Luxushotels im Fadenkreuz

Zeitungsleser 10.03.2005 12:26 Themen: Soziale Kämpfe
Der Widerstand gegen das geplante Hotel im Hamburger Schanzenpark wird zunehmend militanter. Nach den Anschlägen vor einer Woche will die Polizei nun sämtliche Hotelanlagen der Hansestadt verstärkt patroullieren.
Letzte Woche fanden in der selben Nacht Anschläge an verschiedenen Orten statt, die allesamt gegen ein Hotel im Wasserturm gerichtet waren.

In Lübeck wurde die Fassade des dortigen Mövenpick-Restaurants Opfer der Attacken. Dabei verfolgte ein Mövenpick-Angesteller zwei mutmaßliche Täter bis in die Innenstadt, so dass die Polizei diese festnehmen konnte (  http://www.luebecker-nachrichten.de/news/archiv/?id=1601707&dbci=2&search=hotel ). In der selben Nacht wurde in Hamburg das Privathaus von Harald Boberg (u.a. Aufsichtsrat der Patrizia AG)
eingefärbt sowie das (für den Deal zustaendige) Bezirksamt Eimsbüttel angefriffen.

Parallel dazu wurden Anschläge gegen ein Golfhotel im Hamburger Norden sowie wohl auch gegen ein Hotel in der Elbchaussee (  http://www.mopo.de/nachrichten/101_politik_76036.html ) begangen. Die für diese beiden Taten verantwortlich zeichnende Gruppierung hat nun ein Bekennerschreiben an die Presse versendet, in dem sie ankündigt weitere Luxushotels der Stadt anzugreifen, um den Ruf der Stadt zu schädigen. (  http://www.mopo.de/nachrichten/101_politik_76036.html )
Die Polizei und der Verfassungsschutz nehmen die Drohungen ernst. Nachdem zunächst davon abgesehen werden sollte weitere Hotels zu schützen (  http://www.abendblatt.de/daten/2005/03/05/406849.html ) werden nun bis auf Weiteres verstärkt Hotels und andere anschlagssensible Orte und Plätze in der Stadt beobachtet.

Von der eigens gegründeten fünfköpfigen Sonderermittlungsgruppe ist bis dato noch nichts neues ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, es ist aber wohl damit zu rechnen, daß diese nicht nur der Optik wegen eingeführt wurde sondern demnächst mit intensiven, öffentlichkeitswirksamen Fahndungen beginnt.

Weitere Informationen u.a. unter  http://www.schanzenturm.de/
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Ergänzungen

Nicht notwendig militant

36erz 10.03.2005 - 13:24
In Berlin gibts die Erfahrung, daß die Polizei und die loyalen Medien (unter CDU war das besonders die Berliner Morgenpost (Springer) und heute unter SPDS ist es eher die Berliner Zeitung) gerne Kampagnen um angebliche linke Terrorplanungen lostritt, wenn eine Repressionswelle in Planung ist. Darüber hat schon Ton Steine Scherben gesungen ("Schnell können 10 leere Flaschen Wein 10 Mollies sein" oder so). Oft erwiesen sich die Terrormeldungen etwas später als Erfindungen vom Staatsschutz - allerdings erst nachdem die Repression gelaufen ist. Insofern solltet Ihr Euch drauf vorbereiten, daß der Hamburger Senat was gegen die die Proteste gegen das Hotel was Übles in Planung hat...

Mein Eindruck

icke 11.03.2005 - 20:39
Mir kommt das Komplettpaket, welches in der Mopo – „Hamburgs erfolgreichster Schülerzeitung“ (übrigens ein Zitat aus Mopo nahestehenden Kreisen!) - vom Montag, den 07.03.2005 auf Seite 12 und 13 (als eine Seite zu betrachten!) geboten wird ebenfalls recht dubios vor.

Hier noch einmal die Schlagzeilen, natürlich mit z.T. „Angst und Schrecken“ Fotos.

1.Wasserturm
2000 Beamte FÜR (!) Demo
Protest gegen Hotel-Neubau im Schanzenpark

2. ...und ihn ließ die Polizei im Stich
Staatsschutz-Panne: Boberg „vergessen“

3. Bomben-Anschlag auf Reihenhaus
Langenhorn: Wer hasst die Besitzerin (76) so sehr?
....wäre ich in diesem Moment zur Toilette gegangen, hätte es mich in Stücke gerissen...
....die hatten einfach kein benehmen, lasen rechtsradikale Magazine und trugen manchmal Springerstiefel...

