindern suchen. Gegen ihre Stimmen hat die PSOE letzte Woche durchgesetzt, dass bis zum 19. April die Abschlussberichte gefertigt werden sollen. Vermutlich wird die vom CNI und der PP gut gespeiste El Mundo (
http://www.elmundo.es) weiter nachlegen. Bei der PSOE könnte das weit oben einschlagen, denn Huarte hat gute Drähte zur Chefetage. So zeigt die Zeitung ein Bild, auf dem er mit Joaquin Almunia zu sehen ist. Derzeit EU-Kommissar in Brüssel.
© Ralf Streck den 25.03.2005
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/9/9634/1.html). Noch auffälliger ist, dass die Kontakte zu dem radikalen Islamisten Abdelkrim Benesmail, Führer der in Katalonien verhafteten Zelle, nicht abgerissen sind, obwohl er zu den mutmaßlichen Planern der Anschläge mit 192 Toten und über 1500 Verletzten zählt (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16941/1.html). Huarte hat Benesmail auch dann noch im Gefängnis besucht, nachdem bekannt war, dass dessen stellvertretender Führer der GIA-Zelle, federführend an dem Massaker beteiligt war. Allekema Lamari war zuvor über einen angeblichen „Richterfehler“ frühzeitig frei gekommen. (
http://www.elmundo.es/elmundo/2004/10/21/espana/1098372167.html) Er jagte sich mit anderen Beteiligten der Anschläge in die Luft, als ihre Wohnung im Madrider Stadtteil Leganes von der Polizei gestürmt wurde (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17133/1.html). Die Tageszeitung El Mundo hat nun eine Erklärung für Huartes Verhalten vorgelegt, die einen Sinn ergeben. „Solvente Quellen“ im Geheimdienst (CNI) (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12315/1.html) wiesen ihn als Mitarbeiter des Geheimdienstes seit 1992 aus. Er sei „hoch geschätzt“ für Informationen über die Islamisten. Auch andere europäische Länder hätten seine Dienste beansprucht. (
http://www.elmundo.es/elmundo/2005/03/22/espana/1111496173.html) Huarte bestreitet die Besuche nicht. Allerdings benötigte er einige Zeit um die Vorwürfe zu dementieren, er sei Geheimagent des CNI. Seine Besuche seien "humanitärer Art" gewesen. Offenbar brauchte er einige Zeit, um seine Partei für die Verteidigung zu mobilisieren. Die weiß angeblich nicht, ob er beim CNI beschäftigt ist und will es scheinbar auch nicht wissen. Sie hat das Ansinnen der Opposition abgelehnt, die Geheimdienstchefs vor den Untersuchungsausschuss zu laden. Die Begründung ist hoch interessant: Das Gesetz verbiete es, die Identität von Agenten aufzudecken. Da die Identität der Geheimdienstchefs bekannt sind, kann es sich also nur noch um Huarte oder Benesmail handeln, der auch gehört werden sollte. Wundern würde es niemanden, wenn es in dem Drama um die vielen Spitzel der Nationalpolizei und Guardia Civil nun auch noch ein paar CNI Agenten verwickelt wären. (
http://de.indymedia.org//2005/03/109089.shtml) Auffällig ist auch, dass Huarte ausgerechnet in Asturien wirkt. Aus einer Mine in Asturien stammt der Sprengstoff für das Massaker, der zudem über diverse Spitzel der Sicherheitskräfte zu den Terroristen gelangte. Ob sich die PSOE nur schützend vor die Sicherheitskräfte stellt, wird also immer fraglicher. Handelt es sich um eine Form neuer „schmutziger Kriegsführung“, für die PSOE ja schon in den 80er Jahren stand? (
http://de.indymedia.org//2003/06/55371.shtml) Hat sie mehr zu verbergen, wie die Opposition vermutet? Die wirft den Sozialisten vor, ihren Wahlsieg drei Tage nach den Anschlägen dem Massaker zu verdanken. Auffällig ist, dass die PSOE nie eine Untersuchungskommission einleiten wollte und stets auf ihr schnelles Ende drägt. (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18257/1.html). Mit ihrer Mehrheit blockte sie auch Ermittlungen zum Sprengstoffdeal und der Spitzel ab und gab diverse Berichte nicht frei. So verging ein Jahr ohne Aufklärung (
http://www.heise.de/tp/tp/r4/artikel/19/19620/1.html). Die konservative Volkspartei (PP) wird weiter die Beerdigung der Untersuchung zu verhindern suchen. Gegen ihre Stimmen hat die PSOE letzte Woche durchgesetzt, dass bis zum 19. April die Abschlussberichte gefertigt werden sollen. Vermutlich wird die vom CNI und der PP gut gespeiste El Mundo (
http://www.elmundo.es) weiter nachlegen. Bei der PSOE könnte das weit oben einschlagen, denn Huarte hat gute Drähte zur Chefetage. So zeigt die Zeitung ein Bild, auf dem er mit Joaquin Almunia zu sehen ist. Derzeit EU-Kommissar in Brüssel. © Ralf Streck den 25.03.2005
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Stellungnahme der PSOE
Streck transportiert dabei die Propaganda der abgewählten ultrakonservativen "Partido Popular" des Ex-Ministerpräsidenten Aznar und zitiert ausschließlich aus dessen Sprachrohr, der Zeitung "El Mundo".
