Elektronische Personalausweise geplant
Nachdem die elektronische Gesundheitskarte, mit der es möglich sein soll Rezepte und Patientendaten auszutauschen, 2006 sicher kommen wird, hat die Bundesregierung heute beschlossen elektronische Chipkarten auch in anderen Lebensbereichen einzuführen.
Neben der Gesundheitskarte sind für die Zukunft auch elektronische Personalausweise geplant. Diese sollen sowohl eine "qualifizierte elektronische Signatur" [1] bieten, als auch die "Authentizierung" [1] des Besitzers ermöglichen. Ob die Personalausweise jetzt auch mit biometrischen Merkmalen, wie es bei Reisepässen der Fall ist, ausgestattet werden ist nicht bekannt.
Aufgabe der Karte ist es dabei u.a die "Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft als auch zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der öffentlichen Verwaltung, des Arbeits- und Sozialwesens sowie des Gesundheitswesens" [1]. Dazu soll es zu einer digitalen Übermittlung von Daten zwischen Arbeitgebern und Finanz-, Sozial-, oder Arbeitsämtern kommen. Außerdem sollen Daten die über Sozialleistungen entscheiden künftig an zentraler Stelle gespeichert werden.
Mit elektronischen Personalausweisen und einer zentralen Speicherung von Daten aus den Verwaltungen bieten sich dem Staat optimale Möglichkeiten zur Überwachung der Menschen. Schon jetzt ist es den Verwaltungen möglich in den Stammdaten der Banken zu suchen, und damit zu erfahren wer wo noch ein Konto hat. Mit der Einführung von "eGovernment", "elektronischen Steuererklärungen" usw. kann dann jeder Verwaltungsbeamte auch in den Datenbeständen aller anderen Verwaltungen suchen und diese Kombinieren, z.B. aus Einwohnermeldeämtern, Finanzämtern, Sozialämtern....
Da man sich bei Gesundheitskarte und elektronischen Personalausweis auf "gleiche Standards" festlegen will, kann es in Zukunft möglich sein, dass man mit einer Personen-Kennzahl nicht nur alles über die finanzielle und soziale Lage einer Person erfahren kann, sondern auch über seine medizinischen Zustand und seine Vorgeschichte.
Die Bundesregierung möchte dies natürlich alles auf einem "hohen Datenschutzniveau" durchführen. Wenn man sich allerdings verschiedene IT- Großprojekte anschaut sieht man schnell, dass dabei kaum auf Datenschutz geachtet wird, und manchmal noch weniger auf Sicherheit der Systeme [2].
Quellenangaben:
[1] eCard-Strategie der Bundesregierung
http://www.bundesregierung.de/-,413.799497/artikel/eCard-Strategie-der-Bundesregi.htm
[2] Sicherheitsanalyse von IT-Großprojekten der öffentlichen Hand
http://www.ccc.de/congress/2004/fahrplan/event/307.de.html
Aufgabe der Karte ist es dabei u.a die "Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft als auch zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der öffentlichen Verwaltung, des Arbeits- und Sozialwesens sowie des Gesundheitswesens" [1]. Dazu soll es zu einer digitalen Übermittlung von Daten zwischen Arbeitgebern und Finanz-, Sozial-, oder Arbeitsämtern kommen. Außerdem sollen Daten die über Sozialleistungen entscheiden künftig an zentraler Stelle gespeichert werden.
Mit elektronischen Personalausweisen und einer zentralen Speicherung von Daten aus den Verwaltungen bieten sich dem Staat optimale Möglichkeiten zur Überwachung der Menschen. Schon jetzt ist es den Verwaltungen möglich in den Stammdaten der Banken zu suchen, und damit zu erfahren wer wo noch ein Konto hat. Mit der Einführung von "eGovernment", "elektronischen Steuererklärungen" usw. kann dann jeder Verwaltungsbeamte auch in den Datenbeständen aller anderen Verwaltungen suchen und diese Kombinieren, z.B. aus Einwohnermeldeämtern, Finanzämtern, Sozialämtern....
Da man sich bei Gesundheitskarte und elektronischen Personalausweis auf "gleiche Standards" festlegen will, kann es in Zukunft möglich sein, dass man mit einer Personen-Kennzahl nicht nur alles über die finanzielle und soziale Lage einer Person erfahren kann, sondern auch über seine medizinischen Zustand und seine Vorgeschichte.
Die Bundesregierung möchte dies natürlich alles auf einem "hohen Datenschutzniveau" durchführen. Wenn man sich allerdings verschiedene IT- Großprojekte anschaut sieht man schnell, dass dabei kaum auf Datenschutz geachtet wird, und manchmal noch weniger auf Sicherheit der Systeme [2].
Quellenangaben:
[1] eCard-Strategie der Bundesregierung
http://www.bundesregierung.de/-,413.799497/artikel/eCard-Strategie-der-Bundesregi.htm [2] Sicherheitsanalyse von IT-Großprojekten der öffentlichen Hand
http://www.ccc.de/congress/2004/fahrplan/event/307.de.html
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Ergänzungen
ein viel groesseres problem ist dabei...
...da bleibt, um das recht auf informationelle selbstbestimmung zu wahren (was ein menschenrecht ist, wenn ich nicht irre, zumindest jedoch ein buergerrecht), nur noch, den perso zuhause im schrank liegen zu lassen...