4. „Braune Infos“
Schneebälle gegen Neonazis

5. Kiez
Messerstecherei
- Not-Operation für Jugendlichen

6. Weltmacht mit drei Buchstaben?
„ICH“

In den darauffolgenden Tagen fährt die Mopo einen Feldzug über den „wahren Jacob“ in der Elbchaussee:

Mopo 08.03.2005 S.9
Bekennerbrief nach Anschlag

Mopo 09.03.2005 Seite 12+13 (eine Seite!)
Immer mehr Frauen saufen, 30.000 Cannabis-Abhängige

Gegner des Wasserturmhotels planten : Anschlag aufs „Jacob“ - Jagd die Reichen

Jetzt leidet der Terrorkampf
(im Text geht es um die Anhebeung der Rettungsdienstgebühren: statt 1,09 Euro nun 127,50 ?)

Mopo 10.03.2005 S.8+9
Klassenkampf!
Alle Luxus-Hotels im Visier der Autonomen
Militante kündigen neue Anschläge an, um Hamburgs „guten Ruf zu beschädigen“
Tourismuschef entsetzt / Herbergen überprüfen ihre Sicherheitskonzepte.

Anmerkung&Zitat aus dem sogenannten Klassenkampf-Artikel
Gelassen ist eigendlich nur einer, nämlich Sebastian Heinemann vom „Atlantic“, dem Stammdomizil von Udo Lindenberg: „Was will man machen, wenn die kommen? Da ist Schutz kaum möglich“

Gelassen sind ebenfalls WasserturmaktivistInnen rund um den Schanzenpark, denn sie führen möglicherweise einen ehrlichen und fairen Kampf für den Erhalt eines Naherholungsraums im Herzen der Stadt Hamburg und werben weiterhin für Lockerungsübungen in einer scheinbar festgefahrenen Situation.
Ziel ist eine parkverträgliche Nutzung des Wasserturm und keine Messeerweiterung bis tief in den Schanzenpark durch ein Mövenpick-Luxus-Resort.

Meiner persönlichen Ansicht nach ist es ein Skandal in der Stadt, dass den „ehrenwerten anonymen Patrizianer“ aus Augsburg die Möglichkeit gegeben wurde POLITIK IN DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG ZU BETREIBEN ! -

Hier sollten fleissige und ehrenhafte Journalisten und Dienste noch einmal genausten Tiefenuntersuchung betreiben.
Ein Gedankensprung ohne Grundlage:
Die Patrizia AG - ein der CDU nahestehender „schill“ernder Dukatenesel? – Noch keine Indizien?
Kurz nach der Bürgerschaftswahl 2001 in Hamburg und somit dem Wechsel von Topmangager Dr.Wolfgang Peiner aus der Versicherungsbranche in den Hamburger Senat, baute das Augsburger Unternehmen Patrizia ihre Struktur um und firmierte von nun an als AG.
 http://augsburgerallgemeine.de/Home/sptnid,3_regid,2_arid,26813.html
 http://augsburgerallgemeine.de/Home/sptnid,3_regid,2_arid,117860.html

3. Dezember 2001 (MA-Journal) - Auf dem CDU-Parteitag in Dresden wird Generalsekretär Laurenz Meyer mit 90 % der Stimmen im Amt bestätigt. Zum neuen Schatzmeister der CDU und Nachfolger Ulrich Cartellieris wird mit 98,7 % der Stimmen der Hamburger Finanzsenator Wolfgang Peiner gewählt.
 http://www.ftd.de/db/mu/8295993.html?nv=se


Harry fahr den Wagen vor!

Horst 11.03.2005 - 22:02
Hearing only bad news from Augsburg – WHY? -
Im Aufträge einholen scheinen sie ja Profis zu sein die fleissigen Augsburger.



POLIZEI | 03.01.2005
Bayerische Verhältnisse nun auch in Hamburg
FRANK RESCHREITER

Augsburger Firma liefert blaue Uniformen für Hamburgs Polizei

Da schau her! Bei der Hamburger Polizei schleichen sich bayerische Verhältnisse ein: Jackets und Hosen der neuen blauen Uniformen, mit denen die Beamten von der Waterkant ab Mai auf Streife gehen werden, stammen doch tatsächlich von den "Bazis" - sie werden von der Augsburger Koppe AG geschneidert.


Doch wer dahinter einen geschickten Schachzug von Innensenator Udo Nagel (parteilos) - selbst waschechter Bayer - vermutet, liegt daneben: Das Augsburger Unternehmen hatte schlicht die Ausschreibung zur Herstellung der von Star-Designer Luigi Colani entworfenen Uniform gewonnen. Und außerdem steckt ja bekanntlich Ex-Innensenator Ronald Schill hinter dem Projekt. Der hatte die alte 1973 entworfene schlammgrüne Uniform als "Kartoffelsack" verspottet - und die Umstellung auf Blau lautstark initiiert.

Das kostet zwar stolze 1,7 Millionen Euro, doch Hamburgs Polizisten freuts: Schließlich gilt das Auslaufmodell intern als hässlichste Uniform Europas, die vom Tragekomfort einer Rüstung ähnelt. Folge: Im Sommer schwitzen die Beamten, im Winter frieren sie.