Um etwas Ausgewogenheit zu schaffen, habe ich eine Stellungnahme der PSOE herausgesucht:
Streck profiliert sich in letzter Zeit als entschiedener Gegner der spanischen Linksparteien PSOE und Izquierda Unida (Vereinigte Linke), die ebenfalls eine Stellungnahme zur Kampagne der Rechten abgegeben hat:
Ralf Strecks Aversionen gegenüber der spanischen Linken rühren offensichtlich daher, daß sowohl die PSOE als auch die Vereinigte Linke die völlige Loslösung des Baskenlands von Spanien ablehnen.
Auf Indymedia fiel Ralf Streck zuletzt im Dezember 2003 auf, als er tagelang bestritt, daß die Partei Batasuna ein Plakat mit einer europäischen Landkarte verbreitete, auf der "heim ins Reich" zu Deutschland nicht nur Österreich, sondern auch große Teile der Schweiz, das Elsaß und das nördliche Ostpreußen geholt wurden.
Belgien ist auf dieser Karte aufgeteilt auf die Niederlande und Nord-Frankreich (Südfrankreich ist ein eigener Staat), Luxemburg existiert überhaupt nicht mehr.
Streck gibt an, er lebe in San Sebastian/Donostia im Baskenland. Er fungiert als Gast-Autor für die "Junge Welt" und "Neues Deutschland", was einigermaßen erstaunlich ist, denn beide Zeitungen stehen der spanischen Linken nahe, die Streck wiederum wegen ihrer Positionen im baskischen Konflikt erbittert bekämpft - zum Beispiel mit der seltsamen Verschwöungstheorie in diesem Artikel.
Sehr seltsam, das alles ...
Spanische staatstreue Linke
Armer Irrer Zamorra
El Mundo hatte ja auch schon die Geschichte mit dem Sprengstoffdealer und die Sache mit dem "verschollenen" Tonband
Dein Hinweis auf das Plakat ist zeigt auch deine ganze Armseeligkeit. Es war Streck selbst, der die Sache berichtigt hat.
Streck, der sich konsequent in all den Jahren gegen die PP - Politik gestellt hat und über all deren miesen Geschichten berichtet hat vorzuwerfen, jetzt für die PP zu sein.... Für seine Arbeit musste er sich ja von Leuten wie dir schon gefallen lassen, für die ETA gearbeitet zu haben. Da ist zwar nichts dran gewesen, kann im Zweifel halt nur ein paar Tage Verhaftung, Folter inklusive bedeuten. Mann, lass dich einliefern. Er verschließt aber die Augen offenbar nicht davor, dass jetzt andere offenbar Dreck am Stecken haben.
Ich würde den Indys vorschlagen, solche Trollkommentare die noch dazu mit massiver Desinformation STaatsterroristen und Folterer wie die PSOE verteidigen rauszuwerfen.
Für welchen Dienst arbeitest du denn, Seierer der sich hier plötzlich Zamora nennt.
