Bolivien: Präsident Mesa bietet nach Protesten Rücktritt an
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Kongress lehnt Rücktritt ab!
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kleine analyse und fotos
Das Rücktrittsangebot das Carlos Mesa dem Kongress anbot, kommt nach anhaltenden sozialen Protesten unter anderem gegen die Ölpreiserhöhung.
Verschiedenste politische Gruppen und soziale Organisationen sowie die doch relativ aktive Bewegungvon Arbeits-/Landlosen, hatten in den letzten Wochen ihre Proteste verstärkt.
Die Reaktion der Regierung kam zunächst in Form der Entlassung von 7 Ministern. Nachdem es aber zukeiner nennenswerten Änderung im politischen Tagesgeschäft kam, intensivierten sich die Proteste in den letzten Tagen, was schlußendlich zum Rücktritt Mesas führte.
Verschiedenste Demonstrationen, Blockaden und Streiks wurden teilweise von der Polizei gewalttätig beeendet. Teilweise waren die Verkehrsverbindungen zwischen den Städten El Alto und La Paz durch Straßenblockaden unterbrochen. In den letzten Tagen waren die Proteste auf einem Höhepunkt angelangt.

massive Proteste und Demonstrationen
Bolivien hat in den letzten Jahren mehrere soziale Protestwellen gesehen. Nach massiven Ausschreitungenim Jahr 2003 mit vielen Toten, mußte der damalige Präsident Gonzalo de Lozada, zurücktreten.
Doch auch danach kam das Land nicht zur Ruhe. Immer wieder flammten vereinzelte Konflikte auf.Im Januar 2005 wurde von Mesa ein Referendum für mehr Autonomie der einzelnen Landesteile angenommen.
Vor allem die Provinz Santa Cruz wo rund 1/4 der Bevölkerung Boliviens lebt, hatte darauf gedrängt.Allerdings kam der Druck vor allem aus Kreisen der Wirtschaft in dieser Gegend. Dazu muss man wissen das der Großteil der Erdöl- und Erdgasvorkommen in der Provinz Santa Cruz gefördert werden.
Im Frühjahr soll die Bevölkerung dann über das Referendum abstimmen dürfen.

eine ständige Begleiterscheinung bei den Protesten
Insbesondere Bewegungen wie die Movimiento al Socialismo (MAS) um Evo Morales üben starke Kritikan dem im Comite Pro Santa Cruz versammelten Kreis von Unternehmen und Gewerkschaften.
Ein Hauptvorwurf der Gegner ist das diese Gruppen nur den Interessen der ausländischen Unternehmen folgen und es dadurch zu einem Ausverkauf des heimischen Erdgas und Erdöls auf Kosten der allgemeinenBevölkerung kommt.
Wenn nun heute wie erwartet der Kongress den Rücktritt von Carlos Mesa akzeptiert, könnte auf Bolivien wieder einmal eine Zeit politischer Änderungen zukommen.

massive Proteste und Demonstrationen
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Ergänzungen
Autonomie zur Zersplitterung
blockierte Strassen
Es wuerd mich aber schon interessieren, warum die Blockaden heute trotz Mesas Ruecktritt verstaerkt wurden.
ruhe vor dem sturm
die bloqueos weiter bestehen und einige leute demonstrieren fuer mesa.
morgen gibt's mehr infos
Interessanter Artikel in "Welt"
Andere Politik nicht andere Politiker
Es ist jedoch keinesfalls so, wie in dem Artikel erwähnt, dass neue Politiker eine neue Politik bedeuten würden!!! Das beste Gegenbeispiel dazu ist Mesa persönlich.
Deshalb wurde so gut wie nie der Rücktritt Mesas gefordert, sondern stets für einzelne Themen wie die verstaatlichung der Ölindustrie von den Demonstranten aufgegriffen. Diese forderten ihn auf zu handeln, nicht sich zurückzuziehen.