Damit ist es in den strapazierfähigen blauen Uniformen vorbei, wie erste Tests bewiesen haben. "Wir machen hier Kleidung auf dem Niveau eines guten Anzugs", sagt Koppe-Chef Manfred Koppenhauser. In der Augsburger Zentrale (18 Mitarbeiter) wurden Muster von jedem Modell geschneidert und die Schnitte perfektioniert, produziert wird in Rumänien.
 http://archiv.mopo.de/archiv/2005/20050103/nachrichten/hamburg/panorama/hmp2005010219012656.html


Stinke-Spray gegen Tauben
SANDRA SCHÄFER
Hamburg setzt auf »Geheimwaffe« aus Augsburg

Netze, Spikes und sogar Stromstöße haben wenig genützt - Hamburg hat immer noch 25000 Tauben, die unsere schönen historischen Gebäude mit ihrem aggressiven Schiet bombardieren. Jetzt soll eine neue Wunderwaffe im Kampf gegen die "Ratten der Lüfte" getestet werden: die Bitter-Bombe "Colomba NT". Erster Einsatzort wird der Innenhof des Museum für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz sein. Das Problem: Das Sprühzeug dünstet so bitter aus, dass auch Menschen würgend das Weite suchen.


Die neue Geheimwaffe aus der Sprühdose - entwickelt wurde sie von der Reinigungsfirma Lignotex in Augsburg. Und dort wird sie als ganz harmlos bezeichnet. Lignotex-Chef Herbert Hasl: "Das Mittel ist ein hochkonzentrierter, natürlicher Bitterstoff." Er wird auf Fassaden und Fensterbänke aufgesprüht. "Beim Atmen bekommen die Vögel einen ganz bitteren Geschmack im Schnabel und das vertreibt sie", so Hasl. Und da Tauben ein gutes Gedächtnis hätten, würden sie diese Plätze in Zukunft meiden. Erfolgsquote laut Hasl: 70 Prozent.


Der ganz große Haken an der Sache: Das Mittel bleibt nicht nur Tauben im Gedächtnis! Als erste Stadt hat Augsburg "Colomba NT" eingesetzt - und die Mitarbeiter erinnern sich, als wär es gestern gewesen. "Die haben behauptet, ich wolle sie vergiften", schmunzelt Augsburgs Taubenfachmann Roland Baarth über die Resonanz seiner Kollegen. Er hatte das Spray auf den Fensterbrettern eines Gebäudes der Stadtverwaltung aufgebracht. Auch vor dem Fenster von Pressesprecherin Claudia Gutmann: "Das war so übel, es hat brutal bitter geschmeckt und gerochen wie in einer Farbenfabrik." Ihr Resümee: "Die Tauben waren eine Weile weg. Aber mir sind die Vögel lieber, als dieser Gestank."


Auch die kleine Gemeinde Lauingen in Bayern hat ihre Erfahrungen mit "Colomba NT". Josef Mang vom Stadtbauamt: "Das gibt beim Einatmen einen ganz ekelhaft bitteren, ätzenden Geschmack auf der Zunge." Dort wird das Mittel nur noch auf dem Rathausdach angewandt. Da müsse es ja niemand einatmen. Mang: "Außer den Mitarbeitern, die das Spray alle sechs Monate zur Auffrischung auftragen müssen."


Am Alsteranleger am Rathausmarkt sitzen die Tauben oft zu hunderten - und werden sogar noch gefüttert!
 http://archiv.mopo.de/archiv/2004/20041008/nachrichten/hamburg/panorama/hmp2004100719272939.html



Offene Fragen an Mövenpick... und wiederum führen die Wege nach Augsburg

Warum stellte - auch - ein Mövenpickmangager im Jahre 1999 die Kaution in Höhe von ca. 2,25 Millionen Mark für den Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber, um seine Auslieferung nach Augsburg zu verhindern....
Quelle: Allein gegen Kohl, Kiep & Co.
Die Geschichte einer unerwünschten Ermittlung
Goetz, Neumann, Schröm
S. 135
Während der Augsburger Staatsanwalt Winfried Maier im Jahre 1999 fieberhaft am Auslieferungspapier arbeitete, gewann Schreibers Anwalt Eddy Greenspan in Kanada die erste Runde. Bei einer Anhörung in Toronto gelang es ihm, seinen Mandanten gegen eine Kaution von 1,5 Millionen kanadische Dollar (ca. 2,25 Millionen Mark) aus dem Gefängnis zu holen. Das Geld zahlten seine Frau Barbara, ein Mövenpick-Manager und Schreibers politische Freunde in Kanada, der ehemalige Finanzminister...
 http://schanzenturm.chicago107.server4free.de/viewtopic.php?t=496

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Narrenhände... — Ali

Gegen Luxushotels — spartakist

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hm augsburg — hagbart celine