Es gibt ZWEI probleme bei karten mit RFIDs...
2. Können RFIDs mit entsprechender Hardware von Fremdpersonen ungemerkt ausgelesen werden. Wenn mensch den RFID-Chip grillen sollte, hat er beim Reisen ziemlich sicher Probleme, da sich der CHip ja nicht mehr auslesen lässt...
Linktipp: www.foebud.org
RFIDs
Eine Sache kann man tun:
Holt euch alle einen alten Perso kurz bevor es nur noch neue gibt. Dann habt ihr wiederrum 10 Jahre Zeit. Es sei denn es wird mit Stichtag umgestell, was aber kaum zulaessig sein wird.
Danach empfehle ich mit einem alten rumzulaufen. schon heute gibt es Leute, die mit abgelaufenen Persos rumlaufen. Eine Ausweispflicht gibt es hier eh nicht, auch wenn uns der Staat anderes erklaeren will... allerdings muss es sein, dass die Identitaet klar feststellbar ist, sogesehen ist es eine versteckte Ausweisspflicht, denn ohne das Teil kann wohl keiner feststellen wer man ist.
Man kann allerdings auch mit seiner Geburtsurkunde rumlaufen, dass ist auch ok. Oder eben mit einem 30 Jahre alten Fuehrerschein. Anhand all dieser Dokumenten kann man eindeutig feststellen wer man ist. Mehr koennen die Behoerden nicht verlangen.
Probleme entstehen allerdings, wenn man sich ohne gueltigen Perso arbeitslos melden will z.B., dann wird man von dem Fallmanager! erst mal zum EWM-Amt geschickt. Also richtig an dem Mist vorbeikommen werden wir wohl nicht. Es gibt noch andere Sachen, die man mit einem abgelaufenen Perso nicht bekommt: Handyvertrag, Kontoneueroeffnung, teilweise Arbeit und teilweise Wihnung usw...
Hier noch einige Infos zu RFID Chips, die sind naemlich schon heute ein Thema:
Das passt alles bestens ins Bild des neu zu erschaffenden Ueberwachungsstaates, Kameras an jeder Ecke, private Sicherheitsdienste, Abbau der Buerokratie bei den Behoerden, das heisst bei Polizei wird wieder oefter Streife gefahren und so weiter...
Naja mal sehen, bisher konnte man nicht viel erreichen, wenn man sich ueber so Ueberwachungssachen aufregte, denn der "Buerger" meint ja immer es wuerde ihm zu Gute kommen, wenn er sich entsprechend verhaellt und endlich wird Ordnung geschafft. Viele haben also damit kein Problem und sehen auch keins.
RFID-Chips kann man doch einfach kaputt machn
unsicher unsicherer rfid
Das Problem ist das diese Dinger nicht nur mutwillig zerstört werden können, sondern auch kaputt gehen können, zb durch starkes biegen. oder wenn man sich durch magnetische felder bewegt. man kann also von riesigen ausfällen ausgehen, und viel spass biem nachdrucken, incl 50€ oder sowas blechen für den tollen neuen Ausweis
die gefahr von RFID
jedoch sehe ich bei fingerabdruecken oder anderen biometrischen merkmalen auf dem ausweis - solange sie auf einem konventionellen chip (z.b. wie handy-karten, kk-karten, geldkarte etc) gespeichert sind - keine große gefahr. dann wissen sie halt noch ein wenig mehr ueber meine "koerperlichen eigenschaften" - na und?
heikel wird's hoechstens, wenn jemand versucht, durch gefaelschte fingerabdruecke jemand anderes eines verbrechens zu bezichtigen. doch das waeren dann schon wieder geheimdienstmethoden.
uebrigens: bewegungsprofile koennen vermittels handy's ebenfalls genauestens erstellt werden, also ist es am ratsamsten, sich eine prepaid-karte zuzulegen, die nicht auf einen namen registriert ist (oder eine gebrauchte o.ae.)...dasnurnebenbei (also eigentlich haben wir schon heute die ganzen ueberwachungstechniken der "zukunft")...
@anti -r
Unter den jetzigen Verhältnissen "ängstigen" mich allerdings ehrlich gesagt -wenn überhaupt - eher idiotische Kurzschlusshandlungen paranoider Polit-Trolle als "unsere" verbürokratisiert-demokratischen Sicherheitsbehörden (innerhalb anderer Grenzen mag das wieder anders aussehen und Verhältnisse ändern sich).
okay, da ist was dran - aber auch nix neues
fazit: um den totalitaeren ueberwachungsstaat kommen wir nicht mehr herum, weil ER SCHON DA IST!
was kann man also tun? auf legalen wegen moeglichst viel oeffentlichkeit fuer dieses thema (und so viele andere) schaffen, in der hoffnung dass sich dann was aendert....das problem ist (und das wissen die obrigen auch) nur: die masse ist dumm und leicht steuerbar, vor allem wenn man ihr die moeglichkeit gibt, sich zu polarisieren! daraus folgt wiederum: sich NICHT polarisieren zu lassen in seiner meinung ist der einzig gangbare weg, um etwas zu veraendern.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
redet nicht soviel über eure ängste ... — mahdi