Yorck59 besucht Stadtforum Berlin 2020

Veranstaltungsbesucher 19.03.2005 19:56 Themen: Freiräume Soziale Kämpfe
18.03.05 - Einer Veranstaltung des Stadtforum Berlin 2020 zu „Perspektiven einer sozialorientierten Stadtentwicklung“ wurde von Aktivisten der Yorck59 besucht….
„Fürsorgen oder Spielräume öffnen?
Perspektiven einer sozialorientierten Stadtentwicklung

Staat und Gesellschaft befinden sich in einer tiefgreifenden Umbruchphase, die von einer zunehmenden sozialen Polarisierung und räumlichen Segregation begleitet wird. Versagt die Stadt als "Integrationsmaschine"? Wer übernimmt Verantwortung? Auf welche Ziele kann man sich verständigen? Was sind die Rollen und Aufgaben des Staates, der Stadtentwicklungspolitik? Diese Fragen stellt die dritte Veranstaltung des Stadtforum Berlin 2020 zur Diskussion.“
( http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/forum2020/de/sozial.php)

So lautete der Titel einer Veranstaltung, welche Freitag, den 18.03.05, im Tränenpalast stattfand. 4 AktivistInnen aus der Yorck59 ließen es sich nicht nehmen, ihren Senf dazuzugeben. Auf dem Podium war unter anderem Senatorin für Stadtentwicklung Junge-Reyer.

Mit dem Verteilen von Yorck59-Zeitungsbeilagen und einem Transparent mit der Aufschrift „Keine Räumung Nie! – Yorck59 bleibt“ machten sie auf sich aufmerksam. Von der Moderation der Veranstaltung wurde Angeboten aufs Podium zu kommen und was zu der Situation der Yorck59 zu erzählen, welche Möglichkeit dann auch genutzt wurde. Es wurde über die Situation im Haus, über die Ratshausbesetzung in Kreuzberg/Friedrichshain und über die Rolle der PolitikerInnen in der Stadtumstrukturierung. Es wurde betont, dass aktuell hierbei nur das Interesse der Großinvestoren eine Rolle spielt und in keiner Weise mit dem Wort „sozial“ zu verbinden sei.
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Ergänzungen

Presseerklärung vom 21.03.05

Presseerklärungssammler 21.03.2005 - 19:02
Presseerklärung vom 21.03.05

Nach Gespräch mit Körting - Hausprojekt Yorck59 weiterhin von Räumung bedroht



Heute am 21.03.05 fand um 12.00 Uhr im Kreuzberger Rathaus in der Yorckstraße 4 11
das anderthalb stündige Gespräch zwischen VertreterInnen des Hausprojektes Yorck59,
Innensenator Körting (SPD), Baustadtrat Schulz (Grüne), MdB Ströbele (Grüne), MdA
Zillich (PDS) und einem Vertreter des Liegenschaftsfonds statt. Der Gesprächstermin
wurde in Folge von Aktionen u.a. der Besetzung des Rathauses am 18.3.05 durch
BewohnerInnen und UnterstützerInnen der Yorck59 erwirkt.

Die VertreterInnen des Hausprojekts Yorck59 und der politischen Initiativen (u.a.
Antirassistische Initiative) stellten folgenden Forderungen an die Bundes- und
LandespolitikerInnen:

Sicherung des langfristigen Projekterhalts; Räumungsstopp, bis eine politische
Lösung gefunden ist; Rücknahme aller Klagen und Einstellung aller Schikanen gegen
BewohnerInnen und politische Initiativen; Weitere Ersatzobjektangebote aus dem
Liegenschaftsfond an den Besitzer, Marc Walter; Übernahme von politische und soziale
Verantwortung von Seiten der PolitikerInnen.

Als mögliche Lösung wurde ein Ringtausch diskutiert d.h. dass Walter von Seiten des
Liegenschaftsfonds ein entsprechendes Ersatzobjekt erhält, und die Yorck59 ihren
geplanten Selbstkauf mit dem Liegenschaftsfond verhandelt. Schulz und Ströbele
schlugen verschiedene Modelle vor, um diesen Tausch zu ermöglichen. Als Ergebnis
kann festgehalten werden, dass von Senatsebene zugesagt wurde, weitere
Verhandlungsgespräche mit Walter zu führen.

Das Hausprojekt Yorck59 sieht weiterhin eine politische Lösung als die einzig
mögliche, um das Projekt zu erhalten. Die Suche nach einer friedlichen Lösung der
Auseinandersetzung , muss vor allem Marc Walter in die Verantwortung nehmen, weil er
mit dem Kauf der Yorck59 die derzeitige Auseinandersetzung verursacht hat.

Weitere Gespräche werden folgen.

Yorck59 bleibt, basta!

Mit freundlichen Grüßen die BewohnerInnen und Initiativen der Yorck59