Wens wirklich Interessiert
Mir tut die arme spanisch-palästinensischen Vereinigung leid, dass sie offensichtlich einen Agenten als Chef hat. Wen sollte das wundern? Kennt man doch auch von irgendwoher, noch besser als die Unterwanderung ist es, bestimmte Strukturen sogar zu führen. Oder warum hatte gerade Steinmetz das Spinnennetz ins Leben gerufen? Nach deiner Logik könnte das deshalb kein VSler gewesen sein, dementiert hatte der nach seiner Enttarnung auch, das hatte auch Schickenrieder gemacht......
Wer also so blöd ist und glaubt, sowohl die Sozis oder der CNI würden das auch noch bestätigen ist entweder völlig naiv oder will verwirren und desinformieren. Das einfach als Propaganda der PP abzutun, zeigt entweder, dass man bestimmte Sachverhalte nicht begreift und nur Monochrom denkt, wenn Zamorra tatsächlieh ein linker wäre, was zu bezweifeln ist oder andere Interessen verfolgt. Vielleicht ist er ja genauso links wie Huarte, Steinmetz oder Schickenrieder.
Nur weil ne Information aus einer bestimmten Ecke kommt, ist sie nicht gleich falsch. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, was die PP und El Mundo damit will. Doch dass sich El Mundo traut, ohne Beweise die Regierung anzuschießen, das glaubst du doch selbst nicht. Bisher haben sie reichlich viel Material vorgelegt, hatte ja Paul oben schon auf das Band verwiesen. Dass El Mundo, was andere Sachen angeht, zum Teil wie gedruckt lügt, ist klar. Aber kein gefolterter Baske oder Einwanderer hat nach seiner Freilassung die Chance gegen die vorzugehen, die Regierung aber schon.
Macht sie aber nicht. Warum nur? Warum klärt sie die Hintergründe des Sprengstoffdeals nicht auf, warum will sie ständig die Kommission beenden, warum wurde sogar das Verfahren der Staatsanwaltschaft (allerdings als Ministerium der Regierung direkt untergeordnet) zum Sprengstoffklau in Asturien eingestellt? Wenns stimmte, wie der Staatsanwaltschaft dort sagt, dass es in der Mine keine Unregelmäßikeiten gab, woher wäre dann der Sprengstoff der Spitzel gekommen? Direkt aus den Schatzkammern der Guardia Civil oder der Nationalpolizei?
Klar, dass sind alles meine Erfindungen oder die von der PP oder El Mundo.
Der angeblich so linke Huarte wird sich nach der Enttarnung nun wohl von dem Posten zurückziehen. Dass man bei Indymedia nun für eine Partei wie die spanischen Sozis Werbung machen darf, die ja, wie von Txomin richtig festgestellt nicht nur für Folter, sondern auch für Todesschwadrone..... verantwortlich ist, darüber müssen sich die Mods und die Leser ein paar Gedanken machen.
Aber sag mir doch mal, warum Huarte denn ausgerechnet zu einem Führer der GIA im Knast Kontakt hat. Kau bitte nicht den Quatsch der "Humanitären" Nummer wieder, den er da auftischt. Kein Politiker geht zu einem aus humanitären Gründen in den Knast, der in den Massenmord vom 11. März verstrickt ist. Vor allem nicht nachher, aber eigentlich auch vorher nicht. Das kann dich schnell die Karriere kosten.
Wenn mich meine geographischen Kenntnisse nicht täuschen, dann liegt Palästina vermutlich auch nicht in Algerien und die GIA ist keine palästinensische Organisation. Das sind islamistische Massenmörder, die massenweise einfache Dorfbewohner abschlachtet. Wo liegt der Sinn solcher Besuche eines Chefs der spanisch-palästinensischen Vereinigung? Das ist die Frage die man stellen muss. Dass der Huarte auch noch darauf hinweist, es wäre nicht um die Kontakte zu ETA - Gefangenen gegangen, die der GIA Bursche da versucht hat, zeigt auch einiges. Denn danach hatte niemand gefragt. Das einiges darauf hinweist, dass es sich bei der ganzen Nummer um eine missglückte Unterwanderung der ETA gehandelt hat, oder den Versuch ihr ein Masssaker in die Schuhe zu schieben, um sie abzuservieren, dafür gibt es inzwischen Massenweise hinweise.
Nachdem es gescheitert ist, über den Nationalpolizeispitzel Toro der ETA den Müll anzudrehen, könnte der CNI den GIA Typ angeworben worden sein. Der kann das auch viel glaubhafter, als ein großmäuliger Drogendealer wie Toro aus Asturien, der sich für seine Tätigkeit als Spitzel aftverschonung erkauft hat. Hafterleichterungen, Haftverschonung bei Erfolg auf für die GIA-Zelle? Musste Lamari deshalb über einen Richerfehler aus dem Knast, damit er draußen die Aktion führen kann, allerdings dann was anderes mit dem Sprengstoff gemacht hat? Komisch, den Richtern die den Massenmördern frei gelassen haben, ist nichts passiert. Die Richter, die sich am Nationalen Gerichtshof gegen absurde Anklagen Garzons gestellt haben, wurden abserviert, weil sie angeblich einen Drogenboss laufen ließen, wobei das nicht mal ihr Fehler war, wie sich nachher rausgestellt hat. Klingt alles reichtlich spanisch. Seltsam ist nur dein Verhalten.
PSOE fordert Veröffentlichung von Tonbändern
Offensichtlich wurden bei allen drei Besuchen im Knast die Gespräche aufgezeichnet.
Die PSOE will damit beweisen, daß Huarte mit dem Gefangenen auf keinen Fall über die Terroranschläge vom 11. März 2004 in Madrid gesprochen hat.
Letzteres unterstellen die rechtskonservative Oppositionspartei "Partido Popular (PP)", die ihr nahestehende Tageszeitung "El Mundo" und der Artikelschreiber Ralf Streck (unter verschiedenen Namen).
Zwei der Besuche fanden vor den Anschlägen statt, als noch die PP unter ihrem Anführer Aznar die Regierung stellte.
Strecks Unterstellung, die spanischen Sozialisten und die PP seien Jacke wie Hose, wird zum Beispiel dadurch widerlegt, daß die Sozialisten, glaubwürdigen Medienberichten zufolge, sofort nach ihrem Wahlsieg die spanischen Soldaten aus dem Irak abgezogen haben.
Das scheint Streck übersehen zu haben. Oder es ist ihm egal.
Der Autor unterscheidet auf der iberischen Halbinsel ohnehin nicht zwischen Links und Rechts, sondern zwischen Baskisch und Nicht-Baskisch.
Rechte baskische Parteien stehen ihm näher als linke spanische.
Wir glaubens dann auch....
Witzig ist, dass mein Freund Zamorra auf die Frage - CNI auch gar nicht mehr eingeht.
Der Druck auf die PSOE nimmt weiter zu
Und Zamorrazo. Die PSOE wollte die Bänder nur im geschlossen Kreis anhören. Warum nur, wenn da nur über "humanitäres" geredet wurde. Die ERC, die für mit der IU den Sozialisten an der Regierung hält, will nun die Bänder aber offen im Ausschuß hören, könnte also noch lustig werden, wenngleich da ohnehin nicht viel zu hören sein wird, wenn Huarte nicht völlig bescheuert ist.
Als hätte ich es nicht schon vermutet....
Klingelts vielleicht oder gehörst du auch zur Huarte Fraktion Zamorra.
Info statt wilden Theorien und Beleidigungen
(Vom Radiosender "Cadena Ser")
Nun stellt sich heraus: Die Bänder von den zwei Besuchen, die noch zur Regierungszeit der rechtskonservativen "Partido Popular (PP)" stattfanden, wurden gelöscht bzw. überspielt - und zwar auf eine Anweisung des damaligen Innenministers Ángel Acebes hin, der heute Generalsekretär der PP ist. (Der Korrespondent Ralf S. hat leider vergessen, dieses nicht ganz unwichtige Detail zu erwähnen, weil er die Löschung nicht der PSOE ans Bein binden kann.)
Vorhanden dagegen ist das Band von einem Besuch acht Monate nach dem Regierungswechsel, in dem sich die beiden vor allem über einen Besuch von Huarte in Israel unterhalten sollen.
Der Grund für die Löschung der ersten beiden Bänder war nach Angaben der damals Verantwortlichen, daß man beim Abhören feststellte, daß ihr Inhalt "irrelevant" sei.
Für die PP (und ihr wohlgesonnene deutsche Spanien-Korrespondenten) ist diese Entwicklung eine Riesen-Blamage, denn die PP muß jetzt erklären, warum sie so wild auf die Veröffentlichung von Tonbändern war, die unter ihrer eigenen Ägide wegen irrelevanten Inhalts vernichtet wurden.
Links dazu:
(Der Originaltext von "El Pais"; evtl. gesperrt)
(Ein Artikel von "Cadena Ser" mit ausführlichen Zitaten aus "El Pais")
Routinierte Verschwörungstheoretiker wird das alles aber wenig beeindrucken, denn wenn nun auch das dritte Band wieder nichts Relevantes enthält, ist damit nach ihren Lehrsätzen endgültig bewiesen, daß der Inhalt höchst relevant sein muß, denn Huarte und Bensmail wußten, daß ihr Gespräch mitgeschnitten wird und haben deshalb absichtlich nichts Relevantes gesagt.
Die V.-Theoretiker haben (siehe oben) auch bereits Versionen vorbereitet, nach denen Bensmail und Huarte sich über Zettel, Geheimsprache oder rhythmisches Augenblinzeln verständigt haben.
Möglicherweise müßte man solche Tonbänder auch rückwärts abspielen.
Daß Huarte bestreitet, für den Geheimdienst zu arbeiten, ist ja auch, nach Meinung von Ralfi S. jedenfalls, der unumstößliche Beweis dafür, daß er für den Geheimdienst arbeitet, denn Geheimdienstler bestreiten immer, daß sie Geheimdienstler sind, wodurch man sie ganz leicht als Geheimdienstler erkennen kann.
Für wens ne Blamage wird....
Ich dachte immer der Geheimdienstausschuss behandele Fragen des Geheimdienstes. Naja, wieder mal so ne Erfindung von mir.
Allen ist klar, dass der U-Ausschuss angesagt ist. Mist, denn der ist öffentlich und dann würde Huarte wohl auch offiziell enttarnt. Scheinbar hat er sogar so viel beim letzten Besuch mit dem GIA-Killer zu verstehen gegeben, dass man daraus noch einiges ablesen kann, was man der Öffentlichkeit besser vorenthält.
Aber es wird ja eng für die Sozis, da ja auch andere Parteien ihre Vertuschungsspielchen offenbar nicht mehr mitmachen wollen. Und die Blockkonfration, die ohnehin nur an der Frage besteht, de PP-PSOE nicht mehr mitmachen wollen und endlich auf den Inhalt gucken. Leider bis auf die IU, die unter Llamazares wohl eh ihrer Beerdigung entgegen sieht.
Im übrigen Rede ich mit den Leuten.
Von wegen Kampagne gegen die IU und derlei Unfug. Allerdings bilde ich mir meine Meinung nachdem ich alle Seiten höre.
Jedenfalls stinkt der Inhalt und die Geschichte mit Huarte so gewaltig, dass man schon ganz schon tumb sein muss, um das nicht zu sehen. Du solltest mal deinen Spruch ernst nehmen und tatsächlich Infos bringen als nur die Propaganda der PSOE oder deren Sprachrohr El Pais.
Ohnehin geht es da zwischen PP und PSOE im wesentlichen nicht um die Wahrheit sondern um die Macht. Das sollte man nicht vergessen. In den wesentlichen Fragen, Ökonomie oder was die baskische oder katalanische Frage angeht, sind sich die beiden Parteien der spanischen Nationalisten ja ohnehin einig.
Einmal hast du Recht....
Das macht die PNV aber genausowenig zu Linken wie die spanischen Sozis welche sind. Die Verbieten Parteien und Organisationen reihenweise, Foltern und Morden...... Man sollte die Sachen nur richtig im Kontext analysieren. Mir ist das doch völlig egal ob jemand Baske ist oder nicht. Nur objektiv gibt es hier eben wirklich noch eine starke Linke, gegen die deine Sozis mit allen Mitteln zu Felde ziehen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@Txibato — Teo